Mal wieder: Tischbohrmaschine

Schmelzpunkt
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Schmelzpunkt » Mo 12. Feb 2018, 22:10

FP91 hat geschrieben:Die 10 mm in Stahl sind für den Industriebetrieb. Für "mal ein Loch bohren" schafft die auch 13 oder größer locker.

LG Flo
Das ist wohl richtig, allerdings denke ich dass die standardmäßig möglichen Drehzahlen dafür zu hoch sind.

Grüße
Simon
Drehmaschine Interkrenn IKD 400
Tischbohrmaschine AEG DTBK 15

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FP91
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von FP91 » Mo 12. Feb 2018, 22:14

Schmelzpunkt hat geschrieben:
FP91 hat geschrieben:Die 10 mm in Stahl sind für den Industriebetrieb. Für "mal ein Loch bohren" schafft die auch 13 oder größer locker.

LG Flo
Das ist wohl richtig, allerdings denke ich dass die standardmäßig möglichen Drehzahlen dafür zu hoch sind.

Grüße
Simon
Die alte TB10 müsste um 400 U/min. auf der kleinsten Stufe haben - das finde ich für 13 mm HSS nicht unbedingt zu viel?

LG Flo

rafael
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von rafael » Mo 12. Feb 2018, 22:54

Kreuzschlitz hat geschrieben:Leider wurde sie bei unserem Hausbau von der Verwandtschaft zum Farberühren und zu Keine-Ahnung-was-sonst-noch (Maschinenweitwurf?) mißbraucht... :heul: In der Folge ist sowohl das Röhm demoliert - als auch die Maschine.
Was ist denn an der Maschine defekt? Vielleicht wäre es ja auch eine Option die alte Maschine zu reparieren, wenn sie eigentlich die Anforderungen so perfekt abdecken konnte?

Gruss Rafael

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toolmaker35
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von toolmaker35 » Mo 12. Feb 2018, 23:34

......für alle Freunde der gepflegten Tischbohrmaschinen, Made im Schwabenland

Präzisions - Tischbohrmaschine SOLID TB 6 Preis: 300 €
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 19-249-360

Tischbohrmaschine Metabo "T12" Preis: 375 € VB
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 6-168-2910

........diese hier nicht aus dem Schwabenland

IXION BT 13 Ständerbohrmaschine Preis: 320 € VB
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 40-84-3887
Gruß Herwart

....von hinten durch die Brust ins Auge :-)

Kreuzschlitz
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Kreuzschlitz » Di 13. Feb 2018, 00:31

@FP91: Danke für die Info! Dann hab ich richtig gedacht. Sowohl einige der TB6 als auch die TB10 kommen bis 450 Touren runter, und mit Frequenzumrichter läßt sich das ja notfalls noch weiter runterregeln, so daß das eigentlich passen sollte...

@Rafael: Das war auch meine erste Hoffnung, bis ich das Getriebe zerlegt habe... Ergebnis:
  • das Bohrfutter zentriert nicht mehr richtig -> kann man ersetzen
  • die Abtriebswelle scheint überraschenderweise noch gerade zu sein (dafür lege ich aber nicht die Hand ins Feuer; bisher nur mit dem demolierten Futter geprüft; der Rundlaufffehler wächst nicht merklich, wenn ich weiter vom Futter weg messe)
  • Das vordere Lager der Abtriebswelle ist platt; es hat Spiel und man merkt, daß es beim Lauf rappelt.
    Mein erster Gedanke war daher: Aufmachen, Lager wechseln und das beste hoffen - aber an der Verbindung im Bild bin ich gescheitert: der Hersteller hat damals das Lager auf die Abtriebswelle aufgesteckt und dann, wie es aussieht, die für die Schlagbohrbewegung zuständige axial gezahnte Scheibe auf die Welle aufgeschrumpft oder -gepreßt. Die Schlagbohrfunktion interessiert mich zwar nicht, daher könnte man das einfach aufsägen - aber dieses Ding ist aus irgendeinem Sintermetall (?), das ich bisher weder ab- noch kleinkriege.
Wenn ich sehe, daß Fein für seine aktuellen Modelle einen Rundlauffehler von 0,13mm angibt, hatte ich mit der Maschine vermutlich eh mehr Glück als Verstand...

