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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Fr 12. Jan 2018, 14:54 
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netsupervisor hat geschrieben:
Schade...

Sieht nach einem Bosch Ritzel (Anlasser) aus, gab es da nicht mal diverse Nachfertigungen?


Nee, das wird ein Planetenradblock für das Differenzial der alten Wehrmachtsgespanne von BMW und Zündapp.
Das sieht dann so aus:
Dateianhang:
Zahnradblock.jpg
Zahnradblock.jpg [ 55.8 KiB | 484-mal betrachtet ]


Die gibt's zwar auch als Nachfertigung, aber entweder nur als Komplettsatz oder in Osteuropaqualität.
Da ich die restlichen Zahnräder selber fräsen kann, war die Überlegung, das kleine Zahnrad vom Block stoßen zu lassen und das große dann zu fräsen.

Jochen hat geschrieben:
Das ist eine Aufgabe fuer die Stossmaschine, so wie hier gezeigt:


Eigentlich ist es eine Aufgabe zum Abwälzstoßen. Dabei ergibt sich automatisch die richtige Evolventenform. Ich denke, es ist zu aufwendig, einen Stoßstahl mit der präzisen Zahngeometrie zu schleifen. Für eine Keilwelle mit geraden Flanken ist das schon einfacher.
Eine weitere Überlegung ist, die beiden Teile einzeln herzustellen und per Laser radial zu verschweißen. Dabei sollte die Einschweißtiefe aber mindestens 4 mm betragen. Vielleicht weiß ja jemand einen bezahlbaren Laserschweißer.

Gruß

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 00:34 
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Falls beim Schweißen eng wird:

Für Einschweißtiefe auch schon mal Elektronenstrahl-Schweißen in Betracht gezogen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektronenstrahl-Materialbearbeitung

Hab ich früher mal gemacht, extem dünne oder kleine Teile verschweißen...
Ich habe aber keine Ahnung ob da Laserschweißen gleichauf liegt, oder für deinen Anwendungsfall besser geeignet wäre... :klugscheiss:

Gruß,

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 01:03 
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Wegen der Meißelgeometrie: Die passende Evolvente könnte man ja vergrößert aufzeichnen. Mit einer großen Schablone könnte man das Profil dann mittels Kopierfräsmaschine auf den Meißel zu übertragen.


Andererseits könnte man auch auf der gewöhnlichen Stoßmaschine abwälzstoßen:
https://www.youtube.com/watch?v=UMYGUXgR7EA



Gruß
David


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 09:12 
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@ Rainer:

Elektronenstrahlschweißen ist sicher die bessere Wahl. In meinem früheren Leben hatte ich auch mal eine Zugriffsmöglichkeit darauf und das bei einer ähnlichen Anwendung auch genutzt. Leider besteht dieser Zugriff nicht mehr. Die Elektronenstrahlschweißanlagen dürften deutlich teurer sein als die Laseranlagen, die es heutzutage ja fast an jeder Ecke gibt. Daher bin ich davon ausgegangen, dass eine Laserschweißung spürbar billiger ist als eine Elektronenstrahlschweißung. Und Laserschweißungen gibt es auch mit Schweißtiefen von 4 - 5 mm. Aber ich werde auch mal bei Elektronenstrahlschweißern anfragen. Falls jemand einen weiß, der ein Herz für Bastler hat, bin ich für eine Info dankbar.

@ David:

Leider hab ich selber keine Stoßmaschine :cry:
Und ich denke, der Aufwand für solche Speziallösungen ist hier zu groß. Ich hatte gehoft, dass jemand eine "Plug-and-Play" Möglichkeit hat. Aber die Technik aus dem Video ist schon interessant.

Gruß

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 13:48 
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Hallo Oldie-Mike,

Ich schlage folgende Loesung vor:
Beide Zahnraeder werden gefraest, entweder waelzgefraest oder modulgefraest. Das kleinere der beiden hat quasi ein Rohr dran, das grosse eine Bohrung, die sauber auf diesen "Rohrstutzen" passt. Auf der linken Stirnseite des grossen Rades hast du an Rohr und grossem Zahnrad kernige 45 Grad Senkungen -- und nun verschweisst du das an der Stirnseite, am besten per WIG. Das wird 100% halten. So habe ich schon Kurbelwellen gebaut.

Viele Gruesse
Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 14:08 
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Reibschweissen wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit.

Das Elektronenstrahlschweissen kenne ich noch von früher als damit Kolben geschweisst wurden. Wobei das Axialschweissen nicht so ohne war. Wegen des nötigen Vakuums müsste der ES-Schweisser auch noch über einen passenden Behälter für die Schweissanlage verfügen.

Hans

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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 17:57 
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@ Frank:

Ich nehme an, Du meinst etwas in dieser Art:
Dateianhang:
Schweißgruppe.JPG
Schweißgruppe.JPG [ 65.55 KiB | 231-mal betrachtet ]

Hatte ich auch schon als Rückfallösung im Auge. Da ich WIG Schweißen kann, werde ich es wohl so machen. Das "Rohr" wird dann im Durchmesser noch etwas dicker und die 12er Durchgangsbohrung wird erst zum Schluss gebohrt. Besten Dank für Deine Erfahrungen. Was hast Du denn für Kurbelwellen so gebaut?

@ Hans:
Reibschweißen wäre auch eine elegante Lösung. Aber ich fürchte, man braucht dann mindestens 20 Teile Vorlauf um die Maschine einzustellen. Ist sicher was für kleinere Serien.

Also Dank an alle, ich werde wohl die von Frank vorgeschlagene Lösung nehmen.

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 18:20 
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Hallo!

Das mit dem Zahnrad hobeln ist einfacher als gedacht.
Wenn ich (endlich) mit Hausbauen fertig bin, werde ich einen Hobelapparat für den
Haushaltshobel bauen und gut dokumentieren. Ist keine Hexerei.

:o

Hat zufällig wer einen Tipp für einen Leim der so schnell abbindet, dass man die Zwingen
schon nach einer Stunde woanders verwenden kann?

Danke,

Alexander


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 18:29 
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Hallo Alexander

Ponal Express (ich denke es war Holz gemeint) bei entsprechender Temperatur offene Zeit so 5 Min angeblich nach 10 min fest, ich warte meist länger.

Gruß Mike


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahnrad stoßen
BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 18:43 
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Eine Stunde reichte schon für den langsamen Standardleim.
Ponal express ist wirklich schnell. Aber wie immer bei derartigen Dingen ist die Temperatur wichtig.

Hans

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Bauberichte Thread #12691

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