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 Betreff des Beitrags: Kompressor
BeitragVerfasst: Mi 16. Mai 2018, 20:39 
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Ich könnte an einen älteren Kompressor kommen mit 16 bar bei 950 U/min und 200 L/min. (laut Typenschild)

Das hört sich für mich gut an. Oder liege ich da falsch?

Ein Wehmutstropfen gibts: der 75 Liter Kessel ist durchgerostet.

Bin auf der Suche nach was vernünftigem.

Ich bin offen für eure Einschätzung!

Gruß Dominik

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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Mi 16. Mai 2018, 20:58 
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Hallo Dominik,

schau mal bei Kompressoren-Gieb rein. Da bin ich damals bei meiner Suche hängen geblieben, weil die vom Preis-Leistungsverhältnis her sehr gut sind. Notfalls kannst Du dort auch einen neuen Kessel für Deinen alten Kompressor bekommen.

Wenn Du nur eine Druckluftpistole zum Ausblasen betreiben willst, ist das relativ egal, aber wenn Du Druckluftwerkzeuge oder eine Sandstrahlkabine anschließen möchtest, dann darfst Du nicht nur auf die Ansaugleistung schauen, sondern auf die effektive Liefermenge. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn die kann, bei gleicher Ansaugleistung, je nach Qualität des Verdichters sehr unterschiedlich sein.

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Gruß Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Mi 16. Mai 2018, 21:10 
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Hab mir als Ersatz für meinen Rostklumpen vor Jahren sowas hier geholt:
https://www.ebay.de/itm/Druckluftkessel ... 2181963307

Ist eigentlich für LKWs gedacht, kann man aber auch prima auf ein Regal schnallen. Im Gegensatz zu dem original Kompressorkessel ist das Ding auch innen Pulverbeschichtet. Bis dato kein Rost ;) (Ich gucke 1x pro Jahr rein)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Mi 16. Mai 2018, 21:59 
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Danke für den Input, die LKW Kessel sind interessant.

Einen neuen Kompressor kann ich mir nicht leisten.

Der Kompressor ist aus der DDR Baujahr 1975. Ich brauche einen Langsamläufer wegen dem Lärm und würde lieber einen alten überholen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Mi 16. Mai 2018, 23:42 
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Mehrstufige Kompressor mit Zwischenkühler sind effizienter (Thermodynamik, kaltes Gas hat weniger Volumen, braucht weniger Arbeit um komprimiert zu werden) als die einstufigen Billigdinger aus dem Baumarkt.

Ansonsten beim durchgerosteten Tank ein neues Bodensegement reinschweissen (altes rausschneiden und sich ein Rohrsegment biegen lassen). Dann mit Wasser füllen und mit Hydraulikpumpe oder so auf 2x Betriebsdruck aufpumpen.

Mein 500L Ding hatte damals auch Rost am Boden. Hab mir damals so ein Ultraschall-Dickenmessgerät gekauft:
https://www.ebay.com/itm/GM100-Digital- ... 0#viTabs_0

Damit dann fleissig gemessen und rausgefunden, dass von den orginalen 7.5mm Wandstärke an der schwächsten Stelle noch 5mm übrig sind. Also viel Phosphorsäure gekauft, auf ca. 20% verdünnt und in den Kessel reingekippt. Das Zeug löst den Rost auf und wandelt den in Eisenphosplat um, was schwerlöslich ist und als Rostschutz wirkt. Dann gut spülen, trocknen lassen und mit Altöl einsprühen, damit sich die Phosphatschickt mit Öl vollsaugt.

Danach hab ich das Ding mit Wasser gefüllt und mit einer Hand-Hydraulikpumpe auf 20bar aufgepumpt. Hat gehalten und rostet seither nicht mehr. Mit der Kesselformel kann man das übrigens so grob abschätzen, wie nahe der Kompressor am Platzen ist:

Tangentialspannung Behälterwand = (Druck [N/mm^2]* Durchmesser Kessel [mm]) / 2x Wanddicke [mm]
1 bar = 0.1 N/mm^2

Bei meinem Kessel kommt man bei 20 bar da auf 120N/mm^2 = [(2N/mm^2 *600mm) / (2*5mm)], also noch weit weg von der Streckgrenze von billigem Baustahl (250N/mm^2)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Do 17. Mai 2018, 06:53 
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Hallo,

ich klinke mich hier auch mal ein. Habe einen alten Eigenbau Kompressor, angetrieben von einem Wabco Verdichter mit 2 Zylindern. Der liefert auch gut Luftmenge.

Der Kessel dürfte 90 oder 120l haben, und ist leider innen schon sehr rostig.
Ich habe noch weitere kleinere Kessel angeschlossen, Luft kann man nie genug haben :-D

Ich betreibe den Kompressor mit 8 Bar, der Kessel "darf" 11,5 Atü.

