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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: So 9. Jul 2017, 18:04 
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So, hier liegt das Trum nun da. Ich hatte ja Glück im Unglück, denn die Maschine ist sauber über den Elektrokasten und dann über das Vorschubgetriebe abgerollt und mit der Getriebeeingangsachse auf dem Hozbrett aufgeschlagen. Wobei die Fräsmaschine beim Abrollen seitlich gegen den Hobelbank gekippt ist, und so der Aufprall auf dem Hozbrett doch relativ gedämpft und gebremst erfolgte.
Problem war jetzt, dass die Maschine auf der Getriebeeingangsachse sowie dem Elektrokasten lag. Wir sprechen hier mal von um die 600kg die bewegt werden sollen, und weiter Schäden an Elektrokasten, Getriebe oder Vorschubgetriebe wollte ich keine riskieren:
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Also mussten all diese Teile demontiert werden: Lange habe ich über der technischen Zeichnung gebrütet bis ich sicher war, dass das Vorschubgetriebe nur mit zwei (!) Schrauben am Sockel festgeschraubt ist. Also musste ich zuerst den Abschlussdeckel mit den Getriebeschaltknöpfen, und dann die Zwischenplatte, welche als Lagerung der beiden Getriebewellen fungiert abschrauben. Anschliessend konnte ich zwischen den Zahnräderen mit einem Inbusschlüssel die beiden Schrauben ertasten und lösen. Bevor man aber das Getriebe nach hinten rausziehen kann, muss man auch noch die Freilaufnabe vom Keilriemenrad des Schnellvorschubes lösen. Es war nicht ganz einfach die Deckel und das Getriebe selbst abzunehmen, da eine aushärtende Dichtmasse verwendet wurde. Sprich das ganze hatte zusammengeklebt und musste gewaltsam mit Meissel und Hammer vorsichtig getrennt werden. Ich hasse solche Aktionen auf das stärkste, weil man nie sicher ist, ob man doch vielleicht nicht irgendwo eine Schraube übersehen hat... Ist aber alles gut gegangen!
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Natürlich habe ich mich nicht einfach unter die Maschine gelegt und das Vorschubgetriebe ausgebaut, sondern die umgekippte Maschine mit einem Rohr und dem Motorkran gesichert, was die ganze Demontage nicht wirklich vereinfachte. Trotz allem habe ich unter der Maschine arbeitend Blut geschwitzt und geflucht, dass sich die Balken bogen...
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Dann habe ich den ganzen Verstellmechanismus für den Y-Schlitten ausgebaut. Da ich keinen passenden Schlüssel um die Mutter des Handrades zu lösen hatte, bastelte ich mir aus vier Messingstiften und einer 30er Nuss ein brauchbares Werkzeug:
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Anschliessend habe ich die Vorgelege Riemenscheibe abmontiert um die Maschinensäule besser fassen und abstützen zu können:
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Jetzt lag die Maschine nur noch auf der Getriebeeingangswelle und dem Elektrokasten. Mit Holzblöcken, Wagenheber und Motorkran brachte ich die Maschine in horizontale Lage und demontierte den Elektrokasten:
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Jetzt endlich konnte ich den Elektrokasten abschrauben und die Maschine in horizontaler Position sichern.
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Was mich bis jetzt masslos ärgert ist die Tatsache, dass ich jetzt schnell die X-Führung hätte einstellen können!!! So einfach wird es nie mehr gehen, aber eben, ich war nach wie vor zu gestresst und mit dem Aufrichten beschäftigt, dass ich diesen Gedanken wieder verdrängte.
Ich habe dann die Maschine mit dem Motorkran an der Getriebeingangswelle langsam angehoben. Um ein unkontrolliertes abkippen nach vorne zu vermeiden, habe ich mit dem Wagenheber vorne abgestützt: Den Wagenheber ein wenig abgelassen, dann mit dem Motorkran angehoben bis der Sockel mit dem Wagenheber wieder in kontakt kam. Zusätzlich musste ich den Motorkran nach hinten gegen die Wand abstützen, und von Zeit zu Zeit den ganzen Motorkran nach vorne schieben, da ja die Fräsmaschine mit zunehmender Aufrichtung sich immer weiter nach vorne verschob. Ein endloses Spiel, cm um cm von allen Seiten nachjustieren... :? spassig war das keineswegs....
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Aber jetzt steht sie endlich wieder auf eigenen Füssen:
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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: So 9. Jul 2017, 18:30 
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Guten Abend,

da hast Du aber eine ganze Hundertschaft Schutzengel gehabt :o

Daß Du nach der Aktion noch Nerv hattest, Fotos zu machen und zu berichten verdient :respekt:

Hoffentlich gestaltet sich die eventuelle Aufarbeitung und Arbeit problemloser!

