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 Betreff des Beitrags: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Do 14. Jan 2016, 10:09 
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Ich beschäftige mich derzeit damit, dass ich die Deckenbeleuchtung in meiner Werkstatt erneuern und wesentlich verbessern möchte.

Derzeit habe ich 9 Leuchtstoffröhren a 36W, sowie 2 LED Stahler a 20W und 2 St. Led a 10W im Einsatz.
Die Deckenhöhe ist 2,28m, weiß gestrichener Sichtbeton, der Bodenbelag ist eiche hell farben. Die Maschinen und Schränke sind überwiegend dunkelgrün lackiert.
der Raum ist ca 8m lang , die eine Hälfte ca 4,4m breit, die andere ca 3,5m breit.
Die meisten Maschinen und Arbeitsplätze habe ich aussen an den Wänden entlang ,im Raum stehen meine Kombi Kreissäge,Hobel und Fräse, sowie weitere Maschinen auf Rollwägen.

In der Ecke habe ich einen Ofen, dadurch sind Raumtemperaturen von 25 Grad keine Seltenheit in Ofennähe an der Decke sicher auch 80-90 Grad.

Ob da LED bei diesen Temperaturen durchhalten? Oder klassische Rasterleuchten mit Neonröhren? Da ist der Stromverbrauch halt höher.
Die Nutzungsdauer des Raumes schätze ich auf 600 bis 800 Std/Jahr

was denkt Ihr darüber?

Gruß Gluehstrumpf


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Do 14. Jan 2016, 11:18 
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Hallo Gluehstrumpf,

LEDs sind sehr temperaturempfindlich und gerade die retrofit-LEDs in Leuchstoffröhrenform haben ein sehr grenzwertiges Kühlkonzept, da ringsum geschlossener Kunststoffkörper. Wirklich hochwertige LED-Röhren sind konstruktiv besser gerüstet, aber sehr teuer (70,- aufwärts). Ausgelegt sind diese i.d.R. für einen Temperaturbereich bis 40ºC, aber diese Temperatur wird - besonders in einer geschlossenen Leuchte (IP65-Wanne z.B.) - auch bei Raumtemperaturen von 20-25ºC schon erreicht. Aufgrund des Ofens würde ich Dir hier eher von LED abraten.

Umgekehrt brauchen Leuchtstoffröhren eine gewisse Temperatur (je nach Bauform zwischen 35-50ºC) um überhaupt ihre volle Lichtstärke zu erreichen. Das sehe ich hier im Winter in der Praxis, wenn ich die LS-Beleuchtung in der ungeheizten Garage einschalte: bei Temperaturen um die Null Grad braucht die mehrere Minuten, bis sie richtig hell wird. Temperaturen von über 60ºC schaden aber auch Leuchtstoffröhren und verkürzen somit deren Lebensdauer, aber die sind ja im Ernstfall sehr kostengünstig (unter 3,-) zu ersetzen.

In beiden Bereichen gibt es sehr hochpreisige Röhren, die mit größerer Robustheit beworben werden. Das ist i.d.R. aber nur für den industriellen Einsatz interessant, da hier aufgrund der Kosten für die Arbeitszeit ein Wechsel des Leuchtmittels relativ teuer ist. Im privaten Bereich wird man wohl eher auf die Billigvarianten zurückgreifen.

Zur Stromersparnis:

In verschiedenen Baumärkten werden zur Zeit doppelte Röhrenleuchten in IP65-Wannenausführung (120cm) für ca. 18-20,- (LS) bzw. 30,- (LED) verkauft. Die LED Leuchte ist bei gleicher Lichtleistung also nur 12,- teurer, das ist einer der (für LED) günstigsten Fälle, die mir bekannt sind.

Die doppelte LS braucht 2x 36W + ca. 5W für's EVG, also 77W. Bei einem Strompreis von 26ct pro kWh macht das 2,002ct/h.
Die doppelte LED braucht 2x 18W, also 36W - macht 0,936t/h - Differenz = Einsparung: 1,066ct/h
Es braucht also 1200 Beleuchtungsstunden, bis sich die LED bezahlt macht - vorausgesetzt, sie lebt so lange.
Stirbt sie früher, war's nix mit Einsparung.

