Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Zeigt uns eure Maschinen!!
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Sven-Otto-WL
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Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von Sven-Otto-WL » So 2. Feb 2020, 13:30

Moin Moin,
hier möchte ich Euch über die Restaurierung meiner
Artur Huster Feil u Sägemaschine auf dem laufenden halten. Das Ganze wird eine Weile dauern.
Anbei die Bilder von der Ankunft der Maschine.
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Standbohrmaschine Elebor ESB 15, von Ca. 1940 u. ESB 30 von 1955 Hersteller Ernst Schuhman
Fräse Erfi RF-30, Ca. 1980
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Sven-Otto-WL
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von Sven-Otto-WL » So 2. Feb 2020, 13:41

Die Farbe ist bestellt, es wird RAL 7031 blaugrau
Morgen fange ich mit dem zerlegen und putzen an.
Ich benötige als Neuteile, das steht schon fest:
2 x Keilriemen Motor - Getriebe
2 x Keilriemen Getriebe Hubverstellung
Diverse Griffstücke

Eine neue Dichtmanschette für den Luft-Kolben
Mal sehen wie ich das reparieren kann, Neuteile wird es ja nicht mehr geben

Die Maschinenschilder werden mit Messingschrauben neu befestigt
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von andretti » So 2. Feb 2020, 18:51

Ah :goodpost:
jetz sehe ich auch den Unterschied zu meiner Feilmaschine.
Und jetzt versthe ich das mit dem Getriebeöl.
Ich nehme für meine alten Schätzchen die ein Getriebe haben HLP46 (Hydraulik Öl). Steht z.B. in den Schmierplänen meiner Meuser Bj.1959 und in der Steinel SH3,5 Bj. 1965.
Beide laufen seit Jahren damit.
Anbei die Bilder von den Feilaufnahmen und der Sägeaufnahme.
Das sind die Originateile!
Habe Sie gsetrahlt und lackiert. Brünieren ging nicht, da die Stahlsorte nicht brünierbar ist (Versuch und Irrtum :cry: )
Die alten, total Rundgedrehten 4-Kantschrauben habe ich durch passende Imbus ersetzt.
Die Feilen im Schuhkartondeckel hatte ich aussortiert. Da muss ich aber bei schauen, ob die anbietbar sind.
Die Stauferbüchse als Beispiel...

PS: ich mache meine Maschinen vor dem Lackieren immer mit Maschinenreiniger (mit Ätznatron versetzter Reiniger) sauber und wasche Sie im Anschluß mit dem Hochdruckreiniger.
Da ist dann schon der meiste Lack weg.
Anschließend mit Mattierungsvlies abreiben, mit Silikonentferner Fettfrei machen und Lack drauf.

Nimm Seidenglanz, das sieht nicht so Speckig aus wie Glanz und nicht so stumpf wie Seidenmatt.

Viel Spaß und :andiearbeit:

Andretti
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Sven-Otto-WL
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von Sven-Otto-WL » Mo 3. Feb 2020, 09:30

Wie schon geschrieben, würde ich die Feilen gerne nehmen, da ich gar keine habe sind die immer noch besser als nichts.
Die obere Aufnahme könnte ich selbst fertigen.
Wie sieht denn die untere Aufnahme aus? Da sind die Feilen ja eher dreieckig ?

Bei mir an der Maschine sind Schmiernippel verbaut, hat bestimmt der Vorbesitzer gemacht?

Ich reinige die Maschine mit Reiniger und schleife dann da wo es geht die Farbe runter, für die Kleinteile nehme ich meine Strahlkabine.
Farbe hab ich schon bestellt und morgen Abend soll es eigentlich weiter gehen.
Gruß Sven
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von andretti » Mo 3. Feb 2020, 19:16

Hi Sven,
mit den Feilen werden wir uns schon einig.
Irgendwo, eventuell hier im Forum habe ich mal gelesen, dass es noch einen Hersteller für Feilmaschinenfeilen gibt.
Wenn mir dass wieder einfällt, schreib ich dir.
Eine untere Führung in dem Sinne ist bei mir nicht vorhanden.
Ich nutze die untere Aufnahme für die Sägeblätter und stütze dort, wenn überhaupt, die Feilen ab.
Ich hoffe, das kannst Du auf den Bildern erkennen.
Keine Ahnung, ob es da etwas anderes gab :nixweiss:

Die Abmessungen der oberen Aufnahme:
Durchmesser innen 20mm
Höhe 26mm
Wandungsstärke 6mm
Bohrungen mit M8 Gewinde versehen.

