Anlaufstrom zu hoch

FriesenSpan
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von FriesenSpan » Di 11. Feb 2020, 10:44

Die 3 Phasen haben eher keinen Spulenwiderstand. :pfeif:
Vermutlich hätte er auch nicht das Messgerät, um deren Impedanz zu messen.

Ein 32A LSS "B" liegt im Sofortauslösebereich 3-5 x I-Nenn, also 96-160 A / < 10 Sek,
bei 1,5 x I-Nenn = 48 A immerhin noch bei 1 Minute.
Ein LSS mit "C"-Charakteristik würde bis max. für 2 Sekunden bei 320 A halten.
Da dürften dann schon die Drähte meckern ... :pfeif:

Der LSS wird bei jedem Kurzschluss besser, soll heißen: der Auslösestrom wird niedriger.
Selbst wenn es sich also um "eine alte Gurke" handelt, solle er den Anlauf locker packen.

Der TE scheint ein elektrotechnischer Laie zu sein?
Ihm so hingeworfene Tipps zu geben erscheint mir nicht wirklich hilfreich :hi:


Sonst frage ich ja eher selten nach Fotos, aber die "Sicherung" würde ich gerne mal sehen.
:hi:
Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Wissen nicht ersetzen.

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JollyRoger
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von JollyRoger » Di 11. Feb 2020, 11:07

Um festzustellen wo der Fehler liegt brauchst du nicht mit Impedanzen um dich werfen. Wenn die Spulenwiderstände des Motors alle Widerstände gleich groß und in einem vernünftigen Bereich sind (werden ein paar Ohm sein), die Isolation dagegen keinen Durchgang zeigt, dann ist der Motor mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ordnung. Wenn der Motor nicht mehr angeklemmt ist, dann sollte in der Verkabelung zwischen Motor und Schalter auch kein Durchgang mehr zu messen sein. Das kann jeder daheim mit einem Multimeter prüfen, ohne sündteure Spezialgeräte.
FriesenSpan hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 10:44
Der TE scheint ein elektrotechnischer Laie zu sein?
Ihm so hingeworfene Tipps zu geben erscheint mir nicht wirklich hilfreich
Dann machen wir das Forum zu, denn hier sind ja auch fast ausschließlich zerspanungstechnische Laien, denen man der Logik nach keine Tipps geben darf.

FriesenSpan
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von FriesenSpan » Di 11. Feb 2020, 13:04

Wenn man Jemandem helfen will, dann sollte man sich aber
auch fachlich korrekt und für Laien verständlich ausdrücken.
:hi:

Deine Bevormundungen kannst Du Dir sparen, ich bin ganz sicher
der erfahrenere Praktiker.
Ich habe nicht in Hörsälen studiert, sondern im Leben!

Und wenn ausgerechnet Docalex so einen Unsinn hinwirft,
dann schreit das geradezu nach sarkastischer Richtigstellung ... :nixweiss:

Für Langsamdenker:
eine Spule hat einen ohmschen und einen induktiven Widerstand,
die 3 Phasen (das Netz) hingegen haben Impedanzen.
Keine Ursache, gern geschehen :bussi:
Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Wissen nicht ersetzen.

Jonathan9192
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Jonathan9192 » Di 11. Feb 2020, 13:12

Leute, es reicht... :?
Wir warten jetzt erstmal alle ganz cool ab, bis sich der TE mit defaillierten Infos (z.B. Fotos vom Motor und dessen Absicherung) zurückmeldet.
Der Klügere gibt nach, der noch Klügere gibt Nachhilfe.

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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von SparkyFX » Di 11. Feb 2020, 13:12

Kriegt euch doch mal wieder ein. Die Frage ist was an der Maschine des TE nicht stimmt, nicht was mit den Beiträgen Dritter nicht stimmt.
Fehlersuche läuft nie so gerade wie man das möchte.

