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 Betreff des Beitrags: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 17:39 
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Guten Abend in die Runde.
Ich habe vor einer Woche eine Pfaff Overlock 786 gekauft. Dabei handelt es sich um eine Overlock Nähmaschine aus den achtziger Jahren aus japanische Herstellung. DieMaschine ist in sehr guten Zustand und ich habe sie schnell wieder instandsetzen können. Nun wollte ich zu meinem lokalen Nähmaschinenmechaniker, und die Messer nachschleifen lassen. Diese Maschine kettelt einen Saum und schneidet den überflüssigen Stoff direkt ab. Leider ist die Schleifscheibe des Nähmaschinenmechaniker’s gebrochen. Am 25. Februar soll die Maschine meiner Frau zum Geburtstag geschenkt werden und die Woche drauf hat sie direkt einen Kurs, um mit dem Maschinchen auf Du und Du zu kommen. Da ist ein bisschen Zeitdruck auf der Sache.
Ich habe zwar eine Drehmaschine und einen Proxxon Schleifer, habe aber nicht so richtig eine Idee wie ich die Messer darauf selber schleifen soll. Abziehen müsste ich sie ja dann auch noch, oder? Ich habe auch noch eine Diamantscheibe, die auf meinem Schleifbock ist, mit der ich auch schon Hartmetalldrehmeißel nachgeschliffen habe.
Ich benötige also entweder einen guten Tipp, wie ich die Messer selber schleifen kann (ich glaube das gerade Messer hat eine aufgelötete Hartmetallschneide) oder jemanden hier in der Region um Düsseldorf, der mir die Messer gegen Lohn gerade schleift.

Selberschleifen wäre natürlich geiler und auch eine Sache der Ehre. Aber wie haltern und den Winkel treffen?

Danke für Ideen und Hilfe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 18:26 
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Die Winkel siehst Du doch an Deinen vorhandenen Messern. Einfach mal an die stehende Schleifscheibe halten und schauen, ob Du da ran kommst. Ich habe die immer an einer sehr feinen Diamantscheibe geschliffen und nur den Grat noch etwas abgezogen, sonst nichts. Ist kein Hexenwerk, auf's Grad kommt es da sowieso nicht an.

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Grüße | Dominik


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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 19:02 
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Das hört sich ja grundsätzlich ermutigend an. Nur noch mal gerade für den Neuling beim Schleifen: Was genau bewirkt abziehen und wie wird es gemacht?
Im Internet sieht man bei Messern immer, dass mit einem sehr feinen Stein gegen die Schneide gearbeitet wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 19:26 
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Ich würde da von Hand (nix Proxxon!) mit einem feinen Schleifstein nachschleifen - dabei kann man auch den Winkel beibehalten.

Sowas: https://www.zamro.de/product/ABE6F/schl ... gLAAvD_BwE

In ganz feiner Körnung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 20:12 
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Ich habe einmal gehört, dass bei diesen Messern nur die Fläche geschliffen wird ..... ich habe es aber noch nie gemacht..... :-(

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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 21:03 
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Falls da wirklich ein HM-Plättchen drauf sitzt, kann man mit Abziehen nix erreichen. Es gibt aber für sehr wenig Geld in der Richtung 5€ oder leicht darüber 3 Abrichtplatten, welche mit Diamant belegt sind.
Z.B. hier, http://www.ebay.de/itm/3-Stueck-Diamant ... 0838801862 ist aber reichlich teuer, beim Norma kosten die gewöhnlich 5 oder 6€. Nie passte der Spruch besser: es ist besser Werkzeug zu haben, das man nicht braucht, als Werkzeug zu brauchen, das man nicht hat.
Du kannst natürlich auch einfach eine Diamantfeile nehmen, damit dauerts halt einiges länger, weil die Teile meist nur so an die 5mm breit sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 21:38 
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werckler hat geschrieben:
Das hört sich ja grundsätzlich ermutigend an. Nur noch mal gerade für den Neuling beim Schleifen: Was genau bewirkt abziehen und wie wird es gemacht?
Im Internet sieht man bei Messern immer, dass mit einem sehr feinen Stein gegen die Schneide gearbeitet wird.


Du schleifst auf jeden Fall nur die Stirnseiten (die schmalen Seiten), wie bei Scheren. Auf keinen Fall auf der Fläche schleifen, höchstens abziehen. Nur wenn dort Grate sind (z.B. durch Kollisionen in Folge zerhackter Nadeln), diese vorsichtig egalisieren.

Das gerade Messer ist HM-Bestückt und sieht auf dem Bild noch gut aus (soweit man das darauf beurteilen kann), das gebogene Messer sieht jedoch so aus, als hätte es einige Einschläge (oder es sind Reflektionen von der Unterlage). Einschläge sind nicht ungewöhnlich, da schon mal eine übersehene Abstecknadel zerteilt wird... Von Hand würde ich nicht schleifen, beim HM-Messer ist auch geringer Abtrag mühsam und beim Gegenmesser muss wegen Einschlägen meist mehr Material weg.

