Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

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Derhobbist
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Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von Derhobbist » Mi 25. Mär 2020, 16:55

Habe gerade einen alten ATB Drehströmer am Container aufgegabelt und mal durchgemessen.

Die Spulen und Sternpunkt zu PE haben keinen Durchgang (bis 2000K Ohm gemessen), bei den Spulen
haben zwei 15 Ohm und eine so 12-13 Ohm. Ehe ich den Anschließe oder gar jemandem weiter
gebe, wollte ich mal wissen, wie viel Abweichung man da überhaupt haben darf.

Denn ich stelle mir vor, dass der ja eigentlich drei genau gleiche Werte haben sollte.

Gibt es da eine maximale Abweichung?
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TheBlackOne
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von TheBlackOne » Mi 25. Mär 2020, 17:18

Hast du die Brücken auf dem Motorklemmbrett vor dem Messen rausgenommen?
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elmech
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von elmech » Mi 25. Mär 2020, 17:28

Hallo , ziehe mal das ganze Klemmenbrett nach von unten nach oben , jede Mutter! Miss die Wicklungen einzeln aus. Danach wieder Messen und das an sauberen Kontaktflächen. Müsste ziemlich ausgeglichen sein! Aber mann kann ja auch die Aufnahme Ströme messen die müssten dann gleich sein . Freundliche Grüsse Andi

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Old-Papa
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von Old-Papa » Mi 25. Mär 2020, 18:01

Hallo,
Widerstandsmessung an Motoren/Trafos usw. sind immer ulkig.
Wie schon geschrieben wurde, zunächst alles am Klemmbrett nachziehen und wenn möglich die Brücken rausnehmen.
Die drei Werte sollten relativ gleich sein.
Ich messe lieber mit einem Induktivitätsmessgerät, da zeigen sich eher Windungsschlüsse.

Old-Papa

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Derhobbist
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von Derhobbist » Do 26. Mär 2020, 19:28

Ok, Induktivitätsmesungen liegen bei meiner Ausrüstung komplett out of range.
Das kann ich selber nicht durchführen.

Aber zumindest das einzeln messen könnte ich versuchen.
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von TheBlackOne » Do 26. Mär 2020, 19:38

Wie immer gehst du nicht auf Fragen ein: Hast du die Brücken rausgenommen?
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von schwarzfuss » Do 26. Mär 2020, 19:49

Wicklungen gegen Masse mit einem 0815 Multimeter zu messen ist nicht sehr aussagekräftig.
Die Messungen sollten mit Nennspannung bzw. mit 500V durchgeführt werden.
Weiß ja nicht ob du in deinem Lehrbetrieb eine E-Abteilung hast?
Falls ja, frage einmal ob sie dir nach Feierabend ein "Megaohm" Testgerät mitgeben könnten und lasse dir
kurz die Messung eines Drehströmers erklären. Natürlich das Gerät am nächsten Morgen als erstes wieder zurückbringen.
Schön das ich noch einen alten "Kurbelinduktor 500V" habe !
Kole Feut un norden Wind gift ’n krusen Büdel unn’n lütten Pint.
Rundmache: Knuth SH150/610S (FU-Betrieb)
Flachmache: TITAN TM45FG

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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von Derhobbist » Fr 27. Mär 2020, 09:20

TheBlackOne hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 19:38
Wie immer gehst du nicht auf Fragen ein: Hast du die Brücken rausgenommen?
Ach, hab ich tatsächlich vergessen zu sagen.

Habe ich natürlich vorher herausgenommen.

Und um auf schwarzfuss einzugehen: Wir können da leider nichts ausleihen.
Da gab es wohl ein paar unschöne Erlebnisse. Hatte da nämlich auch schon dran gedacht.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich kein Dreiphasensystem im Haus liegen habe.

Aber könnte man die reine Funktion nicht auch stumpf mit einem Kondensator testen?

Also ob er überhaupt dreht, rund läuft usw.
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von Ruhla Fanboy » Fr 27. Mär 2020, 09:46

Wie hoch ist denn überhaupt die Auflösung des Messgerätes?
Messbereich 2000k hört sich nach eher günstigem 3,5 Digit Multimeter an.

Beim Messen relativ kleiner Widerstände hat man ja schnell Probleme mit Übergangswiderständen, welche die Messung verfälschen.
Fräsmaschine: Ruhla VRB 2243
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Re: Motor durchmessen wie viel Abweichung der Spulen?

Beitrag von gerhard_56 » Fr 27. Mär 2020, 10:05

Zu wissen ob der Motor läuft oder nicht ist ja ok. Der Aufwand, den Du ohne passende Messeinrichtungen treiben willst, steht aber in keinem Verhältnis zum ggf. höher erzielbaren Preis, da mMn Drehstrommotoren schon neu relativ preiswert sind (hängt nafürlich vom Modell ab) und gebraucht auch auf einem relativ niedrigen Preisniveau gehandelt werden.

An Deiner Stelle würde ich wie schon empfohlen die Muttern am Klemmbrett noch einmal nachziehen und dann die Widerstandsmessung wiederholen. Wenn sich dann die eingangs gemessenen Wicklungswerte bestätigen oder die Abweichung sogar kleiner ist, gehe ich davon aus, dass der Motor i.O. ist. Mit etwas Gefühl und einem guten Gehör kann man durch drehen/wackeln an der Welle auch grob abschätzen, ob ein Lagerschaden vorliegt oder nicht. Und dann würde ich das Teil als ungeprüft und ohne Garantie zum Kauf anbieten. Wenn Du sehr kulant sein willst, kannst Du ja bei nicht Funktion Rückgabe auf Kosten des Käufers anbieten und den Kaufpreis dann erstatten.

Wenn ich kein Drehstromnetz zum prüfen zur Verfügung hätte, käme ich im Leben nicht auf die Idee, da etwas mit Kondensatoren zu simulieren, denn das würde bei mir spätestens an den passenden Kondensatoren scheitern, abgesehen davon, dass man mit einer fliegenden Verdrahtung unter Netzstrom herum experimentiert und das nur, weil man wissen will, ob ein 20 oder 30 € Teil funktioniert oder nicht.
Viele Grüße, Gerhard


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