Instandsetzung ABA350

Alles was nicht fertig ist hier rein.
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Dietrich
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Instandsetzung ABA350

Beitrag von Dietrich » Di 13. Aug 2019, 18:37

Hallo Liebe Zerspaner,
um im Unterforum "Hersteller" jetzt nicht völlig Off-topic zu gehen, stelle ich hier mal mein aktuelles Projekt vor, die INSTANDSETZUNG meiner ABA 350 Flachschleifmaschine.
Das Teil habe ich verhältnismäßig günstig bekommen, wobei mich eigentlich vor allem die Staubabsaugung mit dem Staubabscheider interessiert hat. Der sorgt jetzt nämlich für staubfreien Betrieb meiner Werkzeugschleifmaschine und meines Bandschleifers und soll dann, wenn sie fertig ist, auch die ABA wieder absaugen.

Die Maschine war runter, aber nach meinem oberflächlichen Ersteindruck zumindest für einen Rettungsversuch gut. Mir ging es dabei vor allem um das Lernerlebnis. Wenn es scheitert - auch gut.

Hier mal ein Bild, wie sie zuerst in meiner Werkstatt stand. Sieht ja erstmal ganz passabel aus, kann man denken.

Unbenannt.png
Ich habe sie zuerst zu putzen begonnen und bin dann tief in den Kaninchenbau hinabgestiegen. Das war aber auch bitter nötig, weil die Maschine extrem verdreckt war und an Stellen knirschte, wo sie eben absolut nicht knirschen darf.
GOPR1165.JPG
G0010635.JPG
GOPR1164.JPG
Wie gesagt habe ich mit der Staubabsaugung angefangen, wo die Verschmutzung auch extrem war. Aber das Ergebnis sieht jetzt ganz passabel aus.
3.png
4.png
5.png
2.png

Dann habe ich die Maschine zerlegt und nach Tiefenreinigung angefangen zu spachteln und zu primen.
6.png
GOPR1162.JPG
GOPR1163.JPG
Die fragliche Spindel ist diese hier:
GOPR1166.JPG
GOPR1167.JPG

Ich finde, die kann man machen. Mitlaufende Lünette ist klar, aber dann wäre ich mit einer gedrehten schon zufrieden.


Danke fürs Anschauen. Wenn ihr Tips habt, freue ich mich.


Liebe Grüße,
Dietrich
Ich habs halt mal versucht...

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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von ferze001 » Di 13. Aug 2019, 21:51

joah, die ist ganz offiziell ordentlich eingelaufen. was verlangen die denn für eine neue?

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opa12
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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von opa12 » Di 13. Aug 2019, 22:18

Da noch original Teile zu bekommen wird nahezu unmöglich. Für die alten ABA's gibts im Regelfall nix mehr.

Hersteller https://www.elb-schliff.de/
und deren Werkservice https://www.elb-schliff.de/

Bg Franz

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Oliver M
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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von Oliver M » Di 13. Aug 2019, 22:26

Hallo Dietrich

Hat die eine Wälz oder Gleitlagerspindel ?

Gruß Martin
Früher war alles:
A: besser B: aus Holz C: mit Schlitzschrauben

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Dietrich
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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von Dietrich » Mi 14. Aug 2019, 08:06

ferze001 hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 21:51
joah, die ist ganz offiziell ordentlich eingelaufen. was verlangen die denn für eine neue?
Also ABA hat sich natürlich weiterentwickelt und solche "analogen" Maschinen nicht mehr im Programm. Eine neue, die für mich infrage gekommen wäre, wäre eine der Firma Knuth gewesen, die neu für gut 5000,- zu haben gewesen wäre, was mir im Moment nicht sinnvoll erschien. Für diese Ruine habe ich 700,- bezahlt. Dafür kriege ich sie auch wieder los, wenn es mal sein soll. Da ich lediglich Kunstschlosser gelernt habe und mir die Maschinenbau-/Mechanikerkenntnisse jetzt erst nach und nach als Hobby und zum Spaß aneigne, finde ich so ein Ding als Lernprojekt ganz gut. Wie heißt es so schön: "Erst wenn Du es reparieren kannst, gehört es ganz Dir."

Schon jetzt habe ich ziemlich viel verstanden, worauf ich in Zukunft beim Kauf so einer Maschine achten würde :imstupid:
Oliver M hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 22:26
Hallo Dietrich

Hat die eine Wälz oder Gleitlagerspindel ?

