Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Zeigt uns eure Maschinen!!
Benutzeravatar
Vergaser Lui
Beiträge: 10
Registriert: Mi 31. Okt 2018, 01:52
Wohnort: 24628 Hartenholm
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von Vergaser Lui » So 4. Nov 2018, 23:21

Moin moin,

Ich bin ja noch recht neu hier im Forum (habe erst seit ein paar Tagen meine erste Drehe)

Ich habe es gerade wirklich getan... ich habe mir ALLE seiten hier von dir und deiner Drehe durchgelesen :respekt: :pfeif:
meine Augen brennen ein bisschen muss ich gestehen.

Hut ab vor deiner Leistung. Vorallem weil du noch dein Hausprojekt nebenbei hast.
Ich kann das sehr gut nachempfinden denn ich habe mir auch so ein Wunderwerk aus alten Ziegelstein angelacht im Frühjahr 16

Ich freue mich weiter von dir und deinen Projekten zu lesen. Weiter so :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :2up:

Bis denn dann
der Lui

Benutzeravatar
DerRestaurator
Beiträge: 2852
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 23:41
Wohnort: LK Lüneburg, Grenze zum LK Uelzen
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » So 4. Nov 2018, 23:45

Lui, echt? Alle Seiten? Du fährts Niva? Na dann, kein Wunder! Niva Fahrer sind härter!

:hi: Philipp
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Benutzeravatar
Vergaser Lui
Beiträge: 10
Registriert: Mi 31. Okt 2018, 01:52
Wohnort: 24628 Hartenholm
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von Vergaser Lui » Mo 5. Nov 2018, 09:12

Moin moin

Jo alle 19 Seiten. Das hat sich so schön flüssig gelesen. Fast wie ein Buch.

Jo, das ist mein kleiner durstiger Wegbegleiter aus Russland :freu:

Benutzeravatar
DerRestaurator
Beiträge: 2852
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 23:41
Wohnort: LK Lüneburg, Grenze zum LK Uelzen
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Mo 5. Nov 2018, 23:05

Na denn!
Durstig ist relativ, ich fahre Mutters 1700 MPI E6 mit 8,8-9,8 Litern auf 100. Mit Anhänger natürlich mehr, Autobahn scheint sie zu lieben und belohnt mit "Sparsamkeit"
Letztens ist mir ein Buchanka quasi übern weg gefahren - ich könnte schwach werden!

Leider hat es mit dem russischen Teilapparat für die Fräse nicht klappen sollen, sonst hatte ich auch noch russiches Werkzeug. Bleibt also der kleine Werkzeugbestand "Made in GDR" als östlichstes...
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Benutzeravatar
udowet
Beiträge: 1546
Registriert: Fr 12. Nov 2010, 18:27
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von udowet » Di 6. Nov 2018, 00:45

Moins.

Kein Grund zum weinen, die bauen doch grad ne Jubilaeumsversion des original UR-Buchanka.....da kann man bestimmt noch einen neu ergattern. Dawai....

Gruss,

Udo

Benutzeravatar
DerRestaurator
Beiträge: 2852
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 23:41
Wohnort: LK Lüneburg, Grenze zum LK Uelzen
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Fr 8. Feb 2019, 19:43

Zurück von den Autos in meine Werkstatt.
Ich habe durch mein Arbeitsverbot (der kleine Finger sieht zwar schon wieder gut aus, aber die Ärtzte fanden meine Idee mit dem öl- und wasserbeständigen Verband nicht so lustig) jetzt etwas Zeit um Bilder zu sortieren und zu verkleinern (dann geht der Upload schneller).

