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 Betreff des Beitrags: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Mo 8. Apr 2013, 21:24 
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Hallo und guten Abend zusammen,

An meiner Deckel G2 Fräsmaschine habe ich einen Fräskopf von einer Saupe Fräsmaschine montiert (Ungebraucht gekauft), Mk2 mit Riementrieb:
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Saupe sagt man im allgemeinen ja eine vernünftige Qualität nach. Aber ich bin jetzt doch etwas erschüttert:

Angefangen hat alles damit, dass ich bemerkt habe, dass der Spindelkopf in y-Richtung nicht Senkrecht zum Tisch steht. Nachmessen hat etwa 1/10 auf 100mm ergeben. Was solls, dachte ich mir, ist ja flott runtergeschabt. Also den Kopf frohen mutes Demontiert und die Montagefläche Saubergemacht um anschließend ein Haarlineal drüber zu halten:
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IMG_1816.JPG [ 136.46 KiB | 1886-mal betrachtet ]


Wie man sieht, ist die Fläche "etwas" hohl. Die Fühlerlehre hat 2/10mm und geht leicht zwischen Fläche und Haarlineal.

Uff.

Tuschierbild ist auch nicht besser:
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Paar Durchgänge später:
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Und gleichzeitig noch die Lage der Montagefläche zur Spindelachse vermessen, fast 1/10, wie vorher schon an der Maschine gemessen.
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IMG_1818.JPG [ 113.99 KiB | 1886-mal betrachtet ]


Vom Schaben selbst habe ich keine Bilder, da habe ich mich zu sehr über die Krumme Fläche geärgert.
Aber das Endergebnis ist dann ok, die Spindelachse weicht noch 3/1000 (Haha. Besser als 1/100 zumindest) von der Flanschfläche ab:
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IMG_1819.JPG [ 116.02 KiB | 1886-mal betrachtet ]


Weil ich schon dabei war, hab ich gleich noch die Spindellager getauscht, gegen moderne, neue Lager von FAG. Mit der Zeit sind zwar die Aussenabmessungen der Lager gleich geblieben, aber die Innere Konstruktion wurde besser. Und damit Steifigkeit, Laufruhe, Lebensdauer...
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Weil ich den Kram eh schon auseinander habe, hab ich gleich noch ein M12x1 Feingewinde ins Spindelende geschnitten, für eine Differentialscheibe zum Ausdrücken des Werkzeugs:
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Das neue Lagerpaket:
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Kontrolle des Rundlaufs am Kontrolldorn, knapp über 1/100mm in 120mm Entfernung zur Spindelnase. Den Spindelkonus habe ich noch mit einer neuen Mk2 Reibahle nachgearbeitet, weil der auch nicht 100% getragen hat...
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IMG_1825.JPG [ 111.98 KiB | 1886-mal betrachtet ]


Jetzt bin ich wieder zufrieden. Vieleicht Lackiere ich das Ding gleich noch in passender Farbe zur Maschine.

gruß
Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Mo 8. Apr 2013, 22:27 
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also ich glaub ja nicht, daß der Connelly Gummihandschuhe beim Schaben getragen hätte - selbst wenn's die damals schon gegeben hätte.
Deswegen von mir nur eine "1-" :)

Grüße

Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Di 9. Apr 2013, 07:59 
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Zitat:
also ich glaub ja nicht, daß der Connelly Gummihandschuhe beim Schaben getragen hätte


So haben seine Lichtschalter und Türklinken bestimmt auch ausgesehen ;)

Man gewöhnt sich beim Schaben an die Handschuhe und wenn man sie auszieht, hat man schön Dykem-freie Finger.

Zitat:
Deswegen von mir nur eine "1-"


Dankeschön :)

gruß
Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Di 9. Apr 2013, 09:58 
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Hallo Stefan,
interessante Kombination die Du da hast.Ist das Gehäuse des Kopfes aus Grauguss?Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben dass zum. die"Nachwendeversion" aus Aluguss wäre.Der Fräskopf gehörte ja auch nicht zu einer industriellen Präzisionsfräse sondern "nur" zu einer Hobby- Fräse bzw. der Frässäule für die Drehmaschine.Der Kopf ist ja wohl auch für die Emco F1 Fräse verwendet worden.
Achim

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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Di 9. Apr 2013, 11:44 
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Hallo Achim,

Der Kopf ist aus Aluguss, die Pinole läuft in einer sauber gefertigten Graugussbuchse, die Lagerung der Riemenscheibe sitzt in einem Stahl"topf". Ingesamt schon eine ganz vernünftige Konstruktion. Nicht die allerstabilste, aber ich kann damit leben.

Vorher hatte ich einen Kopf einer Rotwerkfräsmaschine mit Mk3 umgebaut auf Riementrieb an der Maschine, der war stabiler, aber die fehlende Pinole hat mich gestört.

Ich mag an einer CNC-Universalfräsmaschine eine Pinole zum Bohren, Reiben, Senken und Gewindebohren..so vereint man die Vorteile beider Welten konventionell und gesteuert.

gruß
Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Di 9. Apr 2013, 20:11 
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Servus Stefan,

wird dieser Fräskopf noch hergestellt, oder muss man nur richtig Glück haben?

Gruß,

Sepp

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Solang d´Wurscht dicker is wias Brot, is wurscht wia dick s´Brot is.


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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Di 9. Apr 2013, 20:47 
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Gute Frage, das kann ich dir nicht beantworten. Auf Ebay tauchen abundzu neue Köpfe ohne Motor aus irgendwelchen Quellen auf.

Ich hab meinen vom Nutzer Horex Regina in der CNC-Ecke, der hatte scheinbar auch mehrere, kannst ja mal nachfragen, wenn bedarf besteht :)

gruß
Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2013, 06:03 
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Hallo Stefan

Ich habe ja nun mit meinem Kopf auch schon was durch. Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass diese Köpfe von Saupe sind. Da hat jemand die Restbestände von Saupe aufgekauft, und den Rest in seiner Hobbywerkstatt selbst fertig gemacht. Wahrscheinlich ein ehemaliger Angestellter.

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Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Do 11. Apr 2013, 07:03 
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Morjen!
Die kompl. Fräse gibt es noch aus Tschechien.
https://www.emcomachinetools.co.uk/Ente ... ductNumber
Ist preislich natürlich "etwas" über dem China Niveau.Ob sie in D angeboten wird weiss ich nicht.
http://www.tecoznojmo.cz/german/vf400.php

Achim

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 Betreff des Beitrags: Re: Saupe Fräskopf, Nacharbeit...
BeitragVerfasst: Fr 12. Apr 2013, 11:45 
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Zitat:
Ich habe ja nun mit meinem Kopf auch schon was durch.


Hattest du ähnliche Probleme?

Zitat:
Die kompl. Fräse gibt es noch aus Tschechien.


Nett, hat irgendwie was nostalgisches. Die komplette Maschine würde ich aber für mich selbst nicht wollen.

gruß
Stefan

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