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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von superdaisy90 » Di 11. Feb 2020, 21:08

Hallo, also mal ruhig Blut Leute.
Mir scheint als hätte ich die Problematik zu voreilig hier reingestellt. Ich komme nur alle paar Wochenenden zu unserer Werkstatt und wollte einfach pro forma ein paar Erfahrungen eurerseits hören.
Ich mache dann Fotos vom Motor und vom Sicherungsautomaten.
By the way habe ich durchaus tieferes elektrotechnisches Verständnis, das in der Praxis noch aufgefrischt werden muss.
Jedenfalls schon mal vielen Dank für jede Hilfe :-)

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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Oliver M » Di 11. Feb 2020, 21:13

Oliver M hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 21:22
superdaisy90 hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 19:00
Wir müssen uns mal das vordere Lager anschauen, ob das womöglich aufgrund fehlender Schmierung erhöhte Reibung erzeugt.
Grüße
Die öler habt ihr ja sicher gefüllt und die laufen auch leer?
Das richtige Spindelöl war ja laut deiner PN vorhanden.
Das Getriebe wäre auch ein Kandidat.
Wenn da eine Kupplung nicht richtig trennt.
Habt ihr da was dran gemacht?

Gruß Martin
Und wie schauts damit aus ?
Früher war alles:
A: besser B: aus Holz C: mit Schlitzschrauben

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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Dr. No » Mi 12. Feb 2020, 00:11

FriesenSpan hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 13:04
Für Langsamdenker:
eine Spule hat einen ohmschen und einen induktiven Widerstand,
die 3 Phasen (das Netz) hingegen haben Impedanzen.
Hab jetzt extra ganz langsam gedacht ...:

Dann hat eine Spule ja gar keine Impedanz :?

Irgenwie hatte ich das anders im Kopf :grübel

Wahrscheinlich hast du recht, und das waren dann damals nur blöde Uni- und halt keine richtigen Praktiker-Impedanzen.

Peter

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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von Alexander470815 » Mi 12. Feb 2020, 08:22

Eine Impedanz ist nichts anderes als der Komplexe Widerstand.
Der besteht mindestens mal aus einer Wirk oder Blind Komponenten, in der Praxis hat man immer Resistive, Induktive und Kapazitive Anteile.
(Ausnahme Supraleiter, da entfällt der Resisitve Anteil)
Sowohl das Netz als auch ein Motor haben das, es ist eben die Frage was der größere Anteil ist.
Das Netz hat natürlich auch einen Innenwiderstand, genauso hat es eine gewisse Induktivität.
Da das aber meistens nur Lange Kabel sind überwiegt der Resistive Anteil, also Widerstand vom Kupfer.

Beim Motor kommt es darauf an in welchem Zustand er sich befindet, wenn der Rotor still steht ist die Induktivität relativ gering.
Der Resistive Anteil spielt auch hier die Strombegrenzende Hauptrolle, da dieser klein ist haben Motoren auch gerne mal den 6-8fachen Nennstrom als Anlaufstrom.
Wenn der Motor dreht sieht das schon wieder anders aus, im Leerlauf überwiegt der Induktive Anteil, unter Last kommt wieder ein Schlupfabhängiger Resisitver Widerstand dazu.
Deswegen haben Motoren im Leerlauf auch so einen schlechten Leistungsfaktor, unter Vollast kommt man dann an die 0,8 die auf dem Typenschild stehen.
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Re: Anlaufstrom zu hoch

Beitrag von ryven » Mi 12. Feb 2020, 10:20

https://de.wikipedia.org/wiki/Impedanz

Aber wenn bei dem 2 kW Motor direkt der LS fliegt dann ist da in meinen ein Defekt vorhanden.
Anlaufströme entweder mit Sanftstarter reduzieren, die dürfen aber nur begrenzte Starts pro Stunde machen.
Oder FU nehmen und langsam hochfahren.

Mechanik sollte sich schon leicht drehen lassen.

Btw. gerade bei Supraleiter nutz man den den Ohmsichen Widerstand zur Strombegrenzung. Weil wenn das Magnetfeld zu gross wird bricht der Supraleiter zusammen und verschwindet. Dann verdampfen halt ein paar Liter Stickstoff und gut.

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