Drehmaschine für den Hobbybereich

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Albego
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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Albego » Fr 9. Nov 2018, 16:57

Doc Alex hat geschrieben:
Fr 9. Nov 2018, 16:17
Niskie hat geschrieben:
Fr 9. Nov 2018, 13:45
Bei der SWM ist z.B. die extrem vorteilhafte 0.04 mm Teilung drauf.
Lass mich nicht Dumm sterben..... was ist daran vorteilhaft?
Mensch Alexander! ;-)
Der Peter hat das hier vergessen --> :ironie:
Und der zusammenhängende Wortlaut. lautet ja wie folgt.
Niskie hat geschrieben:
Fr 9. Nov 2018, 13:45
Bei der SWM ist z.B. die extrem vorteilhafte 0.04 mm Teilung drauf. Was sich die Händler nur dabei denken (...) ?


Es grüßt
Bernhard

Limbo
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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Limbo » Fr 9. Nov 2018, 17:57

Die Größe entspricht meiner Maschine (227KG), rechne mal für das Vorschubgetriebe weitere 20 KG. Dafür kannst Du aber zum Transport den Reitstock abnehmen. Preislich fallen für das Vorschubgetriebe aber 800€ mehr an.

So oft drehe ich kein Gewinde, und wenn ich die Wechselräder ändern muss, dauert Das keine 10 Minuten.

Varioantrieb würde ich meiden. Drehmoment für harten Stahl gibt es mit dem Schaltgetriebe. Wenn die 12 Gänge nicht reichen, kann man später immer noch einen FU nachrüsten, fährt dann aber immer noch mit fast vollem Drehmoment, weil der in den Getriebegängen die Drehzahl mit dem FU nur in sehr kleinem Bereich regeln muss.

Hans
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henrik22
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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von henrik22 » Sa 10. Nov 2018, 19:00

Also mit dem Zahnräderwechsel hätte ich kein Problem. Für metrische Gewinde habe ich genug Schneideisen, es geht mir nur um zöllige Gewinde und damit ich eben den passenden Außendurchmesser abdrehen kann. Desweiteren für die Fertigung von speziellen Hülsen oder anderen Adapterteilen.

Warum ist das Zubehör so teuer? Was bräuchte man denn noch alles zusätzlich außer Drehmeißel? Der Rest wie Reitstock etc. ist ja hoffentlich im Lieferumfang mit dabei.

Bei einer Spitzenweite von 500mm könnte ich aber schon ein 400mm Rundmaterial bearbeiten solange ich nicht bohren muss? Wobei das aber schon das Maximum wäre. Könnte mich nicht erinnern wann ich mal solche langen Stücke bräuchte :?

Doc Alex
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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Doc Alex » Sa 10. Nov 2018, 19:12

henrik22 hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 19:00
Also mit dem Zahnräderwechsel hätte ich kein Problem.
Was ich meinte ist nicht der Räderwechsel zum Gewindeschneiden (Leitspindel), sondern dass der Räderwechsel für den Vorschub (Zugspindel) sehr lästig ist.

Stell Dir vor: 3x schruppen mit 0,2mm/U bei 800 U/min und dann schlichten bei 0,07 bei 1200 U/min. Und dann die nächste Fläche wieder umrüsten und wieder .....

Was das Zubehör angeht: rechne mal den Maschinenpreis 1-2x als den Preis für Zubehör.


sag doch mal kurz eben, welche Maschinen Du in der näheren Auswahl hast, sonst geht die Diskussion schief.
Viele Grüße

Alexander
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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von henrik22 » Sa 10. Nov 2018, 19:32

Also die Dema LSDM 6133 vom User Limbo macht relativ guten Eindruck was die Motorleistung und sonstigen Eigenschaften angeht. Ich glaube mit 2000€ als Limit werde ich nicht weit kommen..

Aber 1kW Leistung ist ausreichend? Wenn ich an meine Bohrmaschine denke was die mit 750W für ein Drehmoment hat.. Bei größeren Durchmessern darf man halt nicht so viel auf einmal abnehmen, denn umso größer der Hebel desto schwerer tut sich die Maschine. Aber man kann nicht alles haben und ich benötige es lediglich für den hobbybereich und nicht für Fließbandarbeiten. Etwas taugen bzgl. Genauigkeit sollte sie natürlich schon.

