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 Betreff des Beitrags: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Do 12. Okt 2017, 17:13 
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Tach,

gesucht aber nix gefunden. Vllt habe ich den Grundlagenbeitrag dazu übersehen? Dann wäre ein Link nett.

Eben habe ich meine ersten beiden Schwalbenschwänze in c45 gefräst. (Für den Schnellwechselstahlhalter von rc-machines)
Dabei viel mir auf, das zum Ende unheimliche Lautstärke erzeugt wurde und ich meine auch, das es langsam anfing zu rattern.
Rattermarken sind aber keine zu sehen.


Meine Vorgehensweise: Mit normalem schruppfräser den Winkel bis zum beginn der Schwalbe gemacht. Den Schwlbenschwanzfräser dann auf höhe gebracht und dann die Kerbe immer erweitert.
vorsichtig und mit wenig Zustellung (2-3 /10) gefräst. Gegenlauf oder Gleichlauf hatte keinen gefühlten Unterschied.
Geschmiert mit Schneidöl-Pinselei

Am Anfang normales Geräusch zum Ende hin richtig Radau.
Die Höhe der Kerbe ist übrigens 5 mm , also kein riesentrümmer.

Schnittgeschwindigkeitsangaben habe ich keinen von dem Fräser. Es ist ein 20 mm 60°.
Umdrehungen waren ca 700 rpm.


Alles ganz normal, die werden immer so laut ?
Vermutlich zu schnell?
Vermutlich zu langsam?
Zustellung oder Umdrehungen falsch`?

Ganz falsche vorgehensweise?

_________________
Gruss
Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Do 12. Okt 2017, 17:19 
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Die laufen etwas gröber als ein normaler Schaftfräser weil sie gerade verzahnt sind und die ganze Zahnbreite auf einen Schlag (Sprichwörtlich ;) ) in Eingriff kommt. Aber so richtig laut rattern und schlagen sollten sie nicht.
(Aber: Je nach Fräsmaschine kann ein Schwalbenschwanzfräser mit 20mm Aussendurchmesser schon etwas viel sein und man an die Grenze der Maschinensteifigkeit kommen).

Vom Schneidöl für sowas bin ich abgekommen, weil man den Ölspänematsch nur immer und immer wieder durch den Fräser durchzieht, das machts dann auch nicht besser. Kühlschmieremulsion aus einer Spritzflasche funktioniert dafür mMn besser.

Zitat:
Schnittgeschwindigkeitsangaben habe ich keinen von dem Fräser. Es ist ein 20 mm 60°.
Umdrehungen waren ca 700 rpm.


Für einen Hss-Schwalbenschwanzfräser wären das für meinen Geschmack etwa 350U/min zu viel.

gruß
Stefan

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gtwr.de

Ich mach mir die Maschinen wie sie mir gefallen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Do 12. Okt 2017, 18:01 
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:thx:
Wird alles ausprobiert. Bis auf die ksm. Da überwiegen bei mir noch die Vorurteile bzgl Schweinerei und Geruch bei zu langer standzeit.

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Gruss
Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 07:48 
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also ich gehe da mit maximal 200 U/min dran und nehme Schneidöl aus einer Spritzflasche. Damit kann ich die Späne wegspülen. Probier das einfach mal, du wirst sehen das es was bringt.

Gruß
Kalle

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Fräse: Sieg Super X3 mit SK30; Drehbank: RC-Maschine RC6125WLPx750; Stossmaschine: Gack HE20; Schweissgeräte: Stahlwerk WIG TIG AC/DC 200 PULS


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 09:06 
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Der Fräser möchte auch arbeiten und nicht nur kratzen...

(und das ist nicht böse oder ironisch gemeint!)


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So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 10:45 
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Bedeutet? Mehr zustellen? Mal schaun ob das mein fräslein das schafft

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Gruss
Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 13:07 
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C 45 ist auch nicht Nobel zu bearbeiten. scharfes werkzeug ist wichtig


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 14:33 
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Ich hatte irgendwo gelesen, das c45 besser als autostahl zu bearbeiten wäre.
Aber ich merke davon nicht viel.
Aber jetzt isser da und wird benutzt.

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Gruss
Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 15:40 
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rabe62 hat geschrieben:
...
Schnittgeschwindigkeitsangaben habe ich keinen von dem Fräser. Es ist ein 20 mm 60°.
Umdrehungen waren ca 700 rpm.
...
Vermutlich zu schnell?


Ja, meistens nehme ich für die Schnittgeschwindigkeit die (eher tiefen) Empfehlungen aus einem alten EUROPA-Tabellenbuch.
Schwalbenschwanzfräser (grösster-Ø) rechne ich gleich wie einen Schaftfräser.

Dateianhang:
Vc-fräsen.JPG
Vc-fräsen.JPG [ 191.36 KiB | 839-mal betrachtet ]



Viel wichtiger noch als die Schnittgeschwindigkeit ist der Vorschub pro Zahn nach folgender Formel.
Dateianhang:
Vorschub pro Zahn beim Fräsen.JPG
Vorschub pro Zahn beim Fräsen.JPG [ 18.89 KiB | 839-mal betrachtet ]

Formel ist u.a. hier zu finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Vorschubgeschwindigkeit

Bei mittelgrossen Fräsern rechne ich jeweils ca. 0,1mm/Zahn

Bei deinem Schwalbenschwanzfräser mit ca. 0,03/Zahn (wegen dem dünnen Schaft und den vielen Schneiden im Eingriff)

_________________
Grüsse, Rob

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 Betreff des Beitrags: Re: Schwalbenschwanz fräsen
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 19:42 
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Hallo,

Bei meiner kleinen Fräsmaschine - bei den anderen Leichtgewichten dürfte das ähnlich sein - macht sich beim Schwalbenschwanzfräsen aufgrund der Geradverzahnung das Getriebespiel deutlich bemerkbar, was dann dann zu diesem lauten Rattern/Schlagen führt (vor allem am Anfang und am Ende). Ich bremse deshalb bei großen Zustellungen oder hohen Schwalbenschwänzen mit der Hand die Spindel um das Spiel zu minimieren. Zumindest bei meiner Fräsmaschine und den 25mm SS-Fräsern, klappt das ganz gut.

Wegen der hohen Schneidenanzahl üblicher Schwalbenschwanzfräser, darf man mit dem Vorschub auch nicht sparen. Jeder Zahn soll seinen Span nehmen können - das meinte wohl auch Tommydsa mit dem "Der Fräser möchte auch arbeiten und nicht nur kratzen".

Gruß,
Martin

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