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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 13:01 
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Hallo Jan,

das Anpassen einer Lünette ist nicht so viel einfacher als der Eigenbau.

So habe ich meine stehende Lünette gebaut:
https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=43&t=14495

Das Verfahren ist eigentlich relativ unkompliziert.

Unten noch ein Foto meiner mitlaufenden Lünette. Bis auf die Passung der Führungsstangen in ihrem Sitz im Grundkörper ist das nicht anspruchsvoll zu fräsen. Der Vorteil der Konstruktion liegt darin, dass die Führungsstangen aus Bronze komplett aufgebraucht werden können, da sie keine zentrale Nut haben.

Viele Grüße,

Bob


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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 14:32 
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Bob hat geschrieben:
Hallo Jan,

das Anpassen einer Lünette ist nicht so viel einfacher als der Eigenbau.

So habe ich meine stehende Lünette gebaut:
https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=43&t=14495

Das Verfahren ist eigentlich relativ unkompliziert.

Unten noch ein Foto meiner mitlaufenden Lünette. Bis auf die Passung der Führungsstangen in ihrem Sitz im Grundkörper ist das nicht anspruchsvoll zu fräsen. Der Vorteil der Konstruktion liegt darin, dass die Führungsstangen aus Bronze komplett aufgebraucht werden können, da sie keine zentrale Nut haben.

Viele Grüße,

Bob

das ist ja eine interessante anleitung!
was mich jetzt noch mal interessieren würde, wäre sozusagen das kleine 1x1 der lünetten.
zb. wann man eine mitlaufende benutzt oder wann lieber eine mit 3 führungen. oder gibts hier schon eine anleitung a la meißelanschleifen...?
was ist der unterschied zwischen führungsstangen aus messing/bronze? (oder aus was sind die?)
und zb. einem kleinem kugellager am ende der führungsstange?
netten gruß,
jan

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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 14:37 
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Die feststehende Lunette wird verwendet, wenn bei langen Werkstücken z. B.:

-- nicht mehr der Reitstock verwendet werden kann.
-- erst ein Zentrum gebohrt werden soll, und man hat schon eine exakte Lauffläche, z. B. einen Lagersitz.
-- keine Zentrierbohrung hergestellt werden kann.
-- mit ggf. unterschiedlichen Durchmessern dreht
-- trotz Reitstockspitze auch zwischendrin zusätzlich noch abgestützt werden muß, ggf. auch mit mehreren Lunetten.

Hat man eine rauhe/rohe Oberfläche, die keine Lunette zuläßt, kann man das Werkstück in einem Acht-Schrauben-Futter mit glatter Außen-Lauffläche führen.
Ein Acht-Schrauben-Futter ist eine Buchse, welche an ihren beiden Enden jeweils vier Schrauben zum Spannen und Ausrichten hat.

Die mitlaufende Lunette wird verwendet, wenn man z. B.:

-- lange und dünne Gewinde dreht,
-- lange und dünne Werkstücke mit durchehend gleichem Durchmesser dreht und dieses dem Drehstahl sonst ausweichen würde.

Dabei können die Werkstücke auch zusätzlich mit dem Reitstock oder einer festen Lunette oder beidem abgestützt sein

(Habe ich schonmal in diesem Beitrag geschrieben):
viewtopic.php?f=10&t=21831&start=0

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Gruß
Max


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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 15:56 
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spansau hat geschrieben:
Die feststehende Lunette wird verwendet, wenn bei langen Werkstücken z. B.:

-- nicht mehr der Reitstock verwendet werden kann.

danke auch für den link.
so langsam klart´s auf...
ich hatte letztens ein motorradstandrohr, das wollte ich kürzen und am ende innnen eine nut einstechen.
das hätte ohne reitstock mit stehender lünette auf meiner bank grad noch gepasst. so kann man eine kurze bank notfalls "verlängern".
daher mein interesse.
netten gruß.
jan

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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Do 5. Jan 2017, 16:59 
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jan der boese hat geschrieben:
was ist der unterschied zwischen führungsstangen aus messing/bronze? (oder aus was sind die?)
und zb. einem kleinem kugellager am ende der führungsstange?
jan


Das Material der Führungsstange ist idealerweise ein guter Reibpartner für das Werkstück. Das klappt aber nicht immer. Da wird dann gute Schmierung umso wichtiger. Idealer Kompromiss ist Rotguss.

