Honen - welches Aufmaß?

FG601
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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von FG601 » Mi 13. Jun 2018, 21:12

Beobachter hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 14:03
FG601 hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 12:29
...
dein gezeigtes Gerät ist eigentlich nicht zum honen geeignet....
Das sagt der Herr Professor aus Bayreuth, also der berühmte Professor aus Bayreuth, auch ... und verwendet es in seinem Film dann dennoch zum Honen ... ;-)
da kann man sich wohl drüber streiten, ich habe eine Zeit lang versucht damit brauchbare Ergebnisse zu erzielen allerdings Bohrungen um die 70mm, habe dann eins selber gebaut auch mit Scheibenwischer Motor. Zum Schluss ein Sunnen mit der Erkenntnis, das man sich das arbeiten mit Schrott auch sehr unangenehm machen kann, schade um die Zeit. Aber jeder wie er will.
Zum Thema Kreuzschliff, das wird heut zu Tage wichtiger gemacht als es ist. Wichtig ist, das der Zylinder auch zylindrisch ist, der Kreuzschliff ist eh nach kurzer Laufzeit weg.
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FP91
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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von FP91 » Mi 13. Jun 2018, 22:26

FG601 hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 21:12
Beobachter hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 14:03
FG601 hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 12:29
...
dein gezeigtes Gerät ist eigentlich nicht zum honen geeignet....
Das sagt der Herr Professor aus Bayreuth, also der berühmte Professor aus Bayreuth, auch ... und verwendet es in seinem Film dann dennoch zum Honen ... ;-)
da kann man sich wohl drüber streiten, ich habe eine Zeit lang versucht damit brauchbare Ergebnisse zu erzielen allerdings Bohrungen um die 70mm, habe dann eins selber gebaut auch mit Scheibenwischer Motor. Zum Schluss ein Sunnen mit der Erkenntnis, das man sich das arbeiten mit Schrott auch sehr unangenehm machen kann, schade um die Zeit. Aber jeder wie er will.
Zum Thema Kreuzschliff, das wird heut zu Tage wichtiger gemacht als es ist. Wichtig ist, das der Zylinder auch zylindrisch ist, der Kreuzschliff ist eh nach kurzer Laufzeit weg.
Das würd ich so nicht stehen lassen. In NiCaSil Zylindern steht der Schliff sehr lange. Hatte vor ein paar Wochen den linken Zylinder meiner R1100 runter, der sah nach 100tkm noch aus wie aus dem Werk.

LG Flo

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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von Stolle1989 » Do 14. Jun 2018, 08:33

Das sehe ich wie Flo,

ich habe schon den ein oder anderen Motor zerlegt, instand gesetzt oder n bissl flotter gemacht.
Gut es waren allesamt keine Modellmotoren aber der Kreuzschliff sollte schon noch da sein, vor allem bei auch zügig bewegten 2 Taktern.
Aber selbst beim 4 Takter waren an den Kolben in der Regel nur unschöne Spuren am Hemd wenn auch der Kreuzschliff partiell weg war.
Aber das kam nur vor wenn die Motoren enorm hohe Laufleistungen hatten, aus dem sportlich betriebenen Bereich kamen oder aber Schmutzpartikel rein gekommen sind.

Auch kann man am Kreuzschliff schon recht gut erkennen wie der Zylinder verschlissen ist, ist er z.B. nur in der Mitte weg wird der Zylinder mit Sicherheit bauchig sein. Ist er allerdings noch vollständig sichtbar habe ich keine Probleme beim 2 Takter nach dem Reinigen einfach einen neuen Kolben rein zu stöpseln.
Diese 3 armigen Hongeräte nutze ich meist nur um den vorhandenen Kreuzschliff einmal blank zu ziehen.

Im Modellmotor würde ich bei dem Vorhaben nicht mehr als 2-3/100 Untermaß lassen und selbst dann könnte es mit dem Gerät ein ausdauernder Job werden.
Bedenke auch, weit genug rein und raus zu tauchen um ein "bauchiges" honen zu vermeiden.

Ich würde schauen, dass ich das Werkzeug in der Vertikalen rotieren lasse und einspanne. Das Werkstück dann händisch führen.

So haben wir in der Regel auch kleinere 1 Zylinder bearbeitet.
Viele Grüße aus der Braunschweiger Ecke
Lennart

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Lucas M
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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von Lucas M » Do 14. Jun 2018, 21:30

Hallo.