Um in der Chronologie der Dinge zu bleiben, fange ich mit einem Holzprojekt an.
Es ging um eine sehr wurmstichige Kommodenrückwand, die nachempfunden werden sollte. Verwendetes Gerät? Nur die Inca Abricht- und Dickenhobelmaschine und die Ulmia 1610!
P1020220_small.jpg
P1090094_small.jpg
P1090095_small.jpg
P1090096_small.jpg
P1090097_small.jpg
P1090098_small.jpg
Die Freude war groß, als sich (nur zum probieren) alte und neue Rückwandteile tadellos fügen ließen - die Präzision stimmte also! Die neuen Teile passen selbstredend genauso gut zusammen :super:

gleichgehtesweiter
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Benutzeravatar
DerRestaurator
Beiträge: 2852
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 23:41
Wohnort: LK Lüneburg, Grenze zum LK Uelzen
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Fr 8. Feb 2019, 20:08

weitergehtes

Als nächstes Projekt soll der Traktor vordere Kotflügel erhalten. Die Bleche habe ich vom Händler aus den Niederlanden, die Halter gibt es wohl nicht mehr zu kaufen also selber machen!
Hierfür habe ich (nicht weil es nötig gewesen wäre) mal die Schwenkmöglichkeiten des Huron-Fräskopfes ausprobiert.
P1090067_small.jpg
P1090070_small.jpg
P1090087_small.jpg
P1090088_small.jpg
Das Projekt wurde danach pausiert, weil erstmal der Amboss wieder aus seiner Ecke herausgewühlt werden musste um dann die Streben zu formen.



Dann kamen noch andere Dinge dazwischen, wie z.B. eine kleine Ronde GGG40:
P1090119_small.jpg
Die wurde etwas plangelenzt und gebohrt
P1090140_small.jpg
zwei Aussparungen gefräst
P1090145_small.jpg
und eine Fräseraufnahme reingesteckt. Der Schaum stammt vom Ballistol, dass als Korrosionschutz bei den Temperaturschwankungen vor ein paar Wochen unerlässlich war.
P1090146_small.jpg
P1090148_small.jpg
Die Fräseranzugsschraube musste durch eine längere Schraube ersetzt werden, dann wurde in Betriebsposition gewechselt und etwas herumgedereht
P1090158_small.jpg
Da diese Dreharbeiten demnächst öfter anstehen, habe ich mal den Obersupport der Meuser auf die Huron geschraubt, unter anderem um den Tripan nutzen zu können. Im nächsten Schritt werde ich den Support noch so verdrehen, das der zugestellte Wert dem Durchmesser entspricht, dann wir das alles noch etwas kontrollierbarer...
P1090160_small.jpg
P1090164_small.jpg
Eine schöne Menge Späne habe ich da von der Gussronde gezupft, sie war im Durchmesser 50mm zu groß :pfeif: Für einen 10er habe ich sie aber dennoch genommen...
Und wofür der Spaß? Dies ist ein Futterflansch für mein 200er Dreibackenfutter.
Ziel ist es die Spindellager für das Meuserchen zu drehen :andiearbeit:

Fortsetzungfolgtdemnächst
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Benutzeravatar
DerRestaurator
Beiträge: 2852
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 23:41
Wohnort: LK Lüneburg, Grenze zum LK Uelzen
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Fr 8. Feb 2019, 20:34

HieristdieFortsetzung

die vielen Arbeiten mit der Fräse haben einen unguten Beigeschmack. Kurz nach dem Kauf der Fräse verabschiedete sich bei Reinigungsarbeiten die Topfmanschette der sowieso schon sehr angegriffenen Zentralschmierpumpe (Mecafluid PM21). Ich habe seither die Fürhrungen von Außen geschmiert, erreiche damit aber nur etwa 1/5 der Schmierstellen!
Der Nachbau der Pumpe ist momentan ein zu großes Projekt, erstatz nicht mehr erhältlich - ich habe bei Huron angefragt. Eine Zentralschmieranlage für weit über 2000€ fällt raus!
Seit dieser Anfrage weiß ich auch, dass die Maschine Bj. 1960 ist und das die PM21 12-15 bar Druck macht.
Ich habe jetzt eine Vertex mit bis 60 bar und 800 ml Vorrat gekauft, diese werde ich dann erstmal als Provisorium an die Maschine heften.