@Toolmaker35: Danke! Durch die Kleinanzeigen, Quoka, die Bucht und Maschinensucher.de wühle ich mich auch gerade durch. Noch hoffe ich allerdings, daß ich nochmal eine finde, die nicht ganz so weit weg ist - vorgestern ist mir eine Flott haarscharf durch die Lappen gegangen, keine 30km von hier... :wall:

Grüße, Florian
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Abtriebswelle.jpg
Grüße

Florian

rafael
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von rafael » Di 13. Feb 2018, 12:28

Wenn ich richtig verstanden habe, muss das Lager nach links ab, wo die Scheibe im weg ist. Welche Möglichkeiten stehen dir denn zur Verfügung? Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit den günstigen Trennmesser-Abziehern, die bei Ebay angeboten werden. Auf einer Presse könnte man vielleicht sogar das Lager und die Scheibe gemeinsam abdrücken. Mit dem Hammer sollte man wohl am dünnen Wellenende vorsichtig sein.

Gruss Rafael

Kreuzschlitz
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Kreuzschlitz » Di 13. Feb 2018, 23:20

Vorhin habe ich mir das Ding nochmal zur Brust genommen; ich war gestern einfach zu zaghaft. Das Lager ist unten, hurra; ein Stück Alurundmaterial mit axialer Bohrung als Schutz für das "dünne Ende" und ein mit Nachdruck eingesetzter Hammer haben gereicht.

Die in meine kleine Unimat zum Vermessen eingespannte Welle scheint noch gut zu sein - die eigentliche Welle eiert trotz fast 10cm Ausspannung nur um weniger als ein Hundertstel, egal wo ich messe.

Knackpunkt: das vordere Ende des UNF-Gewindes für das Futter liegt bei 0,05. Nachdem das aber nur die Fase am Gewindeauslauf ist (woanders kann ich nicht messen) und der Planlauf der Stirnfläche für das Futter unterhalb der Auflösung meiner Meßuhr liegt, hoffe ich mal das beste; also neue Lager suchen und ein neues Supra-I, dessen Rundlauftoleranz hoffentlich möglichst in der entgegengesetzten Richtung derjenigen der Welle liegt... (Admin, hier fehlt eindeutig ein nägelkauender Smiley!)

... nachdem nun aber natürlich ein gewisser "Willhaben"-Effekt beim intensiven Beschäftigen mit den Tischbohrmaschinen eingetreten ist :pfeif: ...:

Der Vorteil einer "vernünftigen" Tischbohrmaschine gegenüber meiner Kombi ist
  • viel leiserer Lauf
  • besserer Rundlauf dank vernünftig zentrierendem Morse- oder Bohrfutterkegel
  • vor allem aber höhere Steifigkeit gegen Verwindung aufgrund erheblich dickerer Lager der Arbeitsspindel (Duss hin, Duss her - da macht sich bei mir der Schlagbohrer bemerkbar...)
Richtig, oder hab ich was vergessen?
Grüße

Florian

Johannes D.
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Johannes D. » Mi 14. Feb 2018, 11:25

Servus,

ich habe ähnliche Anforderungen an meine TBM wie der Thread-Ersteller, warum ich mir eine neue China
Bohrmaschine (OPTIdrill B 20 (400 V) , ich konnte aber direkt bei Stürmer kaufen, mit Messe-Preis) geholt
habe und keine gebrauche "Industrie-Maschine"?

Die gebrauchten Maschinen die ich gefunden habe, die augenscheinlich brauchbar waren, waren entweder
zu weit weg (ich hab keine Zeit 200km zu fahren um Ne TBM anzusehen) oder zu teuer oder beides.

