Meine Maschinen und Ihre Geschichten

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DerRestaurator
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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Sa 11. Nov 2017, 23:05

G.Röder hat geschrieben:Hallo Philipp,

klasse Werkstatt!
Ähm ja, das ist ja nur das werstattähnlich Scheunenlager, aus dem heraus irgendwann mal vier Werkstätten in meinem 30km entfernten, neuen Domizil entstehen:

Werkstatt 1: Meine Fahrradwerkstatt im Keller. Hier werden meine Laufradwerkbank mit Schraubstock und Zentrierständer beheimatet sein, ebenso der kleine Kompressor und der Stahlwille-Schrank. Der Gögginger-Diring-Schrank soll auch in diesen Keller, er soll Nabenteile aufnehmen. Eventuell kommt auch das Schraubenregal noch mit in den Keller, da muss ich aber erst noch mal die Deckenhöhe messen... Die kleine Bohrmaschine habe ich auch im Keller eingeplant.

Werkstatt 2: Die Holzwerkstatt neben der Fahrradwerkstatt. Hier kommen die Inca, die Ulmia und die ganzen Handwerkzeuge zur Holzbearbeitung hin. Eine gescheite Holbelbank will ich mir dann auch mal gönnen...

Werkstatt 3: Die Dreherei in der Hütte. Diese Hütte war vor 1950 das eigentliche Wohnhaus der Bauherrenfamilie und ist nur noch eine Bauanleitung ihrer selbst.
In den hintersten Raum kommt durch den Garten meine Drehe eingfädelt. Dieser Raum wird noch durch einen Tisch für Papierkram und vllt zwei Sessel ergänzt. Geheizt wird mit einem kleinen Ofen.
In den zweiten Raum kommt die Ausputzmaschine der Schuhmacherei meiner Mutter.
Der Eingangsbereich nimmt die Gartengeräte auf.
Der Dachboden wird Unterbringung für den großen Kompressor und Materiallager

Werkstatt 4: Die Garagenwerkstatt. Sie wir als letzter Bauabschnitt entstehen und erfordert den größten Bauaufwand. Hier werden die Fräse und die große Eisenschweinbohrmaschine aufgestellt. Hier wird auch ein Schweißplatz entstehen.

Meine Fahrzeuge (Auto, Traktor mit Anhänger und die vielen Zweirräder) muss ich auch irgendwie unterbringen - mal sehen wie ich das noch hinbekomme...

Momentan ist das Meiste erstmal in diesem werkstattähnlich Scheunenlager untergebracht und muss erstmal dort arbeiten. Diese Scheune hat einen relativ mickerigen Stromanschluss, ist nicht beheizt und nicht beheizbar und hat keinen Wasseranschluss. Einen Lokus sucht man leider auch vergeblich... Eigentlich ist auch die Miete zu teuer aber Raum mit Stromanschluss ist dieser Gegend hier rar und daher teuer...
Nach Hause habe ich einen Kilometer zurückzulegen, das ist auch irgendwie unpraktisch. Daher freue ich mich wenn ich soweit bin, dass das neue Domizil bezugsfertig ist und Werkstatt 1 und 2 damit auch fertig sind!

Die Arbeitssituation hat die Arbeiten auf der Baustelle sehr erschwert, aus Kostengründen müssen meine Eltern und ich fast alles selber machen, bei dem Pfusch den unsere derzeitigen Vermieter von ihren Handwerkern so vorgesetzt bekommen will ich auch keine Handwerker!
Wenn aber das Geld fürs Material fehlt und du psychisch zu fertig bist um die Arbeiten zu erledigen, die kein Material erforden, ist das echt ein Schlauch! Dazu leidet meine Mutter auch an einer chronischen Krankheit, die Ihre Kraft begrenzt. Mein Leiden auf der Arbeit hat ihr das Leben zusätzlich erschwert :-(

Zum Glück kann ich jetzt wieder mit erhobenen Haupt in die Welt blicken ;-)

Also weiter mit der Arbeit - Einkauf beim Trödelladen:

für die Baustelle gab es einen zweiten 230er Winkelschleifer, das Griffrohr hatte praktischerweise 22mm Durchmesser :-D , der Iso-Widerstand bei 500V beträgt mit neuem Kabel wieder über 7 Megaohm, das ist für so einen alten Schinken OK, denke ich.
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Einen neuen, alten Schraubstock in richtig gutem Zustand (technisch jedenfalls) gab es auch
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Eine interessante Bohrmaschine von Bosch, sie funktionierte sogar, die Winklungsanschlüsse haben aber nicht tolerierbare Isolationsfehler, da muss der Elektromaschinenbauer der meine andere große Flex gerettet hat nochmal ran
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Bis zum nächsten Mal

:hi: Philipp
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

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DerRestaurator
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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Fr 24. Nov 2017, 18:06

Hallo zusammen,

da hier ja auch einige sich für Löten und Schweißen interessieren und zu meinem Tun diese beiden Verfahren der Fügetechnik einfach dazugehören, möchte ich euch meine öfters erwähnte Ausstattung nicht vorenthalten:

