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 Betreff des Beitrags: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschinen?
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2018, 20:18 
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Hallo,

da ich ja nächste Woche meine Schaublin abholen fahre, und die auf jeden Fall auch neu lackieren möchte interessiert mich, wie ihr das so im allgemeinen handhabt.
Die Maschine wird denke ich mit RAL 7031 (BlauGrau) lackiert werden, damit sie relativ nah ans original kommt.
Gerne möchte ich dafür den alten grünen übergetünchten Lack entfernen.
Damit der Lack aber auch eine schöne Oberfläche ergibt will ich zumindestens die groben Löcher im Guss spachteln.

Ich habe bereits öfters was von MIPA Lack gehört, kann mir da jemand nähere Infos zu geben, ob 1k oder 2k?
Lackieren will ich übrigens mit der Rolle...

Wäre super, wenn mir jemand ein paar Anregungen geben könnte :handshake:


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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2018, 20:45 
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Hallo.
Ich würde den alten Lack nur entfernen, wenn er wirklich nicht tragfähig oder von Rost unterwandert ist.
Der Guss ist teilweise extrem Rau und das artet dann in einer Spachtelorgie aus...

Dann am besten an den Kanten der alten Abplatzungen mit einem Schraubenzieher die Haftung kontrollieren, evtl. ist Öl oder Rost unter den Lack gekrochen. Alles lockere muss ab. An blanken Stellen entrosten. Den alten Lack anschleifen und mit Nitro entfetten. Dann spachteln mit Autospachtel (Polyesterspachtel) schleifen, entfetten und mit Mipa EP-Grundierung streichen/rollen.
Leicht anschleifen, entfetten und mit Mipa 2K-Lack lackieren.

Dann hast du eine dauerhafte, einigermaßen kratzfesten, öl und lösemittelbeständige Lackierung.

Habe ich so bei meiner Deckel G1L und bei der Tischverlängerung meiner Kreissaäge gemacht, allerdings gespritzt.
Der Lack kann mit entsprechenden Härtern und Mischungsverhältnissen dem Aufragsverfahren angepasst werden.

Mit der EP-Grundierung kann auch tragfähige einkomponentiger (anlösbarer) alter Lack überlackiert werden.
Test mit einem Nitro-getränkten lappen: Drauflegen und wenn nach 15min nix angelöst wird hast du eine sehr gute Grundlage für eine Überlackierung.

Grundieren: Mipa EP 100-20 2K Zinkphosphat Epoxidharz Grundierung
Endlack: Mipa 2K PU Farblack PU 240

Gruß Dominik

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Eigenbau-Präzisions-Universal-Werkzeug-Fräsmaschine >FP0<
Drehmaschine Wabeco D6000 mit 2achsen Digitalanzeige
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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2018, 20:51 
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Hallo,

vielen dank schonmal! Was nimmt man denn am besten? Matt, halbglänzend oder glänzend?
Bzw. mit was war die Maschine wohl original lackiert?


Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2018, 20:55 
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Hallo

zum Grundieren und Lackieren meiner Thiel Fräse verwendete ich:

Grundierung:
MiPa 2K-PUR Grundierung RAL 6011
MiPa PU 900-25 2K PU Härter
1:10

Decklack:
MiPa 2K PUR Decklack 250-20 seidenmatt RAL 6011
MiPa PUR Plus Härter A60
1:10

jeweils 30 % MiPa 2K-Verdünnung zugegeben (Gewichtsprozente)

Beides trage ich mit der Rolle auf, wobei ich schwer zugängliche Ecken zunächst mit dem Pinsel lackiere.
Den Lack verdünne ich relativ stark, um einen möglichst gleichmässigen und dünnen Farbauftrag zu erzielen.

Gespachtelt habe ich nötigenfalls mit Polyester-Spachtel. Ob das so hundertprozentig fachgerecht ist, weiss ich nicht.

In meinem Thiel Restaurierungs Thread habe ich Fotos und einige weitere Infos zu dem Thema viewtopic.php?f=4&t=15758&hilit=mipa&start=80

Fröhliches Lackieren!

Harald


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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2018, 20:59 
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Genau so!
Nur würde ich zum Entfettenl Silikonentferner nehmen.
Der löst den Untergrund auch nicht an. Wie schon gesagt wurde - EP Grundierung löst alte Lacke nicht an. Aber auch das würde ich testen.
Der Decklack kann übrigens auch ohne Zwischenschliff aufgebracht werden.

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Viele Grüße, Markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2018, 06:36 
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Guten Morgen

dr.markus hat geschrieben:
Nur würde ich zum Entfettenl Silikonentferner nehmen.


ja, unbedingt!
Ausserdem verwende ich bei grösseren Flächen "anti Fussel-Tücher".
Dabei handelt essich um leicht klebrige Gewebe, die eventuell anhaftende Fusseln aufnehmen.