Hab mit sowas schon mal versucht eine Gussbuchse zu honen. Nach 15min in der Buchse rumkratzen hab ich aufgegeben. Optisch kam halbwegs ein Schliffbild zusammen, der Materialabtrag war mit 0,5/100mm eher lausig.
Viel Spaß bei 3/100 bei der Menge an Zylindern. Hab mir dann was vernünftiges gekauft. Damit bekommt man dann 5/100 in 5min weg mit 5x messen zwischendurch inbegriffen.

MfG Lucas

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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von FG601 » Do 14. Jun 2018, 21:49

Das würd ich so nicht stehen lassen. In NiCaSil Zylindern steht der Schliff sehr lange. Hatte vor ein paar Wochen den linken Zylinder meiner R1100 runter, der sah nach 100tkm noch aus wie aus dem Werk
Du vergleichst da Äpfel mit Birnen, logisch das im Nicasil der Schliff länger bleibt, es ist aber eben kein Guss. Wie lange der Schliff bleibt hängt auch von der Körnung ab mit der gehont wurde. Ich hone meine Zylinder so fein es geht und da ist der Schliff eben nach einigen 1000 weg. Das ist auch nicht weiter Schlimm weil die Ringe eingelaufen sind und für was anderes brauch ich den Kreuzschliff nicht.
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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von motor64.1 » Do 14. Jun 2018, 22:00

FG601 hat geschrieben:
Do 14. Jun 2018, 21:49
Ich hone meine Zylinder so fein es geht und da ist der Schliff eben nach einigen 1000 weg. Das ist auch nicht weiter Schlimm weil die Ringe eingelaufen sind und für was anderes brauch ich den Kreuzschliff nicht.
Ich dachte immer, der Kreuzschliff ist erfunden worden, damit sich das Öl irgendwo am Zylinder festkrallen kann. :-D

https://www.schleifprofi.com/schleifverfahren/honen/
Grüße
Franz

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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von Stolle1989 » Fr 15. Jun 2018, 06:47

Eben drum mit dem Einlaufen der Ringe hat es wenig zu tun.
Dann würden die Hersteller nicht auch so exakte Rauheits und Winkelangaben liefern.

Und in den Regel waren die Zylinder die ich vermessen habe in denen man keinen Kreuzschliff mehr gesehen hat auch nicht mehr maßhaltig...
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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von FG601 » Fr 15. Jun 2018, 08:58

Früher hat man auch Probleme mit dem Öl gehabt, die Qualität war halt nicht so gut. Bei jedem Motor der zur Regenerierung rein kommt ist der Kreuzschliff im Bereich der Ringe nicht mehr zu sehen. Das liegt eben am Verschleiß in diesem Bereich und trotzdem hat der Motor kein Problem damit und würde noch so weiter funktionieren.
Die Schleifereien machen da ne Wissenschaft draus, logisch um die Preise zu rechtfertigen genauso wie das aufspannen und ausrichten usw.
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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von Stolle1989 » Fr 15. Jun 2018, 10:13

Vielleicht sollte man noch sagen um welche Motoren es sich hierbei handelt.

Fakt ist die meisten Fresser hatte ich bei sportlich bewegten Motoren bei denen der Schliff nicht mehr existent war vor Augen!

Gebohrt haben wir Zylinder in der Regel je nach Bohrung 3-6/100 vor Endmaß und den Rest gehont.

Wenn ich Zylinder vermessen habe die blank waren, war an den blanken Stellen auch die Bohrung meist 2-3/100 größer und der Bock sowieso bereit für eine Überholung da der Zylinder natürlich nicht mehr zylindrisch war.

Und das ist erst mal nur Nikasil und Grauguss was im Detail etwas anders ist aber im Groben schon recht ähnlich vom Prinzip.
Anders sieht es bei Geschichten wie AluSil aus.
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Re: Honen - welches Aufmaß?

Beitrag von FG601 » Fr 15. Jun 2018, 10:55

Meine Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf 2T Motoren mit Guss-Buchse von Serie bis Rennsport. Wenns da klemmt dann liegt es an der Konizität des Kolben, Zünd und Vergaser Einstellung ungünstiges Einbauspiel. Die Wichtigkeit des kreuzschliff ist für mich eher ein Mytos, das Honen ist wichtig um den Zylinder rund und die Oberfläche Rz fein zu bekommen, das Kreuzschliffbild entsteht das zwangweise nebenbei. Ob das nun 60°, 50° oder 40°sind ist dem Mottor völlig wurscht.
Ob das beim 4T oder Diesel anders ist kann ich nicht beurteilen.
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