Viele Grüße

Harald


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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: So 9. Jul 2017, 19:40 
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Servus

das ist ja nochmal gutgegangen ich finde es gut wenn auch Missgeschicke gezeigt werden um Nachahmung zu verhindern :| .

Ich habe früher Trafos rangiert die haben so kleine innenliegende Räder unten dran und der Schwerpunkt liegt auch ganz weit oben, da haben mich die alten Hasen gut geschult. Niemals mit Schwung, Gewalt, oder mal ne Notlösung das geht schief, das habe ich mir gemerkt und bisher ist es auch gut gegangen.

Hat der Habegger die Scherstifte auch halb in der Welle und im Mitnehmer? Hatte früher auch so einen Seilzug zum Bäume fällen damit die Wurzel mit rausgeht. Da war ein dicker Apfelbaum da hat der 2.5 t ausgelöst obwohl das Seil in 3m Höhe angebracht war, habe den Baum dann ausgegraben 1,5m tief dann kam er raus.

Gruß Mike


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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: So 9. Jul 2017, 21:22 
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Ja das ist mal wieder so eine Geschichte, die das Leben schreibt: Die riskannte und waghalsige Aktion die Treppe runter geht unfallfrei von statten :2up: , aber ganz am Schluss, wenn alle denken jetzt kann nix mehr passieren, alle gefährlichen Arbeiten sind erledigt, passiert das große Unglück :o

(Siehe das Schicksal Michael Schumacher)

Ich denke wir sind alle froh, dass dir und deiner Frau dabei nix passiert ist. Und die Maschine ist auch kein Schrott.

Gruß Dominik

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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: So 9. Jul 2017, 22:27 
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Harald F. hat geschrieben:
Da hast Du aber eine ganze Hundertschaft Schutzengel gehabt :o
Hoffentlich gestaltet sich die eventuelle Aufarbeitung und Arbeit problemloser!

Ja, das kann man sagen!!! Und genau, das Tal der Tränen ist durchschritten (oder heisst es durchlitten? ) Ab jetzt macht die ganze Sache wieder viel Spass :-)


astoba hat geschrieben:
Niemals mit Schwung, Gewalt, oder mal ne Notlösung das geht schief, das habe ich mir gemerkt und bisher ist es auch gut gegangen.
Hat der Habegger die Scherstifte auch halb in der Welle und im Mitnehmer? Hatte früher auch so einen Seilzug zum Bäume fällen damit die Wurzel mit rausgeht.

Tia, das kann ich unterschreiben: es muss smooth gehen, sonst stimmt was nicht und eine andere Lösung muss her. Es wäre soooo einfach gewesen, ich hätte die Fräsmaschine vorne mit dem Motorkran ein wenig anheben müssen... aber eben
Wegen dem Scherstift, da habe ich nicht nachgeschaut wo der steckt. Muss aber sehr einfach zu wechseln sein. Und genau, die Habegger werden sehr oft für Holzerarbeiten eingesetzt. Es gibt vermutlich keinen Bauer in der Schweiz, welcher nicht mind. einen solchen Habegger besitzt.


Tech-Nik hat geschrieben:
...aber ganz am Schluss, wenn alle denken jetzt kann nix mehr passieren, alle gefährlichen Arbeiten sind erledigt, passiert das große Unglück :o

Genau, das ist die zweite Lehre aus der Geschichte: Kein Stress bei solchen Aktionen. Nix geht schnell wenn man keine Erfahrung hat, dann muss man halt wohl oder übel nochmals alles durchdenken, und nicht in a :freu: ktionitis verfallen...


