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 Betreff des Beitrags: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Di 26. Sep 2017, 19:28 
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Hallo,
ich bräuchte mal eure kompetente Hilfe.

Um was es geht: Für eine kleine Fräsmaschine benötige ich gut aufeinander abgestimmte Komponenten für eine Zentralschmierung. Es gibt zwei Schmierstellen pro Achse, die Flächen der Führung pro Schmierstelle sind gleich groß (50cm²) und haben ein sehr enges Führungsspiel (fein geschabt). Ich möchte gewährleisten, dass jede Schmierstelle auch zuverlässig die nötige Schmiermenge erhält und es nicht zur partiellen Mangelschmierung kommt.
Dazu kommt, dass die Pumpe nicht viel größer als 10x10x10cm sein sollte.

Es gibt zwar recht günstig das System von Arceurotrade, aber ich bin mir nicht sicher, ob das die ideale Lösung in meinem Fall ist.

Dieses System ist ein sogenanntes „Resistance Lubrication System“ und beruht auf dem Prinzip der Strömungsregulierung - die Dosiereinheiten bestimmen den Fließwiderstand. Diese müßen im System aufeinander abgestimmt werden (große Schmierstelle kleiner Widerstand, kleine Schmierstelle großer Widerstand), aber die Schmiermenge bestimmt alleine die Fördermenge der Pumpe. Die Schmiermenge pro Schmierstelle ist abhängig von der Anzahl der Schmierstellen. Wichtig dabei ist, dass der Druck der Pumpe nach Betätigung bis zur Entleerung der Pumpkammer erhalten bleibt.

Zum Resistance Lubrication System findet man hier detailiertere Informationen:
http://www.bijurdelimon.com/fileadmin/products/docs/bdius/Brochures/258_SYS_Single-Line-Resistance_BR.pdf

Die Arceurotrade Pumpe ist ein chinesischer Nachbau der „L3P“ von Bijur Delimon
[url]nl.pomac.be/uploads/wysiwyg/downloads/bijur/BIJUR_En.pdf[/url] (Seite 17/18)
Diese hat ein Fördervolumen von 3ml und liefert einen Druck von 2 bar (k.A. ob das bei der chinesischen Kopie identisch ist)


Dann gibt es noch die Einleitungs-/oder Kolbenverteiler. Diese geben immer nur eine fixe Schmiermenge ab (von 0,01 bis >1ml) unabhängig vom Pumpendruck und dem Verhalten der anderen Schmierstellen. Die Kolbenverteiler arbeiten entweder als Vorschmierverteiler, als Nachschmierverteiler oder Impulsverteiler (uninteressant). Erstere geben die Schmiermenge und den Druck sofort ab; der Druck entspricht dem Pumpendruck, zweitere schmiert erst nach Druckentlastung der Pumpe (Federspeicher). Soweit ich verstanden habe, benötigen die Einleitungsverteiler allerdings eine Pumpe mit Druckentlastung (sobald der Hebel losgelassen wird) und funktionieren deshalb wohl nicht mit der Pumpe von Arceurotrade.

Ich bin nun unentschlossen, auf welches System ich setzten soll, wie ich die Dosiereinheiten oder Einleitungsverteiler wählen soll und welche Pumpe dazu passt.

Beim Resistance System habe ich mir überlegt, dass der Widerstand der Dosiereinheiten wesentlich kleiner sein sollte, als der Schmierwiderstand der Führungen, wobei die Dosiereinheiten vor Arceurotrade nur bis 00 gehen und laut obigem Pdf für dieses Schmiersystem evtl schon zu „groß“ sind bzw am oberen Ende liegen.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, wie man die Mindestschmiermenge pro Schmierstelle berechnet.
Mal angenommen es bedarf einer Schmierfilmdicke von 0,01mm (k.A. ob das praxisnah ist), dann würde das bei mir ein Volumen von 0,05 bzw 0,3ml gesamt erfordern. Wenn die Schmiernuten leer gelaufen sind, dann natürlich deutlich mehr, aber die Schmierintervalle sollten ja kurz genug sein, damit das nicht passiert.

