Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

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Stolle1989
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von Stolle1989 » Di 30. Jun 2020, 07:29

Wenn meone Erinnerung richtig liegt werden die Brembo P08 Zangeit M10 Schtaubem befestigt, also hat per Auge auch das Gelebkauge M10.

Macht bei der Strebe über den Daumen 17mm Durchmesser, was aich zu den Proportionen der Hand passt, es sei denn er hat ganz winzige Händchen.

Durchgehend mit dem Kernloch Durchmesser rechnen wird auch nichts, es sei denn die Stange hätte genau auf ihrer Mitte diesen Durchmesser.
Schwieriger zu rechnen wirds wenn die Stange sen Belastungsfall angepasst ist und von der Mitte aus zu den Enden hin konisch verläuft.

Aber gut, es bleibt die hontere Alibi Bremse, klar kann man da num gant viel rechnen und belegen oder man macht am Ende ein paar Versuche und bessert ggf nach.
Selbst wenn die Gelenkköpfe gleich bleiben kann die Stange ruckzuck das doppelte an Druckkraft ab wenn sie anders ausgelegt wird.


Und wenn Jemand sowas am Motorrad aus Stahl fertigen will sollte er lieber bei Landmaschinen bleiben oder sich im "Bobber" Segment etablieren.


Achja, einer der größten Würfe, die RC30, hatte auch eine auf Druck belastete Strebe, bzw. Zwei, eine kurze auf Zug und eine Lange auf Druck.
Viele Grüße aus der Braunschweiger Ecke
Lennart

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Booze
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von Booze » Di 30. Jun 2020, 08:36

mfro hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 00:55

Auf Zug belastet hält das Ding aus einigermassen anständigem Stahl 40KN aus (also mehr als mehr als 6 mal so viel bei den oben angenommenen Massen).
Muss sie doch gar nicht, da sowieso kaum Kräfte auf so eine Bremsmomentabstützung wirken.
Bei Bremseinwirkung tritt ja kein sofortiger Reibschluss zwischen Bremsbelägen und Scheibe ein, sondern eine Hysterese/Verzögerung der Krafteinwirkung.
Kommt es trotzdem zum Reibschluss zwischen Bremsbelägen und Scheibe, kommt wieder die Hysterese ins Spiel zwischen Gummi/Reifen und Bodenbelag, also wieder kaum Belastung für die Bremsmomentabstützung.
Gruß Viktor

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mfro
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von mfro » Di 30. Jun 2020, 08:55

Stolle1989 hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 07:29
Achja, einer der größten Würfe, die RC30, hatte auch eine auf Druck belastete Strebe, bzw. Zwei, eine kurze auf Zug und eine Lange auf Druck.
Das stimmt.

Die hatte in der Mitte ein in der Schwinge gelagertes Gelenk mit einem (per Auge geschätzt etwa 3:1 übersetzten) Umlenkhebel, was erstens die auf Druck belastete Strebe deutlich kürzer macht und zweitens die Druckkräfte (entsprechend der Hebelübersetzung) im auf Druck belasteten Teil entsprechend reduziert. Bezüglich der Knickbelastung m.E. unkritisch.

Ziemlich aufwendige Konstruktion, aber diesbezüglich ungefährlich. Selbst wenn dort die Druckstange bräche (was sie aus o.g. Gründen nicht tut), hinge die Bremse immer noch am (dann eben voll ausgelenkten) Zugteils des Gelenks, kann also nirgends hin.

Mit dem, was wir beim Japaner im Video sehen nicht vergleichbar.

Heisti
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von Heisti » Di 30. Jun 2020, 09:06

RC30 durfte ich mal ein Wochenende fahren. Werksmaschine, die von einem Händler zum nächsten ging. Muss so 1993 gewesen sein. :freu:

mfro
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von mfro » Di 30. Jun 2020, 09:21

Booze hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 08:36
Muss sie doch gar nicht, da sowieso kaum Kräfte auf so eine Bremsmomentabstützung wirken.
Bei Bremseinwirkung tritt ja kein sofortiger Reibschluss zwischen Bremsbelägen und Scheibe ein, sondern eine Hysterese/Verzögerung der Krafteinwirkung.
Kommt es trotzdem zum Reibschluss zwischen Bremsbelägen und Scheibe, kommt wieder die Hysterese ins Spiel zwischen Gummi/Reifen und Bodenbelag, also wieder kaum Belastung für die Bremsmomentabstützung.
Huh? Unsinn. Von einem Motorradfahrer hätte ich mehr erwartet.

Es ist zwar richtig, dass die hintere Bremse im Vergleich zur vorderen (durch dynamische Radlastveränderung) deutlich geringere Kräfte aushalten muss, aber die physikalischen Gesetze gelten auch da: Fr = µ * Fn. Ein anständig aufgewärmter Reifen erreicht auf griffiger Strasse einen Reibwert von bis zu 1, also entsteht (unabhängig von der Geschwindigkeit) ein maximales Bremsmoment entsprechend der Radlast (das sich entsprechend der Hebelgesetze Reifenhalbmesser x Anlenkpunkt-Halbmesser in eine entsprechende Druckkraft umrechnet). Daran ändert auch das Erfinden von "Hysteresen" nichts.

Das ist aber noch nicht alles: die hintere Bremse muss zusätzlich die im Hinterrad (+ im schlimmsten Fall die des gesamten Antriebsstrangs) gespeicherte Rotationsenergie "vernichten" können. Und die ist bei einem schnellen Motorrad bei hoher Geschwindigkeit nicht unerheblich.

mospo27
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von mospo27 » Di 30. Jun 2020, 10:03

...aber wir sind uns einig:
Die Nabe ist großartig gefertigt und mit einem tollen Video dokumentiert!

Bremsendiskussion aus

Gruß
Nico

mfro
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von mfro » Di 30. Jun 2020, 10:17

mospo27 hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 10:03
...aber wir sind uns einig:
Die Nabe ist großartig gefertigt und mit einem tollen Video dokumentiert!
Zweifelsohne.
mospo27 hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 10:03
Bremsendiskussion aus
https://xkcd.com/386/

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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von opa12 » Di 30. Jun 2020, 10:45

stefangtwr hat geschrieben:
Mo 29. Jun 2020, 12:13
Aber noch besser find ich die Qualität des Videos, das ist richtig schön gefilmt und geschnitten.
Stimmt, sehr viel Info in kurzer Zeit, wird dadurch nie langweilig.
Hätte das einer der blabla Youtuber wie Abom79 oder Keith Rucker gemacht wären das 10 Episoden zu je 40min.

Bg FRanz

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Ruhla Fanboy
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von Ruhla Fanboy » Di 30. Jun 2020, 10:52

Hätte das einer der blabla Youtuber wie Abom79 oder Keith Rucker gemacht wären das 10 Episoden zu je 40min.
So gehen die Meinungen auseinander.
"Stummfilme" mit nerviger Hintergrundmusik und Zeitrafferaufnahmen der Arbeit muss ich nicht haben.

Dann lieber 10 Episoden Abom 8-)

Soviel zum :offtopic: Die hier gezeigte Arbeit ist in jedem Fall ausgezeichnet. Ist eben nur nicht jedermanns Format.
Fräsmaschine: Ruhla VRB 2243
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Sägemaschine: Paulimot BS-712GR
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Re: Konventionelle Fertigung einer BMW Nabe

Beitrag von Selbermacher » Di 30. Jun 2020, 15:52

Offenbar gibt es unterschiedliche Zielgruppen. 8-)
Herzliche Grüße
Harald

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