Wenn möglich gegen die Schneide schleifen, so umgehst Du die Gratbildung. Beim HM-Messer ist das ganz besonders wichtig, hier gibt es keinen Grat sondern Ausbrüche. Aber hier ist das Schleifen auch kein Problem, da kommt man gut ran. Beim gebogenen Messer musst Du es halt probieren, je nach Schleifscheibenform kann es sein, dass Du ohne Umbau nicht oder nur schlecht gegen die Schneide schleifen kannst. Beim mit der Schneide schleifen bildet sich ein Grat, der zunächst Schärfe vortäuschen kann, aber die würde nur ganz kurz halten. Weiterhin ist das Schneiden der Stoffe etwas anspruchsvoller als Papier etc. Wenn die Schneiden nicht glatt sind ist der Schnitt unsauber und ausgefranzt oder es zieht Fäden.

Beim Abziehen legst die Messer mit der Innenseite (wo sie gegeneinander laufen) auf einen planen Schleifstein (besser Diamantstein), und schiebst die Messer mit der Schneide voran über den Stein. Auch die geschliffene Fläche mit dem Stein nachbearbeiten, wenn Du keinen feinen Schleifstein auf der Maschine hast.

Wenn es komplett in die Hose geht, musst Du für 20-40 Euro neue Messer kaufen ;)

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Grüße | Dominik


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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 22:23 
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Hallo Dominik!
Das klingt gut. Ich habe noch einen kleinen Abziestein, mit dem komme ich in das obere Messer rein. Hab ich schon getestet. Dann liegt es schön flach auf und ich kann es von Hand sehr gut führen. Das obere Messer hat wirklich ein paar Macken, das hast Du genau richtig gesehen.

Besten Dank für die guten Tipps. Wenn die Maschine läuft, werde ich mal ein Schnittbild hier posten.

Bis dahin ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 23:39 
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Zitat:
Du schleifst auf jeden Fall nur die Stirnseiten (die schmalen Seiten), wie bei Scheren. Auf keinen Fall auf der Fläche schleifen, höchstens abziehen.


Selbstverständlich werden bei einer Schere auch die Flächen geschliffen!
Ansonsten müßte man von den Schneiden zu viel abnehmen um die "Macken" wegzuschleifen.
Die "Flächen" einer Schere sind übrigens leicht hohl geschliffen.

Ich würde mir die Abnutzung erst mal dahingehend ansehen, wie viel Material weg muß und wie weit die Schneiden dann noch überlappen.

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Viele Grüße, Markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Overlock Nähmaschinenmesser nachschleiften
BeitragVerfasst: Di 16. Jan 2018, 10:10 
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dr.markus hat geschrieben:
Selbstverständlich werden bei einer Schere auch die Flächen geschliffen!
Ansonsten müßte man von den Schneiden zu viel abnehmen um die "Macken" wegzuschleifen.


Wenn ein Laie die Fläche schleift, kann er die Schere gleich wegschmeißen, wenn er dabei nicht das Gewerbe mit bearbeitet oder Zug und Drall anpasst. Wenn die Schere nicht zum Draht schneiden vergewaltigt wurde, reicht das Schleifen der Wate in 99,9% der Fälle.

Für den Hohlschliff hat sicher auch kein Heimwerker ein ausreichend großes Schleifrad. Davon abgesehen haben heutzutage die wenigsten Scheren noch einen Hohlschliff. Ich habe hier zwei Scheren mit Hohlschliff, beide über 30 Jahre alt. Selbst die sehr teure (dreistellig) Stoffschere meiner Frau hat keinen Hohlschliff. Der diente ja nur dazu, die Schere leichtgängig zu machend, das sind heutige Scheren aber auch ohne Hohlschliff.

dr.markus hat geschrieben:
Die "Flächen" einer Schere sind übrigens leicht hohl geschliffen.Ich würde mir die Abnutzung erst mal dahingehend ansehen, wie viel Material weg muß und wie weit die Schneiden dann noch überlappen.


Overlockmesser sind plan und ohne Hohlschliff. Wenn man die Planseite bearbeitet und das nicht auf einer Flächenschleifmaschine macht, kommt dabei höchstwahrscheinlich Murks raus. Die Messer machen hunderte Schnitte in der Minute. Wenn die Messer nicht absolut plan und parallel zu einander laufen, zerspant die HM-Klinge die Gegenklinge.

Die Überlappung ist kein Problem, eines der Messer hat in der Regel ein Langloch oder die Aufnahme ist verstellbar. Zudem kann man die Löcher auch etwas länger schleifen, sollte der Verstellweg nicht reichen. Wird er aber nicht brauchen, weil seine Messer mit Sicherheit noch nie nachgeschliffen wurden.

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