Angefangen hat es mit zwei vollen 10l Flaschen, die ich für 100€ von einem Freund und Kollegen im Zivildienst erwerben konnte.
In der Bucht habe ich mir dann einen Satz Druckminderer und einen Brenner (das 'ergonomische' Griffstück, jetzt gerade mit der Brause bestückt) mit einem 1er und 2er Einsatz erschnappert. Den Schlauch gab es neu, die Sicherungen waren bei den Druckminderern dabei.
Bei dem Griffstück war der Sauerstoffanschluss längs aufgerissen, Messer vermittelte sehr günstig einen neuen Einschrauber :2up:
Schnell wechselte ich auf 20er Flaschen, bei denen ich auch ein paar Jahre blieb. Mit diesem Wechsel kam auch der Wunsch nach Mobilität und seine Erfüllung in Form dieses sehr robusten Wagens aus Deutschlands größter Pfadfindertruppe...
Auf einem Flohmarkt wartete für unter 25€ der orange Koffer samt Inhalt auf mich (OK ein paar Sachen fehlten und ich habe nachgerüstet). Da der Sauerstoffhahn von dem Griffstück undicht ist, wird es nur mit dem Schneidbrenner verwendet, für andere Arbeiten ist mir dieses Griffstück zu eh sperrig.

Jetzt kamen die Schnellkuppler, denn schrauben wollte ich nicht jedes mal...
Und der Wunsch nach einem kleineren Brenner kam auch auf...
In der Bucht fand ich schnell was ich suchte und wurde überboten :scheisse:
Der selbe Anbieter bot kurze Zeit später wieder ein MiniTherm-Griffstück an und ich versuchte wieder mein Glück - mit gewissem Erfolg.
Gewisser Erfolg deshalb, weil das gelieferte Griffstück undicht war - im Griff :scheisse:
Der (private) Verkäufer entschuldigte sich und versprach Ersatz, er hätte noch mehr davon. Ja, er war ehrlich und ich bekam mein Griffstück - diesmal dicht :freu:
Jetzt noch die fehlende Überwurfmutter besorgt und die beiden kleinsten Einsätze, mehr wollte ich ja gar nicht. Ach doch: Schnellkupplungsstifte :muahaha:

Nun kam noch der Klempnerlöterling dazu, der mittlerweile auch noch ein Geschwister bekommen hat, allerdings für Kartuschen. Davon gibt es kein Bild, das Teil ist aber genauso alt (oder doch älter?) wie der Propanbrenner ;-) Der Kartuschenbrenner funktioniert übrigens wirklich nur mit den Kartuschen, mit Propan lässt sich die Flamme nicht gescheit einstellen!
Die Ace-Brause fand sich auf dem Flohmarkt, der Aufsatz war leider in sich undicht (da wo die eigentliche Brausedüse an den sonst auch verchromten dünneren Teil festgemacht wird), etwas Kupferhartlot/Phosphorlot rettete das Teil aber. Deshalb glänzt der Aufsatz nicht mehr und sieht so verkokelt aus!

Also eine zimlich Messer-Griesheim-lastige Ausstattung...
DerRestaurator hat geschrieben: Nur bei den Druckminderern bin ich fremdgegangen

Zuerst möchte ich von Rhöna abraten, da sind mir zwei Ace-Druckminderer hintereinander durchgepfiffen**
Zum Schluss wurde es ein Harris - der beste Ace-Minderer, den ich je verwendet habe!
Sauerstoff habe ich irgendeinen älteren Hercules(?) oder so - funktioniert einfach und wenn mal nicht mehr gibt es einen Harris!

**Einmal das Eingangs-Manometer geplatzt und einmal sonstirgendwo nach außen undicht! Der Zweite war schon das Austauchteil zum ersten, danach bestand ich auf Geldrückgabe!
Der Schneidbrenner wird mit Propan befeuert und ist entsprechend bedüst, dazu klemme ich den Ace-Schlauch ab und klemme dann die Klempnerflasche an - etwas rustikal, die Gase im Schlauch zu mischen, funktioniert bei mir aber (Vorsichtshalber: Nicht nachmachen!).
Inzwischen bin ich von den 20er Flaschen auch weg, der erste Schritt zum Flaschenbündel ist getan - nein, so viel verbrauche dann doch ich nicht, es ist einfach nur lästig wenn die Dinger immer am Samstagabend/Sonntagvormittag am Anfang eines Projekts die Biege machen ;-) :pfeif:



Bilder?


Ech jetzt?


Na gut, Ok, Bilder!



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Und nein, in dem werkstattähnlichen Scheunenlager wir das nicht benutzt sondern nur gelagert!