Aber egal, wie gesagt, ab jetzt geht es gefreut weiter :freu: auch wenn die Maschine momentan noch keine Späne um sich wirft, so bin ich sicher, dass sich der ganze Aufwand lohnen wird!

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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: Mo 10. Jul 2017, 13:32 
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Der Harald hat Recht, wenn er von einer Hundertschaft Schutzengel spricht. Nicht viele können von sich behaupten, sie hätten eine Fräsmaschine umgeschmissen, die dann auf Getriebeeingangswelle, Vorschubgetriebe und Elektrokasten gelandet sei, und dabei ist so gut wie nichts kaputt gegangen ;-) Was hat denn Deine bessere Hälfte zu dem Stunt gesagt?

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Grüsse, Gabriel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: Mo 10. Jul 2017, 14:03 
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Hallo Tom
Hut ab! Dank für's zeigen und das Du es mit Humor nimmst. Du hattest ja riesen Glück, dass deine Maschine schon richtig zerlegt war, so das weniger Anbauteile defekt gehen konnten und der Guss nirgends gebrochen ist.
Ich denke Du hast bei deiner Aktion sehr viel gelernt und das Glück einer hilfsbereiten verständnisvollen Frau.
Ob 150kg oder 700kg verschieben ist halt schon nochmals ein grosser Unterschied.
Hätte ich was gewusst, hätte ich Dir 1-2 Set passende Schwerlastrollen und einen Kettenzug etc. ausgeliehen.
Mit dem passenden Anhänger und Material, ist der "halbe Umzug" in der Regel schon gemacht.
Nun bin ich gespannt wie es weiter geht mit deiner Sixis 103
Beste Grüsse
Thomas

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Drehbank:.........Schaublin 102-VM W25,
Fräsmaschine:....Aciera F3 W20, Rawyler TF2 W12
Schleifmaschine:.Ifanger F300, Strama 75 III


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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: Di 11. Jul 2017, 21:45 
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Frown hat geschrieben:
Was hat denn Deine bessere Hälfte zu dem Stunt gesagt?

Um ehrlich zu sein, wir haben uns angeschwiegen :-) Ich meine, man muss das nicht erleben, aber wenn so was passiert, dann flipst Du entweder aus, oder Du schaust Dir das Unglück ungläubig an und sagst nix mehr. Ich weiss nur, irgendwann sagte ich: Zum Glück ist niemandem etwas passiert... Und ich meinte das auch ernst, denn in sochen Momenten wird Dir klar, das hätte auch ganz anders ausgehen können.

teralu hat geschrieben:
Du hattest ja riesen Glück, dass deine Maschine schon richtig zerlegt war, so das weniger Anbauteile defekt gehen konnten und der Guss nirgends gebrochen ist.


Ja, das ist wirklich ein riesen Glück gewesen, dass da nicht mehr viel an der Maschine dran war. Auch dass sie sich gemütlich an die Hobelbank angelehnt hat, hat definitv auch schlimmeres verhindert.
Trotz allem, ganz wenig ist schon kaput gegangen, das werde ich, wenn ich wieder zuhause bin, zeigen. Und ob die Maschine wirklich keinen grösseren Schaden davon getragen hat, wird uns dann der Granitwinkel und die Messuhr erzählen. Aber soweit bin ich noch nicht, werde aber auch davon berichten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: Mi 12. Jul 2017, 17:21 
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Ja Ja, die Schweitzer haben Humor.

Du hast echt Eier in der Hose. Als ich die Bilder mit dem ablassen der Maschine gesehen habe dachte ich noch, boaa , die Jugend, das muss ein Mathematiker sein, der den Schwerpunkt vorher ausgerechnet hat und die Befestigungen exakt platziert hat. (ich hätte eine Gänsehaut bekommen) Aber es war nur Glück und danach Banal Pech.
Hoffe das deine Fußbodenheizung und Maschine kein Schaden genommen hat. Und der Haussegen wieder richtig steht,

Hauptsache deiner Frau und Dir geht es gut. Mit der Katz wäre nicht so Schlimm gewesen. Nur blöde Putzerei.

