Motorreparatur in Südamerika

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spinny
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Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von spinny » Di 9. Okt 2018, 12:39

Während meinem Aufenthalt in Südamerika habe ich einen Typen mit einer Werkstatt besucht. Er ist 28 Jahre alt und schon seit einigen Jahren selbständig. Ein Kerngeschäft hat er nicht. Hauptsächlich repariert er Motoren und was sonst noch so anfällt. Seine Werkstatt ist ganz simpel ausgestattet. Zwei Drehen, eine Säge, Bohrmaschine, Presse und einige Schweissmaschinen.

Im Video und auf den Fotos könnt ihr sehen wie er einen Motor mit verschlissenen Messinglagern repariert. Er macht das mit einem etwas speziellen weg. Deshalb ist dieser Post auch in der Bastelecke.

https://youtu.be/cpmNEjXaLFc
20180920_153226.jpg
Die Motorhüle besteht aus 3 Teilen. Der Rotor wird an drei Stellen gelagert. Hier sieht man eine der verschlissenen Messinglagerbüchsen.
Screenshot_20181009-120003_Video Player.jpg
Die Welle des Rotors wird rundum geschweisst. Diesmal sogar mit Schweisshelm.
Screenshot_20181009-120012_Video Player.jpg
20180920_153143.jpg
Danach wird die Welle abgedreht auf den Durchmesser der Messinglager. Diese sind durch den verschleiss grösser als normalerweise.
Screenshot_20181009-120209_Video Player.jpg
Der Durchmesser wird etwas grösser als das Messinglager gedreht. Danach nimmt er mit Schleifpapier noch etwas Material ab bis es in die Messingbüchse passt.
20180920_153628.jpg
Screenshot_20181009-123331_Video Player.jpg
Die Firma hat eigentlich gar keinen Namen. Das Schild zeigt nur was er so hat, Presse und Drehbank.
Screenshot_20181009-115825_Video Player.jpg
Passt:D
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FriesenSpan
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von FriesenSpan » Di 9. Okt 2018, 12:59

Vorbildlich: ohne Handschuhe an der Drehe :2up:
Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Know-How nicht ersetzen.

reloader
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von reloader » Di 9. Okt 2018, 13:01

Hallo,

man kann das nicht so genau erkennen, aber es sieht so aus, als ob der Schweißstrom über die Hauptspindellager fließt. Das ist wohl mit die schnellste Methode um Lager zu ruinieren.


viele Grüße

Edgar

TheBlackOne
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von TheBlackOne » Di 9. Okt 2018, 13:07

spinny hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 12:39
Er macht das mit einem etwas speziellen weg. Deshalb ist dieser Post auch in der Bastelecke.
Meinst du das Aufschweissen und Abdrehen? Finde ich persönlich nicht so speziell, das ist doch gängig?
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spinny
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von spinny » Di 9. Okt 2018, 13:12

TheBlackOne hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 13:07
spinny hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 12:39
Er macht das mit einem etwas speziellen weg. Deshalb ist dieser Post auch in der Bastelecke.
Meinst du das Aufschweissen und Abdrehen? Finde ich persönlich nicht so speziell, das ist doch gängig?
Wusste ich jetzt nicht. Ich hab das so noch nie gesehen. Verzieht sich das nicht beim Schweissen?
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von gerhard_56 » Di 9. Okt 2018, 13:16

Na ja, die Lagerluft wird ein wenig grösser, vertikal gleicht das der Schmodder auf dem Blett bestimmt ein wenig aus, horizontal kann man mit minimaler oder maximaler Zustellung tws. kompensieren, falls man zu viel abgetragen hat, kann man ja noch einmal aufschweissen. Das ist dann Berufserfahrung und durch nichts zu ersetzen :-D
Gruss
Gerhard
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von florian_ferien » Di 9. Okt 2018, 13:18

Servus,

ich frage mich eher warum er nicht neue Bronzelager dreht und diese dann einpresst, er hat doch ne Presse. :nixweiss:
Oder ist es schwer dort an Lagerbronze zu kommen?

Grüße
Florian
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von Stolle1989 » Di 9. Okt 2018, 13:49

florian_ferien hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 13:18
Servus,

ich frage mich eher warum er nicht neue Bronzelager dreht und diese dann einpresst, er hat doch ne Presse. :nixweiss:
Oder ist es schwer dort an Lagerbronze zu kommen?

Grüße
Florian
ruf doch mal an und frage Ihn :)
Viele Grüße aus der Braunschweiger Ecke
Lennart

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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von aleandreas » Di 9. Okt 2018, 14:02

florian_ferien hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 13:18
ich frage mich eher warum er nicht neue Bronzelager dreht und diese dann einpresst, er hat doch ne Presse. :nixweiss:
Oder ist es schwer dort an Lagerbronze zu kommen?
Das hab ich mich auch gefragt. Wenn die Lager eingelaufen sind sollte die Welle eigentlich nichts haben. Und neue Lager sind auserdem noch schneller gefertigt.

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spinny
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Re: Motorreparatur in Südamerika

Beitrag von spinny » Di 9. Okt 2018, 14:12

Stolle1989 hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 13:49
florian_ferien hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 13:18
Servus,

ich frage mich eher warum er nicht neue Bronzelager dreht und diese dann einpresst, er hat doch ne Presse. :nixweiss:
Oder ist es schwer dort an Lagerbronze zu kommen?

Grüße
Florian
ruf doch mal an und frage Ihn :)
Ja einfach in Google Maps nach torno und prensa suchen :-D
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