Das mehr an Qualität und Genauigkeit das die Industriemaschine evlt. bringt benötige ich gar nicht. Wenn ich
ein Loch in nen Unterlenker vom Oldi-Schlepper oder in ein Reperaturblech am Auto bohre kommt es fast
nie aufs zehntel an.

Wenn an meiner neuen Maschine ein Defekt auftritt schlepp ich das Ding zum Händler und poche auf meine
Garantie. Beim gebrauchten Gerät muss ich mich selber drum kümmern (hab ich schon erwähnt, dass ich
keine Zeit habe?).

viele Grüße

Johannes D.

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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Kreuzschlitz » So 18. Feb 2018, 17:25

(... also irgendwie krieg ich die Emailbenachrichtigungen hier noch nicht zum laufen... daher leicht verspätet:)

Danke für die Information, Johannes. Bei mir ist das aber exakt umgekehrt - dreimal lieber gute alte (gerne, aber nicht immer notwendigerweise deutsche) Wertarbeit, auch wenn ich bei der erstmal wieder was auf Vordermann bringen muß, als bis zum (Z)Erbrechen "kostenoptimierte" neue Geräte. Das Aufarbeiten ist doch der halbe Spaß an der Sache :-D

Meine Black&Decker habe ich nun soweit wieder zusammen, mit neuen Lagern hat sie wieder ihre ±0,02 Rundlauf am Gewindezapfen. Da kann ich nicht meckern, es ist und bleibt eine Handbohrmaschine.

Jetzt bleibt die Frage, an der das ganze vermutlich scheitern wird: wo krieg ich ein vernünftiges Futter für 1/2" x 20 her, das nicht zwei Zehntel oder mehr schlägt? Das Supra-I, das ich gekauft hatte, ist da schon mal raus (und geht zurück); entweder wars eine Montagsproduktion oder Röhm verwendet die "guten" Teile für die enger tolerierten Futter mit Kegelaufnahme.

Ansonsten gucke ich parallel nach einer gepflegten, nicht zu großen (und nicht zu schweren - daher ist die WMW BT10, die ich gestern für 200€ hätte schießen können, leider raus) Tischmaschine, die mindestens so 400...2000 Touren packt und notfalls auf der Werkbank noch verschoben werden kann; mit einem dann eh mangels Drehstromanschluß nötigen Frequenzumrichter läßt sich der Bereich dann noch etwas erweitern.
Grüße

Florian

rafael
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von rafael » So 18. Feb 2018, 23:15

Das freut micht, dass die Black&Decker noch einmal eine Chance gekriegt hat. Ich denke, die von dir genannten Vorteile einer Tischbohrmaschine treffen zu. Aber nachdem deine bisherige Kombination wieder einsatzbereit ist, kannst du dir genügend Zeit lassen, um eine passende zu finden. Im Ebay-Fundstück-Thread werden ab und zu Tischbohrmaschinen verlinkt.

Wie viel Abweichung im Rundlauf hattest du denn mit dem Röhm Supra Bohrfutter?

1/2"x20 ist ein weit verbreitetes Mass für die Bohrfutteraufnahme von Handbohrmaschinen. Das Angebot an passenden Bohrfuttern ist gross, aber ich denke, dass deine Ansprüche mit der Gewindeaufnahme nur mit Glück zu erreichen sind. Das wird auch der Grund sein, wieso Röhm für diese Aufnahme grosszügigere Toleranzen angibt und das noch genauere Spiro-I nicht mit Gewindeaufnahme anbietet. Das bedeutet wohl, dass dir nichts anderes bleibt, als Bohrfutter zu probieren, bis eines besser passt. Vielleicht lässt sich auch noch etwas tricksen, indem du dünne Scheiben unterlegst, damit das Bohrfutter in einer anderen Position festgezogen wird.

Gruss Rafael

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