Beim Rollen mit Velours-Rollen vorher prüfen, ob die Dinger fusseln. Eventuell ein wenig Lack opfern
und vor der eigentlichen Arbeit ein Reststück lackieren, um die Fusseln los zu werden.

Harald


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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2018, 10:07 
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Ich habe bei meiner DIXI (Nachbarn von Schaublin) die Erfahrung gemacht, daß die Gußteile stellenweise kräftig gespachtelt waren. Alles was noch gut haftet dran lassen, sonst macht man sich unnötig Arbeit. Ich habe nach dem Ausspachteln von Löchern und dem Anschleifen das Ganze mit Spritzspachtel aus der Dose egalisiert.

Hochglanz oder leichter Seidenglanz läßt sich am besten reinigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2018, 10:25 
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Ich darf auch noch meinen Senf dazu geben:
- Wenn der bisherige Lack haftfähig ist, dann mit Standard 2K-Grundierung (MIPA o.ä.) gegenüber den bisherigen Schichten "abdichten", sonst lösen sich möglicherweise Unterschichten beim Überlackieren an
- Wenn du die Maschine komplett entlackst würde ich mit EP Grundierung arbeiten (Glasurit, Mipa, u.ä)
- Sollte die Oberfläche danach keine Unebenheiten und Löcher haben genügen ein paar Schichten "Füller / Füllgrund" mit Zwischenschliff. Bei groben Unebenheiten muss mit 2-K Spachtelmasse (Füll- oder Glättspachtel) die Fläche egalisiert werden.
- Nach dem Zwischenschliff kannst du den Decklack aufbringen, es sollte ein 2-K Lack sein, da er widerstandsfähiger ist und gegenüber Lösungsmittel weitestgehend resisten bleibt.

Zwischen den Schliffen wird der Lack zunächst nass mit einem Schwamm abgewaschen und nach dem Trocknen mit Silikonentferner (sprühfähige Variante) entfettet.

Wenn dir das alles zu doof ist, kann ich dir Brantho Korrux nitrofest (1-Schicht-Lack) empfehlen. Eine Gussoberfläche muss ja nicht aalglatt sein. Die volle Härte hat er erst nach 1 bis 2 Monaten. Dafür ist er sehr dauerelastisch und hat eine höhere Korrosionsbeständigkeit.

Im allgemeinen gilt: je glänzender ein Lack, desto einfacher zu verarbeiten und desto einfacher zu reinigen. Einen matten lack kann man (bisher) nicht polieren.

_________________
Grüße, Manuel
Drehmaschine: Interkrenn TY-1340 GH/C (330x1000), Bohr-/Fräsmaschine: Rong-Fu 25, WIG-Schweißgerät: Stahlwerk 200P, Autogenschweißausrüstung
Schreinereimaschinen (Formatkreissäge, Hobelmaschine, Tischfräse und Drechselmaschine)


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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2018, 14:56 
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Ich hänge mich hier im Thema mal ein, da es bei mir auch gerade ein Thema ist. Denn meine Aciera 22 hat schon bessere Tage gesehen. Also der Lack zumindest. Nun möchte ich diese neu lackieren.

Ein Auseinanderbau kommt aber nicht in Frage. Denn die Maschine ist mit dem Mechanischen Vorschub, 2-Gang Getriebe, Gewindeschneidvorrichtung etc. im innern doch ziemlich komplex. Da traue ich mich nicht rann.

Nun meine Frage an die Experten. Denkt ihr so eine Maschine lässt sich auch vernünftig streichen in dem man mit abkleben arbeitet? das würde mir die Arbeit ungemein erleichtern bzw. überhaupt erst ermöglichen.

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Bohr-/Fräsmaschine: Aciera 22 Tischmodell mit Allen Kreuztisch
Bohrmaschine: Irgend ein altes Tischmodell aus Italien
Schleifmaschine: KMG-Clone 50x2000mm und Tellerschleifer Eigenbau 305mm


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 Betreff des Beitrags: Re: Womit grundiert, spachtelt und lackiert ihr eure Maschin
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2018, 15:52 
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Abkleben muß man beim Streichen/Spritzen sowieso ... man sollte sich bei einer ganzheitlichen Prozedur vorallem über den Schleifstaub Gedanken machen, den man ja aus allen Führungen, Bahnen usw. sicher heraushalten muß. Vielleicht naß arbeiten und eher mit Stahlwolle anschleifen, denn mit abrasiven Materialien. Dito. wird das Entfetten nicht so ganz einfach, da einem das Öl aus der Mechanik möglicherweise über die Flächen kriecht.

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