Eine Uhr von 1890

Alles was nicht fertig ist hier rein.
metallfunk
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Eine Uhr von 1890

Beitrag von metallfunk » Mo 27. Apr 2020, 19:15

Eigentlich wollte ich schon immer so ein unnützes Spielzeug im Wohnzimmer.
Nun hat es geklappt. Eine "Seybold" von 1890.

Grundsätzlich vorhanden, einige Fehlteile, damit der Bastelspaß nicht aufhört.

Fehlteile:

Unter Hälfte Holzpendel, Pendellinse, Pendelfedern.
Auslöserolle am Pendel, Ein Windflügel des Zwischenaufzuges.

Aufzugsschlüssel, Seile, Gewichte.
Untergestell und originale Farbgebung.

Ganz großer Mist: Die Schlossscheibe fehlt beim Stundenschlagwerk. ( Das ist die "Festplatte", damit das Schlagwerk auch
richtig schlägt).

Also alles machbar ;-)

Hier ein Video der speziellen Hemmung:
https://www.youtube.com/watch?v=ZB67IppowqE

Viele Grüße
Bernd
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100_8314.JPG
100_8315.JPG

vm@flinux
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von vm@flinux » Mo 27. Apr 2020, 20:00

Cooles Ding!
--
Grüße aus dem Havelland
Volker

metallfunk
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von metallfunk » Mo 27. Apr 2020, 20:09

Hier ein fast baugleiches Mannhardt-Werk im Wohnzimmer tauglichen Zustand.

Bild von der deutschen Gesellschaft für Chronologie.
Und über die Farbe könnte man streiten.


Grüße Bernd
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abb37_muff Mannhardt.jpg

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Harald F.
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von Harald F. » Mo 27. Apr 2020, 20:13

Guten Abend,

wunderbares Teil. :2up:
Sogar meine Frau findet das Ding toll! ;-)

Auch das Video ist gut. Bei der Grösse erkennt man sogar, wie es funktioniert.

Viele Grüße
Harald
owl weighs lock add tea bride sight off live :pfeif:

metallfunk
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von metallfunk » Mo 27. Apr 2020, 20:38

Die Ähnlichkeit der Gussteile bei Mannhardt und Seybold ist extrem.

Es gibt kleine Unterschiede bei der Hemmung. Da Seibold (Landau, bay. Pfalz) auch länger bei Mannhardt (München)
gearbeitet hat, gab es wohl Gemeinsamkeiten.
Google sagt mir, dass Seibold seine Turmuhrenfabrik in Annweiler hatte.
Das wird sich noch klären.

Viele Grüße
Bernd

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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von Schaubliner » Mo 27. Apr 2020, 21:02

Hallo Bernd,

das ist aber ein schönes Teilchen!! :2up:
Die Hemmung finde ich sehr interessant !!
Viel Spaß damit und mit der Restauration!

Und natürlich gefällt mir (als Mann aus der Pfalz) zu erfahren, dass man in Landau und Annweiler so schöne Uhren gebaut hat :freu:
Da sind wir nur 30km auseinander!

Gruß
Hans

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Brunke
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von Brunke » Mo 27. Apr 2020, 21:16

Schönes Werk mit interessanter Hemmung. Dafür bekäme ich niemals eine Freigabe fürs Wohnzimmer. Nichtmal als Uhrmacher und weil meine Frau weiß wie laut die Dinger ticken. Willst Du der Uhr auch ein Zifferblatt verpassen?

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AlterRost
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von AlterRost » Mo 27. Apr 2020, 21:23

Find ich klasse!
Leider bekomme ich für so ein Schmuckstück nie eine "Baugenehmigung" fürs Wohnzimmer.
Meine Frau duldet nur meine kl Taschenuhren :heul:
Haben aber auch schöne Technik im Inneren.....
Viele Grüße Franky
"Was man schweissen kann ist noch nicht kaputt"

http://www.technik-raritaeten.de

Micha321
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von Micha321 » Mo 27. Apr 2020, 21:28

Ein cooles Teil.
Ich machen nebei auch "Turmuhr".
Jede Woche auf den Kirchturm klettern , aufziehen und ölen und putzen und machen.
Uns sichen freuen wenn der Glockenschlag genau zum peep peep im Radio ertönt. :-D

metallfunk
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Re: Eine Uhr von 1890

Beitrag von metallfunk » Mo 27. Apr 2020, 21:47

Mit Taschenuhren hat es bei mir angefangen. Taschenuhren, besonders Chronografen und Stoppuhren sind immer noch die
Leidenschaft.

Aber, es schmuggelt sich doch immer ein interessantes Teil dazwischen.

Z.B. ein GUB-Schiffschrono als elektronische Variante. Wunderbare frühe Quarzuhr.

Oder eine spezielle Mutteruhr für Segelregatten.
Einzelstück für den Segelclub Del Ray in L.A. in Amerika. Mechanische Digitalanzeige mit Zehntel und Hundertstelstunden, 12 Volt Batterie,
und als Uhrwerk einen Betriebsstundenzähler für Flugzeugtriebwerke.

Dann hätte ich noch eine feine Holzkiste aus Berlin, stammt vom Anfang der Fünfziger.
Inventarnummer der Hochschule für Verkehrswesen.
Darin gibt es feine Elektromechanik (6 V Technik) ein Zählwerk und eine konventionelle Stoppuhr.
Der Verwendungszweck war nicht so leicht zu ergründen, aber Nachdenken hilft.
Das war die Auswerteeinheit eines "Peiselerrades".

Viele Grüße
Bernd

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