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 Betreff des Beitrags: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Do 22. Aug 2013, 22:35 
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Ja wie im Betreff steht kränkelt mein Gack etwas, Heilung scheint aber in Aussicht :-) .


Problem 1:

Heute wollt ich mal wieder an meinem Schleifer weiter machen und 2 Winkel stoßen. Dazu wollte ich den Hub verstellen, ging nix mehr :-( .

Dacht ich mir da wird wohl innen wohl irgendwo was rausgedreht sein. Also mal die Schrauben auf der Bedienerseite aufgemacht und versucht ob ich den Deckel abkrieg, aber nix ging. Also mal die andere Seite versucht da ging´s dann. Das ich auf der Bedienerseite schon den ganzen Vorschubapparatismus ab hatte war sehr hilfreich. Nach etwas schrauben sah es dann so aus:
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Und näher:
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Nach etwas probieren stellt ich dann fest das sich das Kegelrad zwar dreht, die Gewindestange die dann den Zapfen der Hubverstellung bewegt aber nicht.
Also raus mit dem Ding, das wird ja nur von den 2 Leisten gehalten.
Beim Anblick der Schlitzschrauben bekam ich schon Angst, stellte sich aber als unbegründet heraus. Alle Schrauben gingen problemlos auf. Aufgrund einer Abneigung gegenüber der Schraube mit dem Schlitz werd ich die beim Zusammenbau aber gegen Innensechskantschrauben tauschen.

Unter den Leisten finden sich hübsch geschabte Flächen:
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Der ganze Verstellmechanismus wurde nach dem lösen von 2 weiteren Schlitzschrauben dann noch von 2 Zylinderstiften an Ort und Stelle gehalten (tolle Konstruktion eigentlich). Nach etwas Klopfen mit einem passenden Meißel ging der dann aber auch raus.
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Diagnose bisher:
Der Zylinderstift der das Kegelrad auf der Gewindestange hält war nur mehr teilweise vorhanden. Außerdem lässt sich die Gewindestange in dem Klotz nicht einfach drehen, da muss ich mal schaun was da noch fehlt, passenden Zylinderstift muss ich noch besorgen.
Eigentlich wird die Hubverstellung (wie die ganze Maschine) bei mir schon sanft behandelt, daher bin ich über diese Kränkeleien etwas verwundert....





Problem 2:

Beim durchdrehen im noch montiertem Zustand viel mir auf das zwischen dem Bolzen des Verstellschlittens und dem Schiebestück sehr viel Spiel ist.
Nach der Demontage wunderte mich aber nix mehr.
Hat wohl mal gefressen und sich mittlerweile geglättet:
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Das Schiebestück selbst läuft in der Schwinge aber relativ Spielfrei, also in keinster weise Nacharbeits-bedürftig:
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Auch der Rest vom Verstellschlitten sieht einwandfrei aus:

Das Schiebestück lässt sich ja einfach aufspindeln. Den Bolzen vom Verstellschlitten sollte ich wohl abspindeln und dann eine Hülse drüber machen die passend zum Gegenstück gespindelt wird?
Was für ein Material würde sich da anbieten? Schwer arbeiten muss der Gack bei mir ja nicht mehr.




Beim Demontieren viel mir später dann auch das hier ein:
kramer hat geschrieben:
Neben der Stößelschmierung ist die wichtigste Stelle ganz oben auf der Klemmschraube für den Stößel. Da gehört Öl hinein. Wichtig deshalb weil darüber der Gleitstein in der Antriebsschwinge geschmiert wird.


Und da ich das ganze jetzt ja in live gesehen habe mal auch 2 Bilder dazu.

Oben der Klemmhebel:
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Und unten geht´s dann so weiter:
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Was mir sonst noch aufgefallen ist: Der Gack ist eine sehr Montage freundliche Maschine. Ich glaub so einfach und schnell kommt man nirgends an die Innereien einer Maschine.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Do 22. Aug 2013, 23:11 
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Hallo Flo,

da hast du ja Glück mit dem Gleitstein wenn's nur die Bohrung ist. Der hat ja ausreichend Fleisch zum Ausspindeln.
Bei mir mußte ich einen neuen Gleitstein machen und die Führungsflächen der Schwinge ausfräsen - danach hab ich sie auch noch geschabt:

Dateianhang:
GLSt_neu_mit_Schwinge.jpg
GLSt_neu_mit_Schwinge.jpg [ 64.3 KiB | 1778-mal betrachtet ]

Kann es sein, daß bei dir die Schmierbohrung (siehe Bild) zu war / ist ?

Für die Büchse würde i c h wahrscheinlich irgendwas hernehmen :). Das heißt aber nix - mit Materialien kenn' ich mich nicht recht aus - da bekommst' bestimmt noch bessere Vorschläge.
Hoffentlich ist der Bolzen nicht recht hart.

Grüße

Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Do 22. Aug 2013, 23:45 
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Ja irgendwie war da schon etwas Glück im Unglück dabei. Die Schmierbohrung hab ich nachmittags mal probiert, es kam zumindest etwas Öl an und an sich war das auch gut geschmiert?
Aber das schau ich mir wohl nochmal genauer an.

Ja zum Material der Buchse... Ich blätter grad im Tabellenbuch, da würde ich ja einen unlegierten oder niedrig legierten Vergütungsstahl nehmen. C45 oder 42CrMo4 würden sich in der Bucht leicht beschaffen lassen.

