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 Betreff des Beitrags: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Mi 4. Jan 2017, 23:29 
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Hallo,
erstmalig will ich auf meiner Drehe (Optimum D320x920 DPA) ein Gewinde drehen. Also habe ich mich mit der Vorschubtabelle beschäftigt:

Bild

1 mm Steigung soll es werden, also stellte ich die Knöpfe:

Bild

Doch bei A-1-C-T kam statt der erwarteten 1,0 mm Steigung nur 0,17 mm heraus. Also flugs noch einmal die Zahnräder kontrolliert:

Bild
Bild
Bild
Bild

Das müsste doch stimmen, oder?

Da ich der DPA-Anzeige noch nicht so recht über Weg traue, habe ich einen Messschieber auf das Bett gelegt und die Spindel 10 Umdrehungen auf der langsamsten Stufe (65/min) laufen lassen und den abgelesenen Wert durch 10 geteilt:
Bild

Dabei kam heraus, dass keiner der Vorschubwerte irgendwie brauchbar ist:

Code:
a   Kn1   Kn3   Kn4   mm/Umdr.
30   A      C   R      0,13
30   A      C   S      0,16
30   A      C   T      0,17
30   A      C   V      0,10
30   A      D   R      0,52
30   A      D   S      0,65
30   A      D   T      0,40
30   A      D   V      0,42
30   B      C   R      0,06
30   B      C   S      0,08
30   B      C   T      0,09
30   B      C   V      0,05
30   B      D   R      0,26
30   B      D   S      0,33
30   B      D   T      0,35
30   B      D   V      0,02


Bemerkenswerterweise bleibt der Knopf 2 mit den Zahlen 1-2-N-3-4 ohne Einfluss auf den Vorschub, der Vorschub ist also derselbe, egal, ob ich den Knopf auf 1, 2, N, 3 oder 4 einstelle. Sicher hat hier jemand dieses Modell und kann mir definitiv sagen, was da los ist.

Stelle ich mich zu neu an, oder liegt da irgendwas schief?

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Mi 4. Jan 2017, 23:36 
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Hallo,

deine Maschine steht nicht auf A-1-C-T sondern auf A-1-C-R!


viele Grüße

Edgar


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Mi 4. Jan 2017, 23:56 
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reloader hat geschrieben:
deine Maschine steht nicht auf A-1-C-T sondern auf A-1-C-R!

Das Bild illustriert nur die Knöpfe; ich wollte nicht für jede Möglichkeit ein Bild machen. Die Tabelle zeigt ja, dass bei A-1-C-T nur 0,17 mm/Umdr. vorgeschoben wird statt der in der Schautafel angegebenen 1,0 mm/Umdrehung. Mit keiner der Einstellungen erreiche ich 1,0 mm/Umdrehung auch nur annähernd, von den ebenfalls angegebenen 4,0 oder gar 4,5 mm/Umdr. gar nicht erst zu reden. Das kann ich mir nicht erklären.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 00:06 
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Hallo

Blöde Frage, kann das sein das du die Schlossmutter offen hast?

Also der Hebel am Werlzeugschlitten.

Ist nur so ne spontane Idee von mir.

Mfg Alex

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 00:13 
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Astradriver hat geschrieben:
Blöde Frage, kann das sein das du die Schlossmutter offen hast?
Also der Hebel am Werlzeugschlitten.
Ist nur so ne spontane Idee von mir.

Solche Ideen suche ich, also Dinge, an die ich nicht denke.
Aber in diesem Fall: nein, sonst würde sich da ja auch gar nichts bewegen. Oder meinst Du etwas anderes?

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 00:48 
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Also ich meine die Schlossmutter und nicht den Hebel für den Vorschub.

Wenn die Schlossmutter NICHT geschlossen ist fährst mit dem Vorschub Hebel auch nur nen normalen Vorschub.

Und so sieht es für mich irgendwie aus.

Mfg Alex

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 01:44 
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Nur mal so. Warum hast Du das 127er hinter dem 120er? Als Abstandhalter?

EDIT: Ich hab mal kurz gegoogelt. Die Maschine hat anscheinend Leit- und Zugspindel. Die Funktion ist Dir klar? Prinzip Schlossmutter auch?

_________________
Gruß
Larry

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 02:23 
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eXact Modellbau hat geschrieben:
Nur mal so. Warum hast Du das 127er hinter dem 120er? Als Abstandhalter?

Nee, hat keinen besonderen Grund. Ursprünglich saß oben ein 60er Ritzel, das ich gegen das 30er ausgetauscht habe, um auf die 1,0 mm/Umdr. zu kommen. Dabei habe ich alle drei Zahnräder einmal angenommen und nach den eingeschlagenen Zahlen gesucht. Eingesetzt habe ich die Zahnräder dann so, dass man die Zahlen sehen kann. Ich gehe mal davon aus, dass das keine Auswirkungen hat, weder auf die Übersetzung noch auf die Belastung.

Zitat:
Die Maschine hat anscheinend Leit- und Zugspindel. Die Funktion ist Dir klar? Prinzip Schlossmutter auch?

