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Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 07:21
von Tech-Nik
entweder bin ich blind oder ihr seit es :unknown:
Auf den ersten 2 Bildern fehlt doch 3/4 eines Zahns...
Wie soll das noch vernünftig laufen?

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 11:50
von JanD
Danke, für die vielen Anregungen.
Weiter Informationen bezüglich Modul, auftretende Kräfte etc kann ich leider nicht machen.
Ich bin kein gelernter Zerspaner, nicht einmal gelernter Metaller.
Die Kenntnisse Im Bereich Drehen, Feäsen etc. habe ich mir selbst beigebracht weil ich die für mein eigendliches Hooby , alte Motorräder , brauche.
Da ist häufig mal das ein oder andere Teil nachzubauen.
Jetzt kam halt mein Nachbar und hat gefragr ob ich das irgendwie wieder zu laufen bekomme.
Da ander Kegelrad hat komischerweise fast nichts abbekommen, beischleifen und mit neuen Lagern so wieder zusammenzubauen hatte ich auch schon gedacht.
Nur war halt die Idee den einen fehlenden Zahn aufzuschweissen. Hatte mal so etwas bei Youtube gesehen.
Wenn es nicht klappen sollte hat mein Nachbar das Geld für zwei Lager und zwei Wellendichtringe versenkt, ein neues Getriebe kostet ca.€ 1.000,00
Sollte es nicht klappen muss er sich ne neue Maschine kaufen.

Gruss Andreas

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 12:03
von eXact Modellbau
Ich hätte auch gesagt, einfach wieder zusammenbauen. Deinen schmerzbefreiten Nachbarn wird schon nicht stören. Wenn da nicht diese zwei besonders üblen Zähne wären.

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 12:26
von gerhard_56
JanD hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 11:50
.... ein neues Getriebe kostet ca.€ 1.000,00
Sollte es nicht klappen muss er sich ne neue Maschine kaufen.

Gruss Andreas
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man zwar ein komplettes Getriebe und sogar mit einer dranhängenden Maschine bekommt, aber diese Welle nicht einzeln als Ersatzteil. Das ist simpelste Landmaschinentechnik und bei der bekommt eigentlich jede einzelne Schraube, jeden Zinken, jeden Zapfwellenstummel oder sonst was einzeln. Hast Du da einmal selber recherchiert oder hat das Dein Nachbar heraus gefunden?
Gruß
Gerhard

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 12:53
von Rainer60
Tech-Nik hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 07:21
entweder bin ich blind oder ihr seit es :unknown:
Auf den ersten 2 Bildern fehlt doch 3/4 eines Zahns...
Wie soll das noch vernünftig laufen?
Au - ja :o hatte wohl ne optische Täuschung :-(
Für den reinen Getriebelauf könnte es noch reichen, aber mit Kraftübertragung wirds nicht mehr lange halten.

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 19:38
von micha5667
Wenn ich mir das so anschaue sieht das relativ klein aus. Da kann ich mir nicht vorstellen das man das nicht im nachbau für ein paar Euro bekommt.
z.B. sowas
https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und ... 169376987/

Kannst du herausbekommen aus was für einer Maschine das stammt?

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 20:54
von styro
Hallo
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
Scheint aus etwas höherwertigem Material und womöglich vergütet zu sein. Mit Spectralanalyse Material bestimmen, Härteprüfung und mit geeignetem Schweisszusatz laserschweissen wäre die unbezahlbare „Profilösung“.
1) Bestimmt hochvergütet, und eventuell auch noch oberflächenhart. PMI ist eine gängige/bezahlbare Methode "im Feld"..... :hi:
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
Kannst die Schweissbarkeit prüfen in dem ein Stück Flachstahl stirnseitig mit MAG anheftest. Mit nem grossen Rollgabelschlüssel hin und her bewegen - dann merkst es schnell ;-)
2) Warum gerade MAG/136, und mit welchem SZW?
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
WIG würde ich nicht empfehlen wegen dem erhöhten Wärmeeintrag.
3) Beim Prüfen der Schweißbarkeit, bei einer möglichen Reparatur? Warum man hier von dem Schweißverfahren 141/WIG abrät erschließt sich mir nicht - bei kaum einem anderen Verfahren kann man das Schweißbad/Schweißneigung (auch ohne SZW) so gut beobachten/einschätzen. Der gerne prognostizierte höhere Wärmeeintrag düfte hier mehr als sekundär sein, speziell wenn man von 1) ausgeht
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
Wenn es schweissbar ist, mit den Hz eher etwas höher gehen und die angeschliffenen Stellen aufpunkten. Die Schweisspunkte immer wieder anschleifen vor dem nächsten auftragen. Restrisiko besteht, deshalb...
4) Was soll Pulsen "mit etwas mehr Hz" hier erreichen ? Oder soll hier eine mögliche homogenisierung schwieriger Werkstoffe (Verfeinerung des Primärgefüges infolge Rührwirkung durch die Badschwingungen) gemeint sein? Das Ganze bei einem Teil von dem nicht mehr gerade viel von der Ursprungskontur übrig ist, bestehend aus einem Werkstoff gemäß Überlegung 1)? Eine geeignete Wärmeführung und Schweißfolge birgt hier m.E. wesentlich mehr Chancen auf Erfolg......

Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
...würde ich es wie von Manfred vorgeschlagen - defekte Zähne entgraten und das Zahnflankenspiel möglichst gering halten. Mittels Distanzringen wie für Fräsdorne oder häufig in Elektromotoren verwendet (die meisten Kugellagerlieferanten haben solche Distanzscheiben an Lager), könntest so das Zahnflankenspiel einstellen.
5) Für die Übertragung der Leerlaufbelastung dürfte das "Restgetriebe" ggf. noch funktionieren - für mehr auch nicht.

Abhängig davon, ob das Gegenrad auch Treffer dieser Güte abbekommen hat bleibt m.E ein einzelner/paarweiser Austausch.
Eine fachgerechte Schweißreparatur der betroffenen Komponente (oder das, was davon übrig ist) inkl. Wärmebehandlung, aufpuffern, schweißen, Konturbearbeitung, Wärmebehandlung, ggf. Konturfertigbearbeitung dürfte den Aufwand/Kosten einer Einzelfertigung um einiges übersteigen.

Gruß

Georg

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 21:00
von motor64.1
So viele Möglichkeiten gibt es bei einem Landwirtschafts-Zahnrad nun auch nicht: EC80, Ck45 oder maximal 42CrMo4 :pfeif:

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 22:10
von tillmann221
Das sieht doch noch gut aus von vorne, einfach bissl glatt dremeln und gut

Re: Kegelzahnrad reparieren

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 23:02
von JanD
Hmm....
Gerhard hatte den richtigen Richer! Das es das Teil nicht gibt, sondern nur das ganze Getriebe war eine Aussage von meinem Nachbarn bzw. von seinem
Landmaschinenhändler. Muss zu seiner Ehrenrettung aber sagen das auf der Internetseite der Herstellerfirma auch nur komplette Getriebe angeboten werden.
Habe dann ganz einfach mal "old school" bei der Herstellerfirma angerufen... und ihr ahnt es, das Teil gibt es einzeln zu kaufen.
Die haben mir sogar die Artikelnummer genannt damit das Teil bei einem örtlichem Landmaschinenhändler bestellt werden kann.
Maschine kommt aus den Niederlanden.
Trotz alle dem Danke für eure Anregungen

Gruss Andreas