Folgende Pro und Contra habe ich für mich mal verfasst:

Resistance System von Arceurotrade:

Pro:
-günstig
-Druck bleibt bis zum Abgeben der gesamten Schmiermenge erhalten (besseres Nachschmieren der Führung)

Contra:
-Schmiermenge zu groß (3ml <-> 0,3ml)
-keine Sicherheit, dass alle Schmierstellen plusminus die gleiche Menge an Schmiermitteln erhalten


Einleitungsverteiler:

Pro:
-alle Schmierstellen bekommen immer die exakt gleiche Menge an Schmiermitteln
-Schmiermenge besser dosierbar

Contra:
-teuerer
-Pumpenwahl problematisch

Habt ihr Ideen oder Vorschläge dazu? Eine kleinere Handpumpe wie die von Arceurotrade habe ich übrigens noch nicht gefunden. Nur die L2P die wahlweise 1 oder 2ml Öl fördert; diese scheint aber schon längst aus dem Angebot genommen worden zu sein.
Wenn ihr meint, ich mach die Geschichte unnötig kompliziert, dann habt ihr sicherlich nicht unrecht, aber mir ist es einfach wichtig die Schmierung bestmöglich umzusetzen.

Danke und Gruß,
Martin

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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Di 26. Sep 2017, 20:00 
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Hallo Martin, ein altes und grosses Problem das Du da angehst! Ueber die Jahre betrachtet, eigentlich nie gelöst worden . Jedes System ohne Drucküberwachung an Ort kann versagen . Eine Schmierstelle hat dann einfach kein Oel ! Das ist für mich der Grund, warum ich gerne mit Gefühl und Augen samt Ohren meine Sixis abschmiere! Ich habe die Schmierkanäle der Letzten Deckel Fp1 gesehen und mich über deren Grösse gewundert! Da wurde mir gesagt, dass nur so eine sichere gute Schmierung möglich sei und das Führungsspiel so viel länger erhalten bleibe! Alte WZ Maschinen haben viel kleinere Nuten, um möglichst viel Fläche zu erhalten. Dazu kommt noch, dass das Oel nur in genau im Blei gestellten Maschinen dort bleibt, wo es muss, die Kapillarwirkung saugt das Oel quasi aus den Schmiernuten und fliesst über den tiefsten Punkt ab! Da wäre eine Dauerdruckschmierung schon ideal , aber auch bei absoluter Präzision und bester Dosierung halt nie 100% sicher. Deckel hat einfach so quasi "den Bach geflutet " und das Oel hat besser seine Bestimmung erfüllt. Was dann bei älteren Maschinen ziemlich viel Lecköl gibt...Es ist nicht einfach von aussen zu überwachen gerade bei einem Fräsmaschinen Kreuzschlitten . Mit den Stosspressen und den Einzelschmiernippel habe ich aber ein recht sicheres Gefühl bei der Schmierung. Ich hoffe Du findest Deine dir passende Lösung und vielleicht zeigst Du mal Deine Maschine? Freundliche Grüsse Andi


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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Mi 27. Sep 2017, 00:21 
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Khan hat geschrieben:
Einleitungsverteiler:

Pro:
-alle Schmierstellen bekommen immer die exakt gleiche Menge an Schmiermitteln
-Schmiermenge besser dosierbar

Contra:
-teuerer
-Pumpenwahl problematisch

Danke und Gruß,
Martin


Kann ich nur empfehlen, diese Einleitungskolbenverteiler stellen sicher das jede Schmierstelle die vorgesehene Menge Öl erhält.
Wird auch bei nahezu allen Industriemaschinen so gemacht (Deckel, Weiler,...).
Bei Sinntec gibt es alles benötigte dazu:
https://www.schmieranlagen.com/einleitu ... 73a39a0faa
https://www.schmieranlagen.com/einleitu ... 73a39a0faa

An unserer Deckel FP3 ist eine Vogel Handpumpe und die passenden Vogel Kolbenverteiler verbaut.
Fast jede Führungsfläche hat 2 Schmieranschlüsse. Kolbenverteiler sind hauptsächlich mit 0,03cm³ verbaut.
Ein paar haben auch 0,06cm³ (Trapezgewindespindeln).
Im Zweifel aber immer die größeren. Das Öl soll ja vor allem schmieren, aber mehr Öl spült auch Schmutz aus der Führung.
Und mehr Durchsatz verhindert auch Ablagerungen in den Schmiernuten.
Und ich habe noch keine Führung gesehen die an zu viel Öl kaputtgegangen ist :-D :-D eher das Gegenteil ist leider oft der Fall.

