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 Betreff des Beitrags: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: Sa 18. Nov 2017, 22:50 
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Hallo,

m.W. kommt der elektrische Strom mit 3 Phasen in einen Ort. Eben mal hier in den Schaltschrank geschaut, es findet sich dort nur ein mech. Einphasen-Wechselstromzähler. Also hängt unseren Wohnung hier an einer einzigen Phase.

Ich denke mal, die 3 Phasen sollten gleichmäßig belastet werden, denn selbige kommen ja von ein und demselben Motor (theoretisch). Wie stellt man nun eine gleiche Belastung aller 3 Phasen sicher ?

Selbst wenn man einer anderen Wohnung nun eine andere Phase zuordnet, ist ja nicht sichergestellt, dass in beiden Wohnungen die gleiche Last eingeschaltet ist. Was macht man z.B. bei 4 Wohnungen und 3 Phasen ?

Dann ist unser Ceran-Kochfeld mit 4 Leitungen fest an einer Wanddose angeschlossen. Ich war bis jetzt der Ansicht, dass das Kochfeld wegen der hohen Leistung aus allen 3 Phasen versorgt wird. Nur kann das eigentlich nicht sein, wenn es für unsere Wohnung nur einen Einphasen-Wechselstromzähler gibt.

Wer kann Licht ins Dunkel bringen ?

Micha

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: Sa 18. Nov 2017, 23:11 
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Stellst du die Frage als Eigentümer oder als Mieter der Wohnung?

gruß
pliester


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: Sa 18. Nov 2017, 23:17 
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Es gibt schon Wohnungen, die lediglich über Einphasen-Wechselstrom versorgt wurden - wurde in den 60er-Jahren wohl noch so gemacht...
Die gleiche Belastung aller drei Phasen ist lediglich ein "theoretisches Vorhaben" - in der Praxis ist das niemals zu erreichen... :pfeif:
Dem Herd ist das relativ egal, den kann man auch an Einphasen-Wechselstrom anklemmen, dann allerdings mit etwas reduzierter "Höchstleistung" aber wann benutzt wer schon alle vier Platten auf voller Leistung???

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tut mit leid - ich kann einfach nicht immer das antworten, was Ihr hören wollt


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: Sa 18. Nov 2017, 23:43 
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Zitat:
denn selbige kommen ja von ein und demselben Motor (theoretisch)
Generator ;-) Und nicht nur von einem, da wir ein Verbundnetz mit mehreren Einspeisepunkten haben.

Zitat:
Selbst wenn man einer anderen Wohnung nun eine andere Phase zuordnet, ist ja nicht sichergestellt, dass in beiden Wohnungen die gleiche Last eingeschaltet ist.
Der Maßstab ist zu klein. Wohnhaus --> Häuserblock --> Straßenviertel --> Stadt ... je größer der Maßstab, desto gleichmäßiger die Lastverteilung.

Eine sogenannte Schieflast gilt es möglichst zu minimieren, da sie nie vollkommen eliminiert werden kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: So 19. Nov 2017, 00:06 
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Viele neue Herde (bei älteren weiß ich es nicht mehr) mit 4 Platten und 7,x kW verwenden übrigens nur 2 Phasen (auch wenn ggf. eine Klemme für die 3. vorhanden ist) und an die dritte hängt man dann idealerweise den Backofen. Auch hier ist die Belastung alles andere als symmetrisch und der N daher wichtig.

Über mehrere Haushalte hinweg mittelt sich das trotzdem einigermaßen aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: So 19. Nov 2017, 02:19 
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Es wär schon ein sehr unglücklicher Zufall, wenn in einer grösseren Stadt der Backofen von sämtlichen Haushalten an dieselbe Fase geklemmt ist. Ich kann mir vorstellen, dass, solange das Teil von nem Elektriker angeschlossen ist, da vorgaben existieren, dass die Röhre je nach Viertel auf ner anderen Fase angeschlossen wird. Schliesslich ist Weihnachten von den E-Werken gefürchtet, wenn innerhalb einiger Stunden Millionen Haushalte ihre Gans brutzeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: So 19. Nov 2017, 03:36 
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Ruhla Fanboy hat geschrieben:
Generator ;-)
Klar Generator, Motörle eben ;-)

Zur Lastverteilung: Man spekuliert also darauf, dass sich die Last über viele Haushalte mittelt.
Scheint wohl (trotz Backöfen auf der gleichen Phase) zu funktionieren ...

Habe mich mal bzgl. des Kochfeldes etwas eingelesen: Scheinbar kann man die Kochfelder auch auf 230V brücken. Dann sollten aber nur zwei von vier Kochfeldern gleichzeitig nutzbar sein. Eben mal alle 4 Kochfelder testweise auf volle Kanne geschaltet (rot glühend) - funktioniert. Hmm ...

