Kegelzahnrad reparieren

Allgemeine Basteleien, Konstruktionen, usw....
Benutzeravatar
Tech-Nik
Beiträge: 731
Registriert: Sa 28. Dez 2013, 22:36
Wohnort: Südbaden
Germany

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von Tech-Nik » Mi 10. Okt 2018, 07:21

entweder bin ich blind oder ihr seit es :unknown:
Auf den ersten 2 Bildern fehlt doch 3/4 eines Zahns...
Wie soll das noch vernünftig laufen?
Eigenbau-Präzisions-Universal-Werkzeug-Fräsmaschine >FP0<
Drehmaschine Wabeco D6000 mit 2achsen Digitalanzeige
Fräsmaschine Proxxon FF 400 umgebaut mit unzähligen Verbesserungen
Tischbohrmaschine Optimum B23Pro
Werkstattpresse 10t

JanD
Beiträge: 33
Registriert: Fr 30. Nov 2012, 11:30

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von JanD » Mi 10. Okt 2018, 11:50

Danke, für die vielen Anregungen.
Weiter Informationen bezüglich Modul, auftretende Kräfte etc kann ich leider nicht machen.
Ich bin kein gelernter Zerspaner, nicht einmal gelernter Metaller.
Die Kenntnisse Im Bereich Drehen, Feäsen etc. habe ich mir selbst beigebracht weil ich die für mein eigendliches Hooby , alte Motorräder , brauche.
Da ist häufig mal das ein oder andere Teil nachzubauen.
Jetzt kam halt mein Nachbar und hat gefragr ob ich das irgendwie wieder zu laufen bekomme.
Da ander Kegelrad hat komischerweise fast nichts abbekommen, beischleifen und mit neuen Lagern so wieder zusammenzubauen hatte ich auch schon gedacht.
Nur war halt die Idee den einen fehlenden Zahn aufzuschweissen. Hatte mal so etwas bei Youtube gesehen.
Wenn es nicht klappen sollte hat mein Nachbar das Geld für zwei Lager und zwei Wellendichtringe versenkt, ein neues Getriebe kostet ca.€ 1.000,00
Sollte es nicht klappen muss er sich ne neue Maschine kaufen.

Gruss Andreas

Benutzeravatar
eXact Modellbau
Beiträge: 7000
Registriert: Mi 17. Aug 2011, 08:04
Wohnort: Bad Doberan (Mecklenburg)
Kontaktdaten:
Germany

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von eXact Modellbau » Mi 10. Okt 2018, 12:03

Ich hätte auch gesagt, einfach wieder zusammenbauen. Deinen schmerzbefreiten Nachbarn wird schon nicht stören. Wenn da nicht diese zwei besonders üblen Zähne wären.
Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

www.die-minilok.de

Benutzeravatar
gerhard_56
Beiträge: 199
Registriert: Di 5. Jul 2016, 16:14
Germany

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von gerhard_56 » Mi 10. Okt 2018, 12:26

JanD hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 11:50
.... ein neues Getriebe kostet ca.€ 1.000,00
Sollte es nicht klappen muss er sich ne neue Maschine kaufen.

Gruss Andreas
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man zwar ein komplettes Getriebe und sogar mit einer dranhängenden Maschine bekommt, aber diese Welle nicht einzeln als Ersatzteil. Das ist simpelste Landmaschinentechnik und bei der bekommt eigentlich jede einzelne Schraube, jeden Zinken, jeden Zapfwellenstummel oder sonst was einzeln. Hast Du da einmal selber recherchiert oder hat das Dein Nachbar heraus gefunden?
Gruß
Gerhard
Viele Grüße, Gerhard

Benutzeravatar
Rainer60
Beiträge: 321
Registriert: So 11. Feb 2018, 19:33
Liechtenstein

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von Rainer60 » Mi 10. Okt 2018, 12:53

Tech-Nik hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 07:21
entweder bin ich blind oder ihr seit es :unknown:
Auf den ersten 2 Bildern fehlt doch 3/4 eines Zahns...
Wie soll das noch vernünftig laufen?
Au - ja :o hatte wohl ne optische Täuschung :-(
Für den reinen Getriebelauf könnte es noch reichen, aber mit Kraftübertragung wirds nicht mehr lange halten.
Der Friede sei mit Euch...
Gruss Rainer
————————————————————————————
Es gibt immer eine Lösung - machmal auch eine Andere

micha5667
Beiträge: 82
Registriert: Di 12. Jan 2016, 13:37
Wohnort: Rossbach
Germany

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von micha5667 » Mi 10. Okt 2018, 19:38

Wenn ich mir das so anschaue sieht das relativ klein aus. Da kann ich mir nicht vorstellen das man das nicht im nachbau für ein paar Euro bekommt.
z.B. sowas
https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und ... 169376987/

Kannst du herausbekommen aus was für einer Maschine das stammt?