Bg Franz

PS: das System von Arceurotrade ist billiger Mist. Die Schmierstelle mit dem geringsten Gegendruck bekommt das meiste Öl, der Rest im schlimmsten Fall gar nix.
Wir bei den Asiaten aber gerne verbaut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Mi 27. Sep 2017, 06:08 
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Hallo Franz, Genau ins Schwarze! Danke! Freundliche Grüsse Andi


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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Mi 27. Sep 2017, 22:29 
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Hallo Andi,
elmech hat geschrieben:
die Kapillarwirkung saugt das Oel quasi aus den Schmiernuten und fliesst über den tiefsten Punkt ab! Da wäre eine Dauerdruckschmierung schon ideal

Ok, das habe ich soweit nicht bedacht. Bei längeren Schmierintervallen bedarf es dann deutlich mehr, als die von mir ausgerechneten 0,05ml pro 50cm².

elmech hat geschrieben:
Mit den Stosspressen und den Einzelschmiernippel habe ich aber ein recht sicheres Gefühl bei der Schmierung

Ursprünglich hatte ich das sogar vor. Alle sechs Schmierstellen werden zusammen in eine Leiste mit eben sechs Schmiernippel geführt und dann eben von dort zentral und händisch eine Schmierstelle nach der anderen mit der Stosspresse abgedrückt (hat den Vorteil dass ich nicht um die Maschine rumspringen muß und evtl noch die Schlitten verfahren muß um an die Schmierstellen zu kommen). Das hätte sogar den positiven Nebeneffekt, dass ich anhand des "Pumpwiderstands" spüre ob eine Schmierstelle dicht ist oder ein Schlauch gerissen ist.
Allerdings kenne ich mich und meine Faulheit; dann wird dann doch nur einmal zu Beginn die Stoßpresse rausgeholt und während dem Arbeiten wieder vergessen. Eine zentrale und gut erreichbare Pumpe incl Dosierelementen oder Kolbenverteiler verleitet mich dann eher dazu alle verfahrenen X Meter mal kurz den Hebel zu drücken.

Die Fräsmaschine liegt mal wieder (seit fast 'nem Jahr) zerlegt in der Werkstatt rum. Bin gerade dabei funktionierende Abstreifer incl. Schmiermöglichkeit für die Kugelrollspindeln zu konstruieren. Anschließend mach ich gerne mal Fotos.



opa12 hat geschrieben:
Bei Sinntec gibt es alles benötigte dazu:

Habe da im vornherein schön kräftig gestöbert. Das ist auch einige der wenigen Händlerseiten, wo die Preise offen dastehen (bis auf den Nachschmierverteiler 370-XXX)
Folgende Verteiler habe ich mir schon ausgeschaut:
Vorschmierverteiler (sechsfach)
Oder:
Nachschmierverteiler (2x dreifach)

Bei der Handpumpe, die du vorgeschlagen hast, bin ich mir aber nicht sicher ob die tatsächlich für Kolbenverteiler geeignet ist. In der Beschreibung steht "für Dosierventile* geeignet" - also für das Resistance Lubrication System (oder auch Single Line Resistance kurz SLR). Komischerweise gibt es diese Pumpe, die nebenbei auch von Bijur stammt einmal für Kolbenverteiler (PDI) und einmal für Dosierventile (SLR), nur die Artikelnummer unterscheidet sich:
http://www.bijurdelimon.com/fileadmin/products/docs/bdide/pb/de/P_2014_1_D_L6H.pdf

*Sinntec hat auch die gleichen Dosierventile wie Arceurotrade im Angebot:
https://www.schmieranlagen.com/dosierelement-fjb.html?MODsid=2bc94a3191c08a783835a573a39a0faa

