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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 13:14 
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Hallo,
-Sata ist gut, aber auch teuer.
Die Mini Jet gibt es auch als chinesischen Nachbau.
Das sollte für die ersten Versuche auch reichen.
eBay #112035182570
Sonst lackiere ich Kleinteile auch gerne mit einer alten Revell Airbrush
in dieser Bauform:
eBay #292042005268
Die ist für feine Airbrush arbeiten nicht zu gebrauchen,
zum lackieren aber super.
Zusätzlich zum Wasserabscheider am Kompressor habe
ich noch einen Miniabscheider direkt an der Pistole.
eBay #152966692636
Gruß
Dirk


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 14:38 
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Hallo Nicolas,

wir haben eine Jet und eine Mini-Jet, die kannst du dir mal anschauen und probieren.

Ohne Absauge zu lackieren ist die Pest, mit Absauge machts aber auch nicht wirklich Spaß.

Meld dich mal, Gruß, Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 15:45 
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Hallo Jörg,

ich glaube, ich komme besser mal auf einen Kaffee vorbei. Die Spritzpistolen sind mir nämlich viel zu groß. Im Datenblatt finde ich einen Normluftverbrauch von 120 - 200 l/min - das ist weit jenseits dessen, was der kleine Kompressor schafft.

Mir geht es auch nicht darum, Flächen zu schaffen. Eher Spot Repair und Kleinteile. (Zur Größenordnung: maximal Handtellergroß.) Also Teile, wo die eigentlich Lackierdauer fast egal ist, weil sie irgendwo in der Vor- und Nachbereitung verschwindet.

Vielleicht ist es für diesen Kleinkram auch gar nicht sinnvoll, mit Spritzen zu arbeiten. Das will ich ja gerade herausfinden.

Viele Grüße
Nicolas

_________________
Mein Werkzeug hat hauptsächlich den Zweck, das Werkzeug für mein Werkzeug herstellen zu können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 16:52 
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Zitat:
Im Datenblatt finde ich einen Normluftverbrauch von 120 - 200 l/min - das ist weit jenseits dessen, was der kleine Kompressor schafft.

Wenn der Tank einmal voll ist, kannst du ja auch ne Weile pusten, so isses ja nicht. Und eine Minute spritzen ist Menge Fläche.

Das mit der Vor- und Nachbereitung ist selber bei großen Teilen so. So Kaliber Stoßstange (bzw zwei davon) bist du weit länger am vorbereiten und nachher Pistole putzen, Folien wieder abbauen etc als am lackieren.
Kommt halt immer drauf an was du machen willst. Viele Spotrepair-Betriebe setzen deswegen auf SprayMax Systeme, also 2k aus Spraydosen. Dann hast du Topfarbe und super wenig Vorbereitung. Bei meiner örtlichen Lackbude geht das auch Mipa als Sprühdose zu bekommen, da ist dann allerdings die Verarbeitungszeit auf die Topfzeit beschränkt, kühlt lagern hilft sie zu verlängern (sind aber im geschlossenen Gebinde einige Stunden). Bei Sprühdosen, egal ob 2K oder SprayMax, hast du viel weniger Nebel und daher auch weniger "drumherum", dafür zahlst du halt bei den Dosen drauf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 16:57 
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Zitat:
Hallo Jörg,

ich glaube, ich komme besser mal auf einen Kaffee vorbei.


Jo, so machen wir das.

Bis denne, Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 18:11 
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Also mit einer Airbrush 2k-Lacke lackieren, kannst du mal gepflegt vergessen. Du müsstest viel zu stark verdünnen. Das geht evtl. mit 1k im echten Miniaturformat.

Die Minijet ist so lala. Lag früher auch mehr im Schrank, als sie benutzt wurde. Für die Größe deiner Teile wäre sie aber genau richtig. Klar, Reinigungsaufwand ist nicht gering. Da muss man dann schon eher glotzen und nicht kleckern.

Kleine Anmerkung bzgl. "Wasserlacke": Im Gegensatz zu den herkömmlichen Lacken auf Lösemittelbasis, sind die wasserverdünnbaren Lacke nicht gerade "besser". Denn leider ist es so, dass unserer Körper zu einem sehr großen Teil aus Wasser besteht und dieses Medium lebensnotwendig für uns ist. Daher nimmt unsere Lunge und sogar unsere Haut wasserverdünnbare Lacke sehr gerne auf und damit auch alle gefährlichen Inhaltsstoffe. Wenn jemand mit Wasserlacken arbeitet, bitte unbedingt die passendende Maske mit Filtern verwenden! Die Aerosole von wasserverdünnbaren sind nicht ungefährlich - ganz im Gegenteil. Außerdem enthalten auch "Wasserlacke" immer noch organische Lösemittel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 20:42 
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So, dann mal ein bisschen ausführlicher.

DigiDet hat geschrieben:
Moin, stehe wie Nicolas zur Zeit vor der gleichen Frage.
Ich will in den nächsten Tagen einen Versuch mit 2K PU-Lack und einer kleinen Airbrushpistole starten.
Geht das überhaupt?

Das dürfte leider in die Hose gehen. Moderne Decklacke sollte man tunlichst nicht überverdünnen.
Logisch: die Deckkraft sinkt und die Schichtanzahl muss erhöht werden um auf eine taugliche Gesamtschichtstärke zu kommen.
Das problematischere an der Sache ist jedoch, dass es zum "ausschwemmen" des Bindemittels kommen kann.
Auf deiner fertig lackierten Oberfläche trennen sich dann also Pigmente und Bindemittel in dem Lösemittelsee was die Beschichtung weniger haftfähig macht und sogar zum Totalverlust der Bindefähigkeit führen kann. Kurzum also: bitte nicht machen.

