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 Betreff des Beitrags: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2017, 18:53 
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Hallo zusammen
Ich habe hier seit neuem einen älteren 250 Liter Kolbenkompressor stehen, der wunderbar funktioniert.
Ich möchte mal sicherheitshalber nachfragen, wie das so ist mit der Abschaltung bei erreichtem Druck. Ich habe den Kompressor bisher nur einmal laufen lassen bis der Kessel gut 10bar erreicht hat. Dann habe ich ihn aber von Hand abgestellt. Der Kessel hat ein maximaler Druck von 11.8bar eingraviert.
Bei welchem Druck sollte der Kompressor nun automatisch abschalten?
Besten Dank
Grüsse Pascal

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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2017, 19:05 
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bei 10 bar.

Der Rest ist reserve.

Viele Grüße

Alexander

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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2017, 19:12 
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Moinsen und frohes neues,
......die 11,8 bar können a: Betriebsüberdruck oder b: Prüfüberdruck sein :nixweiss: ....schau noch mal genau drauf......

Gruss Henning

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Irgendwie bekomme ich das schon wieder hin!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2017, 19:14 
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Au! Gerade erst gelesen! Ätlerer Kompressor 20l.

Da ist TÜV fällig!

Viele Grüße

Alexander

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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2017, 20:32 
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Bei 20l kaum ;)
Dafür braucht es 1000l "Druckinhaltsprodukt". Also Tankvolumen in Liter * Druck in Bar > 1000
Und selbst wenn die 250l den TANKINHALT beschreiben (nicht etwa Liefermenge?) und damit also 2500l Druckinhaltsprodukt ergeben, ist eine jährliche TÜV-Prüfung nicht zwingend Vorschrift.

Denn die Notwendigkeit zur Prüfung ergibt sich aus dem Produktsicherheitsgesetz. Diese regelt den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen innerhalb der Betriebssicherheitsverordnung:
Zitat:
Dieses Gesetz gilt auch für die Errichtung und den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen, die gewerblichen oder wirtschaftlichen Zwecken dienen oder durch die Beschäftigte gefährdet werden können...


Heißt: Nur bei Gewerbe bzw auch wenn andere "Beschäftige" gefährdet werden können, ergibt sich eine Prüfpflicht.
Damit sollte man aber aufpassen, denn auch 1€-Jobber u.ä. sind gesetzlich unfallversicherte Personen und damit "Beschäftigte" in diesem Sinne.


Und auch ganz abgesehen von der Prüfpflicht, also auch im privaten Bereich, ist eine Überprüfung solcher Anlagen prinzipiell kein Fehler.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2017, 20:37 
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Meine Glaskugel sagt mir, dass der Kessel noch Tüv bis 2026 :pfeif:

10 Bar sollte passen, regelmäßig Wasser ablassen nicht vergessen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2017, 20:48 
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Grundsätzlich :
Druckluft ist ein teueres Medium!
Wenn beispielsweise 6 Bar zum Arbeiten reichen, dann würde ich nicht über 7,5 Bar gehen und bei etwas über 6 Bar wieder einschalten lassen.
Was der Kessel darf und kann ist ohne Typenschild gefährliches Rätselraten.

Josef

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Wer kein Kreuz zu tragen hat, der schnitzt sich eines.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2017, 01:39 
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Hallo,

Da Du in der Schweiz Wohnhaft bist hehe ich davon aus, dass der Kompressor in der Schweiz steht. Dann gilt https://www.svti.ch/kesselinspektorat/aufgaben-taetigkeiten/inspektionen-an-druckgeraeten/
unter
"nicht überhitzungsgefährdete Druckbehälter mit gasförmigem Inhalt mit einem Konzessionsdruck (PC) grösser als 2 bar und dem Produkt aus Druck und Inhalt (bar x Liter) grösser als 3000;
PC grösser 2 bar
Druck x Inhalt grösser 3000 barl"

Ist also nicht SVTI - Pflichtig, aber Du !! musst sicherstellen, dass das Sicherheitsventil auch funktioniert. In der regel gelten 8 Jahre wenn Sicherheitsventile ein mal pro Jahr angelüftet werden und 4 Jahre, wenn sie nicht angelüftet werden. Das wichtigste ist, dass das Kondensat regelmässig - eigentlich täglich - abgelassen wird. Sonst füllt sich der kessel mit Kondensat. An der Wasserlinie beginnt er zu Rosten und irgendwann wird es einen Kessel, der immer halbvoll mit Wasser ist auch zerreissen.