Aber vielleicht mach ich da auch einen gedanklichen Fehler: Soweit ich verstanden habe, benötigen Kolbenverteiler eine Pumpe mit Druckentlastung beim Loslassen des Hebels. Die Vorschmierverteiler füllen sich für den nächsten Pumpstoß erst dann, wenn der Eingangsdruck abfällt und die Nachschmierverteiler geben überhaupt erst dann ihre Schmiermenge ab.
Da Dosierelemente aber durchgängig sind und den Ölfluß nur bremsen, erfordern sie eine Pumpe, die den Druck nach Betätigung erhält bis die nominale Schmiermenge der Pumpe gefördert wurde (eigentlich arbeiten diese Pumpen genau wie Nachschmierverteiler)

opa12 hat geschrieben:
An unserer Deckel FP3 ist eine Vogel Handpumpe und die passenden Vogel Kolbenverteiler verbaut.
Fast jede Führungsfläche hat 2 Schmieranschlüsse. Kolbenverteiler sind hauptsächlich mit 0,03cm³ verbaut.
Ein paar haben auch 0,06cm³ (Trapezgewindespindeln).

Wow, da muss ich dich gleich fragen, wie man die nötige Mindestschmiermenge (wahrscheinlich auch Intervall abhängig) berechnet. Die Führungsflächen bei der FP3 sind um ganze Größenordnungen größer als meine 150cm² gesamt. Mit meiner Berechnung (Führungsfläche mal 0,01mm Schmierfilmdicke bin ich ja schon auf 0,05cm³ gekommen.

Welcher Typ Kolbenverteiler ist den bei der Deckel oder anderen Industriemaschinen verbaut? Vor- oder Nachschmierverteiler? Bin noch nicht ganz dahinter gekommen, welches System für eine Fräsmaschine am besten ist. Vorschmierverteiler geben den Druckimpuls der Pumpe direkt in den Schmierspalt ab und können so vielleicht besser Abrieb/Schmutz aus der Führung spülen. Nachschmierverteiler bauen erst bei Bewegung den Druck langsam ab (und man hat kurzzeitig eine hydrostatische Führung^^). Die Angaben bzw Empfehlungen der Hersteller sind da nicht eindeutig.

opa12 hat geschrieben:
PS: das System von Arceurotrade ist billiger Mist. Die Schmierstelle mit dem geringsten Gegendruck bekommt das meiste Öl, der Rest im schlimmsten Fall gar nix.
Wir bei den Asiaten aber gerne verbaut.

[/quote]
Wie ich oben schon gemutmaßt habe, sollte deshalb wahrscheinlich der Fließwiderstand der Dosierventile (Drossel!) deutlich geringer sein, als der Schmierwiderstand der Führung. Dann spielt letztere eine vernachlässigbare Rolle bei der Schmiermittelaufteilung.
Allerdings sehe ich auch eine große Schwierigkeit, bei vielen unterschiedlichen Schmierstellen (viel/wenig Öl; großer/kleiner Schmierwiderstand) die Dosierventile korrekt zu bestimmen. Und letztendlich bedarf es einer zumindest anfänglichen Überprüfung, ob auch überall so viel Schmiermittel ankommt, wie man sich vorgestellt hat . In der, oben verlinkten, Anleitung von Bijur scheint dieses System zumindest auch für Werkzeugmaschinen geeignet zu sein.
Bei Kolbenverteiler ist die Sache natürlich wesentlich einfacher, da jede Schmierstelle unabhängig von den anderen die definierte Menge abbekommt. Allerdings sind diese auch (zumindest theoretisch) anfälliger gegen Ausfall (Federn, Dichtungen, Membranen).
Auch wenn das System von Arceurotrade eine billige Chinakopie ist, so würde ich mich nicht trauen, dieses System generell abzuwerten. Der Hersteller Bijur Delimon scheint einer der großen, globalen Platzhirsche bei Zentralschmieranlagen zu sein:
http://www.bijurdelimon.com/de/germany/ueber-uns/uebersicht.html

Aber ja, das Kolbenverteiler-System scheint mir auch attraktiver zu sein. Allerdings habe ich noch keine kleine manuelle Handpumpe wie die von Arceurotrade gefunden (sollte nicht viel größer als 100x100x100mm sein). Ein Notnagel - und nicht mal ein schöner - wäre vielleicht ein Pumpöler anstelle der Handpumpe, der auf die Verteilerleiste angeschlossen wird:
https://www.amazon.de/EFORECAR-Hochdruck-Feed-Flasche-Pneumatische-Werkzeug/dp/B0736MLPQ2/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1506546314&sr=8-2&keywords=%C3%B6lkanne+pump%C3%B6ler

Gruß,
Martin

PS: Ich hoffe, dass das Thema auch für die stillen Mitleiser wenigstens ausreichend informativ bleibt.

