FU und FI, das leidige Thema

etech
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von etech » Mi 5. Dez 2018, 16:48

Wenn du die Steckdose ohne Fi betreiben willst musst du eine andere zugelassene Schutzmaßnahme (die für dein Versorgungsgebiet zugelassen ist) verwenden.
Die Schutzmaßnahme hängt aber von mehreren Faktoren (vorgeschaltetes Netz, Netzform, Schleifenwiderstand, Kabelquerschnitte, Absicherung, bestehende Anlage usw.) ab.
Ferndiagnose funktioniert sicher nicht.
Welche Schutzmaßnahme bei dir angewendet werden kann, kann dir dein Stromversorger oder Elektriker sagen.
Einfach eine Steckdose oder einen Festanschluss mit unbekannter Installation zu montieren, ohne die Anlage zu kennen, dazu wird kein Fachmann eine Auskunft geben können.
Gruß Werner

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Bastard
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Bastard » Mi 5. Dez 2018, 18:18

Ich habe bei mir allstromsensitive Rcd's verbaut, vor allem wegen der HF der großen Wig Maschine. Einen FÜR für die Bohrmaschine habe ich seit Jahren liegen, komme nur nicht dazu den zu verbauen :D

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Rainer4x4
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Rainer4x4 » Mi 5. Dez 2018, 18:31

PeterH hat geschrieben:
Mi 5. Dez 2018, 11:22
ich habe es gelöst durch eine seperate Leitung an die FUs nur mit Sicherung und ohne FI.
edison hat geschrieben:
Mi 5. Dez 2018, 12:29
Alternativ fest angeschlossen und ohne RCD - so läuft es bei mir
So läufts nun auch bei mir, Festanschluss ohne FI.
Gruß Rainer

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Bohrer111
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Bohrer111 » Do 6. Dez 2018, 06:42

Hallo,

Hatte auch so ein Problem, bei meiner Siloanlage für Getreide. Immer flog der FI Schalter raus (0,03 mA Type B) beim Ausschalten des Hauptschalters.
Das Problem ist seitden ich den Hauptschscahlter sehr schnell schalte und nicht zu zaghaft nicht mehr Aufgetreten.
Weiß jezt nicht obs Dir hilft, ob bei Dir der FI fliegt beim Einschalten der Spindel oder während des Schaltens des Hauptschalters...


Habe gerade nochmal deinen ersten Post gelesen, selbes Problem wie bei mir Hauptschalter aus Fi Raus

Grüße

Darko
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Darko » Do 6. Dez 2018, 08:30

Rainer4x4 hat geschrieben:
Mi 5. Dez 2018, 11:15
Den FUs sind Netzfilter vorgeschaltet, die Motorleitungen sind mit Ringkernen versehen und abgeschirmt.
Wie gesagt, der 30mA FI fällt NUR beim Abschalten!
Ich würde den Netzfilter probeweise trennen und den FU ohne den Filter testen. Möglich dass der Fi wegen der hohen Induktivität fliegt.

Schau in der Betriebsanleitung mal nach ob der Netzfilter überhaupt notwendig ist. Soweit ich weiß ist der hauptsächlich dazu da um Störungen bei Rückspeisung der Bremsenergie ins Netz zu minimieren. Man kann die Netzrückspeisung auch abschalten oder stattdessen einen Bremswiderstand verwenden.
Alle Angaben ohne Gewähr, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten.

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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Limbo » Do 6. Dez 2018, 08:32

Rainer4x4 hat geschrieben:
Mi 5. Dez 2018, 11:15
Seit ein paar Tagen betreibe ich meine Dreh-und Fräskombimaschine über FUs. Zwei Motoren, zwei FUs. Und jedes Mal beim Ausschalten des Hauptschalters fliegt der FI raus.
Fragen über Fragen
Die günstigste Lösung dürfte ein Netzschütz vor dem FU sein. :pfeif:
So werden alle FUs, die wir @work betreiben an- und abgeschaltet. Danach verzögert erst die Steuerspannung. Letzteres musst Du bestimmt nicht haben.
Du kannst einfach ein Schütz mit Selbsthaltung hinter den Hauptschalter setzen, und dieses Schütz über Ein- und Austaster steuern. Das kann man auch testweise in die Zuleitung basteln.

Hans
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Tech-Nik » Do 6. Dez 2018, 09:26

Um das Thema richtig zu stellen empfehle ich diese Seite:

https://www.demvt.de/publish/binarydata ... pke%20.pdf
Wenn mal jemand das von Werner (etech) verlinkte Dokument gelesen hätte, dann wäre die Geschichte mit dem schnellen Schalten des Hauptschalters schon bekannt. Bohrer111 hat genau das beschrieben: je nach Schalter kann es vorkommen, dass die Phasen nicht zeitgleich geschalten werden und dadurch der FI fälschlicherweise auslöst.
Netzfilter dienen dazu, Frequenzen die ins Netz gestreut werden zu minimieren. Man spricht wohl auch von Verseuchung des Netzes durch Fremdfrequenzen z.B auch durch EVGs in Energiesparlampen und elektronische Netzgeräte ( die ohne Trafo). Das ist ein immer größerwerdendes Problem.
Ich habe beispielsweise schon in einer Betriebsanleitung eines FU gelesen, dass er in Wohngebieten nur mit Netzfilter betrieben werden darf.
Das hat nix mit der Bremsenergie zu tun, die wird bei fehlen eines Bremswiederstandes im FU verbraten, zu Lasten der Lebensdauer.
Ich würde es mal mit einem schnellschaltenden vierpoligen Schalter oder einer Schützschaltung versuchen.

Gruß Dominik
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Nordwind BC » Do 6. Dez 2018, 09:29

Das Problem kenne ich und habe in meiner kleinen Werkstatt einen eigenen Verteiler installiert.
So kann ich, wenn ich möchte, auch mal ohne Fi ein paar Zuleitungen absichern.
Zurzeit, habe ich bei meinen FU’s (1Ph und 3 PH) einfach den Netzfilter tot gelegt und keinerlei Probleme mit diesem Thema.
Hans seine Idee, finde ich auch sehr gut, aber werfe ein Installationsschütz ins Rennen.
Das habe ich bei mir verbaut, um gewisse Bereiche vom Netz zu trennen (alles außer Heizung und Licht)
Dateianhänge
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DSC_0047.jpg (85.67 KiB) 191 mal betrachtet
Grüße Frank
Ich kann jetzt auch nur vermuten, was ich damit meine ....

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Rainer4x4
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Rainer4x4 » Do 6. Dez 2018, 13:30

Wie geschrieben, ich hab mir eine eigene Zuleitung ohne FI installiert. Allerdings grübel ich noch um die Erweiterung mit einem 300mA FI nach. Einfach nur um einen möglichen Körperstrom zu begrenzen, und somit rechtzeitig zu erkennen bevor alles kaputt ist.
ryven hat geschrieben:
Mi 5. Dez 2018, 11:24
Weil ein 300 mA ist ein Maschinen Fi der die Maschine schützt nicht den Benutzer.
Gruß Rainer

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Ruhla Fanboy
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Re: FU und FI, das leidige Thema

Beitrag von Ruhla Fanboy » Do 6. Dez 2018, 14:18

Erweiterung mit einem 300mA FI nach. Einfach nur um einen möglichen Körperstrom zu begrenzen,
Ob 30mA oder 300mA spielt doch keine Rolle. Beide können mit Gleich-Fehlerströmen Probleme bekommen.
Fräsmaschine: Ruhla VRB 2243
Drehmaschine: Paulimot PM 2700
Sägemaschine: Paulimot BS-712GR

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