Dahon Faltrad Gelenk ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Alles was nicht fertig ist hier rein.
werckler
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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von werckler » Mi 8. Aug 2018, 16:45

nockenfräser hat geschrieben:
Mi 8. Aug 2018, 15:50
Die Buchsen, sind die wirklich gehärtet? Hast Du das geprüft?
Normalerweise ist das vulgärer Baustahl.
H.
Und wenn nicht was dann? Sie machten den Eindruck als wären sie gehärtet, aber geprüft habe ich es nicht.
Gruß Florian
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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von werckler » Mi 8. Aug 2018, 17:12

Helix hat geschrieben:
Mi 8. Aug 2018, 12:29
Schau ob es das auch im 10ml Gebinde gibt, du brauchst ja nur vier fünf Tropfen insgesamt.
Mist. Nur als 50ml zu haben gemäß Google.
Gruß Florian
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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von werckler » Mi 12. Sep 2018, 08:37

Hallo zusammen,
heute bin ich endlich mal wieder dazu gekommen das Fahrrad auseinander zu nehmen. Auf dem Video kann man gut sehen wo das Problem ist.
https://youtu.be/9_0N-T9krB0

Ich habe bei DIAMANT Metallplastic GmbH mal den Preis angefragt:
Polymer-Vergussmasse DWH 310P #0442: 0,5 kg 37,29€ + MwSt. ⁩
Tennmittel #1354: 0,5 L 26,78 €+ MwSt.
8,50€ Versand und 10€ Mindermengenzuschlag kommt auch noch dazu.

Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich mit diesem Zeug in die kleinen Spalte rein komme, das ganze dann tragfähig ist und wie ich das so sauber eingefüllt kriege, dass nachher nichts übersteht und das Gelenk behindert.

Wenn jemand Erfahrung mit dem Polymer gemacht hat bin ich dankbar für Hinweise bevor ich es für knapp 100€ bestelle.

Hier noch mal die Anwendung des Polymers von Stefan Gotteswinter:
https://youtu.be/U7Qs-J2swIc
Gruß Florian
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gerhard_56
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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von gerhard_56 » Mi 12. Sep 2018, 09:35

Stefan hat mit dem Polymer einen bedeutend grösseren Spalt gefüllt als er bei Dir vorliegt, deshalb gehe ich davon aus, das das bei Dir mit dem Polymer nicht funktioniert. Ich hatte weiter oben auf Loctite 660 verlinkt bin mir nachdem ich das Video gesehen habe nicht sicher ob Du das brauchst. Nach meiner Einschätzung würde auch Loctite 638 gehen, das gibt es im 10 ml Gebinde für rund 12 €.
Am besten stöberst Du einmal im anhängenden Dokument, da sind die verschiedenen Loctiteprodukte und Problemlösungen gut beschrieben, ich denke da gibt es auch andere Firmen die so etwas anbieten, am besten einmal selber im I-Net etwas suchen.
Gruß
Gerhard
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1804803582_Wellenhandbuch.pdf
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Viele Grüße, Gerhard

zuendler
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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von zuendler » Mi 12. Sep 2018, 10:06

Es gibt das grüne Loctite "Hochfest", was damit verklebt wurde bekommt was kaum mehr auseinander. Ausser halt heiss machen.
Das Zeug ist dünnflüssiger als das blaue normal feste und geht in enge Ritzen rein.
Hätte aber auch bedenken ob es nicht unten raus läuft und das ganze Scharnier verklebt. Naja, muss halt alles zerlegt werden und nur den Bolzen durch um die Buchsen in der Flucht zu halten. Was unten rausläuft gleich abwischen.

Alternativ würde ich zwei Messingbuchsen machen die man einpressen kann. Innen eine Bohrung die etwas zu eng ist. Nach dem Einpressen beide am Stück aufbohren und durchreiben damit die Flucht passt. Ich glaube nicht, dass man hier gehärtete Buchsen braucht, das ist ja nur ein Scharnier, soviel Abrieb gibt´s da nicht wie bei einem Radlager.

