Frontladerumbau Traktor

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foto-mattes
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Frontladerumbau Traktor

Beitrag von foto-mattes » So 19. Mai 2019, 21:41

Hallo,
ich möchte euch mein letztes Projekt kurz vorstellen. Vor drei Jahren als meine Oma verstarb wurde von mir der Traktor IHC 423 übernommen, schließlich kenne ich diesen seit meiner Kindheit. Da ich der Meinung war, dass ein Traktor mit Frontlader einen deutlich höheren Nutzwert hat, wurde letztes Jahr dieser nachgerüstet. Mit diesem können problemlos Gegenstände bis ca. 750kg bewegt werden. Leider hatte der Frontlader kein Hydraulik mit welchem die Schaufel gekippt (Neingungswinkel) werden konnte. Sondern es konnte die Schaufel nur grob eingestellt werden, welches das Graben etwas erschwerte. So wurde der Beschluss gefasst einen zusätzlichen Hydraulikzylinder (Gerätebetätiger) nachzurüsten.
Hierzu wurde folgendes beschafft:
• Gerätebetätiger
• Doppeltwirkendes Hydraulikventil
• Hydraulikrohre
• Schläuche
• Schnellkupplungen
• Hydraulikverschraubungen
• Brennteil

Die Drehteile und Buchsen wurden selber gefertigt. Leider hatte der Gerätebetätiger nicht überall Schmiernippel, somit wurden auch dieser überarbeitet. Die Schweißarbeiten wurden von meinem Vater durchgeführt, da dieser als Lehrschweißer ausreichend Erfahrung hat, ebenso wurden von ihm die Hydraulikleitungen gebogen...

Zusätzlich wurde noch ein Kragarm hergestellt, da demnächst eine Stützmauer (Steingewicht 70kg) als Lichthof gemacht werden soll. So sind die Traktorreifen etwas weiter vom Graben weg und fällt hoffentlich nicht in den Graben. Dieser wurde für eine Belastung bis max. 200kg projektiert.

Für den Personenschutz wurden alle Leitungen welche in der Nähe des Fahrers sind mit einem Berstschutz ausgerüstet. Zusätzlich wurden für die zwei Hauptzylinder neue Schläuche bestellt.
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Christian89
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von Christian89 » So 19. Mai 2019, 22:35

Hallo,

Schöner Umbau. Am besten gefällt mir der Kran Ausleger.

Gruß Christian
Gruß Christian

Drehe: Gosmeta D250/1000
Fräse: WMW 4102
Bohre: komunaras 2M112
Hobel:lange und geilen
Schleifer:Elbtalwerk slw st40, Gisag se 315
Säge: Kläger
Hebebühne: Stertil Koni 3,5t
Schweißen: mag,mma,autogen
Usw.

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DerRestaurator
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von DerRestaurator » So 19. Mai 2019, 22:38

Schicker Umbau! Ein gutes Heckgewicht, Radgewichte oder Wasser/Frostschutz in den Reifen und vernünftiger Arbeit steht nichts mehr im Weg.
Deine Berstschützer in Ehren, aber Schlauchbruchsicherungen sind der einzig wirkliche Schutz!
Der Berstschutz schütz vor der Öldusche, die Schlauchbruchsicherung davor, dass deine Last den Weg der Schwerkraft nimmt!

:hi: Philipp
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Bohrer111
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von Bohrer111 » Mo 20. Mai 2019, 06:37

Hallo,
Wiederspruch :schlaumeier:
das mit dem Berstschutz ist schon nicht schlecht, die "Öldusche" ist nicht das Problem, eher die kleinen Löcher mit dem feien Ölstrahl unter hohen Druck, der Geht im dümmsten Fall durch die Haut und das Öl dann Direkt ins Blut.
Und er Aufenthalt unter schwebenden Lasten ist eh verboten..... von daher brauste keine Schlauchbruchsicherung (In der Landwirtschaft auch nicht vorgeschrieben)

Grüße

foto-mattes
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von foto-mattes » Mo 20. Mai 2019, 06:50

DerRestaurator hat geschrieben:
So 19. Mai 2019, 22:38
Schicker Umbau! Ein gutes Heckgewicht, Radgewichte oder Wasser/Frostschutz in den Reifen und vernünftiger Arbeit steht nichts mehr im Weg.
Deine Berstschützer in Ehren, aber Schlauchbruchsicherungen sind der einzig wirkliche Schutz!
Der Berstschutz schütz vor der Öldusche, die Schlauchbruchsicherung davor, dass deine Last den Weg der Schwerkraft nimmt!

:hi: Philipp
Hallo Philipp, da hast du vollkommen recht !

Die Schläuche welche ersetzt werden sollen sind sicher schon 15-20 Jahre alt und beim genaueren betrachten sieht man leichte Risse. Somit kann durch ein Tausch der Leitungen das Risiko eines Bruches gesenkt werden. Im Maschinenbau müssen alle Hydraulikschläuche alle 5 Jahre ersetzt werden, weshalb auch ein Herstelldatum aufgestempelt ist.

