Mal wieder: Tischbohrmaschine

kberg10
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von kberg10 » Sa 20. Jan 2018, 06:25

guten Morgen, bin auch immer am überlegen ob ich für meine gebrauchte Fein DSKE 672 mit MK 3 einen Magnetbohrständer anschaffen soll.

Das gute Teil ist zB bei Eibenstock zu haben für ca € 600,00 incl Weldonschaft, nicht gerade ein Schnäppchen aber Angesichts großer Bohrungen spielt
der Sicherheitsaspekt eine Rolle. Dafür spricht die Flexibilität. Einen Bohrtisch dazu konstruieren sollte kein Proplem darstellen. Alles gerade rechtwinkelige Teile die man bestellen kann und dann selber verschrauben muss.

mfg

Matthias Thomas

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S4B5
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von S4B5 » Sa 20. Jan 2018, 10:04

Hi
FP91 hat geschrieben:Der Vergleich mit den dicken Industriedingern mit Mk3 oder 4 hinkt natürlich. Aber auch eine alte Flott Tischbohre für unter 100€ gebraucht hat eien wesentlich höhe Stabilität und vor allem vernünftige Geometrie.
Der Vergleich hinkt nur auf Grund der Größe, die Dinger gibt es ja auch in klein. Eine kleine Industriebohre hab ich aber nicht, sonst hätte ich die zum Vergleich hergezogen... :hi:

So eine wäre wohl mit die kleinste Version meiner Dicken: http://i80.photobucket.com/albums/j161/ ... ess003.jpg

Welche wohl mit 20mm in Stahl überfordert sein dürfte... :pfeif:

Der Lichtbringer hat ja auch gerade eine schöne Maschine hergezeigt und du hast die Flott ins Spiel gebracht :hi:

Ich finde ja das das Auge auch mit arbeitet... ;-) :super:

Bevor ich die Dicke bekommen habe hatte ich einen Bohrtisch aus zwei Stücken 300er U, da drauf stand ein Magnetbohrständer mit einer großen MK-2 Bohrmaschine, das reichte locker für 25er Bohrungen und passte auf die Werkbank

lg Marco

huehnerfreund
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von huehnerfreund » Sa 20. Jan 2018, 11:31

Hallo,
ich habe lange nach einer WMW BT10 Ausschau gehalten. Drehzahl 2x Getriebe und 2x elektrisch sind ausreichend, und das Gerät passt prima auf die Werkbank.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 6-84-17722
Wenn Du so ein Teil günstig bekommen solltest, zugreifen.
Habe dann eine CM10 genommen (150€), leider nur MK1 und Riemenantrieb, dafür aber 125kg und ein vernünftiger Tisch. Mit den Platzverhältnissen und dem Riemenwechseln muss ich leben.
IMG_2668.JPG
CM 10/55


v.g. Thomas
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Hops
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Hops » Sa 20. Jan 2018, 12:28

Schmelzpunkt hat geschrieben:Die Stabilität ist natürlich bei einer Industriemaschine besser.
Die Säule ist nicht nur ein einfaches Rohr sondern Vollmatwrial und sehr Stark ausgeführt.
Ob man das so pauschal sagen kann...?
Bei meiner Flott E1 ist´s ein Rohr mit entsprechend großem Durchmesser (70mm). Da das Widerstandsmoment durchmesserabhängig ist, macht "voll" auch wenig Sinn und kostet nur.
Ein weiterer Punkt wird die Lagerung sein oder dass man das Spiel bei China Maschinen nicht nach stellen kann.
Die Spindel meiner Flott ist mit 2 Rillenkugellager gelagert. Einstellen nicht möglich und wozu auch?
Lagertausch eine Sache einer halben Stunde oder weniger.
War aber selber überrascht, da ich wenigstens ein zusätzliches Axialkugellager erwartet hätte.

Alles in allem bin ich wiedermal froh einen alten Maschinchen den Eintritt in meiner Werkstatt ermöglicht zu haben. Damit macht arbeiten einfach Spaß.
Da stimme ich allerdings zu 100% überein, wenn die Funktion noch top ist :-D
Bin wohl auch voreingenommen, da eben als gelernter Schlosser und Ingenieur nur Industrieware gewohnt.
Weil's mir gerade so einfällt, eine Maschine die jetzt vielleicht 60 Jahre alt ist und trotzdem noch super perfekt läuft, glaubt ihr dass so etwas heute noch möglich ist?
Da war früher die Qualität auf jeden Fall besser..
Möglich, aber oft nicht gewollt. Mechanisch wäre es kein Problem, lediglich Normteile machen Probleme. Massenware-Kugellager z.B. werden nur in wenigen Werken hergestellt, die den Weltmarkt beliefern. Nur Sonderlager (in Maßen, Ausführungen oder eben Qualität) sind oft noch aus Westeuropa.
Die Maschine stirbt den Elektroniktod. Da sind Ersatzteile (EProms, Regel- und Steuereinheiten) schlichtweg nach einigen Jahren nicht mehr lieferbar. Habe deshalb schon eine Metabo-Schlagbohrmaschine, mechanisch super in Schuß, "entsorgen" müssen, weil die elektronische Drehzahlregelung defekt war und nicht mehr lieferbar.