Auf dem Sicherheitsventil sollte eine Plombe mit dem Monat und Jahr sein, so wie dem eingestellten Druck. Normalerweise kann man auf der Blombe so etwas lesen wie 6/11 und auf der Plakette kann man den Druck ablesen.
Die 11.8 bar sollten am Kessel abzulesen sein. Das ist der Betriebsdruck. Da sollte noch eine zweite, höhere zahl sein. Das ist der Prüfdruck. Wenn die Zahl an der Plakette am Ventil steht, dann ist das der Druck, bei welchem das Sicherheitsventil öffnet.
Im Normalfall lässt man den Betriebsdruck etwa 1 bar niedriger, als der Druck vom Sicherheitsventil. Die Feder vom Sicherheitsventil wird mit der Zeit schwächer. Ist man zu nahe, dann beginnen die undicht zu werden. In dem Fall kauft man sich am besten ein neues Ventil. Sicherheitsventile werden im Normalfall auf den Kundendruck eingestellt. Daneben ist zudem noch wichtig, dass das Ventil mehr Volumen ablassen kann, als der Kompressor leisten kann.

Tönt recht kompliziert. Ist es im Grunde nicht, da jeder Ventiltyp die genaue Bezeichnung eingraviert hat. Und es muss nicht unbedingt vom gleichen Hersteller sein, wie das Original.

SVTI-pflichtige Druckkessel werden ein mal pro Jahr äusserlich überprüft und in Intervallen bis zu 8 Jahren auch innerlich.
Viele Firmen setzen ein Sicherheitsventil ein, welches schon früher öffnet, damit der Druckkessel nicht mehr SVTI-Pflichtig ist.

Und wieder andere machen das Gegenteil: lassen einen nicht pflichtigen Kessel eintragen, damit man nicht vergisst nach dem Sicherheitsventil zu sehen. Ansonsten werden die 30 oder 40 Jahre alt, werden nie angelüftet und versagen, wenn sie einmal gebraucht werden.


Viele Grüsse, Fritz


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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2017, 02:05 
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moin,

kessel müssen erst ab 100l einmal jährlich vom tüv abgedrückt werden.
wenn du ihn privat nutzt ist es egal.

guck mal nach ob er so ein überdruckventil hat
http://thumbs1.ebaystatic.com/d/l225/m/ ... LD4brQ.jpg
und wenn ja, guck was drauf steht.
bei zu viel überdruck entweicht der druck (in der regel 10 oder 11 bar) aus dem ventil sodass der verdichter nicht hinterher kommt
um noch mehr druck zu erzeugen.

generell platzen kessel nicht wie im werner comic, sie bekommen einen kleinen riss und dort zischt es dann raus.
eventuell hat der kessel revisonsluken oder "mannlöcher"
so wie hier zu sehen in der mitte vom kessel
http://i.ebayimg.com/00/s/MTIwMFgxNjAw/ ... LR/$_1.JPG

schraube lösen, bügel um 90 grad drehen und alles nach innen in den kessel drücken,
und dann mal reinschauen ob und wie gammelig das darin aussieht.


wärmstens empfohlen vom elektromaschinenbauer.

:trink2:

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1954 Heidenreich&Harbeck ROK21 inkl. Maschinenstabilität
1970 Heckert FUW 315
1979 Alzmetall AB4SV

Ausgestattet mit Verachtung

Machines to make machines fabricating the end of all living things.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druckabschaltung Kompressor
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2017, 11:05 
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Damit nicht auf dem Grabstein steht: "Sein Kessel brauchte keine TÜV-Prüfung"
sollte man Druckkessel, für die man verantwortlich ist, auch mal prüfen und die Prüfung mindestens mit einem Aufkleber dokumentieren.
Bei Kesseln mit 5mm Wandung würde ich mir weniger Sorgen machen, aber bei den kleinen Kesseln mit 2mm Wandung.
Die Kessel gehen allerdings tatsächlich sehr selten kaputt, meist gammeln irgendwelche Fittings/Anschlüsse ab.
Leider gibt es darauf keine Garantie, und auch wenn es sehr selten vorkommt, reicht es aus, wenn einmal ein Mensch zu dicht an einem platzendem Kessel steht. Das könnte auch eines Eurer Kinder sein.

Auch wenn Druckluft teuer ist, so lässt man den Druck von einem unbenutzten Druckkessel ab. Einfach um eine Gefahrenquelle auszuschließen.

Hans

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Drehmaschine Dema LSDM 6133
Fräsmaschine VF 45FG (MB4 Clon)
Hobel Gastl RG200 ST-E
StichelSchleifMaschine HBM Typ U3 (in the Box)


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