Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

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Workshop Tom
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfr

Beitrag von Workshop Tom » Sa 14. Apr 2018, 08:20

.......... ist die Praktikant das Nachfolgemodell der Matador und im Aufbau sehr ähnlich...................
Das ist richtig .....
... und alle Einrichtungen und das Zubehör der Weiler MATADOR passt auch bei der PRAKTIKANT.
Ist zwar etwas "OFF TOPIC" hier, könnte aber für den einen oder anderen Besitzer dieser Maschinen von Interesse sein. ;-)

Grüße aus der Pfalz
Tom
Jede neue Maschine wird auf einer "Gebrauchten" hergestellt.

"Niemals hätte ich mir träumen lassen, ....

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfr

Beitrag von jan_19 » Sa 14. Apr 2018, 11:54

Julius, danke!
harlfing hat geschrieben: So weit ich weiß ist die Praktikant das Nachfolgemodell der Matador und im Aufbau sehr ähnlich.
Das glaub ich nicht. Die Matador ist doch von den Eigenschaften anders. Sehe die Praktikant eher als das low budget Modell, wurden soweit ich das sehen kann auch paralell produziert.
An den Enden der Leiste zwischen der Befestigungsschraube und dem Passstift läuft quer eine Gewindebohrung. Hier könnten von der Rückseite der Maschine her zwei Schrauben M6 eingedreht werden. Der Zweck dieser Schrauben ist mir nicht klar - vielleicht doch irgendeine Einstellmöglichkeit zum Ausrichten des Spindelstocks :nixweiss: ? Bei meiner Matador sind diese Schrauben nicht vorhanden.
Würde vermuten die dienen dazu den Spindelstock bzw. die Leiste gegen die Referenzfläche (aussen) zu drücken. Sind als M6x25 angegeben. Damit sich beim festschrauben nix verzieht oder so... ?
Zur Information: Der Spindelstock wiegt ca. 45 kg.
Schon mal 45 weniger.

Danke für Deine Mühen!

Gruss

Jan

Tommel
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfr

Beitrag von Tommel » Sa 14. Apr 2018, 12:22

Hi,

ich habe früher mit Mobilkranen gearbeitet und auf dem Foto ist zu sehen wie überlaufendes Regenwasser von der Dachrinne genau in der Mitte der Treppe auftropft. Ohne vor Ort zu sein hätte ich so einen Job früher abgelehnt (Regress). Leider wird oft genug vergessen daß sich jeder Mobilkran (oder LKW-Kran) noch abstützen muss. Diese Stützen haben je nach Fzg & Last eine nicht unbeträchtliche Länge (plus Kanthölzer unter den Stützen).
Möglich ist irgendwie alles aber wenn die Regierung von dem Verkäufer erkennt das es Kratzer, Macken in Türrahmen, Mauerwerk gibt ist die Hölle los. Wenn der Hausbesitzer das nicht so eng sieht, ist viel mehr möglich. Ich habe auch schon fürchterlichen Krams in meinen eigenen Keller verfrachtet aber da war es mein Keller und ich hatte Zeit um Behelfsstützen, etc etc zu basteln
Hier bequem vor dem PC sitzend fürchte ich das du das Ding zerlegen musst.

Viel Glück
Tommel

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Fr 1. Jun 2018, 00:42

N'Abnd,
wollte mal Vollzug melden.
Habe die Maschine letztes WE mit der Hilfe von 2 Kumpels, 2 Kettenzügen, ein paar 50er Bohlen, drei selbstgebauten Rollbrettern
und einem Absetzanhänger (vom örtlichen Fliesenleger geliehen) in Teilen geborgen.
Ganz Ehrlich: das war anstrengend aber hat letztlich wg. gutem Wetter und Nähe Hamburg (sehr sehr lustigen Sa. Abend verbracht!)
ein echt lustiges Männerabenteuer...

Hier mal ein paar Bilder:
DSCN3253.JPG
Spindelstock lose (waren ernsthaft von den 4 Schrauben 3 lose!!!)...

DSCN3265.JPG
Getriebe und Schlitten runter. Böcke zum Anhängen des Betts positionert.

DSCN3270.JPG
Bett am Haken...
Dann Böcke drunter weggezogen (Sackkarre) und Bett auf Rollbrett abgelassen.


Auf der Treppe habe ich keine Bilder gemacht, Stress, sorry. Reiche ich aber nach
(hat einer der Helfer noch auf'm Handy).


20180527_134318.jpg
Beim Verzurren.

20180529_232407.jpg
Zuhause unterm Carport... :freu: :freu: :freu:


Insgesamt ist das auftrennen der Maschine in die Komponenten einfach und eine recht gute Gelegenheit der Bestands-
aufnahme. Es zeigte sich, daß der VorVorbesitzer die Maschine wohl mal zerlegt hatte und nicht 100% wieder zusammen-
gebaut hat. Spindelstockschrauben lose, Kegelstifte statt Zyl.stifte am L/Z/S-Spindelgegenlager, ungleiche Riemenlängen,
schlecht eingestellte Schlittenmuttern...
Insgesamt ist die Maschine aber in einem sehr guten Lackzustand (ich meine das ist der Original-lack, 1-2 Macken vom
in den Keller bringen). Beim einölen der Führungen vor dem verpacken des Bettes (das dauert eine Weile bis ich ein Fundament
gegossen habe) hatte ich leichte Schnappatmung... die sehen nach unter 100 Betriebsstunden aus... :freu: :freu: : freu:
Wenn jetzt noch die Spindellager i.O. sind, war das ein Schnapper (im Gegensatz zur Aciera...) der nur wenig Arbeit
nach sich zieht.