Mal sehn was noch für Vorschläge kommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 08:54 
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 11:14 
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Wie wäre es mit Metall aufspritzen und schleifen? Weiss nicht welche Schichtdicken die hinkriegen können. Scheinbar können die auch Buchsen aufspritzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 18:39 
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42CrMo4 bekommt man in vergüteter Qualität - das eignet sich für Gleitlager sehr gut, lässt sich aber noch ordentlich bearbeiten. Am besten die Passung mit leichtem Übermaß drehen und dann mit Feile und Schleifpapier fertig bearbeiten.

Vielleicht wäre eine gehärtete Buchse besser - die musst du aber dann schleifen oder, wenn du sie fertig bekommst, den Gleitstein auf entsprechendes Maß bearbeiten.

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Was ich nicht gemessen habe weiß ich nicht und was ich nicht weiß das kratzt mich nicht.

lg Hannes
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 19:44 
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Ein böser "Fresser", da hat es mit Sicherheit am Öl gemangelt.
Kommt vor wenn es eine Tropf/Schleuderschmierung sein sollte. Die Maschine muss halt erst mal etwas laufen eh was ankommt. Den Kulissenstein würde ich auch nur ausspindeln. Den Bolzen überdrehen und ein Gussring mit Loctite drauf.

Das sollte dann wieder 100 Jahre halten.

Viel Spaß

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 20:56 
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Danke für die rege Beteiligung :thx: .


uli12us hat geschrieben:
Guss wär natürlich besser. Bloss lässt sich der eher nicht so gut kleben.

Gussspäne will ich mir eigentlich ersparen und mit Loctite wollte ich schon panschen ;-)


moto-x hat geschrieben:
Wie wäre es mit Metall aufspritzen und schleifen? Weiss nicht welche Schichtdicken die hinkriegen können. Scheinbar können die auch Buchsen aufspritzen.

Na eigentlich will ich das schon selber machen. So ein Betrieb in der nähe würde sich sicher finden lassen. Hab grad kurz gegoogelt und in einem Forum einen Beitrag gefunden in dem problemlos eine 7 mm Schicht Stahl aufgespritzt wurde, würde auch für mich reichen ;-)


JollyRoger hat geschrieben:
42CrMo4 bekommt man in vergüteter Qualität - das eignet sich für Gleitlager sehr gut, lässt sich aber noch ordentlich bearbeiten. Am besten die Passung mit leichtem Übermaß drehen und dann mit Feile und Schleifpapier fertig bearbeiten.

Vielleicht wäre eine gehärtete Buchse besser - die musst du aber dann schleifen oder, wenn du sie fertig bekommst, den Gleitstein auf entsprechendes Maß bearbeiten.

Werd mir dann wohl ein Stück 42CrMo4 besorgen und daraus eine Buchse drehen, die dann auf den Bolzen kleben und auf Maß spindeln. Mit etwas Geduld hätte ich auch Zugriff auf eine Rundschleife. Allerdings müsste ich da erst 2 Zentrierungen in das Teil einbringen, bisher hat´s nämlich keine. Somit bleibt nur spindeln da ich für meine Drehe ja noch kein passendes Vierbackenfutter oder Planscheibe hab.


Mikromat hat geschrieben:
Ein böser "Fresser", da hat es mit Sicherheit am Öl gemangelt.
Kommt vor wenn es eine Tropf/Schleuderschmierung sein sollte. Die Maschine muss halt erst mal etwas laufen eh was ankommt. Den Kulissenstein würde ich auch nur ausspindeln. Den Bolzen überdrehen und ein Gussring mit Loctite drauf.

Das sollte dann wieder 100 Jahre halten.

Viel Spaß

Rainer

So wie ich das sehe wird der Bolzen nicht direkt geschmiert sondern bekommt nur das ab was von der Schmierung der Kulisse (über den Klemmhebel, letzten beiden Bilder) so daneben läuft? Aber anscheinend funktioniert´s ja (meistens ;-) ).




Europa hat geschrieben:
passenden Zylinderstift muss ich noch besorgen.

Immerhin das wäre schon passiert, zumindest hoff ich das der passt. Mal sehn ob ich mir morgen mal das mit der Gewindestange anschau.

Die anfangs erwähnten Winkel hab ich zwischenzeitlich schon fertig gefräst - eigentlich eine Todsünde :-D

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 21:05 
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Ich hab hier noch ein bisschen geschliiffenen 42CrMo4... welchen Durchmesser brauchst du? Vielleicht hab ich was in der Restekiste das du fürn Versand haben kannst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Gack kränkelt...
BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 21:21 
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Europa hat geschrieben:
So wie ich das sehe wird der Bolzen nicht direkt geschmiert sondern bekommt nur das ab was von der Schmierung der Kulisse (über den Klemmhebel, letzten beiden Bilder) so daneben läuft?

Nein! Schau dir nochmal mein Bild an. Da ist an der Oberseite eine Bohrung in der Mitte. Die sichtbare Quernut verteilt dann das Öl seitlich. Wahrscheinlich ist die Bohrung bei dir zu.

Das Öl tropft von oben in die Verteilerwanne oben im Gleitstück. Von da gehen drei Bohrungen ab. Zwei seitlich schräg weg für die seitlichen Führungsflächen sowie die eine in der Mitte, wie gesagt, zur Schmierung des Gleitlagers für den Bolzen.

Grüße

Peter


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