Ich habe ja nun letztens meine zukünftige Fahrradwerkstatt gezeigt. Das Fenster habe ich angefangen nachzubauen, der Rahmen ist schon fertig.
Hier habe ich neben der Inca und der Ulmia noch eine (billige aber brauchbare) Oberfräse zu Hilfe genommen, die mein Papa von einem Arbeitskollegen geschenkt bekommen hat.
P1090173_small.jpg
P1090176_small.jpg
P1090178_small.jpg
P1090180_small.jpg
P1090181_small.jpg
P1090182_small.jpg
P1090183_small.jpg
P1090185_small.jpg
Zwei kleine, gut zu vertuschende Fehler habe ich gemacht, bei den Fenstern für den Werkstattwagen meiner Mama hat der Tischlermeister aber auch ein paar (fachlich traurige) Fehler gemacht :pfeif:
Ich denke für den ersten Fensterramen sieht das schon ganz gut aus!
Das Holz ist heimische (regionale) Kiefer, sehr alt und relativ langsam gewachsen, gekauft von einem der letzten kleinen Sägewerke hier in der Gegend. Vermutlich hört er in den nächsten 12 Monaten auf :cry:

Soweit erstmal!
:hi: Philipp
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Benutzeravatar
DerRestaurator
Beiträge: 2852
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 23:41
Wohnort: LK Lüneburg, Grenze zum LK Uelzen
Germany

Re: Meine Maschinen und Ihre Geschichten

Beitrag von DerRestaurator » Fr 17. Mai 2019, 09:55

Hallo mal wieder!

Als meine Fräse von ihrem Zwischenstopp an meinem alten Arbeitsplatz zu mir in die Schrauberscheune gezogen ist, hatte auch unserer derzeitiger Meister und nun guter Freund sehr viel geholfen!
Nun bat er mich um Hilfe, einmal einen Zylinderkopf planen (das habe ich auf der Arbeit gemacht) und sein Auspuffkrümmer wäre gerissen.
Diese Aufgabe habe ich bis auf das strahlen der Schweißstellen lieber zu Hause gemacht, ich hätte nicht gewusst, wie ich das Ding auf der Arbeit hätte spannen sollen, Zuhause habe ich die dafür geeigneten Spannböcke.
Gerissen ist das weil die Schrauben den Flasch sehr gut an den Kopf gefesselt hatten, das Geröhr aber in eine andere Richtung wollte. Die Planfläche glich einer Banane!

Also zuerst etwas WIG-geschweißt:
P1090472_small.jpg

Hier eine Gesamtansicht:
P1090475_small.jpg

Dann zwei der Befestigungslöcher dichtungsseitig mit einem Kegelsenker auf der Fräse so halb freihändig angesenkt, dann mit zwei M8 Senkkopfschlitzschrauben auf die Spannböcke geschraubt und das Rohrende mit einem Schraubbock justiert und festgepratzt. So konnte ich alles auf minimalen Materialabtrag ausrichten, dieser lag bei 2mm(!) bis das Ding eine durchgehende Planfläche hatte. Die Enden wo die Rohre gerissen waren hingen fürchterlich.
Aber seht selbst:
P1090486_small.jpg

Das ganze neigte fürchterlich zum Schwingen, die (original) Schweißnähte waren knüppelhart und haben dem Schlagzahn sehr stark verschleißen lassen. Einen geeigneten HM-Messerkopf hätte ich zwar, dieser ist aber ein Fall für den Schärfdienst... Daher die Lenz-Schlagzahnlösung. Zustellung max 0,15mm Drehzahl und Vorschub irgendwie nach Gefühl bis Späne und Oberfläche gut aussahen. Das Tabellenbuch habe ich im Schrank gelassen :pfeif:

Alles in Allem ein riesiger Erfolg :super:
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Antworten