Mal wieder: Tischbohrmaschine

MalteS
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von MalteS » Mi 17. Jan 2018, 22:16

Ich hänge mich hier mal mit einer Frage rein:

Was ist denn an einer alten Industriemaschine wirklich besser als an einer neuen aus China?

Stabilität wird manchmal genannt: Wenn ich eine Ixion 13 gebraucht (ca. 500€) mit einer Bernardo BM 20T (460€) vergleicht ist dann wirklich die Ixion stabiler? Kommt mir komisch vor.
Dann der Rundlauf: Im Vergleich einer 50 Jahre alten Maschine mit einer neuen?

Hintergrund ist das ich mit dem Gedanken schwanger gehe meiner CNC Tischbohr-Fräse eine Säulenbohrmaschine zur Seite zu stellen. Ich tue mich nur so unglaublich schwer damit meinen Anwendungsfall genau zu umreißen. Das macht die Wahl sehr schwer.

Gruß
Malte

thomas56
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von thomas56 » Fr 19. Jan 2018, 01:02

MalteS hat geschrieben:Wenn ich eine Ixion 13 gebraucht (ca. 500€) mit einer Bernardo BM 20T (460€) vergleicht ist dann wirklich die Ixion stabiler? Kommt mir komisch vor.
Du willst doch eine Bernardo oder sonstige China-Maschine mit ihrer Rundblechsäule und ihrem Tisch und Standfuß aus hauchdünnem Grauguß nicht ernsthaft mit der Ixion oder einer ähnlichen Industriemaschine in Punkto Stabilität vergleichen? :pfeif:
Bei meiner Wörner B6, und das ist die kleinste von Wörner, wiegt der Fuß alleine schon mehr als so eine China-Bohrmaschine komplett.

Thomas
Wer seine Schwerter zu Pflugscharen schmiedet, wird für jene pflügen, die ihre Schwerter behalten haben.

MalteS
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von MalteS » Fr 19. Jan 2018, 04:36

Ich schätze das mache ich gerade.
Am Tisch sehe ich einen unterschied bei der Aufnahme. Die Industriemaschine ist massiver. Also wenn ich massiv meinen Bohrer ins Material drücke dann drück ich es weg? Spindel ist dann nicht mehr rechwinklig zum Tisch. Macht man das?

Ich hätte gerne verstanden was besser ist und warum. Hat die Säule unterschiedliche Durchmesser?
Je nachdem welche China Maschine ich raussuche sind die Gewichte nicht total auseinander.

Schmelzpunkt
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Schmelzpunkt » Fr 19. Jan 2018, 07:23

Die Stabilität ist natürlich bei einer Industriemaschine besser.
Die Säule ist nicht nur ein einfaches Rohr sondern Vollmatwrial und sehr Stark ausgeführt.
Die Säule meiner wiegt zum Beispiel an die 27 kg und hat einen Durchmesser von 76 mm.
Wenn ich das mit einer China Maschine der Größenordnung vergleiche dann komme ich da schon auf das Gewicht der kompletten Maschine.

Der Rest ist auch massiver ausgeführt, allein durch die Betrachtung des Bohrtisches sollte das auffallen.
Zeigt denke ich auch das Gesamtgewicht von 90 kg!

Das ganze wirkt sich natürlich dann positiv auf die Laufruhe aus.

Ein weiterer Punkt wird die Lagerung sein oder dass man das Spiel bei China Maschinen nicht nach stellen kann.

Alles in allem bin ich wiedermal froh einen alten Maschinchen den Eintritt in meiner Werkstatt ermöglicht zu haben. Damit macht arbeiten einfach Spaß.

Weil's mir gerade so einfällt, eine Maschine die jetzt vielleicht 60 Jahre alt ist und trotzdem noch super perfekt läuft, glaubt ihr dass so etwas heute noch möglich ist?
Da war früher die Qualität auf jeden Fall besser..

Grüße
Simon
Zuletzt geändert von Schmelzpunkt am Fr 19. Jan 2018, 07:57, insgesamt 1-mal geändert.
Drehmaschine Interkrenn IKD 400
Tischbohrmaschine AEG DTBK 15

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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von S4B5 » Fr 19. Jan 2018, 07:37

Hi

Richtig, der Druck vom Werkzeug drückt den Tisch runter, je größer der Bohrer, desto schlimmer verwindet sich der Apparat.

Dadurch verläuft der Bohrer und manchmal hat man auch eckige Löcher, weil die Säule federt... :wall:

Ich habe eine kleine Tischbohrmaschine von Einhell, für Kleinkram unter 10mm kann man die gebrauchen, obwohl die Bohrleistung für 16mm angegeben ist.

Gegenüber steht eine Uralt-Industriemaschine aus dem 19. Jahrhundert mit MK4 und Flachriemen, die lacht über 50er Bohrer während sie diesen mit Vorschub in Stahl bohrt, auf der steht ein Schraubstock welcher den Tisch der Einhell durch sein Gewicht 2mm runter drückt.

Klar, das Monster braucht Platz und ist "leicht" übertrieben für den Heimgebrauch. Dafür war sie halt günstig und bohrt auch kleine Löcher wenn sie muss... :hi:

Ich würde wieder eine Industriemaschine nehmen... :hi:

lg Marco

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Laubhaufen
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Laubhaufen » Fr 19. Jan 2018, 14:40

S4B5 hat geschrieben:Hi

Richtig, der Druck vom Werkzeug drückt den Tisch runter, je größer der Bohrer, desto schlimmer verwindet sich der Apparat.