Ich hab mal eine Feilmaschine gesehen, da hat der Besitzer die Schrauben als Madenschrauben ausgeführt.
Ist sicherlich weniger klobig als die M8 Imbus.

Wenn Du die Schmiernippel gegen Stauferbüchsen tauschst, hast du weniger Arbeit.
Die Hüte von den Büchsen streichst Du einfach mit gutem Wälzlagerfett voll und drehst Sie dann nach und nach immer weiter auf die Unterteile, dadurch wird das Fett an die passenden Stellen gepreßt, ohne dass Du jedesmal eine Fettpresse bemühen musst.
Ist aber eine Preisfrage, da die Teile nicht so ganz billig sind.
Liegen so zwischen 8 und 14 Teuros, je nach Größe.
Da die nicht mehr überall zu bekommen sind, hat der Vorbesitzer die vielleicht ausgetauscht.

Zu deinem Problem mit der Luftpumpe.
Das Teil ist genauso simpel aufgebaut wie eine Luftpumpe zum Bälle aufpumpen.
Ein Zylinder eine Kolbenstange mit einer Platte am Ende und auf der Platte ein dickes Lederpaket.
Schau doch mal, ob du irgendwo dickes und nicht zu hartes Leder bekommst.
Dann scheidest Du dir runde Scheiben, die ein wenig größer als der Durchmesser des Zylinders sind, klebst eventuelle zwei oder 3 Scheiben aufeinander, schrägst den Rand ein wenig ab und fertig.
Bei mir war der Zylinder trocken und die Lederscheiben hart und eingetrocknet.
Lederfett Geduld und danach ein guter Esslöfel Wälzlagerfett an der Zylinderwand haben die Sache wieder in Gange gesetzt.

So, genug geplappert,
ciao und bis bald,
Andretti
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von huehnerfreund » Mo 3. Feb 2020, 19:48

die Untere Feilenaufnahme ist ein Zylinder mit einer Senkung in der Mitte.
Also das Eingespannte Teil im letzten Bild einfach umdrehen :-)
Da wird der angespitzte Teil der Feile reingesteckt. Wenn das nicht passt, hilft der Schleifbock und da gehen auch _nicht_ Maschinenfeilen.
!!!! Bei kleinen Teilen - die Erfahrung will man nicht machen - unbedingt ein geeignetes Stück in das Tischloch einsetzen, damit da keine Teile oder Finger durchwandern!!!!
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von Sven-Otto-WL » Di 4. Feb 2020, 22:49

Heute ging es weiter mit dem Zerlegen, als nächstes liegt das putzen an. Das wird wieder ein Spaß, 80 Jahre alter Schmadder und Späne überall.
Der Kolben an der Pumpe hat bei mir zwei Gummidichtungen, hat wer ne Idee wo man so etwas bekommt?
Das Getriebe muss ich auch abdichten, dann kommen auch gleich die Lager neu.
Die Lager der Keilriemenspannrolle sind auch im Eimer.
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von huehnerfreund » Mi 5. Feb 2020, 17:22

Dichtungen könnten auch Leder sein?
ggf. was drehen aus Plaste mit 2 =-Ringen drauf, oder einen Gürtel umarbeiten?
Denke aber, die Luftpumpe funktionier auch noch so wie sie ist
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von Sven-Otto-WL » Do 13. Feb 2020, 00:05

Putzen putzen putzen.

Die Dichtungen für den Kolben können doch aus Leder sein??? Hab die mal geputzt und die sehen noch ganz ok aus. Muss man die fetten und wenn ja, womit?
Den Zylinder werde ich von innen noch etwas aushohnen.
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Re: Restaurierung meiner Artur Huster Feil u Sägemaschine

Beitrag von Sven-Otto-WL » Do 13. Feb 2020, 23:48

Und weiter putzen, putzen, putzen
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