PPS: Ich weiß, ich schreibe zu viel, - aber anders kriege ich die ganzen Fragen und Gedanken leider nicht unter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Do 28. Sep 2017, 14:54 
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Hallo Martin, hat was mit der Einzelschmierung rundherum verteilte Schmierstellen... Da muss ich mich auch immer überwinden und sei es nur, für eine kurze Nacharbeit . So zentral ein Hebel ziehen fertig! Bei gerichteter Maschine braucht es nur ein Teilstoss und der Wiederstand ist da! Sixis hat grosse Nuten und viele Schmierstellen! Das alles zu verrohren und mit Schläuchen zu verbinden ist mir aber die Sache nicht wert! Da muss doch auch vom Hersteller schon dafür vorgearbeitet worden sein, damit es danach auch unauffällig gut aussieht ? Viele Grossmaschinen habe ja quasi Kanäle für die Schmierleitungen vorgesehen . Andere haben Abdeckungen bekommen aber alle haben einfach mehr Platz und sind auch sehr teuer gebaut worden. Das die Nutzer eher zu wenig schmieren, als zu viel, hat man wohl erlebt... So ist wohl jede Zentralschmierung die bessere Lösung, auf Dauer? Es soll ja aber auch noch einigermassen aussehen nach dem Einbau und auch die Reinigung nicht behindern. Da wird der Aufwand meist gross. Ich wünsche Dir eine saubere Lösung und viel Erfolg! Freundliche Grüsse Andi


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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Fr 29. Sep 2017, 19:26 
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Khan hat geschrieben:
Danke für eure Teilnahme!

Bei der Handpumpe, die du vorgeschlagen hast, bin ich mir aber nicht sicher ob die tatsächlich für Kolbenverteiler geeignet ist. In der Beschreibung steht "für Dosierventile* geeignet" - also für das Resistance Lubrication System (oder auch Single Line Resistance kurz SLR). Komischerweise gibt es diese Pumpe, die nebenbei auch von Bijur stammt einmal für Kolbenverteiler (PDI) und einmal für Dosierventile (SLR), nur die Artikelnummer unterscheidet sich:
http://www.bijurdelimon.com/fileadmin/products/docs/bdide/pb/de/P_2014_1_D_L6H.pdf

Soweit ich die Doku verstanden habe, ist die für beide Varianten geeignet.
Unsere FP3 (und auch viele andere Deckel) haben eine Vogel Handpumpe verbaut. Bei unserer ist es der Typ P28-3/UV

Khan hat geschrieben:
opa12 hat geschrieben:
An unserer Deckel FP3 ist eine Vogel Handpumpe und die passenden Vogel Kolbenverteiler verbaut.
Fast jede Führungsfläche hat 2 Schmieranschlüsse. Kolbenverteiler sind hauptsächlich mit 0,03cm³ verbaut.
Ein paar haben auch 0,06cm³ (Trapezgewindespindeln).

Wow, da muss ich dich gleich fragen, wie man die nötige Mindestschmiermenge (wahrscheinlich auch Intervall abhängig) berechnet. Die Führungsflächen bei der FP3 sind um ganze Größenordnungen größer als meine 150cm² gesamt. Mit meiner Berechnung (Führungsfläche mal 0,01mm Schmierfilmdicke bin ich ja schon auf 0,05cm³ gekommen.

Ich habe keine Ahnung wie Mindestschmiermenge berechnet werden kann. Wie bereits erwähnt kannst du mit zu viel Öl keinen Fehler machen.
Kommt ja vor allem auch drauf an wie oft die Pumpe betätigt wird.

