Leiterreperatur

mikromeister
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von mikromeister » Mo 26. Nov 2018, 15:43

Doc Alex hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 14:21
Ein solcher Test bringt für Aussagen in der Zukunft garnix. Risse können durch die Schweißerei schon da sein und später reißen.
Eine Leiter ist ja kein typisch dauerbeanspruchtes Bauteil, weswegen ein Dauerbruch mit wanderndem Riss weniger wahrscheinlich ist.
Es sieht auch so aus, als dass die Schweissnaht kein Tölpel gemacht hat.
Ich gehe darüber hinaus davon aus, dass der Reparateur regelmäßig sein Machwerk kontrolliert, so wie jeder von uns mindestens vor jeder Benutzung seine 3o Jahre alte Leiter eingehend prüft bevor er zum Streichen der Decke schreitet.

Bei 2,5m kann man schon ein bisschen pragmatisch sein, wenn es nur um das eigene Leben geht.

Mazak
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von Mazak » Mo 26. Nov 2018, 18:18

eXact Modellbau hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 15:06
Die Praktiker melden sich in solchen Threads selten. Es hätte dir klar sein sollen, auf was es hinausläuft. ;)

Wer mal gesehen hat, wie in Asien 20 stöckige Gebäude mit Bambus eingerüstet werden...

Sicherheit gut und schön, aber eine 2,50 m lange Alu-Leiter, um in eine Baugrube zu klettern dafür braucht es keine drei Seiten lange Sicherheitsbelehrung.
Die ganz coolen schweißen das Ding und arbeiten einfach weiter, ohne sich Foren- Absolution holen zu müssen. :-)

FriesenSpan
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von FriesenSpan » Mo 26. Nov 2018, 18:33

ryven hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 14:58
... Und ich habe nur den einen Holm erwischt, die andere Seite hatte nichts abgekommen ...
Das kann nicht stimmen :hi:
Wenn der eine Holm so zerknittert und zerrissen wird,
dann ist der andere auch nicht mehr gebügelt.
Gab es letztens nicht das Video eines einstürzenden Hochregals?
Ist doch dasselbe Prinzip :nixweiss:

Weiter oben hat Jemand den Vergleich zur Cola-Dose gebracht.
Vielleicht mal darüber nachdenken?
Und was kostet eigentlich eine 3-Meter-Aluleiter neu?

Sorry, ich bin bestimmt kein Sicherheitsguru, aber diese Situation ...
Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Wissen nicht ersetzen.

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styro
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von styro » Mo 26. Nov 2018, 19:37

Hallo

Die ISO10042 gibt hier unter 3.1 eine gewisse Richtlinie für die gescholtene "Glaskugel-lese&ich habe doch immer gesagt Fraktion" vor:

"Gebrauchtsauglichkeit
Ein Erzeugnis ist für den beabsichtigten Zweck tauglich, wenn es im Betrieb während der vorgeschriebenen Lebensdauer zufriedenstellend funktioniert. Das Erzeugnis kann sich im Betrieb verschlechtern, aber nicht soweit, daß Bruch und nachfolgendes Versagen auftreten. Erzeugnisse können auch mißbraucht oder überbeansprucht werden. Es wird vorausgesetzt, dass die tatsächlichen Bedingungen während des Betriebes mit den vorgesehenen Bediengungen einschließlich statischer Schwankungen, z.B. Betriebsbeanspruchung übereinstimmen."

Die indirekte Sichtprüfung anhand der zur Verfügung gestellten Bilder lassen soweit keine "NE-Kriterien" erkennen. So wie ich ryven kenne, hat er eine direkte VT und eine Rissprüfung der betroffenen Stellen durchgeführt. Ferner ist das Erzeugnis offensichtlich für den Privatgebrauch bestimmt
=> Ergo, die harten kommen in den Garten - :2up:

Gruß

Georg
Wir leben in einer Welt, in welcher jeder den Preis der Dinge kennt, aber niemand ihren Wert.
(Oscar Wilde)

Spitzbube
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von Spitzbube » Mo 26. Nov 2018, 19:49

moin alle
das ist doch kein riss was mann zuglauben erkennt... das ist ein ausgewachsenes sackhaar :o :ironie:
mfg
der spitzbube

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Tobi p.
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von Tobi p. » Mo 26. Nov 2018, 20:36

Moin,
ryven hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 14:58
Ich hatte auf die Praktiker gehofft, ob es Sinn macht die Innenseite noch zu verkleiden.
du hast es ja so gewollt ;-) Also von einem Praktiker (und gleichzeitig auch befähigte Person zur Prüfung von Leitern und Tritten bei uns im Unternehmen) sei dir gesagt dass das keinen Sinn ergibt. Die Leiter ist nämlich schrottreif, die fällt so schon durch die Sichtprüfung durch bevor ich da überhaupt meine Prüfgewichte aus dem Schrank gekramt habe. Es gibt durchaus Leitern die so gebaut sind dass man sie zerlegen und reparieren kann, ich habe zum Beispiel einige von einem namhaften Hersteller hier für die ich Sprossen, Beschläge und Holme einzeln vom Hersteller als Ersatzteil bekomme. Das lohnt aber nur bei wirklich teuren Leitern, meine 3x14 Seilzugleiter würde ich zb schon - mit Originalteilen - reparieren bevor ich die neu kaufe. Aber so ne spillerige sechssprossige Bockleiter wie ich sie im Auto habe - schmeiss weg, kauf neu. Da ist die Arbeitszeit die ich mit Ersatzteilsuche und Reparatur vergeude teurer als eine neue Leiter.
Letzten Endes musst du es selbst wissen ob du die weiter verwendest. Ich rate definitiv davon ab, auf einem toten Pferd reitet man schliesslich auch nicht mehr.