Bei einem großflächigen Schlauchplatzer kommt es zu der von dir beschrieben Öldusche. Allerdings kann es bei sehr kleinen Löchern (Nadelstich groß) zu einer Art Ölschneiden kommen, da das Öl gebündelt und Druck ausströmt. Hiervon habe ich echt Respekt!! (verschmutztes Öl in der Wunde). Deswegen wurden alle Schläuche mit einem Berstschutz versehen, so muss der Fahrer bei einem Schlauchplatzer nicht flüchten...

foto-mattes
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von foto-mattes » Mo 20. Mai 2019, 06:51

Bohrer111 hat geschrieben:
Mo 20. Mai 2019, 06:37
Hallo,
Wiederspruch :schlaumeier:
das mit dem Berstschutz ist schon nicht schlecht, die "Öldusche" ist nicht das Problem, eher die kleinen Löcher mit dem feien Ölstrahl unter hohen Druck, der Geht im dümmsten Fall durch die Haut und das Öl dann Direkt ins Blut.
Und er Aufenthalt unter schwebenden Lasten ist eh verboten..... von daher brauste keine Schlauchbruchsicherung (In der Landwirtschaft auch nicht vorgeschrieben)

Grüße

Jetzt warst du schneller als ich, da ich noch ein Kaffee geholt habe :-D

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DerRestaurator
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von DerRestaurator » Mo 20. Mai 2019, 18:31

Bohrer111 hat geschrieben:
Mo 20. Mai 2019, 06:37
Und er Aufenthalt unter schwebenden Lasten ist eh verboten..... von daher brauste keine Schlauchbruchsicherung (In der Landwirtschaft auch nicht vorgeschrieben)
Das wackelt ja auch nicht, wenn die Ladung runterkommt. Bei dem Ruck würde der Traktor samt toten Arm in den Graben am Haus rutschen und den Fahrer unter Umständen am Haus einklemmen - Danke schön :pfeif:
Die Gefahr einer Injektionsvergiftung will ich nicht leugnen, habe ich bei dieser 120bar Pieselhydraulik nur noch nicht so erlebt, zumal die Schläuche ja noch recht weit weg vom Menschen sind.

:hi: Philipp
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Johannes D.
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von Johannes D. » Di 21. Mai 2019, 09:12

Servus,

so eine hydraulische Werkzeugbetätigung ist was feines. Die Aufnahme für die Schaufel schaut "irgendwie" komisch aus, so ein bisschen windig. Kann es sein,
das da ein Frontlader von Kat 2 auf Kat 3 umgebaut wurde?

750 kg am Frontlader ist für diesen kleinen Schlepper schon ganz schön ordentlich, ohne Gegengewicht im Heck geht das ordentlich auf die VA.

Mit dem Galgen wird das ganze ganz schön "ölbern", da muss man schon echt aufpassen, dass man da nix verbiegt.

cu

Johannes D.

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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von foto-mattes » Di 21. Mai 2019, 18:19

Johannes D. hat geschrieben:
Di 21. Mai 2019, 09:12
Servus,

so eine hydraulische Werkzeugbetätigung ist was feines. Die Aufnahme für die Schaufel schaut "irgendwie" komisch aus, so ein bisschen windig. Kann es sein,
das da ein Frontlader von Kat 2 auf Kat 3 umgebaut wurde?

750 kg am Frontlader ist für diesen kleinen Schlepper schon ganz schön ordentlich, ohne Gegengewicht im Heck geht das ordentlich auf die VA.

Mit dem Galgen wird das ganze ganz schön "ölbern", da muss man schon echt aufpassen, dass man da nix verbiegt.

cu

Johannes D.
Der Frontlader ist Original, hier hat wie es ausschaut noch nie jemand etwas gemacht. Diese Problematik mit der Vorderachse ist richtig, leider ist es kein Allrad :-( , aber besser hat der Traktor Probleme mit der Vorderachse als ich mit dem Kreuz. Vielleicht muss erwähnt werden, der Traktor hat vielleicht 10-20 Betriebsstunden im Jahr und die Verlängerung wird nur für eine Mauer eingesetzt.
Vom verbiegen sehe ich es nicht so heilig, da das Biegemoment durch die geringe Last (Steingewicht 100kg) deutlich geringer ist als 750kg in der Schaufel.

Für das Heck ist ein Betongewicht mit 400kg vorhanden, dieses kann mit der Ackerschiene aufgenommen werden, alternativ ist ein Heckstapler vorhanden, wodurch mit etwas Belast hinten 800kg angehängt werden kann. Hierdurch wird die Vorderachse entlastet....

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Sepp9550
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Re: Frontladerumbau Traktor

Beitrag von Sepp9550 » Mi 22. Mai 2019, 21:48

Ich denke mal die Schwachstelle bei solchen Betätigungen ist die Befestigung vom Zylinder an der Schwinge, vorallem weil die Frontlader nicht dafür ausgelegt sind, aber ein Schweißer wird das schon richtig machen.
Würde ich aber im Auge behalten damit sich nichts verbiegt oder reißt.

Den Galgen finde ich gut, aber etwas Lang, der macht sicher eine große bewegung wenn man etwas am Hebel zieht
foto-mattes hat geschrieben:
Di 21. Mai 2019, 18:19
Für das Heck ist ein Betongewicht mit 400kg vorhanden, dieses kann mit der Ackerschiene aufgenommen werden, alternativ ist ein Heckstapler vorhanden, wodurch mit etwas Belast hinten 800kg angehängt werden kann. Hierdurch wird die Vorderachse entlastet....
Ich verstehe nicht wo dieser irrglaube herkommt. :nixweiss:
klar, theoretisch entlastet Gewicht an der Heckhydraulik die Vorderachse etwas, Praktisch führt das Gewicht aber immer dazu dass man 1. mehr heben kann bis die Hinterachse vom Boden abhebt, und man das 2. auch macht
:muahaha:

Ich denke mal dass die Vorderachse das genausogut aushält wie die Reifen.


Gegengewicht ist aber für die Standsicherheit zu emfpehlen, vorallem weil der Schlepper nur hinten Antreibt und Bremst, ohne Allrad ist man da echt im Nachteil
Mit freundlichen Grüßen, ein Stefan zu viel

...auf der suche nach dem verlegten Werkzeug

Drehmaschine: Quantum D310x910, Bohr(fräs)maschine: Optimum MB4, Deckel G1, Säge: S275N

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