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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von ducfieber » Mi 12. Sep 2018, 12:12

Hallo,

ich hätte zwei Grundgedanken.

1 wie Kriegsentscheidend ist es überhaupt im gespannten Zustand? Macht es sich im Betrieb überhaupt bemerkbar? (Sorry nicht alles gelesen) Wenn nicht so lassen u fahren.

2 Mein Lösungsweg. Aufbohren u denn fertige Gleitbuchsen einpressen. Wird nur nen Appel u nen Ei kosten. Die Gleitbuchsen gibt es in etlichen Größen u Toleranzklassen.

2b finde ich noch cooler. Originalteile Aufreiben u neuen bolzen drehen. So nimmt man am wenigsten Material ab u alles selbst lösbar.

Gruß
Torsten

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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von werckler » Mi 12. Sep 2018, 20:27

Das Rad wackelt ordentlich am Gelenk und hoppelt auch ein bisschen beim Bremsen. Daher meine Motivation das ganze in den Griff zu bekommen.

An Aufreiben hatte ich auch schon gedacht. Ich mache mir aber Sorgen dass das ganze hinterher nicht mehr fluchtet. Aber wenn ich die beiden Teile gut ausrichte und von oben (also im Video von Oben) vorsichtig mit der Reibeahle reingehe, sollte sich eigentlich alles zentrieren, oder? Inzwischen glaube ich auch nicht dass ich dann gehärtete Buchsen einsetzen muss. Die könnte ich also problemlos aus Messing selber fertigen.
Ich frage mich aber gerade warum nicht eine durchgängige massive Achse von unten eingeschoben wird das wäre doch viel einfacher als zwei separate Buchsen mit Bohrung und dem Stift dazwischen.
Gruß Florian
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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von werckler » Mi 12. Sep 2018, 20:53

Ich bin mal mit dem Innenmikrometer an die ausgeschlagenen Bohrungen rangegangen. Die Büchse hat 9,98 mm und das größte Loch hat 10,12 mm. D.h. also wenn ich auf 10,3mm aufreibe, sollte alles wieder einigermaßen spielfreu sein. Könnte ich da auch diese Maschinenreibahle von Hand hernehmen:
https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre ... 2820110668
Dazu gehört dann natürlich die passende neue Messingachse.
Ich vermute, dass die jetzt Achse (also die zwei Buchsen meine ich) zweigeteilt ist, da sie ursprünglich in dem hinteren Teil des Fahrrads eine Presspassung hatte und in dem vorderen als Scharnier lief. Das kann mir aber eigentlich ziemlich egal sein oder?
Gruß Florian
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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von Jan » Mi 12. Sep 2018, 21:27

Hier, keine 10 Sekunden gebraucht um kleine Gebinde zu finden

https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre ... 2999362301

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Re: Dahon Faltrad Gelen ausgeschlagen. Reparatur möglich?

Beitrag von werckler » Mi 12. Sep 2018, 21:44

Danke für den Link. Das ist aber nicht das weiter oben empfohlene 660, richtig? Kann das von Dir vorgeschlagene Spalte von 0,14mm wohl "stopfen"?
Leider sind ja beide Bohrungen ausgeschlagen und wenn ich die Buchsen oder Bolzen (wie auch immer) mit Loctite einklebe, kann ich das Rad hinterher nicht mehr Falten. Oder gibt es für das von Dir vorgeschlagene Loctite auch ein potentes Trennmittel?

Das mit dem Aufreiben und der neuen Achse find ich eigentlich ganz robust und es klingt je mehr ich drüber nachdenke machbar. Habe auch schon gelesen, dass man mit der Maschinenreibahle auch mit ner einfachen Standbohrmaschine und Handführung der Teile gute Ergebnisse erzielen kann. Alu ist da ja auch nicht so schwer zu zerspanen besonders wenn es Um weniger als 2/10 mm geht.

Danke für Eure Gedanken.
Gruß Florian
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