Gruß Tobi
Wo des Dübels Kunst versagt wird erst mal Allcon10 hineingejagt!

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Re: Leiterreperatur

Beitrag von S4B5 » Mo 26. Nov 2018, 21:17

Hi

Ich weiß gar nicht was hier alle haben... :nixweiss:

Der Vorbesitzer unseres Hauses hatte eine alte Holzleiter voller Wurmlöcher, da waren schon ein paar Sprossen angeknackst. Aber als Dipl. Ing. und begnadeter Handwerker (hust) wusste er sich natürlich zu helfen.

"Mit Panzerband und Rödeldraht fahren wir bis nach Stalingrad..."

Panzerband hatte er wohl nicht, dafür eine Menge Draht, den hat er um die Sprossen gewickelt... :2up:

Er hatte die Leiter in der Garage vergessen und war ganz traurig als er erfuhr das sie in die Feuertonne gelandet ist. Schließlich hatte er sie doch repariert... :hae:

lg Marco

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Re: Leiterreperatur

Beitrag von ThatGangsta » Mo 26. Nov 2018, 21:47

Ich gieße nochmal etwas Öl ins Feuer, ich habe nämlich auch mal eine Leiter repariert.
Bei Gartenarbeiten machte sie Bekanntschaft mit einem taktischen Erdloch - wäre nicht das erste mal, eine Aldi Haushaltsleiter musste auch schon dran glauben.
Allerdings war diese A-Leiter mit ihrer Höhe von 1,5m ein sehr schönes (und günstig erstandenes) Exemplar, da lohnt sich durchaus noch eine Reparatur.
Die Aldi Haushaltsleiter wurde natürlich entsorgt, war auch schon einige Jahre alt und die Stufen mussten so langsam wieder neu angenietet werden.

Ich habe auf der Arbeit ein Korsett aus 2,5mm Edelstahl gebogen, ein paar Löcher rein, die Leiter sauber gekürzt und anschließend verbohrt und genietet.
20171003_220812-1.jpg
20171003_220845-1.jpg
Als nächstes ist eine alte Holzleiter dran, nachdem sie zum dritten Mal heruntergerutscht ist (natürlich mit mir drauf), ist der Holm diesmal beim Aufschlag längs gerissen.
Die Stürze aus 2m habe ich gut überstanden, es war meist nur eine Zerrung im Fuß und einige blaue Flecken.

Gruß,
Rene

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JollyRoger
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von JollyRoger » Di 27. Nov 2018, 07:42

Alu ist beim Schweißen heißrissgefährdet. Würde der TE das wissen, dann würde er hier nicht fragen. Woher ich das mit den Heißrissen weiß? Ich bin ja nur Theoretiker und kenne das WIG-Gerät nur aus dem Buch, oder? :pfeif: ;-)

Immer diese "Praktikerkeule" ;-) Langsam geht mir die echt auf den Geist. 20 Jahre auf der Baustelle zu arbeiten bringt Erfahrung, 20 Jahre vor Büchern zu hocken theoretisches Know-How, Allwissenheit bekommt man aber weder aus Theorie noch Praxis. Wenn ich bei uns in die Schlosserei gehe blase ich mich nicht als allwissend auf, nur weil ich studiert habe, und das erwarte ich auch von unseren Facharbeitern, nur weil sie 15-20 Jahre berufserfahrung haben. Miteinander geht alles und gegeneinander gar nichts, also bitte spart euch endlich dieses "ich bin Praktiker und ihr seid alles Idioten"-Getue.

Ich hab auch schonmal eine Leiter repariert, die ich mitm Stapler überfahren und schnell gebraucht habe. Mittlerweile ist sie entsorgt, aber die Reparatur hat locker gehalten.
Mit den paar unscharfen Fotos kann man genau gar nix sagen. Der geschweißte Holm hält vielleicht, aber was ist mit der Sprosse? Die sind nicht ohne Grund auf beiden Seiten durch das Umbördeln der Kante mit den Holmen verbunden. Kann ich auf einem Foto den Röntgenblick auspacken, die Schweißnaht auf Heißrisse überprüfen und noch schauen, wie gut die Sprosse noch im Holm sitzt? Würde der Themenersteller hier fragen, wenn er das könnte? Gebt mir fünf Minuten und ich finde noch 10 ähnliche Fragezeichen.

Ich finde es total toll, dass alle "Praktiker" perfekte Ferndiagnosen stellen können. Da braucht man ja nicht mehr zum praktischen Arzt, ein Termin über Skype reicht.
Da ich armes Theoretikerkind aber leider auf Basis ein paar schlechter Fotos nichts sagen kann muss ich im Zweifel fürs Altmetall stimmen. Wäre ich vor Ort und könnte mir die Leite ansehen und testen, ginge das evtl. anders aus.
ThatGangsta hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 21:47
Ich gieße nochmal etwas Öl ins Feuer, ich habe nämlich auch mal eine Leiter repariert.
Da kann ich aber schon von den Fotos sagen, dass es okay aussieht. Immer noch eigenes Risiko, aber von meiner Position aus etwas besser zu bewerten.

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eXact Modellbau
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Re: Leiterreperatur

Beitrag von eXact Modellbau » Di 27. Nov 2018, 08:05

Der Praktiker braucht seine Leiter sofort wieder.

Der Theoretiker regt sich im Forum über eine Situation auf, der er mangels Erfahrung noch nie erlebt hat.
Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

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