Khan hat geschrieben:
Welcher Typ Kolbenverteiler ist den bei der Deckel oder anderen Industriemaschinen verbaut? Vor- oder Nachschmierverteiler? Bin noch nicht ganz dahinter gekommen, welches System für eine Fräsmaschine am besten ist. Vorschmierverteiler geben den Druckimpuls der Pumpe direkt in den Schmierspalt ab und können so vielleicht besser Abrieb/Schmutz aus der Führung spülen. Nachschmierverteiler bauen erst bei Bewegung den Druck langsam ab (und man hat kurzzeitig eine hydrostatische Führung^^). Die Angaben bzw Empfehlungen der Hersteller sind da nicht eindeutig.

Deckel hat die Vogel (jetzt SKF) 34x Serie verbaut (x steht für die Anzahl an Abgängen)
https://www.schmieranlagen.com/skf-kolb ... 3a48c2f91b


Dateianhänge:
Pumpe1.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2017, 23:06 
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Hallo Franz,

danke für die Bilder und Information.

Ich habe jetzt die letzten Tagen nochmal intensiv alle möglichen Hersteller von Handschmierpumpen incl. Aliexpress abgegrast, aber keine einzige wirklich kleine Pumpe gefunden, mit denen ich die Kolbenverteiler versorgen kann. Mindestdruck benötigen diese Kolbenverteiler alle so 12-15bar (max.Druck 45bar) und der Entlastungsdruck muss kleiner 1bar (bzw <0,7bar) liegen.

Nur mal zur Verdeutlichung, warum ich darauf beharre, dass die Pumpe nicht zu groß sein darf:

Dateianhang:
Fraese_vorlaeufig_7.JPG
Fraese_vorlaeufig_7.JPG [ 96.41 KiB | 1377-mal betrachtet ]


Ich habe mal exemplarisch die billig Pumpe von Arceurotrade eingezeichnet (rechts unten; b=75,t=70,h=140):

Dateianhang:
Wanderermill_Position_Handschmierpumpe.jpg
Wanderermill_Position_Handschmierpumpe.jpg [ 92.36 KiB | 1377-mal betrachtet ]


Seitlich an die Säule geht nicht, seitlich auf dem Steuerkasten geht nur schlecht, weil zu labbrig und es gehen ne Menge Anschlüsse raus/rein (Kabel, Stecker, Schalter, etc) und dann verdeckt noch eine relativ große Bedieneinheit die rechte Seite. Hinter der Säule bzw unterhalb des Steuerkastens habe max. 180mm in der Höhe, ich muss dann aber natürlich noch an die Einfüllöffnung drankommen.

Als letzten Ausweg sehe ich: Ich bestell mir mal die billige Arceuro-Pumpe und schaue wie einfach der Pumpmechanismus aufgebaut ist, und ob ich evtl. den Druck erhöhen kann (kleinerer Kolben; stärkere Feder). Laut diesem PDF (S. 26) von SKF brauchen die mittleren 341 bzw 34X Verteiler nur einen Mindestdruck von 6bar.
Ein Entlastungsventil, notfalls auch außerhalb der Pumpe sollte, dann die, für die Funktion der Kolbenverteiler, nötige Druckentlastung sicherstellen.
Zur Kontrolle (egal auf welches System ich jetzt setzen werde) kommt dann oberhalb der Pumpe noch ein Manometer hin. So kann man sehen ob der Nenndruck erreicht wird, ober wieder abfällt, oder, im Falle des SLR-Systems wie lange des dauert bis die Pumpe das Öl fördert.
Das sind jetzt zumindest die Alternativen dir mir jetzt noch bleiben bzw einfallen.

Andere Ideen/Einfälle/Kritikpunkte?

Gruß,
Martin

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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Sa 7. Okt 2017, 07:30 
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In Anbetracht Deiner Maschine und deren Größe würde ich mir überlegen, ob ich statt einer großen Pumpe
nicht einfach einen zentralen Schmiernippel anbringen würde, der mit einer Handölpresse versorgt wird.
Der nötige Druck ist dann vorhanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beratung für Zentralschmierung für kleine Fräsmaschine
BeitragVerfasst: Sa 7. Okt 2017, 13:53 
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Das System von Arc ist schon ok, möglicherweise sind halt die Schmierverteiler Müll, abgesehen davon passt das ganze. Wo sonst kriegt man zu angemessenem Preis das ganze auf einem Haufen. Es gibt aber auch grosse teure Maschinen, die mit genau solchen Verteilern ausgestattet sind.


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