:hi: Philipp
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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von Bastard » Di 28. Nov 2017, 18:03

Gibt es schon was neues von der Meuser? :-)

Beste Grüße,
Christian

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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Mi 29. Nov 2017, 19:32

Ja, habe ein paar Spinnweben abgesaugt :pfeif:
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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Mo 1. Jan 2018, 15:20

Bei meiner Indianerin war die Spindelbremse der Vertikalachse (laut BDA x-Achse :? ) nachzustellen.
Wo und wie das geht hatte mir Max (ZerspannerMax) erklärt.
Dafür muss der Tisch abgehoben werden. Einen Kran hat mein werkstattähnliches Scheunenlager nicht und der Traktor mit seinem Frontlader passt auch nicht (mehr) rein, also war Kreativität gefragt... Die Ramme der Huron ist praktischerweise sehr massiv :2up:
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Weil die Maschine so eine Nacht verbingen musste, habe ich den Tisch mit einem Spindelheber (ich könnte nicht mehr ohne die Dinger und 5 Stück sind definitiv zu wenig!) und zwei Unterstellböcken gesichert.
Es fräst sich jetzt wieder richtig gut! Es nervt, wenn Schraubstock und Werkstück den Tisch zum automatischen Absenken bewegen - diese Achse ist die einzige die immer eine Kugelumlaufspindel hatte!

:hi: Philipp
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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von ZerspannerMax » Mo 1. Jan 2018, 15:59

Bei deinem kleinen Tischchen ist das ja kein Hexenwerk. :-D
Ich hoffe du hast bei der Gelegenheit gleich alle Bohrungen der Zentralschmierung überprüft, bei mir war eine für die Tischführung verstopft.
Hat dein Tisch eigentlich auch zwei Ventile für das Kühlmittel, oder nur eine Bohrung?
Du hast ja eine sehr hohe Distanzscheibe für die Anzugstange, kannst du da in beim Kopf in der unteren Horizontalstellung noch das Werkzeug wechseln?

Gruß Max

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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Mo 1. Jan 2018, 21:37

ZerspannerMax hat geschrieben:Bei deinem kleinen Tischchen ist das ja kein Hexenwerk. :-D
Schwer genug, dass die Uhrkette leicht überdehnt wird :-D
ZerspannerMax hat geschrieben:Ich hoffe du hast bei der Gelegenheit gleich alle Bohrungen der Zentralschmierung überprüft, bei mir war eine für die Tischführung verstopft.
Nö, als die Zentralschmierpumpe noch ging, suppte überall reichlich Öl raus.
Mach mir bitte mal Bilder von deiner Zentralschmierpumpe, meine ist von Außen durch KSS im Ölvorrat durchgefressen.
ZerspannerMax hat geschrieben:Hat dein Tisch eigentlich auch zwei Ventile für das Kühlmittel, oder nur eine Bohrung?
Nur eine Bohrung.
ZerspannerMax hat geschrieben:Du hast ja eine sehr hohe Distanzscheibe für die Anzugstange, kannst du da in beim Kopf in der unteren Horizontalstellung noch das Werkzeug wechseln?
Muss ich mal Ausprobieren? Irgendwas war da, ich hatte vorher noch eine längere Schraube+Hülse, ich glaube das geht aber. Für die Aufnahmen ohne den zylindrischen Ansatz oben habe ich jetzt noch eine kürzere Scheibe für die kurze Anzugschraube. Probier ich für Dich kommende Woche mal aus!

:hi: Philipp
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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Mi 3. Jan 2018, 21:03

DerRestaurator hat geschrieben:
ZerspannerMax hat geschrieben:Du hast ja eine sehr hohe Distanzscheibe für die Anzugstange, kannst du da in beim Kopf in der unteren Horizontalstellung noch das Werkzeug wechseln?
Muss ich mal Ausprobieren? Irgendwas war da, ich hatte vorher noch eine längere Schraube+Hülse, ich glaube das geht aber. Für die Aufnahmen ohne den zylindrischen Ansatz oben habe ich jetzt noch eine kürzere Scheibe für die kurze Anzugschraube. Probier ich für Dich kommende Woche mal aus!

:hi: Philipp
So, habe gestern Abend meine Hausaufgaben gemacht ;-) Es passt alles auch mit der langen Distanzhülse und den Aufnahmen nach DIN 2080.
Nur die Anzugstange rausnehmen und die Distanzhülse wechslen geht nicht, das ist aber nicht verwunderlich. Mit einer Mutter oben wurde es gehen, mir ist die Schraube aber lieber, da verdengel ich beim Löseschlag kein Gewinde ;-)
Mich würde mal die automatische?/hydraulische? Anzugvorrichtung interessieren. Kann ich mir gerade bei den beengten Platzverhältnissen im Horizontalbetrieb wenig drunter vorstellen.

:hi: Philipp
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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von ZerspannerMax » Fr 5. Jan 2018, 19:04

Wenn der Kopf nach hinten in die Führung geschoben ist, gibts bei mir wenn die Anzugstange fest ist und in einem bestimmten Winkel steht Probleme mit dem Lösen.
Die Köpfe mit automatischer Werkzeugspannung sind aber moderner und haben keinen Morsekonus am oberen Ende.

Gruß Max

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Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Sa 3. Feb 2018, 13:37

Heute jährt sich die Anschaffung der Huron KU4!
Eingraviert hatte ich 03.02.2017, das war das offizielle Kaufdatum, bei mir war sie schon ein paar Tage eher.
Ich bereue nichts und bin weiterhin hellauf begeistert, demnächst gibt es auch wieder Werkstüche zu sehen!

:hi: Philipp
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