Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

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Karsten
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Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Karsten » Do 2. Mai 2019, 08:32

Moin Ihr,
ich überlege ob ich meiner kleinen Hobby-Fräse einen 3. Gang verpasse.
So stark wie möglich untersetzt, damit ich auf "kraftvolle" 50 Upm. komme.
Meine Idee ist, auf die Spindel ein möglichst großes (lose geklemmt) und auf die Zwischenwelle ein schön kleines Zahnrad zu setzen.

DSCF1015.JPG

Eine längere Zwischenwelle anfertigen wäre ja ruckzuck erledigt ...
Nun bin ich ja kein gelernter Maschinenbauer und müsste mich erst mal einlesen, um passende Stirnräder zu berechnen.
Könnt Ihr mir da helfen?
Welche Übersetzung in welchem Modul würde zu meinem Achsabstand ( 45,15mm, siehe Foto) passen?
(Am besten natürlich ein Modul welches gut verfügbar ist (m1, m1,25).)

Danke und Gruß
Karsten
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Oldie-Mike
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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Oldie-Mike » Do 2. Mai 2019, 09:49

Hallo Karsten,

wenn ich es richtig verstanden habe, willst Du die Zahnräder außerhalb von Deinem Getriebegehäuse anbauen, das große auf die Spindel und für das kleine eine verlängerte Zwischenwelle herstellen.
Das geht natürlich nur, wenn Du bei der jetzigen Schaltung eine Leerlaufstellung hast. Die Wellen dürfen ja nicht über ein anderes Zahnradpaar gekoppelt sein (sonst hast Du einen Zahnradverspannungsprüfstand).
Das "neue" Zahnradpaar (zumindest ein Zahnrad davon) muss auch wieder demontiert werden, wenn Du die vorhandenen Übersetzungen nutzen möchtest.

Die minimale Zähnezahl für das kleine Rad hängt u.a. davon ab, wieviel Material zwischen Zahngrund und Bohrung Du Dir gönnen möchtest.
Ich habe mal folgende Annahmen getroffen:
Modul 1
Zahnfußkreis ca. 17,5 mm (ca. 2,5 mm "Fleisch")
Wälzkreis 20 mm,
ergibt 20 Zähne
Bei Abstand 45 mm ist der Wälzkreis des großen Rades dann 70 mm
ergibt 70 Zähne.
Zahnrad_Fräse.pdf
(66.8 KiB) 24-mal heruntergeladen
Mit Profilverschiebung könntest Du noch auf z19 zu z71 kommen, aber dann sind die Räder nicht mehr "von der Stange" und teuere Sonderanfertigung.

Viel Spaß beim Umbau.

Michael

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Karsten
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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Karsten » Do 2. Mai 2019, 10:12

Moin Michael,
vielen Dank für Deine Mühe!
Ja das hast Du genau richtig verstanden und ja zwischen den Gängen im Getriebe ist genug Luft,
da könnte man sicher "auskuppeln".
Modul 1 > 20/70 , das hört sich ja schon mal gut an.
Die 0,15mm, die ich mehr an Achsabstand gemessen habe, machen bei 50 Upm sicherlich kein Problem ?

Danke und Gruß
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Bollwerk
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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Bollwerk » Do 2. Mai 2019, 10:28

:super:

das sind die "Matches" die man sich immer wieder gerne anschaut.
So geht Forum.
Die Angelsachsen nennen dieses Vorgelege "Backgear". Bei meiner
Baujahr 1920 Drehmaschine war das, im Prinzip, ähnlich aufgebaut.

Viele Grüße
Bollwerk
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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Heisti » Do 2. Mai 2019, 10:34

Bleibt aber immer noch das umgekehrte Problem, dass wenn du das serienmäßige Getriebe aktivierst, müsste das außen liegende frei laufen.

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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Karsten » Do 2. Mai 2019, 10:43

Heisti hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 10:34
Bleibt aber immer noch das umgekehrte Problem, dass wenn du das serienmäßige Getriebe aktivierst, müsste das außen liegende frei laufen.
Da sehe ich gar kein Problem.
Im "normalen" Betrieb würde das große Zahnrad ja sowieso stören,
also dachte ich mir: Das fertige ich einfach mit 2-3 1/100 Übermaß (Bohrung) und verklemme es z.B. mit zwei Madenschrauben.
Oder so ähnlich ... :-)

Danke und Gruß
Karsten
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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von motor64.1 » Do 2. Mai 2019, 10:59

Oldie-Mike hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 09:49

Mit Profilverschiebung könntest Du noch auf z19 zu z71 kommen, aber dann sind die Räder nicht mehr "von der Stange" und teuere Sonderanfertigung.

Wenn die Fräse 2 Drehrichtungen hat ließe sich das Problem mit der Profilverschiebung mit einem Zwischenrad und "Wechselradschere" umgehen. :schlaumeier:
Grüße
Franz

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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Bollwerk » Do 2. Mai 2019, 11:01

Karsten hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 10:43
Heisti hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 10:34
Bleibt aber immer noch das umgekehrte Problem, dass wenn du das serienmäßige Getriebe aktivierst, müsste das außen liegende frei laufen.
Da sehe ich gar kein Problem.
Im "normalen" Betrieb würde das große Zahnrad ja sowieso stören,
also dachte ich mir: Das fertige ich einfach mit 2-3 1/100 Übermaß (Bohrung) und verklemme es z.B. mit zwei Madenschrauben.
Oder so ähnlich ... :-)

Danke und Gruß
Karsten
damit könnte das gehen:

https://www.maschinen-werkzeuge.com/de/ ... utter.html

Viel Spass beim Bauen
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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Karsten » Do 2. Mai 2019, 11:11

Die Maschine läuft nur in eine Richtung.
Danke für den Link!
Die Spindel hat ja auch genug Fleisch, man könnte ne kleine Keilnut ... und ein Seegerring ...
Aber wie bekomme auf der Drehbank ne Keilnut rein :?
Oder ich setze einfach nur einen Stift :pfeif:
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Markus_G
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Re: Fräsmaschine, 3.Gang, Stirnräder berechnen ?

Beitrag von Markus_G » Do 2. Mai 2019, 11:22

Vergiss die Madenschrauben, die üvbertragen kein Moment, schon gar nicht ein von Dir angestrebtes hohes. Mein Vorschlag nimm einen Spannsatz. Dann mußt Du die Spindel nicht modifizieren.
Gruß
Markus

Das muss jetzt nicht so genau werden, es kommt auf 5µ nicht an.

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