Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

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spansau
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von spansau » Mi 9. Okt 2019, 18:50

metallfunk hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 18:39
Was ich mir nicht erklären kann: Eine Differenz von 6 Zehntel zwischen Anfang und Ende (4000 mm Weg).
Der Tisch könnte kippen, Y-Führung locker, grundsätzlicher Geometriefehler, da müßte man den Übergang dann doch spüren.
Wie ist es denn, wenn Du den Tisch mit der Meßuhr abfährst?
Gruß
Max

metallfunk
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von metallfunk » Mi 9. Okt 2019, 19:20

Hallo Max,
der Fehler kann doch nur in der Z-Achse sein.
Erwärmung schließe ich aus, da nach einer Stunde (4000 mm handgekurbelt), die Maschine kaum
lauwarm wurde.

Das es mir den Tisch hochgezogen hat? Das Handrad hat sich nicht verändert.
Es bleibt nur Spannzange oder Phinole des Kopfes. Beides war bis zur Schmerzgrenze fixiert.

Tisch und Material wurden bei jedem Umspannen mit Staubsauger und Putzlappen gründlich gereinigt.

Bei dieser Aktion ist die Ungenauigkeit wurscht.
Aber eventuell beim nächsten mal nicht.

Ich bin da etwas ratlos.
Grüße Bernd
Zuletzt geändert von metallfunk am Mi 9. Okt 2019, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.

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spansau
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von spansau » Mi 9. Okt 2019, 19:27

metallfunk hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 19:20
der Fehler kann doch nur in der Z-Achse sein.
Wenn der Tisch wie eine Wippe oder Waage "über die Mitte kippt" und noch irgenwo etwas locker oder zuviel Spiel in der X-Führung ist, dann kann in "Z" alles noch so bombenfest sein.
Gruß
Max

metallfunk
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von metallfunk » Mi 9. Okt 2019, 19:34

Max,

der Weg über X ist einwandfrei. Das Problem ist: Nach zehnmal Umspannen ist der Fehler da.
Als ob da Jemand an Z gedreht hätte.

Allerdings ohne Stufe, sonder unmerklich.

Grüße Bernd

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Trutenpugel
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von Trutenpugel » Mi 9. Okt 2019, 21:29

Hallo Bernd :hallo: ,
ich schreibe jetzt mal, dass ich die Aufspannung nicht genial finde. Eher gegenteilig. :? Hast Du keinen Tischler in der Nähe? Der sägt aus einem Brett flink 2 solcher Federn: …
Rückschlagsicherung.JPG
… dann befestigt er die an seiner Formatsäge und sägt in weiteren 5 Minuten (wenn er sehr langsam ist) die 4 Kanten mit maximal 1 bis 2/10 Toleranz ab.
Das ändert zwar nichts an der Toleranz der Z- Achse Deiner Maschine, vereinfacht die Arbeit aber. :ideadev:

Grüße von Mario.
Unendlich steigt des Schlossers Kraft, wenn er sich seine Hebel schafft.

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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von gerhard_56 » Do 10. Okt 2019, 09:10

So wie Trutenpugel es beschreibt hätte ich das auch gemacht.

Ich verstehe Deine Angaben aber auch nicht ganz. Der Winkel ist 2000 mm lang und Du gibst eine Abweichung von 6/10 über 4000 mm an. Wie groß ist denn die Abweichung über 2000 mm und ist sie an jedem Schenkel gleich?

Ich bin mir sicher, dass der Tisch in der X-Achse etwas Spiel hat, d.h. er kann bei entsprechendem Überhang kippeln. 1/100 mm Spiel im Tisch würde ich für normal halten und beim vermessen stellt man das aufgrund der symmetrischen Tischbelastung eher nicht fest (es sei denn, man hebelt und kippelt an demTisch, habe ich aber so noch nicht gemacht).

Wenn man nun in der Mitte die Bearbeitung anfängt und jeweils 2 mal nach links und rechts umspannt, dann wären die Enden theoretisch um 2/100 dünner als die Mitte - fängt man an einem Ende an, dann summiet sich das auf 4-5/100 mm am anderen Ende.

Bleibt die Frage nach der restlichen Abweichung. Neben einer nicht gespannten Z-Achse und/oder nicht geklemmten Pinole könnten sich Fehler beim umspannen eingeschlichen haben und einen Verzug des Werkstücks durch Wärme könnte ich mir auch vorstellen, in dem Fall müsste aufgrund der unterschiedlichen Stabilität der Schenkel die Abweichungen unterschiedlich sein.
Viele Grüße, Gerhard

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tommydsa
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von tommydsa » Do 10. Okt 2019, 15:51

Nettes Beispiel an einer Duplex 58.... Werkzeugfräsmaschine

https://www.youtube.com/watch?v=7FF215Cjt00
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

THIEL Duplex 58, Gack H185, Genko TB, Opti D280, Opti F20, Güde MBS115, USM3. Bj.1948 - 2014

https://www.youtube.com/channel/UC7lpVs ... FOafZTjpBQ

metallfunk
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von metallfunk » Do 10. Okt 2019, 19:55

Die Differenz ist nicht zwischen den Umspannschritten, sondern erst am Ende der Aktion.
(7x Umspannen, mit gründlichem Putzen).

Genau das kann ich mir nicht erklären. Eventuell wird der Fräser doch unmerklich aus dem Futter gezogen?
Das ist Alu, juckt Fräser oder Maschine eigentlich nicht.

Wie schon angemerkt, hier ist das egal, aber eventuell kommt mal ein Teil...?

Natürlich wäre der Schreiner mit der Kreissäge die bessere Option gewesen.
Aber:

Der Schreiner um die Ecke macht nichts mehr mit Metall, nachdem ihm mal fast die Bude danach abgebrannt ist.
Der Nächste ist mehr als eine halbe Stunde weg.
Da kannst du auch locker eine Stunde rum machen.

Grüße Bernd

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tommydsa
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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von tommydsa » Do 10. Okt 2019, 20:27

Spannung im Material.....
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

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Re: Die Aufspannung des Tages. Wahnsinn oder Genial?

Beitrag von Europa » Do 10. Okt 2019, 21:46

Meine Aufspannung des Tages, bissl bohren:
20191010_132033 paint.jpg
20191010_132040 paint.jpg
Ja man hätte den Löffel sauber machen können und ja es gibt Anschweißlaschen im Austausch, hab ich erst gehört als es schon vorbei war :pfeif:


Gruß
Florian

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