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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 10:17 
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Ich würde die Dielen liegen lassen wie sie sind. Sie nicht schleifen sondern mit Ziehklingen bearbeiten. Dann behält der Boden seinen Scharm. Man kann die Fugen "ausspähnen", sieht aber nicht gut aus. Will man einen perfekten Untergrund und die Durchbiegung der Balken ausgleichen, sucht man den höchsten Punkt der Balken (Schlauchwaage) und nagelt oder Schraubt Dachlatten für einen zusätzlichen Blindboden (30mm Fichte) an die Balken. Der Blindboden ist bündig mit dem höchsten Punkt der Balken. Der Blindboden wird mit langen Schrauben an die Balken, nicht die Dachlatten, geschraubt. Konstruktiv entsteht dadurch eine Bodenplatte, die hängenden Balken füllt man mit Lehm und hat eine ebene Fläche um ohne Höhenverlusst entweder die alten Dielen (müssen genagelt werden), oder geklebtes Stabparkett zu verlegen.

Ich habe auf die Bodenplatte Kokosmatten und Gussasphalt aufgebracht, darauf wurde masives 22mm Eichen Parkett geklebt weil ich Trittschall vermeiden wollte. Warum der Aufwand, der Bodenaufbau musste so nieder werden um die alten Kassettentüren erhalten zu können. Auflage vom Denkmalamt.
:hi: Jost


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 10:45 
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Bolle hat geschrieben:
Wie kommt denn da ein fester Untergrund zustande?
Und dann noch mit OSB?
Bei mir federt sogar 24mm Rauhspund auf den abstandsüblichen Balken.



In meinem Haus (Bj.'38) liegen die Balken im 60er Abstand mit Fichte Nut+Feder 18 breit 22mm stark, genagelt.
Der Boden wurde vor 25 Jahren überschliffen (brauner Lack entfernt) und versiegelt.
Der Boden trägt auch heute noch ohne OSB-Unterbau.
Warum soll der Boden nicht federn?
Oder soll da eine Drehbank drauf?

Gruß E.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 10:50 
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Moin,

also ich hab in der Lehmhütte in der ich wohne schon alle Varianten durch.
Wenn die Dielen so gut sind, daß Du sie aufarbeiten willst, dann laß sie doch gleich drin.
Abschleifen oder Abziehen und Ölen. Fertsch.

@Bolle:
Mit schön fett OSB drunter wird das schon erstaunlich stabil. Man darf natürlich nicht mit 15mm Angebots-OSB anfangen - da ist meist mehr Luft als Holz drin.
Ich habe mit 27mm geschliffenem OSB hervorragende Ergebnisse erzielt.

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Gruß
blondy


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 11:04 
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ecke hat geschrieben:
Warum soll der Boden nicht federn?
Oder soll da eine Drehbank drauf?


Na was denn nun - solls federn, oder stabil werden :-)
OSB und Span sind für mich keine Materialien für stabiles Bauen, zumindest nicht bei solchen Balkenabständen.
Die hier empfohlenen 30mm Fichte wären eher mein Weg.

Ich hab hier einen Aufbau Balken/ Konterlattung satt/ Verlegeplatten geschraubt - da federt zwischen den Balken nichts mehr.
Federn zieht übrigens auch die Nägel raus.

Das Spanplattenzeugs, was hier drin war, hab ich rausgerissen.
Das Badezimmer habe ich dann noch gefliest, natürlich noch mit Spezialaufbau.
So baut eben jeder anders...

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Bolle grüsst


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 11:06 
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@Bolle:

Was denn genau für Verlegeplatten?

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Gruß
blondy


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 11:07 
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In meinem Haus (Bj.'38) liegen die Balken im 60er Abstand mit Fichte Nut+Feder 18 breit 22mm stark, genagelt.
Der Boden wurde vor 25 Jahren überschliffen (brauner Lack entfernt) und versiegelt.
Der Boden trägt auch heute noch ohne OSB-Unterbau.
Warum soll der Boden nicht federn?
Oder soll da eine Drehbank drauf?

Gruß E.[/quote]

Moie,blondy und ecke haben in meinen Augen alles richtig gemacht.Dem kann ich voll und ganz beipflichten.In meinen Haus(Bj 1869(eher noch älter)) hab ich auch die Dielen einfach nur abschleifen und dann mit Hartöl versiegeln lassen.
Ich hab hier noch Laminat,PVC und Fliesen liegen, sollte irgendwann mal eine Renovierung anstehn kommen mir nur Dielen rein weil das ein richtig uriges Flair hat ;-) .
gruss Michel


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 11:14 
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Mein Boden sieht aus wie deiner!

