Läppen mit der Honahle

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Mikromat
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Läppen mit der Honahle

Beitrag von Mikromat » So 30. Dez 2018, 16:35

Hallo Männer,

nach dem schlitzen eines Bohrstangenhalters hat sich selbiger extrem zusammen gezogen.
Der Halter ist 130mm lang, die Bohrung soll ca: 30,03mm werden.

Ein Versuch mit einer normalen Handheibahle misslang.
Habe dann eine Verstellbare genommen und mich schrittweise bis auf ca: 29,94mm herangetastet.
Da die Güte der Bohrung unter aller Sau war, sollte der Rest fix mit einer Hohnahle ausgeschliffen werden.

Leider waren bereits nach 5/100mm die Hohnsteine komplett verschlisssen.

Warum eigentlich nicht Läppen dachte ich mir und habe drei Gussstücke GGL-25 auf den Dreiarm geklebt.
Mehr wie nicht funktionieren kann es ja nicht.

Die weiteren Zutaten waren schnell zu Hand und eine Alte Sic- Scheibe lag auch noch rum
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Nach dem aushärten des Klebers wurden die Gussklötzer nur leicht angefast damit sie nicht an der Nut abgerissen werden.
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Nach sehr kurzer Zeit haben die Klötzer annähernd den Radius der Bohrung angenommen.
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Im Anschluss die Bohrung vermessen und für sehr gut befunden.
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Fazit: Läppen mit der Honahle geht ausgezeichnet

Gruß
Rainer













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elmech
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Re: Läppen mit der Honahle

Beitrag von elmech » So 30. Dez 2018, 17:24

Hallo, Keilnuten oder wie bei Dir Schlitze, füllt man mit Hartholz auf und kann dann mit normalen Hohnsteinen arbeiten! Eigentlich ist in dem Fall, das Läppen nicht durchgeführt worden, eher
das Honen ! Freundliche Grüsse Andi

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tommydsa
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Re: Läppen mit der Honahle

Beitrag von tommydsa » So 30. Dez 2018, 17:33

Zwei Gewinde gesetzt zum korrigieren der Spannung hätte vmtl. den Arbeitsaufwand etwas reduziert

Der Tip mit der Holzbeilage hat etwas....
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

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Re: Läppen mit der Honahle

Beitrag von Storch 01 » So 30. Dez 2018, 20:02

Hallo Rainer,

saubere Arbeit.
Welches Material hast Du für den Halter genommen ?

VG, Jens

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HansD
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Re: Läppen mit der Honahle

Beitrag von HansD » Mo 31. Dez 2018, 11:18

Ein paar grundsätzliche Fragen:
A wie kommt es dass sich das Teil zusammengezogen hat, ich habe sonst eher Druckspannungen bemerkt die das Teil auseinander gehen liessen.

B durch das Zusammenziehen wurde die Bohrung ja "unrund" weil das vertikale Mass kleiner wurde während das horizontale Mass konstant blieb. Durch das Honen hätte ich nicht erwartet dass die Bohrung rund wird. Oder trägt das Honwerkzeug an den engen Stellen mehr ab?

C was hätte gegen das mechanische Aufweiten gesprochen?

Hans
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Mikromat
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Re: Läppen mit der Honahle

Beitrag von Mikromat » Di 1. Jan 2019, 16:34

Welches Material hast Du für den Halter genommen ?
42CrMo4+Qt
A wie kommt es dass sich das Teil zusammengezogen hat, ich habe sonst eher Druckspannungen bemerkt die das Teil auseinander gehen liessen.
Den Verzug von ca: 0,3mm hatte ich so auch nicht erwartet.

Ich habe dann nur mit Bleche den Schlitz "ausgefüllt" und so beim Reiben und Läppen belassen.

Die Bohrung ist absolut rund und der Zylinder stimmt auch obwohl ich nicht gezielt geläppt habe.
Wie gesagt, es ging recht schnell und hat keine 5 Minuten gedauert.
Möglicherweise ist dass selbstgebraute Läppmittel recht griffig.

Der und weitere Halter sollen Mittwoch zum Plasmanitrieren und der Versuch ist nur der Zeitnot geschuldet.
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Gruß Rainer

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