Letztlich bestimmt hier der Verbraucher die Zukunft stark mit!! Aber die meisten technikfernen Konsumenten lassen sich vom Verkäufer vollsabbern. Da muß das Auto ja unbedingt ESP, Spurwarner, Abstandswarner etc. haben und natürlich Einparkhilfen statt einer übersichtlichen Karosserie. Und das Motorrad braucht elektronische auswählbare Fahrmodi, Doppelkupplungsgetriebe, Hinternheizung etc.

Schön, solange es funktioniert...

Schmelzpunkt
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Schmelzpunkt » Sa 20. Jan 2018, 13:32

huehnerfreund hat geschrieben:Habe dann eine CM10 genommen (150€), leider nur MK1 und Riemenantrieb, dafür aber 125kg und ein vernünftiger Tisch. Mit den Platzverhältnissen und dem Riemenwechseln muss ich leben.
IMG_2668.JPG


v.g. Thomas

So eine ist auch gerade in Kleinanzeigen Bj 1955, welche Drehzahlen hat die denn?

Grüße
Simon
Drehmaschine Interkrenn IKD 400
Tischbohrmaschine AEG DTBK 15

huehnerfreund
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von huehnerfreund » So 21. Jan 2018, 17:10

so ca. 400/1000/1600/2200
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von bnitram » So 21. Jan 2018, 17:35

Die Spindel meiner Flott ist mit 2 Rillenkugellager gelagert. Einstellen nicht möglich und wozu auch?
Das hat Flott nur bei den ganz kleinen und sehr alten Maschinen so gemacht. Sonst haben die alle Schulterlager die einstellbar sind, hab mittlerweile schon vier Stück wieder repariert.
Die Führung der Pinolen sind auch häufig bei den Industriemaschinen geschlitzt und mit Klemm- und Konterschraube ausgestattet, so dass diese spielfrei eingestellt werden kann. Der Chinese bohrt ein Loch und ist dann fertig, wenn es schlockert, dann ist es eben so. Nachstellen unmöglich, oder selber Hand anlegen und das Gehäuse schlitzen.

Wegen Stabilität: Statt einem Blechkasten obendrauf sind die Riemendeckel je nach Alter aus Grau- oder Aluguss, die Säulen haben Wandstärken von 10-15mm statt gerolltes 0,5er Kuchenblech wie bei meiner Güde Bohre damals. Hochwertigerer Motor, Insgesamt schwerer und stabiler, Tisch wirklich verrippt und gibt nicht merklich nach. Besagte Bernando soll bohren bis 18mm und wiegt 45kg. Meine Flott TB 10 ist nur bis 10mm angegeben, wiegt aber ca. 75kg - den Unterschied merkt man in jedem Teil.

Achso, nach 70 Jahren gab es noch Ersatzteile vom Hersteller für den Bock - bei allem anderen außer Optimum(da habe ich gerade gelernt dass der Service halbswegs läuft) stehst du mit Ende der Garantie alleine im Wald. Und die Haptik ist auch im Welten besser als dieser schwarze-China-Baustahl an Schrauben(an genannter Bernando auch unten der Klemmknebel vom Tisch, billigsten Plastikteilen, einer viel zu starken Rückholfeder wie bei bisher jeder Chinamaschine die ich im Baumarkt mal "gefühlt habe" und und und.

Da sind Welten zwischen, das kann man nicht vergleichen. ;-)
Meine Homepage über alles Elektronische und Mechanische:
http://www.kondensatorschaden.de/

Schmelzpunkt
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Schmelzpunkt » So 21. Jan 2018, 17:50

Genau das meinte ich mit dem einstellen, das Führungsspiel der Pinole.
Hier ist übrigens die CM 10.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... pp_android
Drehmaschine Interkrenn IKD 400
Tischbohrmaschine AEG DTBK 15

anjoku
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von anjoku » Fr 26. Jan 2018, 08:49

:hi:

darf ich mich hier auch mal mit einklinken.

Ich habe "leider" auch noch eine der typischen kleinen Billigtischbohrmaschinen, die es immer mal wieder für knapp 70 Euro gibt. Ich hätte aber gerne eine Bessere.
Budget z.Zt ca. 180 Euro und nur 230V zur Verfügung.
Gerne würde ich eine ältere Indurstrie-/Werkstatt-Boghrmaschine kaufen, bin aber oft vom Zustand und dem Preis, der dann och verlangt wird abgeschreckt.

Jetzt habe ich aber eine AEG DTBM 14P gefunden; für die 170 €. Hört sich erstmal nicht schlecht an, oder.
Leider 380 Volt :-( Da bräuchte ich doch einen FU oder kann man solch einen Motor umklemmen?
Oder übergangsweise , den Motor meiner alten an der AEG montieren?

Kann man solch eine Mschine bedenklos kaufen und sind die Lager wirklich "Standardware"?

Ich würde mich über Tips freuen.

Gruß,
Andre

rafael
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von rafael » Fr 26. Jan 2018, 09:52

Ein FU oder eine Steinmetzschaltung sollte funktionieren, wenn der Motor im Moment im Sternbetrieb läuft und sich auf Dreiecksbetrieb umklemmen lässt.

Gruss Rafael

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