Anlaufstrom zu hoch

ryven
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von ryven » Mi 12. Feb 2020, 14:33

Äh, den resistiven hast du immer. Auch im Leerlauf, oder Stillstand. Der Ohme ändern sich nur etwas über die Temperatur.

Im Stillstand wirkt aber der Motor wie ein kurz geschlossener Trafo.
Was bei einem Asynchron Motor auch der Fall ist. Die Stromhöhe kannst du über Stabformen und Materialien beeinflussen.

Der Schlupf entsteht weil du im Läufer noch ein Wechselfeld brauchst damit dort ein Strom induziert wird. Sonst erzeugt ja der Läufer kein M Feld mehr das ihn mitnimmt.
Bis zum Kippmoment nimmt dann halt der Schlupf zu um ein größeres M Feld im Läufer zu erzeugen. Bis halt zur Sättigung vom Eisen.

Der Induktive Anteil ist in erster Linie von der Frequenz abhängig. Bei Spulen kann man in erster Näherung den Kapazitiven Anteil untern Tisch fallen lassen.

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Alexander470815
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Alexander470815 » Mi 12. Feb 2020, 15:33

ryven hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 14:33
Äh, den resistiven hast du immer. Auch im Leerlauf, oder Stillstand. Der Ohme ändern sich nur etwas über die Temperatur.
Jetzt bin ich gespannt, was ist denn der Unterschied zwischen dem Resistiven Anteil und dem Ohmschen Anteil?
ryven hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 14:33
Im Stillstand wirkt aber der Motor wie ein kurz geschlossener Trafo.
Was bei einem Asynchron Motor auch der Fall ist. Die Stromhöhe kannst du über Stabformen und Materialien beeinflussen.
Ja und damit ist der einzig Strombegrenzende Faktor eben doch der Wicklungswiderstand.
Also der von der Statorwicklung und der übertragene Widerstand des Kurzschlussläufers.
Im Stillstand versteht sich.
ryven hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 14:33
Der Induktive Anteil ist in erster Linie von der Frequenz abhängig.
Der induktive Anteil der aufgenommenen Scheinleistung des Motors ist also Frequenzabhängig?
Für den Fall das der Motor mit konstanter Belastung(konstantes Drehmoment) und konstanter Magnetisierung arbeitet.
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Rainer4x4 » Do 13. Feb 2020, 12:21

Supraleiter und andere geheimnissvolle Widerstände im Drehstrommotor, jetzt wirds interessant.
Ich bereite schon mal alles vor [ externes Bild ] :trink2:
Gruß Rainer
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Nachtschwärmer » Do 13. Feb 2020, 16:31

ryven hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 14:33
Der Schlupf entsteht weil du im Läufer noch ein Wechselfeld brauchst damit dort ein Strom induziert wird. Sonst erzeugt ja der Läufer kein M Feld mehr das ihn mitnimmt.
Der Läufer erzeugt kein Magnetfeld, sondern ist ständig durchflutet und selbst im Leerlauf voll aufmagnetisiert - genau wie beim Trafo (ist ja auch nix anderes).
ryven hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 14:33
Bis zum Kippmoment nimmt dann halt der Schlupf zu um ein größeres M Feld im Läufer zu erzeugen. Bis halt zur Sättigung vom Eisen.
Nein, die Magnetisierung (also der Fluß = d-Anteil) bleibt über die ganze Last wie auch im Leerlauf nahezu konstant auf Maximum kurz vor Sättigung. Sie ist von der angelegten Spannung abhängig, und die bleibt ja bei jeder Last gleich. Bei Belastung ändert sich der Blindleistungsanteil praktisch nicht, es kommt nur der Wirkanteil hinzu.
Alexander470815 hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 15:33
Der induktive Anteil der aufgenommenen Scheinleistung des Motors ist also Frequenzabhängig?
Für den Fall das der Motor mit konstanter Belastung(konstantes Drehmoment) und konstanter Magnetisierung arbeitet.
Induktiver Anteil der Scheinleistung = Blindleistung. Selbstverständlich ist die frequenzabhängig, wenn man sich die U/f-Kennlinie anschaut. Der Strom ist bei jeder Frequenz gleich, dazu muß die Spannung linear mit der Frequenz hochgeschraubt werden wegen X ~ f.
Q = X * I², da I = konstant und X ~ f, folgt Q ~ X ~ f.
Hier bohren für einen neuen Monitor: X

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Alexander470815
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Alexander470815 » Do 13. Feb 2020, 16:38

Es ging mit darum das der Anteil an der Scheinleistung nicht Frequenz abhängig ist.
Da die Wirkleistung auch steigt mit zunehmender Frequenz bleibt der Anteil von der Blindleistung gleich.
Es ging mir nur um Verhältnis zwischen den Leistungen, nicht die absoluten Werte.
Absolut gesehen steigt natürlich alles drei mit zunehmender Frequenz bei U/f Steuerung.
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Nachtschwärmer » Do 13. Feb 2020, 16:45

Sehr richtig. :)
Hier bohren für einen neuen Monitor: X

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