Anschleifen eines Radiendrehmeißels

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Allemool
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Anschleifen eines Radiendrehmeißels

Beitrag von Allemool » Mo 22. Nov 2010, 18:42

Im nachfolgenden Beitrag wird das Anschleifen eines Radiendrehmeißels beschrieben.

Ansichten
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Als Rohling wuird ein HSS 4- kant benötigt sowie eine Radienschablone.

Zuerst wird der Radius grob vorgeschliffen.

Bild 2 Ansicht von Oben
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Ansicht_von_oben.jpg (8.76 KiB) 21896 mal betrachtet
Dabei ist darauf zu achten das ein Freiwinkel von ca. 5° auch schon beim Vorschleifen berücksichtigt wird. Das erleichtert später das Fertigschleifen der Kontur.

Bild 3
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Bild3.jpg (18.78 KiB) 21896 mal betrachtet
Als nächstes wird ein Freiwinkel an der gezeigten Fläche angeschliffen. Dieser Freiwinkel ermöglicht es Euch Radien nicht nur in Längsrichtung (in Richtung Futter) zu drehen sondern auch in Planrichtung Radien an Eure Werkstücke zu anzudrehen.

Bild 4
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Bild4.jpg (13.61 KiB) 21896 mal betrachtet
Im nächsten Schritt die Kontur anschleifen dabei immer den Freiwinkel sowohl am Radius, als auch an der Forderseite beachten

Bild 5
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Bild 6
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Bild6.jpg (17.73 KiB) 21896 mal betrachtet
Ein kleiner Tipp von mir der Riefen beim Längsdrehen von Radien verhindert.
Einen kleinen Freiwinkel von ca. 1° wie auf dem nachfolgenden Bild zu sehen mit anschleifen. So kann der Radiendrehmeißel nicht über die Längsgedrehte Fläche „kratzen“. Dabei nicht den Freiwinkel wie auf Bild 4 zu sehen ist nicht vergessen- sonst schneiden der Radiendrehmeißel nicht.

Bild 7
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Bild7.jpg (13.09 KiB) 21896 mal betrachtet
Den Radius immer wieder mit der Radienlehre kontrollieren. Beim aufsetzen der Radienlehre sollte im optimalen Fall kein Lichtspalt zu sehen sein. Das wird beim händigen Anschleifen in den seltensten Fällen gleich beim ersten mal klappen. Nachfolgende Bilder zeigen Euch wie die Radien aussehen wenn diese zu groß oder zu klein angeschliffen wurden.

Bild 8
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Bild8.jpg (17.12 KiB) 21896 mal betrachtet
Bild 9
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Bild9.jpg (16.31 KiB) 21896 mal betrachtet
Stimmt nun der Radius schleife ich immer noch einen kleinen Spanwinkel an den Drehmeißel an damit der Span besser abfließen kann. In Fachbüchern wird geschrieben, dass der Spanwinkel 0° betragen soll damit es zu keinen Profilverzerrungen am Werkstück kommen soll. Für den Hobbybereich spielt das meiner Meinung nach keine Rolle wichtiger ist da wohl das der Radius „sauber“ aussieht und weniger darauf das dieser bis aufs 100 -tel stimmt.

Bild 10
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Bild10.jpg (16.33 KiB) 21896 mal betrachtet
Drehbank: VDF Böhringer RO10
Fräsmaschine: Aborga EM 825
3D Drucker: Anycubic Mega, Ender 3D Pro

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