Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Doc Alex
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Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Doc Alex » Fr 11. Jan 2019, 15:57

Moins,

hier ein hübsches Video

https://www.bgetem.de/medien-service/ri ... aehrdungen

zugegeben - Staplerfahrer Klaus ist unterhaltsamer....

Viele Grüße

Alexander
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Ruhla Fanboy
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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Ruhla Fanboy » Fr 11. Jan 2019, 19:32

Wenn man ohne Handschuhe in so ein großes Walzwerk fasst, ist das Ergebnis wohl das gleiche...
Fräsmaschine: Ruhla VRB 2243
Drehmaschine: TOS SUI 32; Paulimot PM 2700
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Astradriver
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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Astradriver » Fr 11. Jan 2019, 22:31

Mit oder ohne Handschuhe aber warum/ wieso/ weshalb fingert man an solchen Stellen rum? Vorallem wie er den Handschuh immer an den Bohrer stupsen muss damit er mal greift.

Ein lappriger Handschuh ohne Hand ist auch was anderes wie ein Eng anliegender Handschuh.


Danke für´s zeigen erinnert mich an einen Sicherheitsbeauftragten der im Rahmen einer Belehrung:
Seine Hand in einen Abzug mit zwei 250mm Gummiwalzen steckt, als schlechtes Beispiel. In einen Moment geistiger Umnachtung drückt er auf den Knopf um die Walzen zusammen fahren zulassen und Quetscht sich so selbst den Arm. :nixweiss: :hae:


Handschuhe haben an drehenden Teilen Nichts verloren, jeder ist für sich selbst verantwortlich, privat kann jeder machen wie er möchte. Bitte keine Diskussion darüber.


MfG Alex
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Das Denken ist zwar allen erlaubt, aber bleibt vielen erspart.

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Elfenspan
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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Elfenspan » Sa 12. Jan 2019, 01:16

Ich arbeite mit Metall und oft mit Holz immer mit diesen enganliegenden, gummierten Handschuhen. Tue ich das nicht, habe ich schon vom zuschauen Microspäne unter der Haut. Besonders übel ist es mit Alu. Wenn ich in den Videos sehe, wie die Leute mit bloßen Fingern Späne von der Maschine wischen, schauderts mich. Also, was soll ich machen, Buchhalter werden? Abgelehnt.
A..hoi

Scheiß auf CNC

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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Spartaner117 » Sa 12. Jan 2019, 09:37

Wenn die Hornhaut erstmal dick genug ist, geht das schon^^ Muss aber trotzdem nicht sein, irgendwann verkapselt sich der Mist auch dort und dann hat man ewig so nen Knubbel unter der Haut.

In meiner Ausbildung saß mein Nachbar an den Reihenbohrmaschinen auch mal plötzlich auf dem Tisch neben der Maschine, um den Winkel zwischen Finger und Arm zu verringern :-D
Hat dadurch 1 1/4 Umdrehungen um den Bohrer mit nur Quetschung und Verstauchung überstanden, Glück gehabt.
Der nächste hatte weniger Glück, der hat sich kurz vor der Rente noch den Zeigefinger abgerissen und im Raum verteilt.
Aber so kennen wohl die meisten eine Geschichte. Nur meinen viele oft trotzdem, dass da schon nichts passieren wird^^

Ich muss aber gestehen, ich habe auch erst wieder vor nem knappen Jahr dran erinnert werden müssen, wie schnell sich der Handschuh doch beim Bohrfutterbremsen der letzten Umdrehungen noch an der Rändelung einhakt. Und wie weit "die letzten Umdrehungen" dann noch sein können, wenn ordentlich Schwungmasse dahintersteckt :unknown:
Darf man ruhig mal eingestehen, wenn es damit vielleicht nur einem anderen den Schock (oder Schlimmeres...) erspart.