Ich persönlich traue den sehr hohen Lebensdauerangaben der Hersteller noch nicht so recht, daher setze ich auch in den Bereichen, in denen es sich für mich rechnerisch lohnen würde, noch nicht voll auf LED, sondern auf einen Mix aus LED und LS. Dabei setze ich die LED aufgrund ihrer höheren Schaltfestigkeit gezielt dort ein, wo sie häufig ein- und ausgeschaltet werden, z.B. mit Bewegungsmelder bzw. für die Grundbeleuchtung im Raum, die man auch (kurz) einschaltet, wenn man nur etwas in den Raum stellt oder holt. Das richtige Arbeitslicht, das man - wenn man es dann einschaltet - meist für mehrere Stunden braucht, ist dann mit LS realisiert.

Mit den LED-Röhren hab ich noch keine längerfristige Erfahrung - bisher ist keine kaputt gegangen. Sehr schlechte Erfahrungen hab ich bisher mit den billigen 10W LED-Strahlern gemacht: von 7 Stück sind drei innerhalb der ersten 6 Monate ausgefallen. Sehr gute Erfahrung habe ich bisher mit bestimmten GU10-LED-Strahlern (6W/550lm) gemacht. Davon sind über 60 Stück im Einsatz und bisher ist keine einzige kaputt gegangen, obwohl diese aufgrund Ihrer hohen Leistung sehr warm werden.

Zurück zur Kellerwerkstatt:
In einer Werkstatt würde ich ausschließlich IP65 Leuchten installieren, sowohl als mechanischer Schutz, wegen Staubschutz als auch wegen Kondenswasser, sofern der Raum nicht durchgehend beheizt wird. Wenn's günstig sein soll, gibt's da eigentlich keine Alternative zu den IP65-Wannenleuchten. Ich installiere nur noch die Doppelten, dafür in mehreren Gruppen schaltbar und lieber zu viel als zu wenig. So gibt's wenigstens Licht, wenn man Licht braucht.

hth

Gruß
- Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Do 14. Jan 2016, 18:35 
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Hallo Karl,

vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort!!! :thx: :2up:

Ich hoffe ich habe Dich richtig verstanden:

1. Du empfiehlst mir 2 reihige IP65 Rasterleuchten
2. Die gibt es für 18-20 € derzeit in Baumärkten

Wo hast Du denn die gesehen?

Feucht ists mir überhaupt nicht , auch nicht im Sommer da ich mit meiner überdimensionierten Solaranlage dann den Keller heize und den Überschuß verbrauche.

Sind denn die Rasterleuchten den Einzelleuchten in Lichteffizienz überlegen? oder wäre das auch eine preiswerte Möglichkeit?

Viele Grüße aus Dachau nach Erding

Rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Do 14. Jan 2016, 19:15 
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gluehstrumpf hat geschrieben:
1. Du empfiehlst mir 2 reihige IP65 Rasterleuchten
2. Die gibt es für 18-20 € derzeit in Baumärkten
Wo hast Du denn die gesehen?

Hallo Rudi,

keine Rasterleuchten, aber IP65-Wannenleuchten.
Die günstigsten (17,99) hab ich bisher im Globus Baumarkt gesehen (und auch gekauft):
http://www.globus-baumarkt.de/de/article/380870_trendline-lichtleiste-2-x-36-watt-ip-65.html
In anderen Baumärkten (OBI, Hagebau) hab ich vergleichbare Leuchten für 19,99 gesehen.

Mit acht (8) solcher Leuchten hab ich meine teilweise als Werkstatt benutzte Doppelgarage (46qm) bestückt. Der Teil der Decke, der durch's geöffnete Garagentor verdeckt wird, ist nicht beleuchtet. Wäre es eine reine Werkstatt dieser Größe, hätte ich 12-15 dieser Leuchten verbaut (natürlich in Gruppen schaltbar) ... lieber zu viel Licht, als zu wenig ...

Beim Globus Baumarkt (Mühldorf) gibt es auch die doppelten LED-Lichtleisten für 29,99, die find ich aber im Online-Angebot nicht.

Übrigens, nur am Rande: Rasterleuchten sind solche:
http://www.globus-baumarkt.de/de/article/403504_starlicht-rasterleuchte-office.html
Die sind natürlich viel schöner, von der Lichtausbeute her wesentlich besser (T5 statt T8 und polierter Reflektor), aber halt auch wesentlich teurer. Außerdem sind sie völlig ungeschützt, also eher was für's Büro als für die Werkstatt.

Gruß
- Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Fr 15. Jan 2016, 08:09 
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Ich hab seit 26 Jahren einfach freie billige Neons an der Decke und bisher noch nie eine beschädigt.
Aus diesem Grund kommen die Rasterleuchten für mich schon in Frage.
Grundsätzlich hab ich was gegen Leuchten bei denen der Lichstrom beeinträchtigt wird, so eben bei den Wannenleuchten, da ist das bei den Rasterleuchten schon viel besser.