Gruß Martin
Die hat eine Gleitlagerspindel - also eine mit nachstellbaren Bronzelagern. Die läuft anscheinend auch noch ruhig und ohne Probleme, weil sie auf den ersten Blick immer gut geschmiert und gewuchtet betrieben wurde. Das war das einzige, was ich beim Kauf wirklich geprüft habe. Ein größeres Problem sind die Gleitbetten des Obertisches. Da ist wegen der mangelnden Pflege scheinbar Abrieb der Scheibe draufgekommen und hat dort ein Werk der Zerstörung hinterlassen.
Dreck.png
opa12 hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 22:18
Da noch original Teile zu bekommen wird nahezu unmöglich. Für die alten ABA's gibts im Regelfall nix mehr.

Hersteller https://www.elb-schliff.de/
und deren Werkservice https://www.elb-schliff.de/

Bg Franz

Ja, das Problem hat man ja bei nahezu allen "Vintage"-Maschinen. Aber mir geht es auch darum, soviel wie möglich daran selbst zu machen, auch wenn das Ergebnis dann vielleicht suboptimal ist. Für den Link danke ich Dir aber schon einmal sehr, ich werde dort mal mein Glück probieren. :goodpost:
Ich habs halt mal versucht...

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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von Dietrich » Fr 16. Aug 2019, 20:50

ferze001 hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 21:51
joah, die ist ganz offiziell ordentlich eingelaufen. was verlangen die denn für eine neue?
Ich glaube, ich habe Dich falsch verstanden. Du meintest wahrscheinlich eine neue Spindel, oder?
Elbschliff hat mir heute geantwortet. Die wollen mit Mutter 2500,- :muahaha:

Ich weiß nicht ganz, wo die leben :nixweiss: Nach dem Einschaben der Gleitbetten habe ich dann nicht mehr gefragt.
Liebe Grüße, Dietrich
Ich habs halt mal versucht...

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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von Oliver M » Fr 16. Aug 2019, 21:27

Frag mal bei Schmitz Gewindetechnik.

Gruß Martin
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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von opa12 » Fr 16. Aug 2019, 21:36

Dietrich hat geschrieben:
Fr 16. Aug 2019, 20:50
Die wollen mit Mutter 2500,- :muahaha:
die Spindel wird wohl gehärtet und geschliffen sein, plus die möglichst spielarm angepasste Mutter kommt schon was zusammen.
Aber 2500 sind trotzdem ein stolzer Preis.
Für deine Anwendung wird wohl eine gewirbelte reichen.

Und die Führungen schaben,da sind 50Std weg wie nix und je nach Verschleiß und Genauigkeitsanforderung 100Std auch schnell beisammen :-)

Bg Franz

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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von Dietrich » Sa 17. Aug 2019, 07:16

opa12 hat geschrieben:
Fr 16. Aug 2019, 21:36

Und die Führungen schaben,da sind 50Std weg wie nix und je nach Verschleiß und Genauigkeitsanforderung 100Std auch schnell beisammen :-)

Bg Franz
Ja, bei meinen Bahnen auf jeden Fall. Bei den Preisen absolut ausgeschlossen. Nun ist das Teil zerlegt und mich juckts schon in den Fingern das selbst zu machen. Aber die Geometrie ist leider sehr komplex und schwierig zu messen - wozu mir auch die Messwerkzeuge fehlen. Aber es wäre schon ein nettes Lernfeld...
Hast Du sowas schon einmal gemacht? Dein Profilbild spricht irgendwie dafür ;-)
Ich habs halt mal versucht...

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Re: Instandsetzung ABA350

Beitrag von opa12 » Sa 17. Aug 2019, 12:41

Dietrich hat geschrieben:
Sa 17. Aug 2019, 07:16
Hast Du sowas schon einmal gemacht? Dein Profilbild spricht irgendwie dafür ;-)
Mein Bruder und ich verdienen unser Geld damit :-) siehe Signatur
Und die Doppel V Führung der Querachse ist kein gutes Beispiel zum Anfangen. Das ist geometrisch am schwierigsten.

Kannst aber gerne im Optober zu uns zur Schaberschulung kommen, 1 Platz in Kw44 ist noch frei.

Bg Franz

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