Bei mir ist immer zwischen Blech-Handling und Maschinenbedienen die kritische Phase... "Blech nie ohne, Maschinen nie mit Handschuh". Blech bohren ist dann oft "nur mal eben kurz" :pfeif:
Naja, seither liegt wieder die Gripzange neben der Maschine und das Bohrfutter wird wieder anständig mit der Bremse gebremst
Viele Grüße,

Marc

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Elfenspan
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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Elfenspan » Sa 12. Jan 2019, 10:20

In rotierende Maschienenteile und Werkzeuge zu greifen, ob mit oder ohne Handschuhe, ist zumindest mal ignorant-fahrlässig.
A..hoi

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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Bob » Sa 12. Jan 2019, 12:57

Was die Späne in den Fingern angeht: Da ist ein Stereomikroskop mit ausreichend hoher Säule prima. 10-fache Vergrößerung reicht dabei aus. Dazu ein Mini-skalpell aus Holzdübel und passend geschärfter Nadel. Damit bekommt man auch fiese Späne schonend entfernt. Das Problem hat natürlich hauptsächlich der Gelegenheitstäter mit seinen zarten Flossen.

Viele Grüße,

Bob

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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Limbachnet » Sa 12. Jan 2019, 13:49

Habe seit ca. 1,5 Jahren so eine nervend pieksende Stelle im Zeigefinger, seitdem ich mal eine Stelle mit dem Glasfaserpinsel bearbeitet habe und die Rückstände sachte mit dem Zeigefinger beseite geschoben habe - das war wohl nicht sachte genug... :pfeif:
Da half und hilft keine Chirurgenbrille weiter, Glas ist nun mal durchsichtig. :wall:
Nachdem sich da ein winziger Gnubbel darüber gebildet hat und ich dessen Oberfläche nun schon diverse Male abgepopelt habe, scheint sich der Rest langsam an die Oberfläche zu arbeiten.

Da sind Metallspäne einfacher zu entfernen, die sieht man wenigstens.
Schöne Grüße,
Matthias

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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Doc Alex » Sa 12. Jan 2019, 14:14

Limbachnet hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 13:49
Habe seit ca. 1,5 Jahren so eine nervend pieksende Stelle im Zeigefinger, seitdem ich mal eine Stelle mit dem Glasfaserpinsel bearbeitet habe und die Rückstände sachte mit dem Zeigefinger beseite geschoben habe - das war wohl nicht sachte genug... :pfeif:
Da half und hilft keine Chirurgenbrille weiter, Glas ist nun mal durchsichtig. :wall:

Da sind Metallspäne einfacher zu entfernen, die sieht man wenigstens.
Was man in so einem Fall. Versuchen kann ist mit zwei Polfilterfolien zu arbeiten:

Man beleuchtet die Stelle mit Licht, dass durch eine Polfilterfolie fällt.
Dann schaut man die stelle durch eine zweite Folie an. Man dreht nun die eine Folie so, dass alles dunkel wird.

Das Glas dreht die Polarisationsebene typischerweise, so dass es plötzlich hell sichtbar wird.

Siehe hier

https://www.univie.ac.at/mikroskopie/2_ ... eitung.htm

Das funktioniert sogar, wenn Glassplitter ins Wasser fallen.es funktioniert nicht mehr, wenn Glas und Wasser den gleichen Brechungsindex haben.

Viele Grüße

Alexander
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Doc Alex
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Re: Handschuhe und drehende Maschinen (Bohrmaschine)

Beitrag von Doc Alex » Sa 12. Jan 2019, 14:17

Bob hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:57
Was die Späne in den Fingern angeht: Da ist ein Stereomikroskop mit ausreichend hoher Säule prima. 10-fache Vergrößerung reicht dabei aus. Dazu ein Mini-skalpell aus Holzdübel und passend geschärfter Nadel.
Ich hab immer sowas im Haus

https://growandstyle.de/einmalskalpell- ... ur-11.html

Wenn der Span dan raus ist, sind die prima zum Basteln.

Viele Grüße

Alexander
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