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 Betreff des Beitrags: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 18:02 
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Hallo,

ich habe mir eine neue Fräsmaschine gegönnt , eine Bernado BF-35 Vario.
Wollte eigentlich was Kleineres aber die Ausstattung und der Preis haben mich doch überzeugt.
Da die Fräse aber deutlich grösser und höher ist , komme ich schlecht ans Handrad für die
Z-Achse ran.
Wollte da jetzt einen Getriebemotor anflanschen und die Achse so verfahren.
Aber irgendwie habe ich keine richtige Idee.
Drehen und fräsen kann ich aber was für einen Motor soll ich da nehmen , mit welcher Drehzahl?
Oder gibt es schon fertige Lösungen?
Die Z-Achse hat übrigens eine Gasfeder für den Gewichtsausgleich,

viele Grüsse

Steffen


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 18:19 
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Hi,

welche Drehzahl der Motor machen muss, kann man ungefähr so überschlagen:

Angenommen die Spindelsteigung ist 4mm und Du willst in einer Sekunde 20mm verfahren können.

Dann muss der Motor also 5 Umdrehungen in der Sekunde machen.
Hochgerechnet auf Drehzahl/Minute: 300U/min muss der Motor machen.

Das nötige Drehmoment könnte man mittels Kofferwaage ermitteln und umrechnen des Hebels den man am Handrad hat, auf einen Meter.

Wegen Motor könnest Du bei Oriental-Motors schauen:

https://www.orientalmotor.de/Products/Ac_motors/

Diese kleinen Getriebemotoren gibt es in 230V auch mit umschaltbarer Drehrichtung.
Bzw. es gibt auch Drehzahl-Controller dafür.

Dort finden sich auch Dimensionierungs-Hinweise.
Z.B. muss man beachten, dass das Start-Moment geringer ist, als wenn der Motor läuft.

Grüße von
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 18:29 
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So ein sollte auch an der Z-Achse funktionieren.

Gibt es auch billiger, aber bitte auf die Spannung achten.

Alternativ könnte man auch einen Eigenbau mit 24V DC Scheibenwischermotor planen. Die Motoren sind mit Getriebe und kräftig aber sie lassen sich nicht ganz einfach auf Wendeschaltung umbauen.

Hans

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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 18:31 
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Ich hab es bei meiner mit einem kleinen Getriebemotor 40 Umd/min 400V gelöst. (Eblöd 25 Euro)
Könnte etwas schneller sein, kann aber so sehr genau fahren.
Steuerung einfach über 2 Tasten (auf/ab) über Hilfsrelais.

Gruß Schwarzfuss


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 19:11 
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Mit einer PWM Steuerung (6€ im WWW) läßt sich die Drehrichtung und die Geschwindigkeit gut regeln.

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Gruß
Michiel


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 16:01 
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Danke für die vielen Infos.
Wenn ich 230V verwenden will heisst das Zauberwort wohl
Induktionswendemotor.
Brauchst es da was spezielles für den Rechts/Linkslauf?

Viele Grüsse

Steffen


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 17:57 
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Limbo, wo liegt das Problem einen Gleichstrommotor mit Polwender auszustatten. Im einfachsten Fall lediglich mit 2 gegeneinander verriegelten Relais, die umgekehrt gepolt sind. Oder man nimmt nen 2*Um Schalter mit Mittelstellung Null.
Das einzige Problem ist der doch recht hohe Strom, den so ein 24V Motor haben will, dafür muss der Schalter natürlich ausgelegt sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Z-Achse von Fräsmaschine auf elektrischen Antrieb
BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 18:20 
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uli12us hat geschrieben:
Limbo, wo liegt das Problem einen Gleichstrommotor mit Polwender auszustatten. Im einfachsten Fall lediglich mit 2 gegeneinander verriegelten Relais, die umgekehrt gepolt sind. Oder man nimmt nen 2*Um Schalter mit Mittelstellung Null.
Das einzige Problem ist der doch recht hohe Strom, den so ein 24V Motor haben will, dafür muss der Schalter natürlich ausgelegt sein.


Das Problem ist, dass ein Scheibenwischermotor eine Reihenschlussmotor ist.
Die Drehzahl ändert sich, wenn die Feld- oder Ankerwicklung umpolt wird.
Polst Du die Motorspannung um, polst Du beide Wicklungen um und die Drehrichtung bleibt gleich.
Man muss also den Motor so umbauen, dass man entweder nur eine Wicklung umpolt, oder die Feldwicklung über einen Brückengleichrichter anschließt.
Das Problem dabei ist, dass die Motoren nicht immer massefrei gebaut sind. :anonym:

Was Du beschreibst, funktioniert nur bei einem Motor mit Dauermagnet.

Hans

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