Grüsse aus dem Rheinland
Uwe


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 Betreff des Beitrags: Re: Sixis 103, meine Traummaschine :-)
BeitragVerfasst: Sa 12. Aug 2017, 23:25 
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Ja ja, Humor ist wenn man trotzdem lacht :gut:

Nun denn, da wollen wir uns doch mal den Schaden zu Gemüte führen: Wir erinnern uns, Fräse kippt (von Frau umgeworfen :respekt: ) doch Glück im Unglück scheint die Fräse mehr abgerollt als auf dem Boden aufgeschlagen zu sein. Hier die Getriebeeingangswelle welche auf dem Holzbrett einen kleinen Krater hinterlassen hatte:
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Keilriemenscheibe abgezogen, Pupitaster angeschlagen und den Schlag an der Getriebeeingangswelle gemessen: Ufffff, nur 3/100 Schlag :flehan:
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Die Welle läuft leichtgängig, nur lässt sich das Getriebe nicht mehr schalten... also zerlegen und nachschauen. Den grossen runden Getriebedeckel auf der Seite abgenommen. Oder besser gesagt abgemeisselt. Wie alle Dichtflächen wurde auch diese mit einer aushärtenden, schwarzen Paste abgedichtet. Da half nur noch Stechbeitel als Keil und Hammer... aber nur gaaaanz vorsichtig, es braucht nicht viel, und die Dichtflächen sollten keinen Schaden nehmen. Hier unten im Bild sieht man den runden Getriebedeckel in welchem der Schalthebel sitzt mit welchem die drei Gänge geschaltet werden können. Mangels Kenntnis habe ich den Schalthebel von der Schaltwelle abgezogen, ich wollte nicht noch eine Schaltgabel oder ähnlich ruinieren. Natürlich habe ich die Stellung des Klemmschlitzes auf der Welle markiert... nur wäre es absolut nicht nötig gewesen den Hebel von der Welle zu trennen, da die Schaltklaue ganz entspannt mit dem Deckel rauskommt und sich nirgends verfangen kann... Ärgerlich, denn jetzt werde ich mich mit der "richtigen" Einstellung der Schaltgabel herummühen müssen, aber wenigstens ist nicht noch mehr kaputt gegangen.
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Und hier der Schaden: Die Getriebeeingangswelle ist ein paar Millimeter in das Getriebe geschlagen worden, wodurch der Absatz der Lagerbohrung im hinteren Getriebedeckel ausgebrochen wurde:
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Hier sieht man auch sehr schön wie auch das gegenüberliegende Getriebewelleingangslager weiter in die Bohrung getrieben wurde.
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Mhhhhh, jetzt muss halt das ganze Getriebe raus! Also in bewährter Manier mit Stechbeitel, Pneumontiereisen und letzlich mit Zweiarmabzieher die hinter Getriebeplatte demontiert. Dabei ist mir erneut ein Missgeschick unterlaufen: Die untere Getriebewelle wird hinter den Lagern im Deckel mit einem Seegerring gesichert: dadurch habe ich natürlich bei den ersten Schritten mit Stechbeitel und Pneumontiereisen die gesamte untere Welle mit abgezogen. Das ist maximal Ärgerlich, da ich mir jetzt irgend etwas einfallen lassen muss, wie ich die Welle wieder in die ursprüngliche Position bringe... Also Seegerring entfernt und Deckel abgezogen.
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Jetzt muss das Doppelzahnrad auf der unteren Welle raus. Mit Hilfe von Schlossschrauben kein Problem :irre:
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Jetzt wird die Eingangswelle gezogen. Weil die untere Welle eingebaut bleibt, kann die Welle nur über die runde Öffnung ausgefahren werden:
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Und jetzt kommt die Stunde der Wahrheit: Wie stark ist die Getriebeeingangswelle beschädigt worden? Ich habe die Welle an den beiden Lagerstellen auf Prismenböcke gelegt und dazwischen den Rundlauf gemessen: 0.00mm :freude: der Pupitaster zuckt nicht mal wenn ich die Welle drehe! Also im Getriebe drin mal Grünlicht!
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Und wie sieht es ausserhalb des Getriebes aus, da wo die Riemenscheibe läuft? 3/100mm so wie schon im eingebauten Zustand gemessen! Ich glaube damit kann man leben?? Oder findet ihr 3/100 Schlag bei einer Riemenscheibe zuviel?
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