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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Niskie » Sa 10. Nov 2018, 19:38

Zum Schruppen braucht man doch keinen Auto-Vorschub. Das kann man so durchkurbeln.

Und das wirklich am Anfang notwendige Zubehör ist auch sehr überschaubar: Messuhr + Stativ, mitlaufende Reitstockspitze, Bohrfutter für Reitstock, Zentrumsbohrer, ein paar gute HSS-Co8 (oder besser) Rohlinge und ein Schleifbock. Dann noch eine Maschinenwasserwaage fürs Aufstellen. Gegebenenfalls ein oder zwei Mikrometerschrauben (0-25 mm und 25-50 mm). Ein Messschieber sollte ja schon vorhanden sein.

Gruß Peter
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:runningdog: China Bandsäge, China Fräse, China Drehbank. Was mach ich nur ...

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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Niskie » Sa 10. Nov 2018, 19:48

henrik22 hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 19:32
Wenn ich an meine Bohrmaschine denke was die mit 750W für ein Drehmoment hat.
Was ist das für eine Maschine? Handbohrmaschine? Dann kommen max. nur ca. 350 W am Bohrfutter an (bei voller Drehzahl).

Normalerweise ist die Motorleistung die an der Welle abgegebene mechanische Leistung. Nur bei "Haushaltsgeräten" hat die Werbeabteilung einen anderen "Standard" (ungestraft) etabliert.

750 W Wellenleistung sollten bei einer kleinen Drehe mit Getriebe gut ausreichend sein.

Gruß Peter
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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Albego » Sa 10. Nov 2018, 20:28

Hallo henrik22,
Warum ist das Zubehör so teuer?
Die Menge machts.


Also, als Zubehör musst Du schon mal an Messmitteln denken. Und das alleine kann schon recht flott eine Menge an Gerätschaften bedeuten, ist aber auch abhängig von den Größendimensionen die Du bearbeiten willst.

1. Messschieber
2. Bügelmessschraube
3. Innenmikrometer
4. Messstativ
5. Messuhren
6. Stahlmaßstab (ist noch mit das günstigste für ca. 5 €)

All das gibts in günstig, bis hin zu teurer Industriequalität.

Zu Punkt 1.
10 € bei Aldi, oder ca. 100 € Industrie-Marke. Gibt auch von Paulimot für ca. 25 €.

Zu Punkt 2.
Hier kommt es auf das zu messende Maß drauf an. Denn die gibt es immer nur in der 25 Stufung.
0-25 mm
25-50 mm
50-75 mm
75-100 mm
etc.

Als 4er Set, inklusive Holzkiste, gibts die z.B. für ca. 81 €
https://www.zujeddeloh.de/produkte/werk ... _3947.html

Oder einzeln, aber nicht die 75-100, für ca. 16 € das Stück.
https://www.paulimot.de/messen-pruefen/ ... schrauben/


Zu Punkt 3.
Die gibt es beispielsweise wie folgt.
5 - 30 mm
25 - 50 mm
Beide liegen in ungefähr Preislich gleich, also pro Stück für ca. 39 €. Macht für beide dann 78 €.

Diese Innenmikrometer sind recht gängig. Auch wenn es noch andere Typen gibt.


Zu Punkt 4.
Rechne mal so als gutes minimum mit ca. 29 €.
Geht auch billiger, aber das gelbe vom Ei sind sie nicht.


Zu Punkt 5.
Die fangen bei ca. 15 € als günstige Version an, und nach oben kann es dann schon mal recht flott 3 Stellig werden. Es gibt aber auch welche die von guter Qualität sind, einen "Markennamen" tragen, und für ca. 30 € auch günstig sind (z.B. Holex)


Grob überm Daumen (und zwar ganz grob) wärst Du für die 6 Punkte ca. 200 € los.

Niskie hat geschrieben: mitlaufende Reitstockspitze, Bohrfutter für Reitstock, Zentrumsbohrer, ein paar gute HSS-Co8 (oder besser) Rohlinge und ein Schleifbock. Dann noch eine Maschinenwasserwaage fürs Aufstellen.
Hört sich nach "relativ wenig" an, bezüglich der einzelnen Posten, aber selbst da läppert sich die Summe recht schnell zusammen.