Bin mir nur noch im unklaren welchen Abstand ich brauche da die Decke so niedrig ist.

Dank Dir für Deine Hilfe ! :hi:

Gruß Rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Sa 16. Jan 2016, 10:25 
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ich hab gebrauchte Rasterleuchten im Auge und bin mit dem Verkäufer in Kontakt um die technischen Einzelheiten noch abzuklären. Lichtfarbe - Lumenstrom der Röhren fehlen mir noch.

Nach einem "Lichtrechner" bräuchte ich 9- 12 dieser Leuchten( je nach verwendeten Röhren) dann käme ich rechnerisch auf ca 1000Lux in meiner Werkstatt.

Das wird schon eine größere Umbauarbeit, aber ich freue mich drauf und bin gespannt wie es sich dann arbeiten lässt.

viele Grüße
Gluehstrumpf


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Sa 16. Jan 2016, 13:14 
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Beim Bauhaus gibt es gerade günstig LED-Lichtleisten (also wie Neonröhre mit Halter).

25Watt, 153cm lang für Euro 19,95

https://www.bauhaus.info/moebel-kuechen ... y=10000267

Oder 20Watt, 123cm lang für Euro 14,95

https://www.bauhaus.info/moebel-kuechen ... y=10000267

Habe mir mal eine Lange für den Bastelkeller bewilligt und finde das Licht prima.

Die Konstruktion ist recht minimalistisch-filigran, Anschluss erfolgt 2-adrig (da Schutzklasse 2).
Ich habe mir ein Kabel mit ein geschleiftem Schalter und Eurostecker dran gemacht.
Und die Leuchte provisorisch an Kabelbindern von den Auslegern eines Regales abgehängt.

Bei Deckenmontage:

die Kabelzuführung ist wohl nicht von außen vorgesehen (wie an den Enden),
sondern die Leuchte ist wohl dafür gedacht,
auf einem Kabel zu sitzen, welches aus der Decke kommt.

Das eingebaute Schaltnetzteil surrt ein wenig.
Keine Ahnung ob das ein Ausreißer ist, oder ob die das alle machen.

Für mich ist die Qualität sonst ok und das Licht für mich wirklich gut.

Grüße von
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Sa 16. Jan 2016, 13:42 
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Danke für den LED - Tipp,

aber von LED wurde mir abgeraten, ich hab in der Ecke einen kräftigen Ofen stehen, im Raum selber hab ich oft über 25 Grad und an der Decke zwischen 35 und 50 Grad

da machen die LED nicht lange mit. Hab ich auch schon an einem Strahler gemerkt welcher 4m vom Ofen entfernt ist.

Gruß Gluehstrumpf


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: Sa 16. Jan 2016, 22:49 
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Ich hätte zwar auch noch etliche solcher grossen Leuchten rumfliegen, aber das rentiert sich nicht, sind zusammen wohl an die 500km, sind auch KVG.
Die würd ich, wenn schon Neukauf, nicht mehr nehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Deckenbeleuchtung meiner Kellerwerkstatt erneuern?
BeitragVerfasst: So 17. Jan 2016, 00:30 
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Die Bauhaus LED-Leisten besitzen im Zusammenhang mit einer weissen Decke ein sehr unangenehmes Licht. Ich war so blöd und habe mir eine davon in einem Kellerraum installiert. Geht (meines Erachtens) gar nicht zum arbeiten.

Bei dem Ofen, also wenn der so heiß wird, dass es der LED schadet, dann kannst du auch ganz sicher nicht in diesem Bereich arbeiten und brauchst direkt am Ofen auch kein Licht. Normalerweise können LED Temperaturen bis ca 100 Grad Problemfrei verkraften. Zumindest werden viele LED so im Datenblatt ausgewiesen.

Ich nutze in meinem Arbeitsraum (Garagengröße) neutral weisse 128W LED, also 8X120cm Länge.

Das Licht gefällt mir sehr gut. Man sieht einfach sehr viel und hat kaum Schatten.

http://www.ebay.de/itm/2-10x-120-90-60C ... UGL8dgITRg

_________________
Optimum Säulenbohrmaschine, Pedrazzoli 275 Super Brown, Cloos WIG, Emco V10P mit FB2, Mondiale Viking, Bandsäge vom Kistenschieber.


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