DigiDet hat geschrieben:
Am meisten graut es mir vor der Reinigung. Werde berichten wenn es gefragt ist.

Pistole reinigen ist selbst ohne Waschautomat in 5 Minuten erledigt. Frische Verdünnung und eine Druckluftpistole zum ausblasen erleichtern einiges.


depitter hat geschrieben:
die Sata Minijet 1000 in HLVP Technik würde ich da nehmen, die gibt es glaube ich sogar mit 0,3er oder 0,5er Düse und durch die HLVP niederdrucktechnik hält sich der Luftverbrauch und der Farbnebel in Grenzen.
Ich habe mal mit einer Minijet (weiss aber nichtmehr welches Modell) allerdings mit einer 1,2er Düse Lackiert, sehr handlich war die.

HVLP steht für High Volume Low Pressure
Der Luftverbrauch einer Pistole mit HVLP-Technik ist immer (entschieden) höher, als bei einer vergleichbaren RP (Rduced Pressure) Pistole.
Obs den Farbnebel im Privatbereich nun wirklich drastisch reduziert halte ich auch für fraglich.
Ob nun RP oder HVLP - du stehst so oder so im Nebel.

Wenn man es über die Gesamtlackierzeit betrachtet (wir hatten da mal Tests gemacht) gibts in der praktischen Anwendung kaum einen Vorteil bezüglich Overspray.
2 gleiche Teile mit gleichem Gewicht, gleiche Kabine, 2x Lack gewogen, Teile blank gewogen und beschichtet. Einmal mit ner RP und einmal mit ner HVLP, Restfarbe gewogen und Trockenschichtstärke gemessen.
Man lag im Bereich von 5-6% Oversprayeinsparung, also nicht wirklich der Rede wert.
Die Laborwerte bringen einem also nicht unbedingt weiter ;]


Herbert Modbau. hat geschrieben:
Ja Max,eine Absaugung welche zumindest die
Farbpigmente zurückhält halte ich schon für förderlich.
Die Lösungsmittel abzuscheiden ist sicher heute in der
Wasserlack Welt unerheblicher als früher.

Sei mir nicht böse, aber die paar Pigmente, die du abscheidest sind für die Natur eher unerheblich.
Du möchtest auch garnicht wissen wie unsere Lackkabinenfilter (ordnungsgemäß) entsorgt werden - da hat die Natur wenig von.




Um sich Grundlagen anzulesen (auch was technische Ausrüstung betrifft) empfehle ich einen Blick ins Lackiererforum: https://forum.fahrzeuglackiererforum.de/
Wäre (in meinen Augen) quatsch hier alles nochmal niederzuschreiben, wenn es drüben schon alles zusammengefasst steht.

Falls dann nochmal konkrete Fragen kommen wie was handzuhaben ist kann ich gerne nochmal drauf eingehen.

_________________
Gruß, Max.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 23:43 
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Hallo,
Zitat:
Also mit einer Airbrush 2k-Lacke lackieren, kannst du mal gepflegt vergessen. Du müsstest viel zu stark verdünnen. Das geht evtl. mit 1k im echten Miniaturformat.

-mit der oben verlinkten Bauform geht das schon. Sogar ziemlich gut.
In das Gläschen passen 20ml Farbe.
Die Düse ist auch recht groß.
Ich meine das sind da auch 0,8mm.
Muß mal messen...
Zitat:
Kleine Anmerkung bzgl. "Wasserlacke": Im Gegensatz zu den herkömmlichen Lacken auf Lösemittelbasis, sind die wasserverdünnbaren Lacke nicht gerade "besser".

...nicht nur das,
bei Unilacken erhöht sich sogar der Aufwand, und auch die Umwelt wird nicht geschont...
Früher hat man den Unilack lackiert, und war dann fertig..
Heute lackiert man den Basislack,
anschließend wird ein herkömmlicher Klarlack auf Lösungsmittelbasis als 2. Schicht lackiert.....
Lösungsmittelhaltige Lacke dürfen zur Fahrzeuglackierung nicht mehr verkauft werden.
Für alles andere aber schon...
Daher findet man auch noch Händler, bei denen man eigentlich jeden Farbton noch als 2K Acryl bekommt.
Im Hobbybereich ist auch die Reinigung der Geräte nach dem lackieren mit lösungsmittelhaltigen Lacken angenehmer,
finde ich...
Gruß
Dirk


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 23:58 
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Fast richtig. Auch Lackierereien bekommen noch lösemittelhaltige Uni-Lacke. Aber nur mit Nachweis für Oldtimer und Nutzfahrzeuge.

Eine Pistole mit 0,8er Düse ist für mich keine Airbrush mehr. :-) Meine Iwata HP-B hat eine 0,2er.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lackieren von Kleinteilen - Grundlagen gesucht
BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2018, 06:13 
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Guten morgen,nein max warum sollte ich dir böse sein.
Es gibt unterschiedliche Sichtweisen zum Umweltschutz.
Was eure Filter angeht,sei dir versichert die Praxis ist mir umfänglich bekannt.
Aber darum ging es mir auch nicht.
Ich dachte an den Sprühnebel welcher unkontrolliert in der zumeist kleinen Werkstatt alles versaut.
Und meine erwähnte Dunstabzugshaube sorgt da für maßgebliche Linderung.
Wenn ich mir nach einem Lackierdurchgang die vormals weiße Filtermatte ansehe,weiß ich was nicht auf dem Umfeld gelandet ist.
Die Stufenschaltung der Abzugshaube ist hier auch sehr praktisch .
Wenn ich z.Bsp. mit der Dekor auf Lüfter Stufe 5 arbeite schafft es der Lack kaum das Werkstück zu beschichten.

VG


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