Bei einer Spitzenweite von 500mm könnte ich aber schon ein 400mm Rundmaterial bearbeiten solange ich nicht bohren muss?
Kommt drauf an wie Du das spannen willst. Schon beidseitig zentriert, so das Du wirklich "zwischen den Spitzen" drehen willst, dann wohl ja.
Musst Du aber mit Backenfutter arbeiten, dann wirds schon eventuell knapp.
Und passend zu diesem Thma, brauchst Du vielleicht auch noch entweder eine Feststehende, oder aber eine Mitlaufende Lünette als Zubehör, falls diese nicht mit bei der Maschine dabei ist.

Das war jetzt alles nur mal ein sehr grober Überblick. Alles brauchst Du für deine ersten Schritte nicht, aber sehr vieles wirst Du über kurz oder lang doch brauchen.



Es grüßt
Bernhard

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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Doc Alex » Sa 10. Nov 2018, 20:43

henrik22 hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 19:32
Also die Dema LSDM 6133 vom User Limbo macht relativ guten Eindruck was die Motorleistung und sonstigen Eigenschaften angeht.
Hat keine Zugspindel! KEIN Planvorschub und bei jedem Vorschubwechsel musst Du Zahnräder tauschen. Die Maschine hat 400V, Du nicht.
1650 U/min könnten auch mehr sein, vor allem, weil man mit so ner kleinen Maschine oft Alu macht. Da ist mehr Drehzahl besser.

Was hat die eigentlich für eine Futteraufnahme? DIN 55029? Oder Flach DIN 6350?

Gut ist das Schaltgetriebe. Besser als der Vario Mist.
henrik22 hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 19:32
Ich glaube mit 2000€ als Limit werde ich nicht weit kommen..
Richtig.

Multifix willste auch schnell...

Mir sind billige Messwerkzeuge nicht recht. Ich kaufe lieber gebrauchte in gutem Zustand oder NOS. Ein bischen Geduld und ein bischen Ebay, dann kommt das schon. Ich hab halt lieber ne mitlaufende Spitze von Röhm für 80€, die gebraucht aber in gutem Zustand ist (400€ NP) als eine Neue aus china für 80€.
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Re: Drehmaschine für den Hobbybereich

Beitrag von Limbo » Sa 10. Nov 2018, 20:57

Niskie hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 19:38
Zum Schruppen braucht man doch keinen Auto-Vorschub. Das kann man so durchkurbeln.

Und das wirklich am Anfang notwendige Zubehör ist auch sehr überschaubar: Messuhr + Stativ, mitlaufende Reitstockspitze, Bohrfutter für Reitstock, Zentrumsbohrer, ein paar gute HSS-Co8 (oder besser) Rohlinge und ein Schleifbock. Dann noch eine Maschinenwasserwaage fürs Aufstellen. Gegebenenfalls ein oder zwei Mikrometerschrauben (0-25 mm und 25-50 mm). Ein Messschieber sollte ja schon vorhanden sein.
Ja, genau so habe ich auch angefangen.
Dazu 12er Drehstahlhalter mit Wendeschneidplattern von Paulimot.
Billiger geht es, wenn man sich die Drehmeißel einzeln, bzw in 3er-Sätzen direkt aus China bestellt, aber die Lieferzeit ist für den Anfänger ohne Werkzeug nicht zumutbar.
Dann habe ich, als ich wieder etwas Budget hatte, den Schnellwechselhalter von www.deuss.de/ bestellt. Eine Entscheidung, die nie bereut habe, weil man die zusätzlichen Kassetten selbst bauen kann.

Die Maschine kann übrigens 2 Vorschubgeschwindigkeiten gleichzeitig ohne Zahnradwechsel. Einmal über die Schlossmutter und einmal über den Längsvorschub.
Die 1,1 KW passen übrigens gut zur Maschine, ihrer Steifigkeit und zu 12er Drehstählen.

Falls Du schnell mit günstigen Drehstählen anfangen möchtest, trigger mal den User Fräsgazelle an, vom dem habe ich gut brauchbare 10er Drehstähle für schmales Geld bekommen. Diese Drehstähle verwende ich gern für feinere Arbeiten.

Selbstverständlich hat die LSDM 6133 Längs- und Planvorschub. Sie hat eine kombinierte Leit- und Zugspindel.
Wer etwas Anderes schreibt, sollte sich vorher richtig informieren, notfalls bei einem Besitzer so einer Maschine.

Hans
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