Bei Führungsstangen mit Kugellager am "business end" hat man einen sich beidseitig zuspitzenden Spalt zwischen Wekstück und Lagerring. Jeder Span, der da reinfällt, kann in die Werkstückoberfläche eingepresst werden. Abhilfe schafft eine Papp-Blende mit genau eng passendem Loch als Schutz. Die Kugellager-Ausführung sieht m.E. besser aus als sie ist.

Als provisorische stehende Lünette eignet sich auch ein Brett mit genau passender Bohrung + ordentlich Fett.

Viele Grüße,

Bob


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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Fr 6. Jan 2017, 08:58 
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Bob hat geschrieben:
jan der boese hat geschrieben:
was ist der unterschied zwischen führungsstangen aus messing/bronze? (oder aus was sind die?)
und zb. einem kleinem kugellager am ende der führungsstange?
jan


Das Material der Führungsstange ist idealerweise ein guter Reibpartner für das Werkstück. Das klappt aber nicht immer. Da wird dann gute Schmierung umso wichtiger. Idealer Kompromiss ist Rotguss.

Bei Führungsstangen mit Kugellager am "business end" hat man einen sich beidseitig zuspitzenden Spalt zwischen Wekstück und Lagerring. Jeder Span, der da reinfällt, kann in die Werkstückoberfläche eingepresst werden. Abhilfe schafft eine Papp-Blende mit genau eng passendem Loch als Schutz. Die Kugellager-Ausführung sieht m.E. besser aus als sie ist.

Als provisorische stehende Lünette eignet sich auch ein Brett mit genau passender Bohrung + ordentlich Fett.

Viele Grüße,

Bob

das kann ich mir vorstellen, daß in das rollenlager späne eingeklemmt werden.
es werden ja oefter lünetten güntig angeboten mit sehr ungenauen massangaben wo man nicht genau weiß für welches bett die mal passten. außerdem ist mir hier grad schon was angeboten worden. ich werd mal ein paar sammeln und die ersten veruche machen. eine grundplatte zu fräsen dürfte ich hinkriegen, aber wie die keilnut fürs bett einfräsen? normal wird sowas ja gestoßen...
netten gruß,
jan

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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Fr 6. Jan 2017, 09:54 
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Bob hat geschrieben:
Abhilfe schafft eine Papp-Blende mit genau eng passendem Loch als Schutz

hier mal eine praktische Anwendung meiner Lunette:
viewtopic.php?f=59&t=21936

_________________
Gruß
Max


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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Fr 6. Jan 2017, 09:56 
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jan der boese hat geschrieben:
weiler vario 22O LD. spitzenhoehe 12Omm.
jan


Kuck mal (250 wär mir jetzt zu teuer, aber...) : http://www.ebay.de/itm/Weiler-MD-220-Dr ... Swal5YMaHf

Sollte mit diesem recht überschaubaren Umbau passen- musst bissl runterscrollen bis zur verkauften Lünette:
http://feinwerk-uhrentechnik.com/biete- ... rzubehoer/


:hi: Sepp


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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Fr 6. Jan 2017, 11:19 
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Hallo Jan,

Mach doch mal eine Zeichnung vom Bettquerschnitt inkl. Prismenwinkel mit der Spindelachse (Mittelpunkt)

Es könnte sein, daß die von der "Lorch B..." auch passen könnten

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Gruß
Max


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 Betreff des Beitrags: Re: lünette selbst umbauen?
BeitragVerfasst: Fr 6. Jan 2017, 11:25 
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Landesflagge: Germany
viewtopic.php?f=13&t=14740&hilit=+l%C3%BCnette

wenn du den Fuß z.B. aus gutem Alu fertigst und den Rest darauf aufbaust oder anpasst

geht alles auf der Fräse (sogar auf der Drehmaschine)

für die letzten Bogensekunden des Prismas kannst du sogar etwas in das Schaben reinschnuppern...

_________________
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

THIEL Duplex 58, Gack H185, Genko TB, Opti D280, Opti F20, Güde MBS115, USM3. Bj.1948 - 2014

https://www.youtube.com/channel/UC7lpVs ... FOafZTjpBQ


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