Ja, Leit- und Zugspindel hat sie, und ja, wie das funktioniert ist mir schon klar (auch wenn ich das noch nie zerlegt habe). Was mir hingegen fehlt, ist ein Anschlag, der den Vorschub abschaltet. Da habe ich immer Angst, am Ende des Gewindes ins Material zu fahren (auch beim normalen Vorschub).

Wie dem auch sei: ich habe noch ein wenig gebastelt, u.a. einen vermurksten Gewindebolzen ersetzt am Schwenkarm des mittleren Zahnrads. Da haben die Jungs doch glatt zwei Schlüsselflächen ins Gewinde gefräst, und das ausgerechnet an der Stelle, an der die Klemmmutter sitzt und ihre Kraft übertragen muss. Das kann ja nicht lange halten -was haben die sich nur dabei gedacht? Jetzt habe ich eine Schraube geköpft und zum Einschrauben des Bolzens stirnseitig einen Schlitz für den Schraubendreher eingesägt. Das reicht zum eindrehen und stört die Mutter nicht. Und wie ich so damit fertig bin, versuche ich mein Glück nochmal, und jetzt scheint alles in Ordnung zu sein. Weiß der Fuchs, wo ich da vorher hin gelangt habe; ist ja auch schon spät...

Danke Euch fürs Mitraten, auch wenn ich nicht weiß, was es denn nun war. Immerhin funktioniert es jetzt, und hoffentlich morgen auch noch. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 03:02 
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Beau Riese hat geschrieben:
Bemerkenswerterweise bleibt der Knopf 2 mit den Zahlen 1-2-N-3-4 ohne Einfluss auf den Vorschub, der Vorschub ist also derselbe, egal, ob ich den Knopf auf 1, 2, N, 3 oder 4 einstelle. Sicher hat hier jemand dieses Modell und kann mir definitiv sagen, was da los ist.

Ich habe eine D320, nur ohne DPA. Den Zeichnungen an den Schildern nach zu urteilen ist Deine etwas neuer aber das sollte keinen Unterschied machen in der Hinsicht. Den Fall dass der beschriebene Wählknopf keinerlei Einfluss auf die Leit(!)spindel hat ist bei einer ordnungsgemäss funktionierenden Maschine nicht möglich. Das wäre ein Defekt im Getriebe oder der Schaltkulisse.

In deiner Tabelle ist erwähnt:
BCV: 0,05
ACV: 0,10
BDV: 0,02
ADV: 0,42

Man sieht schön die Verdoppelungen in der Schaltfolge.
Bis auf BDV, das KANN(!!) nicht 0,02 ergeben es muss das DOPPELTE von ACV sein, also 10x mehr als bei Dir angegeben. Ist das ein Tippfehler oder wirklich so gemessen?
Ebenso stimmt ADT nicht, laut Tabelle 0,40 - laut Schild an der Maschine sollten das 0,696 sein.
Der Rest passt soweit ich das sehe und das sind alles ZUGspindelvorschübe.


Zitat:
Doch bei A-1-C-T kam statt der erwarteten 1,0 mm Steigung nur 0,17 mm heraus. Also flugs noch einmal die Zahnräder kontrolliert:

Das ist auch korrekt, allerdings für die ZUGSPINDEL.
ACT sind 0,174mm/rev am normalen Längsvorschub.

Hast Du GANZ sicher den Längsvorschub draussen und die Schlossmutter zu? Das ist der Hebel überm Ölschauglas des Schlosskastens wenn bei Deiner Version da nichts geändert wurde.
Achtung, wenn der normale Vorschub eingelegt ist sperrt er die Schlossmutter sodass sie nicht in Eingriff gebracht werden kann - und umgekehrt. Und das ist gut so.
Prüfe bei ausgeschaltener (besser ausgesteckter) Maschine ob das auch wirklich der Fall ist. Die müssen sich gegenseitig sperren. Wenn nicht, nimm die Maschine vorerst nichtmehr in Betrieb. Oder zumindest nur mit von der Hauptspindel getrenntem Getriebe.

Man hat zwar schon Vieles gesehen aber dass der Hebel für die Schlossmutter den Längsvorschub per ZS einrückt kann ich mir im Moment kaum vorstellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschubeinstellung für Gewinde bei Optimum Drehe
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 03:11 
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Da ich vorhin besser vor dem Schreiben nochmal F5 drücken hätte sollen, ein kleiner Nachtrag:

Zitat:
Wie dem auch sei: ich habe noch ein wenig gebastelt, u.a. einen vermurksten Gewindebolzen ersetzt am Schwenkarm des mittleren Zahnrads. Da haben die Jungs doch glatt zwei Schlüsselflächen ins Gewinde gefräst, und das ausgerechnet an der Stelle, an der die Klemmmutter sitzt und ihre Kraft übertragen muss. Das kann ja nicht lange halten -was haben die sich nur dabei gedacht?

Welcher Bolzen genau?
Da ist keiner der ZS Vorschübe auf die Leitspindel bringen könnte, das geht nicht. Auch das wirkungslose 1-2-N-3-4 Rad sollte damit eigentlich nichts zu tun haben.
Und dass ein Zahnrad gerade so ein klein wenig aus dem Eingriff kommt dass es zufälligerweise bis auf zwei Ausnahmen genau so durchrutscht dass es solch ein Resultat hätte ist mir als Erklärung zu unwahrscheinlich.


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