Ich erinnere mich an 4 Leitungen, die angeschlossen wurden. Zusammen mit der Tatsache, dass alle 4 Kochfelder (genaugenommen sind es 5 Kochfelder) zusammen auf voller Leistung genutzt werden können, muss das Kochfeld an 3 oder zumindest 2 Phasen laufen.

Wie kann es sein, dass es dann nur einen Einphasen-Wechselstromzähler gibt ?

Micha

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: So 19. Nov 2017, 03:49 
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Man kann die Phasen auch brücken, die Kochfelder sind nicht miteinander verbundene Heizungen. Also du kannst auch zwei oder drei Mal L1 einspeisen, das stört den Ofen nicht. Der Leitungsschutz muss lediglich passend gewählt sein. Ich nehme nicht an dass der Ofen ein 400V Drehfeld erwartet um zu funktionieren. Es macht jedoch Sinn einen dreiphasigen Leitungsschutzschalter zu verwenden, so dass "der Ofen" immer komplett vom Netz getrennt wird. Evtl. kommt die Annahme mit den drei Phasen daher.

Die Häuser bekommen drei Phasen gelegt, die Wohneinheiten oder Stockwerke werden über die Phasen verteilt, die Schieflast wird über den Nullleiter ausgeglichen. Bei Wohngegenden ist ein solches Problem nicht so drastisch, denn die Leistungen pro Abgriff sind halbwegs gering. Selbst Konzepte wie Elektrofahrzeuge und Pufferung in Fahrzeugbatterien beeinflussen das nicht so da diese dann auch über die drei Phasen verteilt werden oder die Lader dreiphasig ausgelegt sind.

Sollte die Last tatsächlich mal so ungünstig sein dass eine Phase einen relevanten Spannungsabfall verzeichnet sind im System ggf. Regler verteilt. Da das Energieversorgungsunternehmen ja die Leitung bis zum Haus besitzt, können sie auch am anderen Ende der Leitung umklemmen um ihre Versorgung sicherzustellen (im Idealfall so dass die Richtung des Drehfelds hinterher noch gleichbleibt :-)).

Interessant wird das also eher im Fehlerfall (mit dem immer zu rechnen ist, weswegen je nach Problem alle Phasen mit abgeschalten werden müssen) bzw. in großen Netzwerken mit großen Lasten die ggf. untereinander verschaltet wurden. Dort kann man nicht einfach einen Teil umklemmen, das muss in der Planung bereits berücksichtigt sein bzw. erfordert Neuplanung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: So 19. Nov 2017, 07:43 
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Hallo Zusammen

Wie schon richtig geschrieben, kann ein E-Herd mit 230V und 400V eingespeist werden. Aber die interne Verschaltung der einzelnen Heizelemente (Kochplatten und Backofenheizung) ist immer bei Haushalts-Herden auf 230V ausgelegt. D.h., das jede Kochplatte und Backofenheizung mit 230V betrieben wird, egal ob der Herd mit 230 oder 400V eingespeist wird.

Wenn in einem Wohnhaus 10 Mietpateien wohnen und jede Wohnungen nur mit 230V versorgt werden, dann werden 3 Wohnungen über die 1. Phase (L1) , die nächsten 3 Wohnungen über die 2. Phase (L2) und die restlichen Wohnungen über die 3. Phase (L3) versorgt. So versucht man das E-Netz gleichmäßig zu belasten, was aber in der Realität nie zu 100 Prozent erreicht werden wird. Nun kann man das für einen ganzen Straßenzug oder für eine ganze Stadt weiter machen.


MfG Torsten

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Wenn Du dir was vornimmst, versuche es zu machen, Jahre später ärgerst du dich, das du es nicht versucht hast, es zu machen!

Drehe: Interkrenn IKD 400 /400V mit FU
Fräse: Bernardo KF25 Vario MK3
Bohrmaschine: Einhell mit Drehstrommotor 370W/400V und FU


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Frage zum Hausanschluss
BeitragVerfasst: So 19. Nov 2017, 09:00 
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Micha hat geschrieben:
Ruhla Fanboy hat geschrieben:
Generator ;-)
Klar Generator, Motörle eben ;-)
... Eben mal alle 4 Kochfelder testweise auf volle Kanne geschaltet (rot glühend) - funktioniert. Hmm ...

... Wie kann es sein, dass es dann nur einen Einphasen-Wechselstromzähler gibt ? ...


Die Administration sollte diesen Threat ganz schnell ins Archiv verschieben !!!
Und die User, die auf diese Beiträge mit Informationen reagieren,
sollten sich ernsthaft fragen ob Das richtig ist.


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