Benutzeravatar
styro
Beiträge: 1353
Registriert: Di 15. Jul 2014, 20:35
Wohnort: LKR Freising
Thailand

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von styro » Mi 10. Okt 2018, 20:54

Hallo
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
Scheint aus etwas höherwertigem Material und womöglich vergütet zu sein. Mit Spectralanalyse Material bestimmen, Härteprüfung und mit geeignetem Schweisszusatz laserschweissen wäre die unbezahlbare „Profilösung“.
1) Bestimmt hochvergütet, und eventuell auch noch oberflächenhart. PMI ist eine gängige/bezahlbare Methode "im Feld"..... :hi:
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
Kannst die Schweissbarkeit prüfen in dem ein Stück Flachstahl stirnseitig mit MAG anheftest. Mit nem grossen Rollgabelschlüssel hin und her bewegen - dann merkst es schnell ;-)
2) Warum gerade MAG/136, und mit welchem SZW?
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
WIG würde ich nicht empfehlen wegen dem erhöhten Wärmeeintrag.
3) Beim Prüfen der Schweißbarkeit, bei einer möglichen Reparatur? Warum man hier von dem Schweißverfahren 141/WIG abrät erschließt sich mir nicht - bei kaum einem anderen Verfahren kann man das Schweißbad/Schweißneigung (auch ohne SZW) so gut beobachten/einschätzen. Der gerne prognostizierte höhere Wärmeeintrag düfte hier mehr als sekundär sein, speziell wenn man von 1) ausgeht
Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
Wenn es schweissbar ist, mit den Hz eher etwas höher gehen und die angeschliffenen Stellen aufpunkten. Die Schweisspunkte immer wieder anschleifen vor dem nächsten auftragen. Restrisiko besteht, deshalb...
4) Was soll Pulsen "mit etwas mehr Hz" hier erreichen ? Oder soll hier eine mögliche homogenisierung schwieriger Werkstoffe (Verfeinerung des Primärgefüges infolge Rührwirkung durch die Badschwingungen) gemeint sein? Das Ganze bei einem Teil von dem nicht mehr gerade viel von der Ursprungskontur übrig ist, bestehend aus einem Werkstoff gemäß Überlegung 1)? Eine geeignete Wärmeführung und Schweißfolge birgt hier m.E. wesentlich mehr Chancen auf Erfolg......

Rainer60 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 05:49
...würde ich es wie von Manfred vorgeschlagen - defekte Zähne entgraten und das Zahnflankenspiel möglichst gering halten. Mittels Distanzringen wie für Fräsdorne oder häufig in Elektromotoren verwendet (die meisten Kugellagerlieferanten haben solche Distanzscheiben an Lager), könntest so das Zahnflankenspiel einstellen.
5) Für die Übertragung der Leerlaufbelastung dürfte das "Restgetriebe" ggf. noch funktionieren - für mehr auch nicht.

Abhängig davon, ob das Gegenrad auch Treffer dieser Güte abbekommen hat bleibt m.E ein einzelner/paarweiser Austausch.
Eine fachgerechte Schweißreparatur der betroffenen Komponente (oder das, was davon übrig ist) inkl. Wärmebehandlung, aufpuffern, schweißen, Konturbearbeitung, Wärmebehandlung, ggf. Konturfertigbearbeitung dürfte den Aufwand/Kosten einer Einzelfertigung um einiges übersteigen.

Gruß

Georg
Wir leben in einer Welt, in welcher jeder den Preis der Dinge kennt, aber niemand ihren Wert.
(Oscar Wilde)

motor64.1
Beiträge: 2041
Registriert: Fr 17. Feb 2012, 22:28
Wohnort: Ö-Ost + Versandadresse in D
Austria

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von motor64.1 » Mi 10. Okt 2018, 21:00

So viele Möglichkeiten gibt es bei einem Landwirtschafts-Zahnrad nun auch nicht: EC80, Ck45 oder maximal 42CrMo4 :pfeif:
Grüße
Franz

Benutzeravatar
tillmann221
Beiträge: 503
Registriert: Mi 28. Dez 2016, 23:39
Wohnort: Bitburg
Germany

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von tillmann221 » Mi 10. Okt 2018, 22:10

Das sieht doch noch gut aus von vorne, einfach bissl glatt dremeln und gut
Gruß Tillmann

Immer am Limit!

JanD
Beiträge: 33
Registriert: Fr 30. Nov 2012, 11:30

Re: Kegelzahnrad reparieren

Beitrag von JanD » Mi 10. Okt 2018, 23:02

Hmm....
Gerhard hatte den richtigen Richer! Das es das Teil nicht gibt, sondern nur das ganze Getriebe war eine Aussage von meinem Nachbarn bzw. von seinem
Landmaschinenhändler. Muss zu seiner Ehrenrettung aber sagen das auf der Internetseite der Herstellerfirma auch nur komplette Getriebe angeboten werden.
Habe dann ganz einfach mal "old school" bei der Herstellerfirma angerufen... und ihr ahnt es, das Teil gibt es einzeln zu kaufen.
Die haben mir sogar die Artikelnummer genannt damit das Teil bei einem örtlichem Landmaschinenhändler bestellt werden kann.
Maschine kommt aus den Niederlanden.
Trotz alle dem Danke für eure Anregungen

Gruss Andreas

Antworten