Jetzt Frage an die Experten:
Hat hier schonmal jemand einen Kessel platzen sehen?

Explodiert der wie Sprengstoff oder reißt er einfach ein und man nimmt den Luftverlust durch zischen wahr?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Do 17. Mai 2018, 07:11 
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Servus,

das schweissen an Druckluftbehältern ist eine heikle Angelegenheit. Zwei meiner Bekannten sind Maschinenbau Ings, beide haben mir
vom schweissen an Druckluftkesseln wehement abgeraten.
Wenn man wie hier beschrieben hernach eine Druckprüfung mit Wasser macht sollte man eine gewisse Sicherheit haben. Je nach Schweisskünsten
kann es aber beschwerlich werden den Kessel wirklich dicht zu bekommen.

Bei so alten Geräten sollte mann auch immer im Hinterkopf haben, dass evlt. demnächst was anderes Kaputt geht. Bei meinem Kaeser Bj 62
gabs zB keine oder nicht mehr alle ETS.
Im dümmsten Falle schnallste heute nen anderen / neuen Kessel drunter und morgen macht der Verdichter die Grätsche.

Bei den alten Kompressoren ist auch der Wirkungsgrad bei weitem nicht so gut habe ich den Eindruck, mein Kaseer hat mit zwei Zylindern
nur 250 l die Minute gebracht und das bei nem 250l Kessel, der ist gefühlt "ewig" gelaufen bis er einsatzbereit war.

lg

Johannes D.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Do 17. Mai 2018, 07:31 
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Hallo ,
ich hatte die Frage des Explodierens mal einem gestellt der 40 Jahre die Dinger verkauft und gewartet hat .
Dieser meinte das er in seiner ganzen Zeit nicht einen zerplatzten gesehen hätte .
Das einzige wäre Durchrostung an den Schweissnähten und somit langsamer Druckverlust oder in ganz seltenen Fällen ein Riss an den Schweissnähten der seitlichen gewölbten Deckel und damit schneller Druckabfall .
Dabei sei gefählich wenn grosse Behälter nicht verschraubt wären so das sie sich bewegen und ev. in der Gegen herumkullern .
Das Problem war auch bei meinem 500 Liter Kessel Rost ( hatte seit 10 Jaheren keinen "TÜV " mehr ) und ich war mir unsicher ob er meine 10 Bar noch hält obwohl er für 12 zugelassen ist oder besser war :-D
Meine Lösung waren 20 Liter Druckbehälter von LKWs aus Alu von denen ich 15 Stück gekoppelt hab . Somit keine Abnahme mehr erforderlich da der einzelne unter 50 liter liegt und Rost ist auch kein Thema ( die Kessel gabs neu auf dem Schrott mit Lackschäden für 5 Euro pro Stück ) und somit hat sich der Aufwand gelohnt .

Gruß Ronald

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Meine Maschinen :http://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=5&t=16601


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Do 17. Mai 2018, 07:55 
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bockron hat geschrieben:
Meine Lösung waren 20 Liter Druckbehälter von LKWs
Die sind aber nur für 8 bar spezifiziert, oder?
War zumindest bei meinem fabrikneuen Stahlkessel so. Der hatte eine kleine Beule => Schrott. :-D
Habe ihn aber auch bis 12bar betrieben... :pfeif:

Gruß
Achim


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompressor
BeitragVerfasst: Do 17. Mai 2018, 08:01 
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Für nen Werkstattkompressor sind 16 Bar schon Overkill. Nützlicher wäre ein Kompressor der bei 10 Bar mehr Durchsatz liefert. Ich habe nen Güde 400/10/50, das ist ein direktangetriebener Zweizylinder mit Kondensatormotor und 50L Kessel nach chinesischer Standardbauart. Der reicht vom Druck her locker für alle Werkzeuge aber die Luftmenge und Kesselgröße sind manchmal echt ein Ärgernis. Lacksprühen oder Sandstrahlen geht eigentlich nicht vernünftig.
Wenn der Preis gut ist würd ich aber zuschlagen und mir nen schön großen Tank dazu kaufen.

Bzgl. Luftkessel hätte ich beim Schweißen keine Sicherheitsbedenken. Die Explosionsgefahr bei Druckluft existiert quasi nicht. "Leck vor Bruch" ist hier der anzunehmende Fehlermodus.
Das Problem ist mehr das Schweißen selber. Den Rost von Innen zu entfernen ist schon schwer genug, dann müsstest du den Tank beim Schweißen mit Argon fluten um die Korrosion zu minimieren und am End müsste der Tank wieder versiegelt werden ansonsten rostet dir die Schweißstelle durch das Kondensat grad wieder durch. Alles in Allem lohnt der Aufwand gegenüber einem gekauften Tank eigentlich nicht.


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