Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Xcom
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Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von Xcom » So 20. Okt 2019, 21:49

Hallo Forum.

Hat schon jemand von euch mit Verbundmörtel Bolzen an einer Beton-Decke eingeklebt?

Die ganzen Infovideos sind immer nur an Wänden.

Die frage ist ob das Zeug da nicht wieder raustropft wegen der Schwerkraft?

Möchte in meiner Garage einen Kranhimmel befestigen und finde hierzu recht wenig Informationen.
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glenn
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von glenn » So 20. Okt 2019, 21:58

An der Decke verklebt habe ich zwar noch nicht, aber der Injektionsmörtel ist derart cremig, da tropft nix. Größte Schwierigkeit ist die Gewichtskraft der Gewindestange. Den Bolzen eine Viertelstunde festzuhalten macht sicher keinen Spaß. Vlt. mit einer Gipskartonstütze stützen.

Metallspiisä
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von Metallspiisä » So 20. Okt 2019, 22:14

Da würde ich zu Spreizdübel tendieren, wenns ne Betondecke ist... gruss

mikromeister
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von mikromeister » So 20. Okt 2019, 22:29

Das geht beides und hält problemlos.

quakicool
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von quakicool » So 20. Okt 2019, 22:35

Habe im Keller zwei Anschlaganker mit je 2 Hilti Klebedübel und Gewindebolzen M10 an Betondecke befestigt. Ich hebe damit unter Zuhilfenahme zweier Kettenzüge meine Mikron WF2 die auch fast eine Tonne wiegt. Keine Probleme. Das Harz ist mir nicht rausgelaufen, ich habe diese Glasröhrchen benutzt.

Gruss Michi
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Ikosaeder
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von Ikosaeder » So 20. Okt 2019, 22:40

Wichtig ist nur, ein für gerissenen Beton zugelassenes Ankersystem zu verwenden, da dieser Zustand an der Unterseite bewehrter Betondecken im Normalfall angenommen werden muss. WÜRTH, Fischer oder HILTI haben da durchaus brauchbare Produkte für jeden Anwendungsfall.
MfG,
Philipp
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ohjaa
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von ohjaa » So 20. Okt 2019, 23:25

moin moin
wenn beton heisst das zauberwort hilti hit damit haben wir fast jeden tag zu tun.
damit kleben wir zum beispiel nachträglich nicht schalbare eisen ein.
oder gern auch mal vergessene anker und heben dann die tonnenschweren platten von der schalung 2 stunden nach dem verkleben.
also kein thema.
da brauchste auch keine 2 min den anker in der decke halten das zeugs reagiert sofort.

in diesem sinne fröhliches kleben
aber bitte keine glatten eisen einkleben grins

mfg

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schubidu
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von schubidu » Mo 21. Okt 2019, 07:06

Xcom hat geschrieben:
So 20. Okt 2019, 21:49
...
Möchte in meiner Garage einen Kranhimmel befestigen und finde hierzu recht wenig Informationen.
ich würde da mit bedacht vorgehen.

dübeltechniken sind sehr komplex.
da gibt es ganze bücher drüber, in denen zu jeder art von beton bzw stein und allen möglichen anwendungsfälle andere dübel zur verfügung gestellt werden.

der beton deiner garage (fertigteil neben dem haus, oder ins haus integriert) ist für den bau einer garage, bzw. eines wohnhauses ausgelegt.
da wird anders gearbeitet bzw. verarbeitet bzw. berechnet als wenn es eine fabrikdecke wäre auf der oben drüber mit schweren lasten zu rechnen ist.

wenn du sowas machst, geh lieber mit größeren sicherheiten dran als es auf den datenblättern steht.
oder (ich kenne deine garagenhöhe nicht), such dir eine montageart an den wänden (vielleicht auch in kombination). die bolzen an den wänden sind dann nicht auf zug, sondern eher auf scherung belastet.

K-Mehl-Treiber
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von K-Mehl-Treiber » Mo 21. Okt 2019, 07:45

Moin,

bitte zu jedem Dübelsystem das Datenblatt beachten.
Viele Systeme sind nicht für wechselnde Lasten, wie sie an Krananlagen auftreten können, ausgelegt. :schlaumeier:

SG
Markus

FriesenSpan
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Re: Injektionsmörtel/Verbundmörtel an Decke. Kranhimmel

Beitrag von FriesenSpan » Mo 21. Okt 2019, 09:36

Beim Lesen des Threads kam mir "techn. Daten" in den Sinn,
und siehe da ... ich bin nicht der Einzige. :handshake:

Als selbständiger Handwerksmeister bin ich es gewohnt,
Verantwortung für meine Verbrechen zu übernehmen.
Daher habe ich keine Probleme, die technische Abteilung
des jeweiligen Herstellers zu nerven.
Dabei hatte ich immer (!) den Eindruck, dass die Leute
froh sind, ihre Produkte verlässlich erklären zu dürfen.

Da gibt´s dann auch mal Tipps, wie man Dübelaufgaben,
die nicht im Labor statt finden ohne Bedenken realisiert.
Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Wissen nicht ersetzen.

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