Mein Tipp: der linke Unterbock mit dem Motor und dem Vorgelege ist SAUschwer und es ist keine gute
Idee den hochkant auf einem Rollbrett die Treppe heraufzuziehen! Da sind wir dann doch etwas ins Schwitzen gekommen
weil das Vorgelege und der fast geschlossene Oberteil die Gerät doch etwas kopflastig machen...

Aber letztlich gab es, bis auf einen eingerissenen Fingernagel, einen kleinen Ölfleck und einer von der Kette des Kettenzuges
leicht angegriffenen obersten Treppenstufenkante keinerlei Kolateralschäden und das war eigentlich das wichtigste!

Jetzt muss No.372 erstmal auf ein Fundament warten. :-(

Das wird ein Spass!

Glücklichster Jan :freu: :freu: :freu:


PS: Wenn jemand Tipps für "seine" Treppe möchte...
Zuletzt geändert von jan_19 am Fr 1. Jun 2018, 00:55, insgesamt 1-mal geändert.

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Fr 1. Jun 2018, 00:52

Ahh, ganz vergessen:

DANKE nochmal für Eure Tipps und Anregungen !

Jan

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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Mi 6. Jun 2018, 01:02

Moin,

hier nochmal die angekünigten Bilder von der Treppe:
Treppe unten.jpg
Treppe unten. Da liegen drei Bohlen damit man mit dem Eckrad in die Schräge
kommt beim anziehen. Letztlich wurde das von den Helfertruppen mit Hebeln
um die Ecke bugsiert.
An der Aussenkante der linken Bohle kann man den angeschraubten Flachstahl
(~60 x 3), damit das Rollbrett nicht vom rechten
Weg abkommt,erkennen. Ist ein weiteres an der mittl. Bohle und eins weiter oben an
der linken Bohle.

Treppe oben.jpg
Schwerlast-Jan beim aufzäumen der Kettenzüge (zweite ist zw. den Beinen erkennbar.
Als Widerlager dienen die beiden Balken rechts/links und ein Querträger aus Alu. Damit die Balken
nicht hochklappen wenn die Last über die Kante zerrt, hat sich einer draufgestellt.
Das empfehle ich aber nur bei so "leichten" Einzelteilen und schweren Helfern! Bei einer richtigen Maschine
mit ordentlicher Masse bekommt man da ein Problem und hätte gegen die Hauswand
abstützen müssen.
Auf diesem Bild sieht man die Führungsflachstähle. Der rechte ist zulang und hat sich
dann in den Rollwagen reingefräst.

Und weil es so schön war nochmal ein Bild vom Bett am Haken:
Bett am Haken 02.jpg
Hoffe das reicht Euch zunächst an Bericht... Wenn das Fundament gegossen ist geht es weiter... ;-)

Gruss

Jan

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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von Tommel » Mi 6. Jun 2018, 07:43

Jessas , das ist ja weitaus enger als ich mir vorgestellt hatte. Ich komme ja schon beim bildergucken dieser Hundsarbeit ins schwitzen.
Freut mich doch das es dann geklappt hat und das der Zustand prima ist

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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von TheBlackOne » Mi 6. Jun 2018, 08:57

Spanngurte zum Heben? Das gibt aber eine Teilnote Abzug :-) :unknown:
Weiler LZD 220
Aciera F3 (zerlegt)
Strands S68 (zerlegt)
Arboga EP 308
Atlas Copco KT4A5
Origo HP-20
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jan_19
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von jan_19 » Mi 6. Jun 2018, 12:18

TheBlackOne hat geschrieben:
Mi 6. Jun 2018, 08:57
Spanngurte zum Heben? Das gibt aber eine Teilnote Abzug :-) :unknown:
Bei neuen 1000kg Gurten, ~300kg Last und vorsichtigem Handling wähnte ich mich auf der sicheren Seite. Die mitgebrachten Schlupfe waren entweder zu kurz oder zu lang für den Hebebereich des Kettenzuges und die Anforderung den linken Bock da herauszubekommen...
Bei der nächsten Bergung einer Drehmaschine mache ich das dann anders.... :wall:

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wink
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Re: Weiler Praktikant 800R - Transport - die alte Gretchenfrage

Beitrag von wink » Mi 6. Jun 2018, 13:52

jan_19 hat geschrieben:
Mi 6. Jun 2018, 12:18
Bei neuen 1000kg Gurten, ~300kg Last und vorsichtigem Handling wähnte ich mich auf der sicheren Seite.
Servus,

das Problem ist nicht die Tragfähigkeit. Das Problem ist viel mehr, dass die Spanngurte nicht gezielt entlasten bzw. ablassen kannst. Heißt du kannst die Last schön hochheben mit der Ratsche, aber ablassen geht nur mit großem Knall...
MfG
Christoph

Warum sollte ich hier meine ganzen Maschinen aufführen? Heißt ja noch lange nicht dass ich damit adäquat umgehen kann... :pfeif:

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