Dadurch verläuft der Bohrer und manchmal hat man auch eckige Löcher, weil die Säule federt... :wall:

Ich habe eine kleine Tischbohrmaschine von Einhell, für Kleinkram unter 10mm kann man die gebrauchen, obwohl die Bohrleistung für 16mm angegeben ist.

Gegenüber steht eine Uralt-Industriemaschine aus dem 19. Jahrhundert mit MK4 und Flachriemen, die lacht über 50er Bohrer während sie diesen mit Vorschub in Stahl bohrt, auf der steht ein Schraubstock welcher den Tisch der Einhell durch sein Gewicht 2mm runter drückt.

Klar, das Monster braucht Platz und ist "leicht" übertrieben für den Heimgebrauch. Dafür war sie halt günstig und bohrt auch kleine Löcher wenn sie muss... :hi:

Ich würde wieder eine Industriemaschine nehmen... :hi:

lg Marco
Das kann ich bestägigen. :)
Heute musste mal ein 46er Loch gebohrt werden. :) 8-)
IMG_0500.JPG
IMG_0502.JPG
Wenn du eine Chinamaschine kaufst, solltest du schauen, das die Kiste eine möglichst geringe Drehzahl bietet.
Solltest du trotz des wackeligen Chinadings 16mm oder 20mm bohren wollen, rappelt das Ganze nicht so und das Bohrergebnis ist vermutlich halbwegs akzeptabel.
Dazu solltest du dir auch gleich einen wertigen Schraubstock zulegen. Gebrauchte "CEKABA-Bon" bieten sich dafür an.
Die Investition lohnt auf jedenfall, auch wenns keine Industriebohrmaschine wird.
Gruß Christian

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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von JCM » Fr 19. Jan 2018, 20:49

Auch ich stand vor einiger Zeit vor einer ähnlichen Entscheidung. Ich war mit den Chinamaschinen von der Qualität nicht zufrieden und die besseren waren neu zu Teuer. Gebraucht sind es halt Alzmetall, Flott, Arboga (und die in D gefertigten 'Kopien'), die die Nase vorn haben. Etwas weniger bekannt und auch gut ist noch Genko (später ein teil von Metabo) und AEG.

Nach vielem suchen habe ich dann eine alte Metabo 7323 gefunden, eine Getriebe 'Handbohrmaschine' die auch 23mm in Stahl bohrt, eine MK2 Aufnahme hat und 200 /400 u/min macht. Mit altem Metabo Bohrständer (>25kg) mit Zahnstangenvorschub und schönem Futuro Schnellspannfutter hat mich das Teil nicht mal einen dreistelligen Euro-Betrag gekostet. Zugegeben, es war etwas Risiko dabei, da das Kabel so zerbröselt war, das weder der Verkäufer noch ich selbst das Ding in die Steckdose stecken wollten. Neues Kabel ran, das Getriebe nach 40 Jahren mal neu gefettet und gut... Diese Machine bleibt bei mir. Ähnliche Maschinen gibt es oft auch von AEG, Fein etc. Hier ein Beispiel für ein Angebot für eine solche Maschine in Ö: https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und ... 235587718/

Eine zweite Option zumindest fürs Grobe, die ich auch einige Zeit in verwendung hatte ist eine Magnetbohrmaschine mit 'Bohrständer' (siehe Bild). Hier hatte ich eine Fein KBM32 gefunden. Zukaufen musste ich noch ein Bohrfutterkegel, da Fein eine eigene Aufnahme (Quick-in) hat. Dazu hatte ich mir dann aus 10mm Blech einen Einfach bohrständer geschweisst... sehr gut, ausgesprochen vielseitig verwendbar, kompakt und leicht. Auch kann man 'spontan' mal nen T-Träger mit 30er Löchern ausstatten... durch doppelte Schwalbenschwanzführung auch recht präzise, interne Kühlung bei Kernbohrern.

Mittlerweile gib es von Fein auch eine kleinere Maschine für weniger Geld. Vorteile: Made in Germany mit min 8 Jahre Teilegarantie und sehr gutem Wiederverkausfwert. Auch gibts nun welche direkt mit Mk Konus. Wenn ich mir eine neu kaufen würde, dann so eine, auch wenn die wohl >650€ liegen. Aber im moment bleibt die alte Metabo...

LG aus Ö --- Jakob
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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von FP91 » Fr 19. Jan 2018, 21:05

Der Vergleich mit den dicken Industriedingern mit Mk3 oder 4 hinkt natürlich. Aber auch eine alte Flott Tischbohre für unter 100€ gebraucht hat eien wesentlich höhe Stabilität und vor allem vernünftige Geometrie. Bei allen Chinamaschinen vor denen ich bisher stand konnte man mit dem Schlosserwinkel sehen, dass die Pinole nicht senkrecht zum Tisch stand. Das Spindelspiel war neu schon um 5/10 mm.

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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Lichtbringer » Sa 20. Jan 2018, 00:04

Ich bin generell kein sonderlicher Freund von diesen verstellbaren Tischen, haben mir immer zuviel Bewegung, zumindest bei Tischbohrmaschinen (bei Standbohrmaschinen mit extrem massiven Tischen ist es oft anders).

Ich mag die Bauart bei der der Fuß auch gleich der Arbeitstisch ist. In Verbindung mit massiver Vollsäule und höhenverstellbarem Kopf ist das recht stabil.
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Gruß, Michael

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Re: Mal wieder: Tischbohrmaschine

Beitrag von Schmelzpunkt » Sa 20. Jan 2018, 00:56

Hier ist auch gerade eine günstig im Netz.

Natürlich abhängig vom Zustand.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... pp_android
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Tischbohrmaschine AEG DTBK 15

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