Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Mi 6. Jun 2018, 15:06

Dir scheint der Kettenzug entgangen...
:pfeif:

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Mi 11. Jul 2018, 12:09

Moin,

so. Fundament ausgehoben:
Fundament01.jpg
(nein das geht noch weiter runter bis auf -80cm !)

und gegossen:
Fundament02.jpg
Wenn es neues zu berichten gibt, aber das dauert wohl ein paar Wochen...

Gruss

Jan

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wink
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von wink » Mi 11. Jul 2018, 12:28

Ganz ehrlich:
Deine Arbeit in allen Ehren, aber mit den ungedämmten Außenwänden hättest du dir die Arbeit sparen können... :steinigung:
Stichwort Temperaturschwankung. Du wirst immer eine verzogene Maschine haben. Die Maschine braucht erheblich länger zum Temperaturausgleich als die Umgebung.

Edit: Fehler korrigiert.
MfG
Christoph

Warum sollte ich hier meine ganzen Maschinen aufführen? Heißt ja noch lange nicht dass ich damit adäquat umgehen kann... :pfeif:

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Mi 11. Jul 2018, 12:55

Hmmm,
sicherlich ist es immer besser eine temperaturstabilisierte Umgebung zu haben
aber das Leben ist nun mal nicht immer ein Ponyhof (obwohl es hier ja danach
aussieht... :-) ) und gewisse Kompromisse werden einem manchmal aufge-
zwungen oder sind einfach naheliegender...

Ganz einleuchten tut es mir nicht was Du mir jetzt wirklich sagen willst ?
Ich hätte das Fundament nicht gebraucht weil die Maschine auf dem Pflaster
besser gewackelt hätte oder sollte ich sie entgegen der Betriebsanleitung
nicht verdübeln und untergiessen damit sie sich nicht verspannt wenn ich
sie mal bei anderen Temperaturen als der beim Vergiessen herrschenden
einsetzen will ?

Gruss

Jan

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wink
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von wink » Mi 11. Jul 2018, 13:01

Ich will dir damit sagen, dass es wurscht gewesen wäre, die Maschine auf einem relativ weichen Pflasterfundament abzustellen. Bzw. der Effekt durch das Fundament aus bleibt bzw. die Situation eher verschlimmert wenn du die Drehe da festspannst. Dann hast du ja quasi ein Bimetall...
MfG
Christoph

Warum sollte ich hier meine ganzen Maschinen aufführen? Heißt ja noch lange nicht dass ich damit adäquat umgehen kann... :pfeif:

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FP91
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von FP91 » Mi 11. Jul 2018, 13:48

Da schließe ich mich an. Ich konnte anhand der Temperatur einen Reitstockversatz bis 3/100 beobachten. Das Bett zieht sich einfach je nach Materialstärke des Unterbaus mal mehr oder mal weniger. In meinem Fall steht die Maschine aber frei auf Fundament und ist nicht verankert.

Spätestens wenn im Frühjahr an der Maschine das Wasser runterläuft, weil Maschine kalt und Luft warm merkst du, dass du handeln musst. Für mich gehts jetzt in die gedämmte und geheizte Werkstatt, wenn auch 6 qm² weniger.

Grüße

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Mi 11. Jul 2018, 13:52

Hmmm, das stimmt schon...
Da die Längenausdehnungskoeffizienten von Stahl (11.7 x 10^-6/K) und Beton (12 x 10^-6/K)
relativ dicht beieinanderliegen ergibt sich z.B. bei einem dT von 5°C (d.h. z.B. eine Erwärmung
von 10 auf 15°C) eine Abweichung von 10µm auf 1m (Stahl dX=0.06mm vs. Beton dX=0.05 mm).
Das sehe ich eher entspannt, bin ja nicht die PTB.
Nimmt man mit diesem Tool:
https://www.muepro.de/service/Digitale- ... hnung.html
statt Stahl Grauguss ist der Unterschied null...

Schätze die wenigsten "Metallbuden" sind sehr viel besser stabilisiert als 5°.

Schraube die Gerät einfach mit einer Teflonscheibe fest und dann geht das schon... ;-)

Gruss

Jan

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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von Limbo » Mi 11. Jul 2018, 14:01

Jedenfalls bekommt die Maschine einen Festen und ebenen Untergrund.
Heute stellt man solche Maschinen auf Maschinenfüße, die nicht im Boden verdübelt werden. Es sei denn, dass man befürchten muss, dass die Maschine mit größeren Werkstücken durch die Halle hüpft oder umfallen könnte.

Wir haben unsere 3T Erdmann Drehmaschine in den 70ern auch auf ein extra gegossenes Maschinenfundament gedübelt. Als wir vor 13 Jahren in eine neue Halle gezogen sind, haben wir die Maschine lose mit Maschinenfüßen auf den fertigen Werkstattboden gestellt. Fräsmaschine und Hobel ebenso.
Nur die Schleifböcke und die Säulenbohrmaschine sind wegen der Kopflastigkeit auf dem normalen Betonboden festgedübelt.

Zum Bimetall sind die Maschinen nie geworden, obwohl wegen großer Tore für Lokomotiven die Temperatur schon kräftig schwanken kann.

Hans
Drehmaschine Dema LSDM 6133
Fräsmaschine VF 45FG (MB4 Clon)
Hobel Gastl RG200 ST-E
StichelSchleifMaschine HBM Typ U3
Bandsäge Flex SBG 4910

Bollwerk
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von Bollwerk » Mi 11. Jul 2018, 14:07

Das Aufstellen einer Drehbank hat mit Brückenbau zwar nicht unmittelbar zu tun.
Dennoch:
http://www.iks-ruesselsheim.de/fileadmi ... AHocks.pdf

Seite 15, Punkt 1.3.4.

Wie es schon gesagt wurde, sobald Fundament und aufliegende Last, in diesem
Falle die Drehbank, unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten haben, wird es
problematisch. Der im Boden vergossene Beton ist temperaturtechnisch träge,
der Stahl der Maschine, vergleichsweise dazu, ziemlich flink; aber enorm träge
im Vergleich zur Außenluft. Daher auch die Tauwasserproblematik in einer un-
gedämmten Werkstatt.

Vielleicht kann jemand, wenn das im Forum nicht schon einmal geschehen ist,
erklären, warum, für die Aufstellung von Werkzeugmaschinen, oft alternativ ein
Betonfundament oder eine Lagerung auf Schwingmetallen empfohlen wird?

Gruß
Bollwerk

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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von K-Mehl-Treiber » Mi 11. Jul 2018, 14:26

Ich hatte lange Zeit meine erste Drehbank und auch die Fräse in der Garage stehen. Unbeheizt, zwei Garagentore, ungedämmt. Viele Spalte usw.
Betonboden, gemauerte Wände und ein Holzdach mit Dachziegeln.

Tauwasser gabs nur einmal und zwar als mein Vater damals unbedingt eine Heizkanone reinstellen musste, damit ich's warm habe. Innerhalb von 10min war die Luft nass, nicht nur feucht.
Ich habe natürlich sofort ausgeschaltet und alles was ich in die finger bekam gut eingeölt.
Am nächsten Tag waren trotzdem alle Führungen mit einer feinen roten Schicht überzogen :o :wall: :cry:

Das war aber wie gesagt das einzige Mal. Sonst war in all den Jahren kein Problem mit Rost oder Kondenswasser.
Auch im Herbst oder Fühjahr waren keine Probleme mit Kondenswasser.

Die beiden Maschinen waren damals nicht mit Bolzen am Boden verschraubt.

SG
Markus

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