Ich habe eine HOLZBODEN mit Holzeigenschaften!
Ich möchte keinen Betonboden!
Übrigens federn die Balken auch.

Ohne genaue Spezifikation zu Dielen Balkenabständen ist eh alles nur reine Spekulation.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 11:17 
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Servus,

ich teile die Bedenken, dass es schwierig sein wird die alten Dielen ohne große Beschädigungen ausbauen zu können. Ich schätze Du wird
einen nicht unerheblichen Anteil beim Ausbau quasi zerstören.
Wenn Du die ausgebauten Dielen neu besäumen, hobeln und nach / vor dem Ölen schleifen willst, kann ich mir nicht vorstellen, dass der alte
Charme erhalten wird.

Um eine Patina und eine reale historische Anmutung zu erzielen dauerte es teilweise länger als 50 Jahre, das ganze wie neu aussehen zu lassen
geht deutlich schneller.

Wir haben in unserem alten Haus recht guten Erfolg mit 22 mm OSB3 oder OSB4 Platten gemacht, auch bei Balkenabständen um die 60 cm,
je nach Plattendicke und Hersteller ist das auch durchaus im Rahmen der vom Plattenhersteller vorgegebenen Toleranzen.
Wenn die alten Balken (wie oft) nicht "gerade" sind und Du einen ebenen, in der Wage liegenden Boden erreichen willst würde ich zum Nivellieren
seitlich an die Balken dicke Bohlen (4 bis 6 cm) anschrauben.
Im Gegensatz zu einer Konstruktion die auf den Balken aufliegt kannst Du hier Aufbauhöhe sparen. Auf diese Weise haben wir den Boden in unsesrem
Bad aufgebaut, den alten Fehlboden entfernt und durch eine Schüttung als Dämmung ersetzt.
Darauf aufbauend dann Trittschalldämmung, Trockenestrich und Fliesen. Wenn nicht gefliest werden soll würde ich den Zwischenraum zwischen den
Balken zur Schwingungsdämpfung mit einer gewissen Schicht Fertigestrich (trocken) auffüllen.
Auf dem OSB Boden könntest Du dann Deine gehobelten/gesäumten Dielen auch schwimmend verlegen, ähnlich wie Drei-Schicht-Parkett oder Laminat.

viele Grüße

Johannes D.

PS: Ich würde aber eher versuchen den Alten Boden zu retten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 11:18 
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@Katana:

Da muß ich Dich etwas enttäuschen: nicht alles.
Ich schrieb ja: alle Varianten.

Und die meiner Meinung nach stabilste, mit Abstand leiseste, und insgesamt beste ist die: (von unten nach oben)

- sehr großer Balkenabstand (nix zu machen)
- Konterlattung aus 37er Dachlatten mit ca. 30cm Abstand
- 27er geschliffen OSB (alles schön verschraubt, Eisenanteil bis hierhin ca 50% ;) )
- 3 oder 4 ? mm PE-Trittschalldämmung
- 12er OSB schwimmend
- 2mm Schwerschaumtrittschalldämmung
- Laminat (lange Diele)

Wenn die Voraussetzungen bessere wären, z.B. ordentliche Balken mit ordentlichem Abstand und vernünftigem Unterbau, dann würde ich sicher auch Dielen >=30mm verlegen und ölen.
Aber nicht mehr in diesem Leben.

_________________
Gruß
blondy


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Dielung aufarbeiten und neu verlegen
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2017, 11:24 
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Dein abgebildeter Boden ist doch nicht mit 40cm Dielen vergleichbar. Die sind auch sehr viel dicker als so ein Nut und Feder Boden. (Da würde ich mir keine Gedanken machen. Entweder er ist noch gut oder man reißt in raus, ein großartiger Kostenfaktor ist das nicht.) Bei den großen Dielen gibt es keine Nut und Feder Verbindung. Man braucht da keinen Staubsauger, den Dreck kann man in die Fugen kehren. Trotzdem ist das ein wertvoller Boden über den es sich lohnt sich Gedanken zu machen.
:hi: Jost


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