Frikla WS 1

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Wagenheber
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Re: Frikla WS 1

Beitrag von Wagenheber » Do 29. Sep 2016, 12:55

Wagenheber hat geschrieben:... Genau genommen hat der Teilapparat nur einen verkürzten MK4 Kegel (ca. 3/4 der Länge eines "richtigen MK4").
Da hat mir die Erinnerung einen Streich gespielt. Wenn man einen MK4-Schaft mit Anzugsgewinde in den Teilapparat setzt, dann ragt das Ende 20mm nach hinten aus dem Teilapparat heraus. Dadurch ist es dann nicht mehr möglich, den Teilapparat senkrecht zu stellen, da das überstehende Ende des Kegels gegen die Fuß stößt.

Direktspannzangen halte ich in diesem Fall für problematisch, da die Spindelhülse nicht gehärtet ist. Zu Problemen kommt es, wenn der MK4 aufgeweitet wird, z.B. durch Veschleiß/Abnutzung. In diesem Fall würde die Spannzangenaufnahme von Klaiber nicht mehr in der Spindelhülse fest sitzen. Der stirnseitige Bund der Spannzangenaufnahme sitzt nur mit wenigen 1/10 mm Abstand vor der Stirnseite der Spindelhülse. Bei einem aufgeweiteten MK4-Kegel kann die Spannzangenaufnahme praktisch nicht weiter hineingeschoben werden, da der Bund der Spannzangenaufnahme an die Stirnseite der Spindelhülse anstößt.

Gruß Oliver

rivett
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Re: Frikla WS 1

Beitrag von rivett » Do 29. Sep 2016, 15:18

Da liegt doch das Innenleben vom Teilapparat es fehlt nur das Gehäuse. Sogar die Anzugstange und eine feste Spitze ist dabei (die Spannzangen sind entsprechend der Spitze Durchmesser 15 und 55 lang) und die Teilscheibe. Der Futteflansch passt auch.
:hi: Jost

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Re: Frikla WS 1

Beitrag von pipi » Do 29. Sep 2016, 20:52

Hallo,
Erstmal Danke für die Reichlichen Antworten :)
Ich habs geschafft,
[ externes Bild ]
Ich hab herausgefunden wie die Spannzange in der Schleifspindelherausgeht ^^
Gleichmal gereinigt und einen Schleiflutscher eingespannt

Und natürlich mal ausprobiert
[ externes Bild ]
Für sie Schleiflutscher braucht es aber eine größere Antriebsscheibe, 5000 U/min sind einfach Zuwenig.

[ externes Bild ]
Meine erste bearbeite Fläche ^^ (Schleifen will ich dazu eher noch nicht sagen )

Hier nochmal die Teile des Teilapparats im Vergleich zu normalen MK 4 Krams.
[ externes Bild ]

Und ja vom Teilapparat fehlt nur das Gehäuse und der andere Krams rundherum ^^
Ev. kann mir ja mal jemand, der Anderen Besitzer, den Abmessen und genaue Bilder davon machen :)

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Re: Frikla WS 1

Beitrag von pipi » Sa 1. Okt 2016, 19:33

Abend,
So heute mal mit ner normalen 125er Scheibe geschliffen
[ externes Bild ]
Die Maschine läuft erstaunlich ruhig
Wie man sehen kann fehlt es noch an der korrekten Einstellung der Führungen
[ externes Bild ]
Und ganz wichtig, am Abrichten der Scheiben.

Weiter Fragen sind dann noch welcher Keilriemen da eig. drauf gehört und welches Öl/Fett in die Schleifspindel gehört.

Bald kann es mit der Instandsetzung losgehen :)

mfg Patrick
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Re: Frikla WS 1

Beitrag von Wagenheber » Sa 1. Okt 2016, 22:17

pipi hat geschrieben: ... Weiter Fragen sind dann noch welcher Keilriemen da eig. drauf gehört und welches Öl/Fett in die Schleifspindel gehört.
Für meine Klaiber WS1a habe ich mir von Optibelt gezahnte Keilriemen Profil ZX/X10, Typ "optibelt Super TX M=S"; Richtlängen 872mm, 897mm, 922mm und 947mm besorgt. Allerdings hat Deine Maschine ein anderes (älteres) Schleifaggregat, daher noch einmal das Profil der Riemenscheiben überprüfen.

Der gezahnte Keilriemen hat den Vorteil, daß er sich besser mit der kleinen Riemenscheibe auf der Schleifspindel verträgt. Wenn man verschieden lange Keilriemen zur Hand hat, ist man bei der Positionierung des Schleifkopfes flexibler. Für die Auswahl hatte ich einfach den maximalen und minimalen Abstand Motor zu Spindel genommen und die Länge überschlagsmäßig berechnet.

Als Schmiermittel gibt Klaiber für Spindellager und sonstige Schmierstellen als Öl Mobil Vactra Oil Nr. 2 bzw Shell Tonna Oel 33.

Gruß Oliver

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Re: Frikla WS 1

Beitrag von pipi » Sa 1. Okt 2016, 22:42

Danke für die Infos.
Naja das Riemenscheiben Profil tauft nicht mehr zum Muster nehmen.
Das ist 1:1 die Kontur des Riemens, dh. schon gut ausgelutscht...

Das mit den verschieden Riemenlängen ist ne gute Idee.

Das Mobil Vactra Oil Nr. 2 müsste ca. einem 68er Öl entsprechen.
Genau das hab ich jetzt eingefüllt.
Nur geizt die Spindel nicht damit ,selbiges auch wieder großzügig ain den Labyrinthenden auszuwerfen...

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Re: Frikla WS 1

Beitrag von pipi » So 2. Okt 2016, 19:03

Abend,
Heut hab ich die Maschine begonnen, auseinander zu nehmen.
[ externes Bild ]

Teile alle mal Grob gereinigt
[ externes Bild ]

Interessante Lösung der Lunker verseuchten Fläche Einhalt zu gebieten ^^
[ externes Bild ]

Wie gesagt die Riemenscheiben sind am Lebensende.
[ externes Bild ]

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Re: Frikla WS 1

Beitrag von Bleamebrogga » So 2. Okt 2016, 20:52

Wegen deinen Riemen: Waren das evtl. mal Rundriemen?
Zahnriemen auf so einer alten Maschine :nixweiss:
Grüsse Tom

Alles kann, nix geht....

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Re: Frikla WS 1

Beitrag von Bob » So 2. Okt 2016, 21:35

Ich habe mal auf die Rückseite der Maschinenkarte von 1958 geguckt: Keilriemen 10 x 800.

Mal gegoogelt: Keilriemen wurden angeblich 1917 von Firma Gates erfunden. Der Rutscht hier vielleicht öter mal durch, weil man die Spannung verändert, wenn man die Schleifwelle herunterschwenkt.

Viele Grüße,

Bob

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Re: Frikla WS 1

Beitrag von Jonny311 » So 2. Okt 2016, 21:39

Hi,
Keilriemen mit den Maßen sollte ein Standart SPZ Riemen sein :)
Gibts für wenig Geld fast überall zu kaufen und die Riemenscheiben lassen sich einfach selber drehen.

Gruß Jonny

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